Luther-Straße: Einbahnregelung bleibt

Radfahren in der Richtung bleibt verboten.

Radfahren in der Richtung bleibt verboten.

Seit Gründonnerstag ist die Martin-Luther-Straße wieder frei. Die Baustelle wurde beendet (Neustadt-Geflüster vom 29. März).

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir vermutet, dass für die Freigabe der Straße für den Radverkehr in beide Richtungen nur die Schilder fehlen. Dem ist jedoch nicht so. Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung antwortet der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, Reinhard Koettnitz: „Eine Freigabe des Einbahnstraßenabschnittes der Martin-Luther-Straße zwischen Martin-Luther-Platz und Louisenstraße für den Radverkehr in beiden Richtungen ist aufgrund der unübersichtlichen Situation im Bereich des Knotenpunktes Martin-Luther-Straße/Louisenstraße/Kamenzer Straße nicht möglich.“

Gefährliche Kreuzung zwischen Martin-Luther-, Louisen- und Kamenzer Straße.

Gefährliche Kreuzung zwischen Martin-Luther-, Louisen- und Kamenzer Straße.

Zwar wurde im Zuge der Umgestaltung der Straße schon der Fußweg an der östlichen Kreuzungsseite reduziert. Aber, so Koettnitz, es bestehe keine Möglichkeit, für Radfahrer aus der Martin-Luther-Straße eine sichere Zufahrt zum Knotenpunkt zu gewährleisten, da aus der Louisenstraße in die Martin-Luther-Straße einbiegende Fahrzeuge die gesamte Fahrbahnbreite benötigen und entgegenkommende Radfahrer nicht rechtzeitig wahrnehmen können.

Also: Mit dem Rad vom Martin-Luther-Platz zur Louisenstraße geht es nur im Schiebeverkehr oder eben über die Pulsnitzer, die ist in beiden Richtungen befahrbar.

Korrekte Handhabung des Drahtesels. Im Schiebegang auf dem Fußweg.

Korrekte Handhabung des Drahtesels. Im Schiebegang auf dem Fußweg.

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30 Kommentare zu “Luther-Straße: Einbahnregelung bleibt

  1. abrazzo
    5. April 2018 at 12:21

    Naja, so wild ist das ja auch nicht. Gerade mit dem Rad ist der „Umweg“ über die Pulsnitzer bestimmt keine unzumutbare Schikane. Und das Sträßchen ist tatsächlich sehr eng.

  2. Jubee
    5. April 2018 at 16:00

    NEIN!!!! Das hatten sie aber in der Planung meiner Erinnerung nach „versprochen“. Aber die Pläne findet man ja nicht mehr…

    Es wird wie bisher kaum jemand den Umweg um die Kirche nehmen und einfach so gegen die Einbahnstraße fahren, oder über den Fußweg – nur leider sind die Autofahrer dann nicht gewarnt.

    Man könnte z.B. das rechts abbiegen für Autos von der Louisenstraße verbieten, dann ist die Lage auf einmal viel übersichtlicher.

    Und vor allem gehört jetzt die Löwenstraße vom Kopfsteinpflaster befreit, damit man von der Elbe Richtung Pulsnitzer radeln kann.

  3. Frank
    5. April 2018 at 16:31

    Die Alaunstraße oder die Jordanstraße sind an vielen Stellen ähnlich breit und durch parkende Autos sogar noch unübersichtlicher. Die Argumentation des Amtes ist nicht nachvollziehbar.

  4. 5. April 2018 at 16:37

    Ob Warnungen für Autos helfen. Der Lasterfahrer der mir heute auf der Pulsnitzer entgegenkam, blickte mich auch so drohend an, als ob ich mich komplett im Unrecht befinde. ;-) Und dort hängen auf beiden Seiten der Straße die Zusatzschilder „Radfahrer frei“.

  5. 5. April 2018 at 16:39

    @Frank: Es geht um die Kreuzung. Ich hab mir das heute mal angeguckt. Durch baulichen Veränderungen kann man jetzt mit dem Auto viel zügiger von der Kamenzer in die Martin-Luther-Straße schnipsen. Und einige Fahrer nutzen das auch aus. Wenn dann ein Radler entgegenkommt…

  6. Tomdd
    5. April 2018 at 18:27

    Ich finde die Regelung sehr gut. Bloß hält sich kein Radfahrer daran. Man wird noch vollgepöpelt! Ich würde ja Polizeistreifen ab und an vorbei schicken und die Radfahrer abkassieren, bis sich es sich bis zum letzten herumgesprochen hat. Das Problem ist, das sie denken, das sie immer Recht haben, gerade in der Neustadt.

  7. 5. April 2018 at 19:04

    @Tomdd: deine Aussage ist falsch, wie im Bild oben zu sehen ist, gab es bisher schon mindestens einen Radfahrer, der sich dran gehalten hat.

  8. Tomdd
    5. April 2018 at 20:15

    nein, er fährt die Einbahnstraße verkehrt herum. Das ist meine Deutung des Bildes ;-)

  9. Snowman
    5. April 2018 at 20:23

    Zur Aussage ‚Radfahrer frei‘ in der Einbahnstraße entgegen der Fahrtrichtung vergessen die meisten Radfahrer, dass sie keine Vorrechte gegen die Hauptfahrrichtung haben und diese auch nicht behindern dürfen. Leider wird dies, wie auch die meisten anderen Unarten vieler(nicht aller) Radler nicht ausreichend kontrolliert und geahndet. Beste Variante für alle – Seid nett zueinander!

  10. nepumuk
    5. April 2018 at 20:26

    Die Stadterneuerer (Sanierungsgebiet) sind also mal wieder und fast erwartungsgemäß an der Straßenverkehrsbehörde gestolpert.
    Die Frage steht weiter im Raum, warum die Ausrundungsradien entgegen der Stadtratsbeschlußlage (auch das keine Seltenheit) nachträglich aufgeweitet wurden? Herr Pieper, mal ne Info für uns Bürger möglich?
    Es ist ansonsten ein Scheitern der hehren Absichten. Oder beabsichtigt man eventuell, bei Einführung T20 in der Äuse dann die Voraussetzungen zur Radfreigabe wohlwollend hinzubekommen?

    Die Vorlage geht aus einem Beitrag hierzu hervor:
    https://www.neustadt-ticker.de/56456/aktuell/baustart-martin-luther-platz
    zur Vorlage V0597/15 – http://ratsinfo.dresden.de/vo0050.php?__kvonr=10231
    -> dort siehe d) Anlage 2 … – das ist die beschlossene Planung.

    Interessant ist auch die letzte nichtssagende Beschlußkontrolle als „Abschlußbericht“ vom 26.7.2017. Keine Aussagen zur Nichterfüllung. Ich erwartete nun eigentlich, daß bald ein Abschlußbericht erfolgen müßte und aus diesem weitere Infos hervorgingen. Hmm…
    Auch die bunten Papierkörbe wurden nicht erfüllt. Dagegen spricht ja nun auch das Gestaltungshandbuch, ggf auch der Denkmalschutz etc.
    Daß der Zusatzbeschluß der Radfreigabe nicht erfüllt werden muß, liegt daran, da die Straßenverkehrsbehörde als Anordnungsbehörde der oberen Behörde im LASuV bzw. der obersten im Ministerium unterstellt ist und nicht dem Stadtrat. Solche Beschlüsse sind folglich wurscht, aber das weiß ja keiner.

    Wenn die in die Lutherstraße-Nord einbiegenden Kfz nun schneller fahren, ist dies natürlich ein dämliches Resultat einer Sanierung und für die Radfreigabe verungünstigend. Dennoch ist die Ermessensentscheidung der Behörde nicht nachvollziehbar, die Verwaltungsvorschrift läßt zumindest auch eine andere Entscheidung zu. Die schon genannte Jordanstraße ist gutes Vergleichsbeispiel für die Ecksituationen.

    Es fehlen also noch erklärende Infos zur Aufweitung an der Kreuzung.
    Das wird natürlich ein Nachspiel haben. Nach einem Straßenumbau gilt die Verkehrsregelung als Neuanordnung, wogegen man Einspruch bzw. Widerspruch ab Freigabe 1 Jahr lang einlegen kann. Davon sollten die Leute Gebrauch machen – je mehr desto besser.

    Zwei Argumente für eine Freigabe fallen mir ergänzend ein:
    1. jetzige Regelung ist praxisfern und damit dauerhaft untauglich, egal ob da hin und wieder dann Polizisten kontrollieren müssen, was obendrein Senf wäre. Radverkehr in Gegenrichtung wird dort immer stattfinden, dem hat eine Verkehrsregelung bestenfalls zu entsprechen.
    2. da Radfahrende in Gegenrichtung vorkommen, ist es besser, eine „mit ihnen ist zu rechnen“-Regelung zu haben, dann ist die Sache klarer, es besteht ohnehin überall die StVO-Pflicht zur angepaßten Fahrweise und gegenseitigen Rücksichtnahme. Eine Regelung wie jetzt, als Einladung zum schnellen Rumziehen um die Kurven, ist m.E. deutlich gefährlicher, womit wir wieder bei der Beurteilungsgrundlage wären.

    Die Kreuzung ist durch die neuen Gehwegnasen etwas übersichtlicher geworden und durchaus tolerabel gut „einsehbar“. An der Luther-Nord-Mündung wurden die Nasen allerdings kürzer als in der Planung und als an der Pulsnitzer-Mündung zur Louise gebaut. Warum, kann man nur raten (je 1 Parkplatz mehr an der Louise). Also hier wurde überall geschummelt, die Beschlußkontrolle ist eine Frechheit. Der Baubürgermeister muß endlich diesen Straßenbau-Saustall in geordnete Bahnen bekommen!

    Wie erwähnt, wird die Neuanordnung demnächst als Klärungsfall an die Landesbehörde gehen. Schade, daß man sich erneut mit solchem Tünnef beschäftigen muß.

  11. 5. April 2018 at 20:46

    Das unterste Bild, rechts am Rand siehst du einen Mann ein Fahrrad schieben.

  12. DD
    5. April 2018 at 20:53

    Es kontrolliert nur keiner. Und als Auto Fahrer ist man eh wieder schuld wenn was passiert.
    Also bleibt alles beim Alten die Fahrrad Fahrer machen was sie wollen und als Auto Fahrer ist man dran.
    Da ich beides nutze Fahrrad und Auto kann ich mich in beide Seiten hineinversetzen und kann nicht verstehen wie manche ( nicht alle) Radfahrer denken das sie immer im Recht sind. Ob das Einbahnstraßen sind oder Fahrradwege wird beides ignoriert und das sollte stärker kontrolliert werden und bestraft werden . Aber leider fehlen uns da die Polizisten und da wären wir wieder beim nächsten Thema. Also liebe Radfahrer haltet euch an die gegeben heiten den ihr habt den Schaden und der Auto Fahrer die Versicherung …..

  13. ML-Anwohner
    6. April 2018 at 00:30

    Als Anwohner der Martin-Luther-Straße halte ich fest: Gratulation, der Umbau ist genial! Die Autos sind schneller als vorher unterwegs (das merkt man auch am schon einige Zeit vorher erneuerten Teil der Martin-Luther-Str.), fahren jetzt deutlich rasanter und Risiko-reicher um die Ecke Louisenstr., am Nachmittag/Abend werden die Gehwege zum Parkplatz. Heute standen dort ab etwa 17 Uhr neun PKW stundenlang schön über die gesamte Straßenlänge verteilt auf dem Gehweg herum, es blieb nur ein kleiner Rest Gehweg übrig der deutlich schmaler war als vor dem Umbau. Natürlich ohne Parkschein oder Anwohnerparkausweis. Besonders schön wenn man von der Haustür zum Stundenlang parkenden Auto etwa 70cm hat, oder auch für Kinder die auf dem Gehweg Rad fahren müssen. Vorbei fahrende PKW müssen zum Teil auf den gegenüber liegenden Gehweg ausweichen, was einige (zum Glück nur wenige) Fahrer auch trotz dort laufender Fußgänger machen.
    Irgendwie erscheinen mir die Straßensanierungen in Dresden sehr fokussiert auf den motorisierten Verkehr. In dieses Bild passt wunderbar auch die jetzt ausbleibende Freigabe der Einbahnstraße für Fahrräder.

    Übrigens: Ich denke die meisten „pöbelnden“ Radfahrer wissen durchaus dass sie nicht STVO konform unterwegs sind. Aber die deutsche Straßenplanung/STVO ist auf den motorisierten Verkehr fokussiert, d.h. der dicke SUV muss auch auf engen innerstädtischen Anliegerstraßen, die zur Hälfte mit parkenden Autos besetzt sind, schnell unterwegs sein können. Das ist für andere Straßenverkehrsteilnehmer die im Vergleich zu PKWs deutlich weniger Platz verbrauchen und ein erheblich geringeres Betriebsrisiko aufweisen schwer verständlich und mag zu reaktantem Verhalten führen.

  14. Scheisse44
    6. April 2018 at 02:10

    Ach man Dresden

  15. goldfish
    6. April 2018 at 11:31

    „Die Fahrradfahrer“ machen nicht was sie wollen, in Städten die dem nicht-motorisierten Individualverkehr, endlich und zu Recht mehr Raum geben, sind Einbahnstraßen seit 30 Jahren für Radfahrer in beide Richtungen erlaubt. Schön das auch hier ankommt. Und klar muss das für Radfahrer dort erlaubt werden. Autos bis zum Horizont, der letzte macht das Licht aus. Himmel.

  16. Frank
    6. April 2018 at 12:48

    @ML-Anwohner: Ich kann nur auf die Möglichkeit, Falschparker unkompliziert anzuzeigen hinweisen: http://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/owi_privatanzeigen.php
    Das funktioniert und wirkt auch. Ich habe das selbst durch erboste Beschwerden mitbekommen. Leider bekommt man direkt von der Stadt keine Rückmeldung.

  17. Erichsen F.
    6. April 2018 at 16:37

    Ich bin enttäuscht. Hatte ich mich doch schon so gefreut, auf die Kommentare der Bessermenschen unter den Radfahrern. Nicht müde werden sie zu bekräftigen was sie doch alles Gutes tun, für die Umwelt, die Gesundheit, die Stadt, die Menschen, das Universum. Aber kaum müssen sie mal 10 Meter radfahren, da geht’s los, das Gezeter und Geschrei.

  18. goldfish
    6. April 2018 at 22:16

    @Erichsen F.

    … hast du zu viel Rammstein gehört?, oder warum … ich bin enttäuscht, total enttäuscht …

  19. michel neumann
    7. April 2018 at 15:14

    @Snowman, Du irrst Dich (oder drückst Dich ungeschickt aus). Die Radfahrer haben in dem Fall die gleichen Rechte und Pflichten wie die Fahrer in der Einbahnstraßenrichtung, d.h. sie dürfen diese genau soweit behindern wie umgekehrt, müssen genauso viel oder wenig Platz machen, haben die gleichen Vorfahrtsrechte etc.
    Gruß Micha

  20. ML-Anwohner-2
    8. April 2018 at 21:57

    @ML-Anwohner-1: Wir können das bestätigen, seit der Freigabe heulen die Motoren regelmäßig auf, 30km/h fahren die sicher nicht.
    Nur durch Ahndung wird sich das Problem der Raser und Falschparker lösen.

    Was spricht eigentlich gegen eine Spielstraße vgl. Böhmi?

  21. goldfish
    8. April 2018 at 22:52

    Komisch, auf der Pulsnitzer gehts gemütlich zu?!

  22. Kathrin
    9. April 2018 at 16:00

    @nepomuk: Kritik ist grundsätzlich in Ordnung, aber dann bitte immer auf den genauen Wortlaut achten. Prüfaufträge in Beschlussvorlagen beinhalten Wünsche, die von den Fachämtern auf Umsetzbarkeit, unter Beachtung gesetzlicher Rahmenbedingungen, zu prüfen sind. Das wurde auch gemacht, aber eben abschlägig beschieden, weil die Rahmenbedingungen diese Wünsche nicht zulassen bzw. die Umsetzbarkeit entgegen geltender Normen spricht.
    Bzgl. der bemängelten Abweichungen gegenüber dem Plan aus der Vorplanung hier der Hinweis, dass es sich eben bei den Plänen um Vorplanungen gehandelt hat. Nach der Vorplanung kommt die Entwurfsplanung und dann die Ausführungsplanung. Erst in diesen Leistungsphasen erfolgt die detaillierte Prüfung bzw. technische Umsetzung anhand der geltenden Regelwerke für Straßenbau. In dem Plan der Vorplanung sind weder Radien noch Maßangaben enthalten. Das Sie trotzdem dazu in der Lage sind daraus abzuleiten, dass die bauliche Umsetzung wesentlich davon abweicht…Respekt!

    Insofern sind Ihre gemachten Äußerungen hinsichtlich der Kontrolle von Beschlussvorlagen völlig daneben und unqualifiziert.

    @ML-Anwohner-2: Da es sich bei der Martin-Luther-Straße um eine Straße für den Durchgangsverkehr handelt kann diese nicht als Verkehrsberuhigter Bereich analog der Böhmischen Straße ausgewiesen werden. Auch dies wurde von der Straßenverkehrsbehörde geprüft und abschlägig beschieden.
    Die Martin-Luther-Straße ist eine der wichtigen Verkehrsadern innerhalb der Äußeren Neustadt um den Verkehr aus Richtung Kamenzer Straße/Tannenstraße abzuwickeln.

    Allgemein:
    Was die Forderungen angeht, dass die Straßenverkehrsplanung die Fehler der Verkehrsteilnehmer legalisiert halte ich auch für den falschen Ansatz. Es gibt klare Regeln die in der STVO zusammengefasst wurden. Der Verkehrsraum ist für alle Verkehrsteilnehmer da und jede Planung muss einen Kompromiss finden um dem gerecht zu werden. Meckern kann jeder, besser machen ist schon deutlich schwieriger.

    Für den Fall der Falschparker kann man als Bürger den Gemeindlichen Vollzugsdienst unter der 0351 488 6333 informieren. Diese sind auch meist gar nicht so weit weg und schnell vor Ort.
    Aber das Fehlverhalten Dritter kann man nicht der Verwaltung anlasten. Da muss sich grundsätzlich jeder selbst Fragen ob er sich immer korrekt verhält.

  23. nepumuk
    12. April 2018 at 09:34

    @kathrin: Sie reden schön im üblichen antrainierten Verwaltungssprech und erwarten von diesem Forum hier zu viel. Ihre Vorwürfe gegen mich, der sich hier bisher nur eingangs äußerte, weise ich zurück. Sie gehen nun weiter in die Details, und vertauschen dies mit Recht haben. Egal, sei es ihr Lapsus, wie es meiner oben war, von „Beschluß“ und nicht „von Prüfauftrag“ zu reden. Ja, manches ist der Zeitnot geschuldet, wenn man sich schon die Mühe macht, überhaupt eine Sache zu klären.
    Was Prüfaufträge sind, brauchen sie nicht zu erklären. Sie sind übrigens durchaus Instrument des Wollens, wo nunmal kein direkter Beschluß möglich ist wie hier. Andere ihrer genannten Punkte sind mir inzwischen auch in Kenntnis gekommen.
    Dennoch bleibt mein Fazit:
    – Straßenbaumaßnahme auf Radhauptroute völlig vergeigt
    – Abschluß-Beschlußkontrolle nicht vorliegend (alte Prüfergebnisse von 7/2016 sind kein abschließender Inhalt – dort auch jede Menge zu negierender Senf drin)
    – verk.rechtl. Neuanordnung ist mangelhaft und eben rechtlich NICHT zwingend wie behauptet. Ermessensspielraum wurde aus Angst in SVB/STA nicht genutzt (ist ja auch ein Paragraphenpapagei am Werk …).
    – Radverkehrskonzept unzureichend berücksichtigt, dafür für 3-achsiges Müllfahrzeug die grundsätzlich in DD falsch gehandhabte Schleppkurventhematik reingekloppt etc.pp.
    – Gehwegvorziehung unvollständig, Kreuzung unverpollert offengelassen,
    – Ziele der Stadterneuerung, v.a. Verbesserung der Nahmob und Verk.verhältnisse Rad teils verfehlt, dafür aber ggf. Gefährdungen infolge nun erhöhbarer PKW-Abbiege-Geschwindigkeiten bevorzugt

    Chapeau, Kathrin! Insofern ist ihre Wortmeldung für mich lediglich altbekannte Ausreden und eben Zeichen, warum es in und mit der dresdner Verwaltung nicht rund läuft. Vielleicht hilft ihnen manch Blick über den dresdner Tellerrand, andere Städte agieren seit Langem entgegen ihrer Auffassungen/Meinung.

  24. Ecki
    12. April 2018 at 10:35

    @nepumuk: so sehr ich mir die Pfeilschilder für Radverkehr in beiden Richtungen auf der nördlichen M-L-Straße wünsche, so finde ich dennoch, dass Konfrontation und Vorwürfe und hier nicht weiter bringen. Kein(e) Mitarbeiter*in der Stadtverwaltung wird sich für die Pfeillösung einsetzen, wenn sie/er beschimpft wird.

    Also: Liebes STA der LH DD, bitte gebt uns die damals in Aussicht gestellte Befahrbarkeit der nördlichen M-L-Straße für Fahrräder in beide Richtungen! (Nepumuk hat es bestimmt nicht böse gemeint, hat nur verbal etwas zu scharf für eine an und für sich gute Sache gekämpft) DANKE!

  25. nepumuk
    12. April 2018 at 15:32

    Na, lieber Ecki, ihr Besänftigungsversuch in Gottes Ohr, geht doch wohl eher an die mutmaßliche Verwaltungsperson. Während diese mir gegenüber mit „völlig daneben und unqualifiziert“ verbalisiert, bleibt meine Entgegnung doch nachlesbar sachlich bei Begriffen wie „Verwaltungssprech“, „Chapeau“ oder dem berechtigten Tipp mit dem „Tellerand“. Um ein Aufzählen des Verwaltungsversagens in diesem „Vorgang Luther“ kommt man jedoch nicht umhin.
    Es geht, lieber Ecki, nun leider nicht mehr um „einen Einsatz von Verwaltungsmitarbeitern“ für die Radfreigabe. Hierfür hatten jene etliche Jahre Zeit – nun ist das Kinde im Brunnen und ein Ausweg kompliziert. Leider funktioniert unsere Verwaltung auch nicht nach all jenen, welche sich tatsächlich für gute Lösungen einsetzen.

    Verk.rechtl. Anordnung hin oder her (beides wäre rechtlich ok), es liegt eine Nichtbefolgung der Ratsbeschlußlage aufgrund der Baulichkeit vor, welchem nun zuvorderst die Ortspolitiker, welche sich auch gut auskennen, nachkommen sollten. Es wurde versäumt, auch entgegen der „weiterhin Gültigkeit“ des Rad-frei-Zieles ausweisenden Zwischenberichte an den Stadtrat, die Mündung baulich derart zu gestalten, daß die eindeutige politische Beauftragung umgesetzt wird.
    Die Beschluß-Nichtbefolgung geschah im Tiefbauamt, welche die Baulichkeit abändernd entwurfsplante. zu deutsch: Auf einer Radhauptroute mit hoher Verbindungsfunktion wurde eine Kreuzung so gestaltet, daß Radverkehr verunmöglicht wurde. Sowas geht gar nicht und kann nun disziplinarische Konsequenzen haben.

    Die Kreuzung war bisher keine ausgewiesene Unfallhäufungsstelle, Detaildaten zu z.B. PKW-Rad, werden unter Verschluß gehalten. Warum eröffnete man die Luther-Nord nun nicht mit einem Verkehrsversuch mit Freigabe, wenn bei einzelnen Paragraphenreitern in der Behörde solche Ängste bestehen? Es gibt auch weiterhin einige Möglichkeiten, die Sache zu korrigieren. Eigentlich muß die Kreuzung gemäß der Beschlußlage nochmal baulich nachgebessert werden. Nervig.

  26. abrazzo
    12. April 2018 at 16:37

    Mal ne grundsätzliche Frage: Was würde sich denn mit der Freigabe ändern? Die Radfahrer kehren sich meiner Beobachtung nach sowieso nicht darum und wenns kracht ist der PKW-Fahrer auch dann schuld, wenn der Radfahrer falsch rum gefahren ist.
    Ich verstehe auch nicht wirklich, wie das in dem engen Sträßchen aussehen sollte, wenn sich hier Radfahrer und Auto begegnen. Der Radfahrer müßte entweder auf den Gehsteig ausweichen, oder das Auto rückwärts wieder rausfahren. Ersteres ist ja jetzt schon gelebte Praxis.

  27. 12. April 2018 at 16:40

    @abrazzo: Das würde sich ändern: Man dürfte, wenn man mit dem Auto dort lang fährt, die Radfahrer, die verbotenerweise entgegenkommen, nicht mehr so vorwurfsvoll anstarren.

  28. abrazzo
    12. April 2018 at 16:55

    Ach so. Dann lohnt sich der ganze Verwaltungsaufwand natürlich.

  29. Erichsen F.
    12. April 2018 at 18:36

    @Anton: Okay. Ich lerne daraus, dass ich, sofern ich mal in den Genuss komme, gar nicht gucke. Sondern dein Rad in die Formschöne eines Klumpens transformiere. Wünsche mir einfach in diesem Moment absolute Gechilltheit, denn diese wird darüber entscheiden, ob ich dir noch genügend Zeit zum Abspringen gebe. :-)

    @nepumuk: Ich lese deine Kommentare immer. Egal ob ich gerade deiner Meinung bin oder nicht. Aber mal ehrlich. Wolln wir es nicht langsam mal wieder mit Verstand probieren?
    Die Neustadt ist keine Gegend, wo es die nächste Straße erst in 100 km gibt. Aller paar Meter gibt’s die nächste Querstraße. Der übliche Neustädter steht auch seltenst völlig überrumpelt und schockiert vorm Ende der Welt, sondern weiß vorher, wo er hin und wo er lang will und wo er das kann. Letztlich, an irgendeinem Punkt müssen sich auch Radfahrer integrieren, an Gegebenheiten anpassen und sich an Spielregeln halten. Sprich: Einfach mal erwachsen werden.
    Dieses ewige Rumgeningel erreicht per Definition irgendwann mal das Niveau von Kindergarten. Oder noch ehrlicher: Kreißsaal. Die Frage ist: Wann hört man dann einfach mal auf damit?

  30. michel neumann
    20. April 2018 at 14:38

    Gabs da eigentlich noch Auflage bzgl. der Fußwege oder gelten die als fertig? Der an der Ostseite ist ja noch ganz schön uneben und die Fugen sind such noch nicht so richtig verfüllt

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