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Von würzigen Bohnen und Öl in der Maschine

Mit einem lei­sen, aber hör­ba­ren Knall schlägt der Bar­kee­per das ver­brauchte Kaf­fee­pul­ver in den Abfall. Dann hält er das Sieb in die Mühle und zieht einen Hebel. Eine genau abge­mes­sene Por­tion brau­nes Pul­ver fällt auf das Sieb, das dann in die Maschine geklemmt wird. Wenige Sekun­den spä­ter steht eine kleine, weiße Tasse mit hei­ßem Espresso vor mir. Ein wür­zi­ger, etwas her­ber Duft steigt auf. Ein letz­tes Mal lasse ich den Löf­fel in der klei­nen Tasse krei­sen, sämt­li­che Zucker­stück­chen haben sich auf­ge­löst. Leise schlürfe ich das fast kochend heiße Getränk, das Cof­fein strömt durch meine Blut­bah­nen und regt den müden Geist an.

Fast in allen Neu­städ­ter Knei­pen wird Espresso ser­viert. Und fast über­all schmeckt er anders. Alfredo, ein wasch­ech­ter Ita­lie­ner aus der Gegend um Genua ist Espresso-Ken­ner. Er lobt vor allem den im Rosso und im Mio. Bei­des sind kleine Knei­pen, an der Loui­sen­straße gelegen.

Für den raben­schwar­zen, hei­ßen Trank mit der gold­brau­nen Kreme oben­drauf braucht man die rich­ti­gen Zuta­ten und die rich­ti­gen Tricks. Die Kaf­fee-Boh­nen müs­sen echte schwarz- und durch­ge­rös­tete Ara­bica sein, die Maschine sollte ordent­li­chen Was­ser­druck haben, und die Tas­sen müs­sen vor­ge­wärmt sein. Nur dann wird der Espresso rich­tig edel. Auch für die kre­mige Schicht kennt Alfredo einen Trick aus sei­ner Hei­mat. “Gib ein­fach einen Schuss Rhi­zi­nus-Öl in die Kaf­fee-Mühle, dann hast du die schönste Kreme.” Doch Vor­sicht, ein klei­ner Schuss zu viel und die Gäste kom­men nie wieder.

Im Rosso, wie das Café Herr Rosso und sein Hund meist zärt­lich genannt wird, wird die Tra­di­tion mit den klei­nen Kaf­fee-Schlück­chen hoch gehal­ten. Bereits der erste Besit­zer, Stef­fen, konnte stun­den­lang über die Zube­rei­tung des edlen Moc­cas phi­lo­so­phie­ren. Und auch heute noch gibt es natür­lich ein lecke­res Mini-Gebäck und ein Glas Was­ser dazu.

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Anmerkung 2010

Lei­der haben sowohl das Mio als auch das Rosso inzwi­schen ihre Pfor­ten geschlos­sen. Lecke­ren Espresso gibt es im Combo und im Blumenau.

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3 Ergänzungen

  1. iieh. das mit dem rhi­zi­nusöl ist abso­lut abar­tig. einen typen, der sowas macht, als espress­o­ken­ner zu bezeich­nen, grenzt an blas­phe­mie. will gar nicht wis­sen, auf wel­che däm­li­chen ideen die ita­lie­ner noch so kom­men. das ist dann wohl die strafe für den raus­wurf bei der wm. ;-)

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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