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Radfahrerin stirbt nach Verkehrsunfall

Unfallstelle
Un­fall­stelle
Wie die Po­li­zei heute mel­det, ist ges­tern Nach­mit­tag auf der Bautz­ner Straße bei ei­nem Ver­kehrs­un­fall ein Frau ums Le­ben gekommen.

Diens­tag Nach­mit­tag, 16.40 Uhr, eine 26-jäh­rige Frau war mit ih­rem Fahr­rad auf der Bautz­ner Straße stadt­ein­wärts un­ter­wegs. Der Fah­rer ei­nes Be­ton­mi­schers fuhr in die glei­che Rich­tung. Das Fahr­zeug er­fasste die Frau in Höhe der Ein­mün­dung Ro­then­bur­ger Straße. Die Rad­fah­re­rin ge­riet un­ter das Fahr­zeug und und wurde le­bens­be­droh­lich ver­letzt. Sie wurde in ein Kran­ken­haus ge­bracht. Dort kam aber jede Hilfe zu spät. Der Fah­rer des Be­ton-Mi­schers blieb unverletzt.

Der Dresd­ner Ver­kehrs­un­fall­dienst hat die Er­mitt­lun­gen auf­ge­nom­men. Ein Gut­ach­ter wurde hin­zu­ge­zo­gen. Im Zuge der Un­fall­auf­nahme musste die Bautz­ner Straße zeit­wei­lig ge­sperrt werden. 

Unfallstelle
An der Un­fall­stelle wur­den Blu­men und Ker­zen aufgestellt
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48 Ergänzungen

  1. Da müsste end­lich et­was pas­sie­ren. Auf dem Fahr­rad­weg zwi­schen Mar­tin-Lu­ther- und Gör­lit­zer Straße par­ken oder hal­ten zum Bei­spiel häu­fi­ger Au­tos, ohne dass sich die Po­li­zei darum groß küm­mert. Da ist man/​frau dann als Fahr­rad­fah­rer zum Aus­wei­chen auf die Straße gezwungen.

  2. Ist es da nicht auch so, dass der Rad­strei­fen ein­fach auf­hört (in Rich­tung Al­bert­platz) wie in so vie­len Fäl­len. Mich macht es so trau­rig, in die­sem Jahr be­reits von 3 Fahr­rad­to­ten ge­le­sen zu ha­ben. Mit pas­sen­der In­fra­struk­tur gäbe es die 3 To­ten höchst­wahr­schein­lich nicht.

    Au­ßer­dem:
    Ich er­lebe täg­lich, wie der Si­cher­heits­ab­stand beim über­ho­len ei­nes Rad­lers größ­ten­teil (!) nicht ein­ge­hal­ten wird.

    Die Angst ra­delt mit.

  3. @Lolek: Wenn ich die Mar­kie­run­gen heute auf der Straße rich­tig deute, kam es zum Zu­sam­men­stoß nach der Ro­then­bur­ger, un­ge­fähr dort, wo die kleine Bautz­ner an­fängt. Dort gibt es der­zeit kei­nen Radweg. 

    An­de­rer­seits ist der an­dere Un­fall auf der Fritz-Reu­ter-Straße pas­siert, da war der Rad­fah­rer auf dem Rad­weg unterwegs.

  4. Be­reits im No­vem­ber 2014 hat der ADFC das Stadt­pla­nungs­amt über die Le­bens­ge­fahr, die von die­ser Stelle für Rad­fah­rer aus­geht, in Kennt­nis ge­setzt. Pas­siert ist nix. 

    siehe hier:
    http://www.adfc-dresden.de/karte/?id=95

    Das war der 3. tote Rad­fah­rer auf Dres­dens Stra­ßen in­ner­halb von 2 Wochen! 

    Die­sen Vor­fall hätte man Ver­hin­dern kön­nen! Wüsste gern was die Stadt dazu sagt! (An­ton, kannst du da an­fra­gen?) Sehr trau­gig das Ganze…

    Aber Haupt­sa­che die FDP reißt so­fort das Maul auf, wenn zu­guns­ten ei­nes Rad­strei­fens eine 4spurige Straße auf 2 Spu­ren re­du­ziert wer­den soll. Dann la­bern die von "au­tofeind­li­cher Po­li­tik" und fin­den in ei­nem Groß­teil der Be­völ­ke­rung Zu­stim­mung. Dres­den ist (nicht nur) in Sa­chen Ver­kehrs­po­li­tik to­tal Rückständig…

  5. Ge­nau zwei Wo­chen nach die­sem trau­ri­gen Un­fall, am 22.02. wird im Orts­bei­rat Neu­stadt die Neu­pla­nung die­ses Stra­ßen­ab­schnitts das erste Mal öf­fent­lich vor­ge­stellt. In stadt­ein­wär­ti­ger Rich­tung, also an der Un­fall­stelle, hat die Stadt­ver­wal­tung ei­nen si­che­rern Rad­fahr­strei­fen (durch­ge­zo­gene weiße Li­nie) ge­plant. Da die Pla­ta­nen beid­sei­tig er­hal­ten wer­den sol­len, ist das stadt­aus­wärts nicht mög­lich. Das Stra­ßen- und Tief­bau­amt prüft da­her ei­nen ge­mein­sa­men Rad- u. Geh­weg hin­ter den Pla­ta­nen, zwei­felt aber selbst daran, dass der rea­li­sier­bar ist. Zwi­schen den er­hal­tens­wer­ten Pla­ta­nen und den denk­mal­ge­schütz­ten Ei­ben bleibt auch hier evtl. nicht ge­nug Platz.
    Uns als GRÜNER Orts­bei­rats­gruppe reicht die­ser Prüf­auf­trag nicht aus. Wir wer­den uns für eine si­chere Rad­ver­kehrs­an­lage auf die­sem stark be­fah­re­nen Ab­schnitt ein­set­zen. An­ge­sichts die­ses tra­gi­schen Un­falls hoffe ich da auf die Un­ter­stüt­zung der an­de­ren Orts­bei­räte und eine ge­sprächs­be­rei­tes Straßenbauamt.

  6. @Lolek: Das Er­geb­nis die­ses Un­falls ist dra­ma­tisch ge­nug. Ich finde nicht, dass das jetzt Zeit­punkt und Ge­le­gen­heit für Schuld­zu­wei­sun­gen oder po­li­tisch-ideo­lo­gi­sches Ge­wäsch sind.

    Es gibt in den letz­ten Jah­ren zu viel Un­ver­stand und Rück­sichts­lo­sig­keit. Von al­len Sei­ten. Von Kraft­fah­rern, Rad­fah­rern und Fuß­gän­gern. Und ge­rade in der Neu­stadt tun sich Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger be­son­ders ne­ga­tiv her­vor. Ei­nige hal­ten sich da­für so­gar noch für be­son­ders hö­her­wer­tig. Mehr sage ich dazu an die­ser Stelle aber nicht. Es wäre fehl am Platze und ich habe kei­ner­lei Ah­nung, ob und dann wen in die­sem Falle die Schuld trifft.

    Auch Deine 3 Fahr­rad­to­ten hättste Dir schen­ken kön­nen. Ich schätze, dass es in Dres­den jähr­lich hun­derte bis tau­sende Tote gibt. Aus un­ter­schied­li­chen Grün­den. Ist je­mand, der bei ei­nem Ar­beits­un­fall ums Le­ben kommt, we­ni­ger Wert, weil er nicht auf dem Rad saß? Sind die an­de­ren we­ni­ger Wert? Man­chen Quark sollte man sich ein­fach sparen…

  7. Lo­lek hat in­so­fern Recht, als der Rad­strei­fen auf der Bautz­ner be­reits vor der Ro­then­bur­ger Straße auf­hört (in mei­nem Kom­men­tar oben üb­ri­gens meinte ich Ro­then­bur­ger, nicht Gör­lit­zer, sorry) und man sich dann ent­we­der in die Bautz­ner ein­fä­deln muss oder über die Fuß­gän­ger­am­pel fährt.

  8. Na­tür­lich ge­hen die Un­fälle meist auf Un­acht­sam­keit ei­nes der Be­tei­lig­ten zu­rück, aber die In­fra­struk­tur muß so ge­stal­tet sein (was hier mög­lich wäre) daß Ri­si­ko­fak­to­ren mi­ni­miert wer­den. Da­her und in län­ge­rer Kennt­nis der Sach­lage hier vor Ort kann der Stra­ßen­ver­kehrs­be­hörde Dres­dens eine Mit­schuld ge­ge­ben wer­den. Zur Bür­ger­be­tei­li­gung wurde ca. 2009 eine Pla­nung mit über die Kreu­zun­gen ge­führ­ten Rad­strei­fen­mar­kie­run­gen prä­sen­tiert. Wie es auch an­dern­orts vor­kam, ma­ni­pu­lierte die Str.Verk.Behörde hier in den fol­gen­den Pla­nungs­stu­fen an der ihr zu­ste­hen­den "ver­kehrs­recht­li­chen An­ord­nung" herum und ord­nete die Rad­fur­ten an der Kreu­zung Lu­ther-/Les­sing­straße so­wie Ro­then­bur­ger Straße ab. Dies bleibt äu­ßerst ver­wun­der­lich, da es in der Form in an­de­ren Groß­städ­ten ge­rade nicht prak­ti­ziert wird. Hinzu kommt das er­wähnte Pro­blem, daß die Bürgerinfo/​Bürgerbeteiligung stets früh­zei­tig er­folgt und man da­her stets ein "un­ge­leg­tes Ei" vor­ge­setzt bekommt. 

    Die Un­fall­stelle stellt eine sich ver­en­gende Fahr­bahn zu­dem an ei­ner Ecke dar – ein­ge­rahmt zwi­schen Bord und Sperr­gleis­be­reich. Hier muß sich bis­her der Rad­ver­kehr in den mo­to­ri­sier­ten Ver­kehr ein­fä­deln. Der LKW-Un­fall­fah­rer von ges­tern war ein mut­maß­lich Ortsun­kennt­li­cher mit chem­nit­zer Kfz-Kenn­zei­chen. Eine laut Vor­pla­nung über die Kreu­zung füh­rende Rad­furt mit an­ge­deu­te­tem aus­lau­fen­den Schutz­strei­fen im Mün­dungs­be­reich der klei­nen Bautz­ner-Nord hätte je­dem das Auf­tre­ten und den Ein­fä­del­vor­gang von Rad­lern ver­deut­licht. Mög­li­cher­weise hätte der LKW-Fah­rer da­durch "ge­warnt" sein kön­nen – trotz mut­maß­li­cher Un­acht­sam­keit in dem Mo­ment. Die meis­ten Orts­kennt­li­chen wei­chen trotz Re­gel­ver­sto­ßes lo­cker auf den Gleis­be­reich (Sperr­flä­che) aus.

    Das Ver­hin­dern die­ser Rad­fur­ten so­wie das Ein­ge­hen ei­ner grö­ße­ren Ge­fähr­dung der Rad­fah­ren­den ist schwe­rer Vor­wurf an die Un­tere Stra­ßen­ver­kehrs­be­hörde. Von den Un­wäg­bar­kei­ten die­ser im Stra­ßen- und Tief­bau­amt aut­ark agie­ren­den Be­hörde, kann nicht nur der ADFC ein Lied sin­gen. Ne­ben ei­nem la­xen Um­gang mit Un­fall­schwer­punk­ten steht diese Be­hörde für eine Ver­kehrs­po­li­tik zwei­er­lei Ma­ßes: ei­ner­seits das Man­tra des "flüs­si­gen Kfz- und Wirt­schafts­ver­kehrs be­die­nen, an­de­rer­seits und folg­lich alle an­de­ren Ver­kehrs­teil­neh­mer be­nach­tei­li­gen. Für mich ist diese "Be­hörde" mit­schul­dig am töd­li­chen Un­fall hier. Ein ähn­li­cher Sach­ver­halt gilt für den töd­li­chen LKW-Ab­bie­ger-Rad-Un­fall an der Cä­ci­li­en­straße vor ca. 2 Jah­ren. Dort ist die ab­ge­fah­rene Rad­furt­mar­kie­rung – trotz Kri­tik – bis heute nicht er­tüch­tigt wor­den. Da diese Art der Furt-Mar­kie­run­gen recht­lich zu­läs­sig sind, letzt­lich im Er­mes­sen der "Be­hörde" lie­gen, muß auch der zu­stän­di­gen Amts­lei­tung des Stra­ßen- u. Tief­bau­am­tes be­son­dere Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit vor­ge­wor­fen wer­den. Da­bei wäre es so ein­fach. Die meis­ten Rad­ver­kehrs­to­ten in Dres­den ge­hen tat­säch­lich auch auf in­fra­struk­tu­relle De­fi­zite zurück.
    Der Herr Koett­nitz (Amts­chef STA) so­wie Frau Leh­mann (Lei­te­rin Verk.Behörde) soll­ten um­ge­hend ih­ren Muff ab­strei­fen oder so­fort abtreten!!!

  9. @ An­ton: Wenn das die Stelle war die Du be­schreibst, dann wun­dert mich nichts. Ich fahre dort öf­ter mit dem Fahr­rad lang und finde, dass die Stelle seit dem Um­bau der Bautz­ner vor dem REWE ge­fähr­li­cher ge­wor­den ist.
    Warum?
    Durch den neuen Rad­weg in Höhe REWE kön­nen Rad­fah­rer jetzt auch ne­ben den Au­tos vor der Am­pel ste­hen. Vor­her war das nur ein­ge­schränkt mög­lich. Au­tos und Rad­fah­rer wa­ren ge­zwun­gen, schon vor der Am­pel ge­gen­sei­tig Rück­sicht zu neh­men. Jetzt ist dort der Ver­kehr (Rad/​KFZ) ent­flech­tet, aber eben nur bis zur Am­pel. Schal­tet die Am­pel auf Grün fah­ren beide los. Hin­ter der Kreu­zung ist aber kein Platz für beide. Der Au­to­fah­rer sieht die Fahr­bahn­mar­kie­run­gen, die das Be­fah­ren des Gleis­be­reichs ver­bie­ten und hält sich dem­entspre­chend rechts. Der Rad­fah­rer, der sich re­gel­kon­form ver­hält, fährt ein­fach nur ge­rade aus, links ne­ben dem Bordstein.
    Ich hatte be­reits öf­ters dort die Si­tua­tion mit­er­lebt, dass ein Auto hin­ter mir mich zu spät be­merkt hat und stär­ker ab­brem­sen musste. Bis­her hatte ich aber im­mer Glück. Die 26-jäh­rige Frau lei­der nicht.

  10. @Karsten: wie kommst Du dazu, Ver­kehrs­un­fälle mit Ar­beits­un­fäl­len zu ver­glei­chen, macht das sol­che Ver­kehrs­un­fälle we­ni­ger traurig?
    Fakt ist, daß hier eine echte Ge­fah­ren­stelle durch eine Fehl­pla­nung be­steht, die längst be­kannt ist und ent­schärft wer­den muß.
    Der ak­tu­elle To­des­fall un­ter­streicht die Dring­lich­keit und kann wohl kaum durch Ver­weis auf Ar­beits­un­fälle oder (an­geb­lich) all­sei­tig zu­neh­mende Rück­sichts­lo­sig­keit re­la­ti­viert werden.

  11. @ Paule: Der An­teil der Rad­ler, die sich vor der Sa­nie­rung in die­sem Be­reich die Fahr­bahn "an­ta­ten", war überschaubar. 

    Tat­säch­lich hat sich hier jetzt aber beim Über­gang von neuer An­lage auf den Be­stand (ohne Mar­kie­rung) eine sehr be­schei­dene Si­tua­tion er­ge­ben. Ge­rade wenn so­wohl Lkw als auch Rad­le­rin ne­ben­ein­an­der an der Am­pel stan­den und dann par­al­lel los­fuh­ren, konnte er sie u.U. nicht sehen.

    Letzt­lich steht die kniff­lige Frage zwi­schen Ro­then­bur­ger und Al­bert­platz auf­grund der ört­li­chen Si­tua­tion: lässt man die Kfz im Gleis­be­reich fah­ren und gibt dem Rad­fah­rer eine An­lage (dann: Be­hin­de­run­gen der Bahn) oder eben ge­misch­tes Fah­ren mit den Rad­fah­rern rechts auf der Fahr­bahn (Ge­fähr­dung).

    Zwi­schen Al­bert­platz und Bhf Neu­stadt wurde aus der iden­ti­schen Fra­ge­stel­lung bei ei­nem grund­haf­ten Um­bau (!) die Vor­gabe der Geh­weg­nut­zung ab­ge­lei­tet… Diese schlechte Al­ter­na­tive be­steht hier nicht. Was bliebe: Nut­zung der Ne­ben­fahr­bahn oder kom­plet­ter Um­bau des Be­rei­ches mit Ent­fall der Park­plätze in der Nebenfahrbahn.

  12. Ja, es ist di­rekt vor dem Bril­len­ge­schäft mit "F…" ge­we­sen: was ich nicht ver­steh,- wieso könnte man nicht die kleine par­al­lel lau­fende Straße vor dem Art&Form zur blo­ßen Rad­zone er­klä­ren? Da­mit hätte man zu­min­dest die Lü­cke zw REWE und Alaun­str rechts­sei­tig ge­löst. Di­rekt an der Kreu­zung Rotheenburger/​Bautznener müss­ten le­dig­lich 5 Me­ter Rad­weg im Fuß­gän­ger­be­reich, un­mit­tel­bar an der Am­pel, als Über­lei­tung mar­kiert werden.

  13. Mei­ner Mei­nung nach ist auch die un­ein­ge­schränkte Be­vor­zu­gung des ÖPNV zu hinterfragen. 

    Paule schreibt "Der Au­to­fah­rer sieht die Fahr­bahn­mar­kie­run­gen, die das Be­fah­ren des Gleis­be­reichs ver­bie­ten und hält sich dem­entspre­chend rechts."

    Ge­nau das meine ich! Es wird in Dres­den al­les dem ÖPNV un­ter­wor­fen. Niicht nur das vor­han­dene Ver­kehrs­flä­chen zu­guns­ten der Bahn (die oft nur ein­mal in 10 min da vor­bei­kommt) ge­sperrrt wer­den. Auch Leute, die (wie ich meis­tens) mit dem Fahr­rad fah­ren, und so­mit noch viel um­welt­freud­li­cher un­ter­wegs sind, lei­den zu­neh­mend un­ter die­ser ab­so­lut ein­sei­ti­gen Be­vor­zu­gung. Stän­di­ges Am­pel­ge­schalte zu­guns­ten der Bahn und der Busse las­sen ei­nen auf man­chen Stre­cken mit dem Rad echt verzweifeln.

    Im vor­lie­gen­den, sehr, sehr trau­ri­gen Fall, wäre auch Platz da ge­we­sen, wenn nicht in un­ter­wür­fi­gem Ver­hal­ten al­les dem ÖPNV, oft auf sinn­lose Weise, ge­op­fert würde!

  14. Ach, Kars­ten, wenn Du Dir mal Deine Schnell­schüsse beim Be­wer­ten al­ler nicht in Dein mo­men­ta­nes Welt­bild pas­sen­den Kom­men­tare spa­ren könn­test, würde es Dei­ner Wirk­sam­keit beim Ar­gu­men­tie­ren un­ge­mein hel­fen (denn ich finde, dass viele Dei­ner kund­ge­ta­nen An­sich­ten eine wich­tige Per­spek­tive liefern).
    Lo­lek hat hier kei­nen der 3 to­ten Rad­fah­rer ge­gen ir­gend­ei­nen an­de­ren To­ten auf­ge­rech­net oder "po­li­tisch-ideo­lo­gi­sches Ge­wäsch" vor­ge­bracht, also was soll das?

    Es geht vor­nehm­lich um die un­mög­li­che Rad­weg­füh­rung in Dres­den, die in vie­len Fäl­len we­der für Au­to­fah­rer, Rad­fah­rer noch Fuß­gän­ger ir­gend­eine Ver­bes­se­rung dar­stellt. Ist in den nach­fol­gen­den Kom­men­ta­ren auch noch­mal schön erläutert…
    Ein ganz tol­les Bei­spiel in die­sem Zu­sam­men­hang ist auch die Fritz-Reu­ter-Str. stadt­aus­wärts, un­mit­tel­bar vor der Kreu­zung Han­sastr. War frü­her mal ein ge­mein­sa­mer Rad- u. Fuß­weg und auf der Straße 3 Spu­ren – ge­ra­de­aus, Links- und Rechts­ab­bie­ger, letz­te­rer bei Am­pel mit Grü­nem Ab­bie­ge­pfeil und nen­nens­wer­tem Auf­kom­men an Rechts­ab­bie­gern zur Au­to­bahn sehr sinn­voll. Der Rad­ver­kehr auf dem Fuß­weg hat dort auch kei­nen ge­stört (auf dem an­lie­gen­den Grund­stück dort ist eine Tra­fo­sta­tion der Dre­wag und ein Rei­fen­händ­ler – kaum Fuß­gän­ger­ver­kehr auf brei­tem Geh­weg, die Bahn­hal­te­stelle auch kein Um­stei­ge­brenn­punkt). Seit viel­leicht 2 Jah­ren gibt es ei­nen Rad­strei­fen auf der Straße und nur noch 2 Au­to­spu­ren, die Rechts­ab­bie­ge­spur fiel weg. Folge: Mehr Rück­stau für den Au­to­ver­kehr, kein Vor­teil für die Rad­fah­rer aber die Ver­wal­tung kann si­cher wie­der 200 Me­ter mehr Rad­weg ab­rech­nen. Und dann wun­dert man sich, warum nach den Zah­len ja so­viel für be­stimmte Ver­kehrs­teil­neh­mer­grup­pen aus­ge­ge­ben wird, die Wir­kung aber kon­tra­pro­duk­tiv ist…

  15. Die nörd­li­che Fahr­gasse zur rei­nen Rad­fahr­zone zu ma­chen ist aus mei­ner Sicht nicht prak­ti­ka­bel. Ers­tens ist es nicht ver­mit­tel­bar das dort dann sämt­li­che An­woh­ner- und Kun­den­park­plätze weg­fal­len. Zwei­tens muss die Zu­fahrt zu den Grund­stü­cken wei­ter­hin ge­währ­leis­tet blei­ben. Drit­tens ist das Kopf­stein­pflas­ter für ei­nen Rad­weg denk­bar ungeeignet.

  16. @ Sharp: Die Si­tua­tion auf der Fritz-Reu­ter war doch et­was an­ders. Es gab wie heute nur eine Links­ab­bie­ger und eine Ge­ra­de­aus-/ Rechts­ab­bie­ger­spur. Und der Rad­weg be­gann auch erst in der Auf­fahrt zum Carglas, man durfte also z.B. an der Hal­te­stelle gar­nicht auf dem Geh­weg sein (Tipp: Street­view ver­gisst nichts!). 

    Tat­säch­lich konnte man als Au­to­fah­rer aber in der rech­ten Spur ne­ben­ein­an­der­ste­hen und die Rechts­ab­bie­ger so tat­säch­lich bes­ser abfließen. 

    Das war aber für den Rad­fah­rer nicht un­ge­fähr­lich: der Rechts­ab­bie­ger musste erst hoch­kon­zen­triert nach links star­ren, wo ja die Au­tos auch nicht ge­rade an­ge­schli­chen kom­men – um sich dann nach rechts bli­ckend zu ver­si­chern, dass kein Rad­ler kommt. In die­ser Zeit stand er dann meist noch auf der que­ren­den Furt und blo­ckierte diese.

    Hier von ei­ner per se schlech­te­ren Lö­sung zu spre­chen, ist dem­nach falsch. Da sich an der Stra­ßen­breite wohl nichts ge­än­dert hat, ginge das ne­ben­ein­an­der­fah­ren evtl. heute auch noch.

    Für mich steht die Straße für et­was an­de­res: eine ty­pisch in­kon­sis­tente Füh­rung. Am Bi­schofs­platz wird man von Su­per-Strei­fen in holp­ri­ges Pflas­ter ent­las­sen. Dann braucht man sich nicht wun­dern, wenn ein Hau­fen Rad­ler auf der fal­schen Seite in der fal­schen Rich­tung auf dem Geh­weg fah­ren und an je­der Ein­mün­dung das lus­tige "ich-bin-zwar-falsch-hier-aber-Du-bist-schuld-wenn-ich-überfahren-werde-also-lass-mich-durch"-Spiel betreiben.

  17. Danke für den Hin­weis zu den nicht um­ge­setz­ten Rad­fur­ten über die Kreu­zung. Das war mir nicht be­kannt. Auch wenn es streng for­mell nicht zum be­tref­fen­den Pla­nungs­ab­schnitt ge­hört, wer­den wir ei­nen Er­gän­zungs­an­trag zur Mar­kie­rung der Rad­fur­ten auf der Kreu­zung in Ost-West-Rich­tung in den Orts­bei­rat einbringen.

  18. Kor­rek­tur: stadt­ein­wärts ist kein Rad­fahr­strei­fen ge­plant, son­dern ein Schutz­strei­fen (ge­stri­chelte Li­nie) mit ei­ner Breite von 1,45m‑1,8m

  19. Hallo E‑Haller, das be­schrie­bene Pro­blem hat man als Au­to­fah­rer beim Rechts­ab­bie­gen grund­sätz­lich. Im Fall vom Grü­nen Pfeil ist au­ßer­dem da­von aus­zu­ge­hen, dass der Rad­fah­rer Rot fürs Über­que­ren hat – zu­min­dest dann, wenn die auf der Han­sastr. fah­ren­den Au­tos Grün ha­ben. In­so­fern war das für den Au­to­fah­rer kein Er­schwer­nis im Ver­gleich zu fast je­der an­de­ren Ampel…
    Fak­tisch ist der Ver­kehr vor der Än­de­rung bes­ser ge­flos­sen als jetzt, ich glaube auch, dass die kom­bi­nierte Ge­ra­de­aus-Rechts­ab­bie­ge­spur jetzt et­was schma­ler ist als zu­vor, da­für der Links­ab­bie­ger "nor­mal­breit". Auf je­den Fall darf man jetzt als Rechts­ab­bie­ger ei­gent­lich im­mer schön war­ten, bis alle Grün ha­ben… (ich fahre da oft ge­nug lang, mit Rad und Au­to­mo­bil). In­so­fern halte ich meine Fest­stel­lung der Ver­schlech­te­rung für ei­nige ohne Ver­bes­se­rung für an­dere aufrecht.
    Bei in­kon­siten­ter Ver­kehrs­füh­rung bin ich da­ge­gen ganz bei Dir. Al­ler­dings be­ziehe ich meine Au­ßer­halb-Dres­den-Ver­glei­che bzgl. Rad­ver­kehrs­füh­rung vor­nehm­lich aus Schwe­den oder Dä­ne­mark, da wä­ren wir selbst beim Wol­len noch Jahr­zehnte entfernt…

  20. Haupt­sa­che, alle konn­ten jetzt hier ihre Welt­sicht breit­wal­zen am Grab der to­ten Frau. Gut gemacht !
    Frank
    PS:
    Es gab da üb­ri­gens noch die­sen Ei­sen­bahn­un­fall. Mei­nun­gen dazu ?

  21. der rad­strei­fen auf der bautz­ner straße ist in der tat ein kur­zes ver­gnü­gen, bitte bald mehr davon!

  22. Wer macht mit und malt ein paar weiße Strei­fen auf die Straße, als An­deu­tung dass der Rad­weg dort wei­ter­geht? Statt auf Be­schlüsse der Stadt zu war­ten. Ich stifte den Ei­mer Farbe.

  23. Die Si­tua­tion ist al­les an­dere als gut an der Stelle. Ich fahre je­den Tag dort lang. Man muss die Rad­fah­rer im Auge ha­ben aber auch die Sta­ßen­bahn. Also Au­to­fah­rer bremst man so­wieso zu erst.
    Wenn Rad­weg, dann aber ei­nen ech­ten! Kei­nen Schutz­strei­fen wie auf der Fet­scher­straße. Das ist der größte Hum­bug, den es gibt. LKWs um Busse müs­sen dann auf Schutz­strei­fen fah­ren, wenn die StraBa links fährt. Ein Rad­fah­rer, der Vor­rang mit Un­sterb­lich­keit ver­wech­selt, ist ein leich­tes Op­fer, da ehr nur in dem mi­kri­gen Ram­pen­spie­gels des LKWs er­sicht­lich ist. Ich denke der LKW, der die junge Frau über­fah­ren hat, war ihr auch nicht ge­wahr. Viel­leicht kam sie an die Kreu­zung als er schon stand. Seine Pflicht wäre zu schauen, hat er aber lei­der nicht. Ebenso tra­gisch wie die Un­fälle mit Rad­fah­rern bei rechts­ab­bie­gen­den LKW. Da ist ein ge­sun­der Le­bens­er­hal­tungs­trieb des Rad­fah­rers ge­fragt. Wenn ich den Fah­rer als Rad­fah­rer nicht sehe, ist die Wahr­schein­lich­keit an­ders herum auch ver­dammt nied­rig. In dem Falle muss man äu­ßerst vor­sich­tig sein.
    Ich sage nicht, dass die Rad­fah­rer schuld sind. Doch sie be­zah­len die Feh­ler an­de­rer schnel­ler mit ih­rem Leben.

  24. Ich habe heute erst von dem Un­fall er­fah­ren – war meh­rere Tage nicht on­line. Von dem Tod der Rad­fah­re­rin bin ich ge­schockt – ein­fach schlimm, von dem Ar­ti­kel bei sz-on­line bin ich we­nig an­ge­tan und die Kom­men­tare dazu finde ich zum Groß­teil scho­ckie­rend. Da sind die Kom­men­tare hier beim Neu­stadt­ge­flüs­ter we­sent­lich sach­li­cher. Ob es über­haupt eine Kom­men­tar­funk­tion ge­ben sollte zu so ei­nem schreck­li­chen Un­fall ist zu hinterfragen.
    Bau­li­che Ge­fah­ren­si­tua­tio­nen müs­sen aber an­ge­spro­chen wer­den – und wenn dies schon län­gere Zeit be­kannt ist, dann ist es ein Skan­dal, dass noch nichts un­ter­nom­men wurde.
    Ich bin al­ler­dings der Mei­nung, dass die Se­pa­rie­rung je­der Fort­be­we­gungs­art auch zur Ge­fähr­dung bei­trägt – min­des­tens an den Stel­len, wo die Se­pa­rie­rung auf­hört. Dazu ver­braucht so eine Se­pa­rie­rung auch Un­men­gen an Platz. Ich ge­höre zu den Fahr­rad­fah­rern, die auch schon vor dem Um­bau der Bautz­ner auf der Fahr­bahn ge­fah­ren sind und ich habe mich im­mer si­cher ge­fühlt. Klar steht man da u.U. wenn man Pech hat auch mal mit im Stau – aber man wird wahr­ge­nom­men und ist quasi gleichberechtigt.
    Und diese ein­sei­tige Be­vor­zu­gung der DVB finde ich auch schlecht. Der Ge­winn für die DVB ist im Ver­hält­nis zu den Nach­tei­len für alle an­de­ren eher sehr ge­ring. Das führt zu Frust und eben auch zu sol­chen Gefährdungen.
    For­de­run­gen nach "ech­ten" Rad­we­gen oder gar ge­mein­sa­men Rad-/Fuß­we­gen er­teile ich eine klare Ab­sage. Al­les was nicht auf der Fahr­bahn ver­läuft ist zum Nach­teil und ge­gen schnel­les Vor­an­kom­men. Ich zu­min­dest fahre nicht (nur) als Jux und Tol­le­rei mit dem Fahr­rad son­dern haupt­säch­lich, weil es für mich das beste Fort­be­we­gungs­mit­tel ist und ich schnell von A nach B kom­men möchte. Und dar­über, wie oft Rad­wege zu­ge­stellt sind, plötz­lich en­den, an Kreu­zun­gen schlecht ein­seh­bar sind, schlech­ten Be­lag ha­ben und und und brau­chen wir gar nicht erst zu re­den. Auf der Fahr­bahn er­war­ten ei­nen sol­che Über­ra­schun­gen zu 99,9% nicht und wenn, dann kann man dort ziem­lich leicht aus­wei­chen. Und an die­sem Zu­stand wird sich nichts än­dern – zu­min­dest nicht in ab­seh­ba­rer Zu­kunft. Da sollte man lie­ber auf halb­her­zige Lö­sun­gen (schlechte Rad­wege) ver­zich­ten und es lie­ber bei Misch­ver­kehr auf der Fahr­bahn belassen.
    Und nicht zu­letzt wäre eine bes­sere Ver­kehrs­er­zie­hung mit re­gel­mä­ßi­ger Auf­fri­schung und dazu bes­sere Ver­kehrs­kon­trolle – na­tür­lich bei­des für ALLE Ver­kehrs­teil­neh­mer – für alle Be­tei­lig­ten von gro­ßem Vor­teil. Manch­mal würde es al­ler­dings schon rei­chen, wenn §1 der STVO ver­in­ner­licht und an­ge­wandt würde.

  25. @Radler

    Deine Ar­gu­mente wir­ken ein biß­chen ver­wir­rend in dem Zu­sam­men­hang, weil eben ge­nau auf ei­ner sol­chen von dir prä­fe­rier­ten Misch­nut­zung der Un­fall passierte. 

    Für alle an­de­ren, es ist nicht schön sich den All­tags­frust in ei­nen sol­chen Kon­text von der Seele re­den zu müs­sen, egal auf wel­cher Seite man steht. Im Him­mel­reich der Ne­an­der­ta­ler (Sach­sen) wird man es nicht glau­ben. Wer wie ich, schon in an­de­ren grö­ße­ren Städ­ten ge­lebt hat, weiß das es sehr wohl an­ders geht. Müns­ter ist ein sol­ches Bei­spiel, eine kon­se­quente Ver­kehrs­pla­nung führt die ver­schie­de­nen In­ter­es­sen ge­schickt zu­sam­men. Alle gro­ßen Stra­ßen ha­ben große Rad­wege, die In­nen­stadt ver­kehrs­be­ru­higt, und als Au­to­fah­rer ist man sich be­wußt, daß es die Fahr­rad­fah­rer reich­lich gibt.

  26. @Julia: Dazu muss man al­les be­trach­ten: Vor dem Um­bau war es eine Misch­nut­zung wie ich sie be­vor­zuge und si­cher ist. Jetzt ist doch vor der Ro­then­bur­ger eine to­tale Se­pa­rie­rung und da­nach (an der Un­fall­stelle) ist die Straba se­pa­riert und Kfz+Fahrräder müs­sen sich eine viel schma­lere Spur als Misch­ver­kehr tei­len. Und da­durch ist es viel ge­fähr­li­cher als vor dem Um­bau. Dazu wird dem Au­to­fah­rer da­vor durch den ei­ge­nen Rad­fahr­strei­fen sug­ge­riert, dass keine Ge­fahr durch Rad­fah­rer aus­geht und al­les si­cher ist. Und der Rad­fah­rer fährt nach dem Rad­weg nor­mal wei­ter und rech­net nicht da­mit, dass die Au­to­fah­rer durch die Mar­kie­rung in Fahr­bahn­mitte an den Fahr­bahn­rand ge­lei­tet wer­den und da­mit ihm zur Ge­fahr wer­den. Der Ortkun­dige über­fährt ein­fach die Mar­kie­rung und igno­riert die­ses Über­fahr­ver­bot – hier bei dem Un­fall war es wohl kein Ortkun­di­ger. Da braucht es nur ge­ring­fü­gig Un­acht­sam­keit. Dass es dann hier so tra­gisch ge­en­det hat, ist ein­fach schrecklich.

  27. Mein emp­fin­den ist völ­lig an­ders, auf ei­nem ab­ge­trenn­ten Rad­weg, ist de­fi­ni­tiv mehr Si­cher­heit. Auf Stra­ßen mit Misch­ver­kehr bleibt mir bei ei­nem hin­ter mir (auch akus­tisch) heran rau­schen­den LKW doch des öf­te­ren der Atem stehen.

  28. die Lö­sung liegt auf der Hand ! Or­tun­kun­dige ein­fach verbieten!!

    @Radler …Du schreibst ein Zeug, das ist kaum auszuhalten

  29. @ An­ton ..Ist der letzte Satz im zwei­ten Ab­satz Dein Ernst oder nur aus dem Po­li­zei­be­richt übernommen?

  30. Ich er­lebe aber auch, wie je­den Mor­gen Kin­der ohne Helm auf Ne­ben­stra­ßen wie der Pries­nitz­straße oder Rad­weg Rich­tung Schule ei­ern und mir als Au­to­fah­rer auch kein Tempo 30 hilft, wenn sie ein­fach auf die Straße fah­ren… oder im Schnee vor mir her­schlin­gern. Un­ver­ant­wort­lich. Ich hab sel­ber lange in der Neu­stadt ge­lebt, aber mein Kind würde ich dort nie ohne Helm al­lein fah­ren lassen…

  31. Ich muss als Au­to­fah­rer in Dres­den auf un­auf­merk­same und rück­sichts­lose Fah­rer auf­pas­sen, ich sollte dies umso mehr tun als Rad­fah­rer. Egal wer Vor­fahrt und Recht hat.

  32. "In­ter­es­sant" ist üb­ri­gens auch die Ver­kehrs­füh­rung in der Ge­gen­rich­tung. Erst wird man als Rad­fah­rer noch ganz gut über die Kreu­zung mit der Ho­yer­wer­daer und noch an der Hal­te­stelle vor­bei­ge­führt. Kurz vor der Les­sing­straße geht dann der Rad­weg in eine völ­lig über­flüs­sige Rechts­ab­bie­ge­spur für den PKW-Ver­kehr über …

  33. Es gibt im­mer wie­der ein stil­les Ge­den­ken an der Un­fall­stelle und Über­re­ak­tio­nen der Po­li­zei auf ei­nige Zet­tel, die dort an­ge­bracht werden:

    http://www.sz-online.de/nachrichten/gedenken-fuer-getoetete-radfahrerin-3324639.html

    Am Sams­tag stand in der SZ, dass die Stadt­ver­wal­tung an der Fahr­weg­ge­stal­tung bis 2017 nichts zu än­dern ge­denkt. Auch dar­über hätte ich mir hier ei­nen Be­richt ge­wünscht – Luft­bal­lons sind ein schö­nes Thema, aber man sollte hier auch das Ernste, das viele Neustäder*innen be­wegt, nicht au­ßer acht las­sen – Sim­mels Koch­stu­dio ge­hört, denke ich, dazu weniger.

  34. Heute las ich nun den x‑ten Zei­tungs­ar­ti­kel zu die­sem Thema. Lei­der wie­der keine In­for­ma­tio­nen dazu, wie der Un­fall ab­lief und wen even­tu­ell die Schuld trifft.

    Da­für umso mehr, wie die­ser Fall ins Un­er­mess­li­che, bei­nahe Un­er­träg­li­che ge­hy­pet wird. Und: wie di­verse "Fahr­rad­ter­ro­ris­ten" aus­fäl­lig wer­den und Leute an­ge­hen, so­bald es nicht so­fort und un­ver­züg­lich das Brei­chen gibt, nach­dem Kind­chen laut­hals schreit!

    Erst heute er­lebte ich es wie­der in der Neu­stadt, und zwar zum tau­sends­ten Mal. Eine Fahr­rad­fah­re­rin "sprang" un­ver­mit­telt aus ei­nem Haus­ein­gang über den Geh­weg auf die Straße di­rekt vor mein Auto. Und wie­der ein­mal: sie SCHAUTE NICHT MAL, ob den even­tu­ell und viel­leicht ir­gend­et­was kommt. Nein, ein­fach drauf los. Nach ei­nem klei­nen Herz­in­farkt und ei­ner Not­brem­sung volle Bein­kraft aufs Pe­dal hupte ich sie zu­sam­men. Und be­kam den Stin­ke­fin­ger gezeigt…

    Leute, ich sags Euch of­fen und ehr­lich: In sol­chen Fäl­len sind die Au­to­fah­rer die EINZIGEN, de­nen ich als Be­tei­ligte kei­nen Un­fall mit schwer­wie­gen­den Fol­gen wünsche!

  35. Leute als „Fahr­rad­ter­ro­ris­ten“ zu be­zeich­nen scheint mir dein ganz per­sön­li­ches Pro­blem … zu­sam­men ge­hupt?! … und weil dir je­mand, aus wel­chen Grün­den auch im­mer, vors Auto springt (wie muss man sich das vor­stel­len) wünscht du ihm eine Un­fall mit schwer­wie­gen­den Folgen.
    Echt to­tal sinn­lo­ser Kommentar.

    Das ei­gent­li­che Pro­blem Dres­dens ist, daß die Stadt nicht rad­fahr­freund­lich ist.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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