Diskussion zum Lärmaktionsplan

Ziemlich laut: der Albertplatz
Ziemlich laut: der Albertplatz
Am kommenden Dienstag wollen die Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen und der Bau-Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain den Lärmaktionsplan mit den Neustädtern diskutieren. Die Veranstaltung findet ab 16 Uhr in der Aula des Romain-Rolland-Gymnasiums statt.

Zwischen 18 und 20 Uhr informiert das Umweltamt über den Entwurf des Lärmaktionsplanes für den Stadtteil. Zur Veranstaltung in der Aula des Romain-Rolland-Gymnasiums beantworten Bürgermeisterin Eva Jähnigen (Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft) und Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr) Fragen und nehmen Hinweise entgegen.

Bereits ab 16 Uhr können die Bürger vor Ort persönlich mit den Bürgermeistern über Lärmprobleme in der Äußeren Neustadt und die im Entwurf des Lärmaktionsplans vorgeschlagenen Maßnahmen sprechen. Interessenten sollten sich vorher anmelden, entweder telefonisch über 0351 4882202 oder per E-Mail an umwelt-kommunalwirtschaft@dresden.de.

Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft, betont: „Um die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner und den Wert der Äußeren Neustadt als Lebens- und Wohnort zu stärken, wollen wir den Lärmaktionsplan nochmals mit den Betroffenen beraten, bevor er möglichst zügig im Stadtrat beschlossen und auch umgesetzt wird.“

Lärm zählt zu den gravierendsten Umweltproblemen in Dresden. Für die Äußere Neustadt schlägt der Plan 25 Maßnahmen vor, mit denen es im Stadtteil leiser werden soll. Der Planentwurf liegt noch bis zum 17. Dezember 2015 im Umweltamt aus und kann dort während der Sprechzeiten, aber auch ständig im Internetauftritt der Landeshauptstadt Dresden eingesehen werden kann.


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Tranquillo

    Diskussions- und Informationsveranstaltung zu Lärm

  • Lärmaktionsplan, Dienstag, 1. Dezember, ab 16 Uhr im Romain-Rolland-Gymnasium, Weintraubenstraße 3, 01099 Dresden

24 Kommentare zu “Diskussion zum Lärmaktionsplan

24 Gedanken zu „Diskussion zum Lärmaktionsplan

  1. Das ist wieder was für mich. Das ist zwar nicht lustig aber es wird bestimmt amüsant und ich werde peinliche Fragen stellen. Ein paar schon mal vorab:

    Neulich passiert:
    Ich sehe ein Reparaturauto von der Stadt mit drei Rundumleuchten drauf die sich drehten. Die Monteure waren mit dem Austausch von Straßenschilder beschäftigt und der Motor des Transporters lief die ganze Zeit. Ich fragte die Herren ob es möglich sei den Motor abzustellen. Nein, entgegneten mir freundlich die Herren. Da die Rundumleuchten sich aus „Versicherungstechnischen Gründen“ drehen müssen, muss auch der Motor laufen, da sich sonst die Batterie zu schnell entlädt… Das fand ich schon mal lustig aber nicht zum Lachen!

    Dann muss ja ständig etwas hin und her transportiert werden… oder jetzt sag mal einem alten vollgefressenen „Sack“ er solle mit der Bahn oder dem Rad fahren, statt mit dem Auto…
    Oder sag der Stadt, die Königsbrücker Straße ist zu laut…Das ist schon ein Witz in sich…der DREWAG hat es auf jeden Fall zu lange gedauert, denn sie haben schon mal die Gasrohre der Sicherheit halber dieses Jahr erneuert.

    Kamenzer Straße, ähnliches Beispiel. Diese wurde 2008 komplett saniert. Dieses Jahr fällt der DREWAG ein, das man ja noch neue Stromkabel legen müsse…was natürlich auch gemacht werden musste.
    Oder wie mit dem Flughafen in Berlin, Baulärm ohne Ende und kein Ende in Sicht.
    Sag dem Bauunternehmer er soll mit seinem vollbeladen Kieslaster wo anders lang fahren…Wo Zeit gleich Geld ist…

    Oder sag der DVB, sie soll ihre Bahnen leiser machen…sowie in Toulouse (France) wo die Straßenbahn nahezu geräuschlos fährt.

    …oder dem besoffenen Bürger neben an, der vielleicht gerade noch Geburtstag feiert, er soll mal leise sein…

    Ich finde man sollte eher mal übers Licht diskutieren…Das macht glaube ich etwas mehr Sinn…Ja, auch die Biosphäre hat Nachts und auch Sonntags ihre Werbung an…konnte ich zu mindestens mal beobachten ;-) ob das heute noch so ist…?

    Das wird genauso so eine sinnlose Diskussion wie dieses Wochenende in Paris zum Klimagipfel stattfindet. Wo man bei steigenden Wirtschaftswachstum den Energieaufwand reduzieren will.

    Dazu fällt mir eigentlich nur noch „Die Rede des Häuptling Seattle“ ein.
    Ist auf Youtube zu finden. Jedoch die Version von „Thomas D stricht…“ ist etwas eindrucksvoller. Aber nur als Kaufversion oder nur verkürzt hörbar.

    Eine Geschichte wo ein Häuptling vor dem amerikanischen Präsidenten spricht. Weil der Präsident dem Häuptling sein Land abkaufen will und die Indianer in ein Reservat gehen sollen / müssen. Sehr interessant…Birgt viel Wahrheit in sich.

    …oder ein Lied von Deichkind „Die Welt ist fertig“

    mfg, tino turbulent

  2. Das ist wohl die erste (gemeinsame) Aktion der neuen grünen Bürgermeister mit den Bürgern. Da wünsche ich viel Glück.
    Allerdings gibts hier eigentlich nüscht zu entscheiden, der Lärmplan ist kaum sein Papier wert. Warum so viel Zeitaufwand für die überlasteten BMs? Vielleicht ist das neue grüne Politik: Plazebo für die Öffentlichkeit, damit dann der große und unabänderliche Rest der Realpolitik intern 1:1 umgesetzt werden kann.
    Ich hätte ca. 100 Themen mit beiden zu besprechen – aber nur eins nicht: irgendwas zum Verlärmungsplan.
    Zum Beispiel brauchen wir dringend naturschutzrechtliche Ausgleichsflächen für das Baummassacker am Scheune(ach so, ja)VORplatz und wir brauchen einen Schnellkurs für manche Amtsmännels, damit sie über „3“ hinauszuzählen lernen. (remember lutherallee). Die Neustadt droht sonst ihren naturgegebenen Anspruch glasklar zu vergeigen, das Weltklima mitzuretten.
    Vielleicht hilft die Ausrufung einer Biosphärenrepublik Neustadt als sozioromantisch-ökologisches Menschenbiotop? In solchen Reservaten sind Pflanzen unsere Freunde und nicht Feinde. Hier kommt Mensch wieder zu sich. Der Plan oben ist nur ablenkendes Plazebo ohne spür- und meßbare Folgen.

  3. Klar, man kann natürlich gleich sagen, das bringt ja eh alles nix, und es sein lassen. Man kann aber auch mal schauen, wo die dicken Probleme liegen, und schauen, ob man da was verbessern kann. Wenn man es nicht versucht, kann sich nichts ändern.

    Die Bundesstraßen und der Verkehr darauf werden sich nicht in Luft auflösen (können), das ist natürlich klar. Und auf den Hauptstraßen werden auch weiterhin (Kies-)laster fahren – wo denn sonst? Durch die Nebenstraßen? Und soll die DREWAG lieber abwarten, bis die Gasleitungen den Geist aufgeben? Und an anderer Stelle schon mal sieben Jahre zu früh die Kabel austauschen? Klar hätte die DREWAG auch schon 2008 diese Kabel erneuern können, aber das ist wirtschaftlicher Unsinn, den dann die Kunden bezahlen dürfen.

    Und die Straßenbahnen – da hatte es Toulouse auch leichter, mit zwei Linien und einem 2010 komplett neu beschafften Fuhrpark und einem nagelneuen „Netz“. Neue Fahrzeuge kosten Geld, und wenn man mal die alten Tatras und die aktuellen Bahnen im Vergleich hört (hatte heute das Vergnügen), liegen da vom Lärm her zwar keine Welten dazwischen, aber der Unterschied ist deutlich. Und wenn die DVB dann in absehbarer Zeit neue Bahnen beschafft, kann man ja fordern, dass die leiser seien sollen.

    Bauarbeiten wird es immer geben, eine Stadt ist niemals „fertig“. Was passiert, wenn es keine Bauarbeiten gibt – na da schaut mal auf die Fotos von 1990, da gabs vorher 50 Jahre lang fast keine Bauarbeiten, und so sah die Stadt dann auch aus.

    Natürlich kann man auch etliche andere Fässer aufmachen, wie Licht oder Naturschutz oder oder… Es gibt sicher Dutzende von Themen, die wichtig sind. Jetzt ist halt das Thema Lärm dran. Lärm macht krank, die Beschäftigung damit ist also alles andere als Verwaltungswixen, sondern ein wichtiges Thema für die Menschen im Stadtteil. Ich bin mir sicher, wenn das Thema jetzt Licht oder Ausgleichsflächen wäre, wäre es auch nicht recht.

  4. @ein anderer Stefan

    vom Prinzip her, kann ich deine Meinung gut verstehen.
    Denn bin ich ebenfalls wie Du an einer Lärmminderung sogar sehr interessiert.
    Jedoch ein Landleben wird das hier nicht werden ;-)
    Dazu ist die Lobby unserer Industrie zu groß. Und gekauft wird was gefällt. Das ist meiner Meinung nach ein hoher Faktor für Lärm, denn erst dadurch muss ja der Mensch soviel unterwegs sein, weil der Mensch alles braucht was die Industrie erfindet. Wem will man denn das erklären? Und wenn die Ökos dieser Stadt sonntags morgens mit dem Auto zum Bäcker xy fahren weil da die Semmeln am besten schmecken, wem will man das verbieten?

    Natürlich kann die DEWAG nicht ewig mit dem Austausch der Gasrohre warten. Jedoch wenn sich noch nicht mal die Politik im Punkt Köni einig ist, wie sollen sich denn dann die Menschen einig sein, jene unterschiedliche Parteien gewählt haben. Und jeder Politiker wird von sich behaupten, meine Politik ist die beste. Das haben die schon immer gemacht. Lach mich weg.

    Gebaut muss werden. Wir wollen es ja auch „schön“ haben in unserer Stadt.
    Und das der Osten so einiges versemmelt hat. „Gott sei dank“ kann ich da nur sagen. Sonnst würde die Neustadt als solches wahrscheinlich nicht mehr stehen.
    Die Bahnen der DVB sind am lautesten wenn sie über Kreuzungen fahren. Ich selbst bin kein Architekt, kann ich mir nicht vorstellen wie sie das Problem lösen wollen. Oder wenn die 13 am Alaunpark um die Ecke quietscht. Der Bogen ist viel zu klein, na klar macht das Krach. Wegen mir, muss nicht alle zehn Minuten ne Bahn oder ein Bus fahren. Vor allen Dingen nicht überall hin.
    Die Königsbrücker kann ruhig wieder ein Boulevard werden, aber bitte schön nur für Liefer- und Anwohnerverkehr zugänglich machen. Dann wird sich natürlich etwas ändern.

    Sicher, ist das in Toulouse eine neue Bahn, jedoch fährt diese auch langsamer durch die Stadt als das hier der Fall ist. Und weitgehend vom Straßenverkehr entkoppelt.
    Ich bin begeisterter Radfahrer. Aber selbst als Radfahrer hat man jetzt schon keinen Platz mehr auf der Straße, weil wirklich sehr viele Autos unterwegs sind.
    Oder wenn die Müllabfuhr zweimal die Woche kommen muss, nur weil Menschen unersättlich sind. Ein ganz krasses Beispiel: für jedes Brötchen was ich kaufe, bekomme ich eine Papiertüte dazu. Ein politisches Problem, wo sich Papierfabriken nur drüber freuen.
    Da Fallen mir tausend Beispiele ein. Klar macht Lärm krank, aber da kann ich nur sagen. Menschen die Lärm machen (außer Bauarbeiten) sind schon krank.
    Ja, es macht keinen Sinn, sich über so etwas aufzuregen.
    Genau des wegen geh ich dahin und frage, ob sie Langeweile haben?
    mfg.

  5. Was mich total aggressiv macht, sind diese total verblödeten Laubpuster.
    Der Dreck wird an einem Tag von A nach B gepustet und am nächsten Tag wieder von B nach A und das mitunter stundenlang, vom Fußweg oder Radweg auf die Straße und unter die Autos. Hirnrissiger geht es nicht mehr.

  6. @Anton Launer

    hm, diese Dinger habe ich auch schon größer auf zwei Rädern gesehen. Da stellt sich mir die Frage, was wohl besser wäre…weniger Bäume aufstellen oder Benzin verbrauchen und Lärm machen? Ist wohl beides nicht so gut.

    Vielleicht sollte man ausgewählte Sorten an Nutzbäumen pflanzen. Das würde zu mindestens teure Transporte minimieren und zur Lärmminderung beitragen.

    Das Bewusstsein der Menschen gegenüber unserer Natur würde gestärkt werden und Menschen kommen vielleicht wieder mit ihren eigenen Laubbesen aus ihrem Häuschen und helfen beim Laub fegen mit.

    Ich gebe zu, ein Wunschgedanke…

  7. Die Aula des Gymnasiums bietet grob geschätzt ca. 200 Plätze, ca. 20 Menschen waren da. So sehr interessiert es „Wayne“ und das war auch gar nicht mal so schlecht, weil da kam jeder mal zu Wort.

    Zweieinhalbstunde war ich da, es wurde vorgetragen, diskutiert und anschließend war sogar das persönliches Gespräch bis hin zum Kontaktdatenaustausch möglich.

    Es ging es um Lärmmessung, deren Auswertung und dessen größter Verursacher, dem Autoverkehr.

    Gebiete der Dresdner Neustadt von der Stauffenbergallee über den Bischofsweg, Königsbrücker Straße bis zum Albertplatz, Bautzener Straße entlang bis zur Rothenburger, hoch zur Görlitzer und weiter bis zum Bischofsweg wurden hauptsächlich benannt.

    In dem Quartier der gesamten Dresdner Neustadt soll der Straßenverkehrslärm beruhigt werden.

    An vielen kleinen Stellschrauben müsse man drehen um den Lärm kurz, mittel und langfristig zu senken.

    Genaueres zu den Plänen findet ihr auf der Internetseite der Stadt Dresden wo als bald noch Link zu diesem Lärmaktionsplan hinzugefügt werden soll, den angeblich niemand im Internet gefunden hat ;-)

    Als Bürger könnt ihr noch beim Umweltamt Dresden konstruktive Vorschläge per Mail einreichen.

    mfg.

  8. Ist das der selbe Plan, der vor Jahren schonmal (als Entwurf) vorgestellt wurde? Muss ewig her sein. Ich kann mich noch dunkel an Radstreifen statt der Parkreihen auf der Rothenburger erinnern…

    Hab grade mal geschaut, tatsächlich: das ist der Plan (mit Änderungen, z.B. sind die Radstreifen raus). Letztes Mal vorgestellt: 2010. Was ist in den letzten 5 Jahren passiert? Bzw. warum ist NICHTS passiert?

  9. @ tino turbulent: Bezüglich der Laubbläser scheint Dir etwas entgangen zu sein, oder halt einfach nicht bekannt. In den Vorzeiten der Laubbläser gab es eine wirksame und sinnvolle Methode. Die hatte zu tun mit Besen, Rechen, Schaufeln, Händen, Säcken, Körben… und dann weg damit. Die Laubbläser haben ja durchaus ihre Berechtigung an Stellen, an denen die alte Methode nicht hilft. So zum Beispiel auf Flächen mit bodennahem Gestrüpp. Leider aber sind die Menschen so stinkendfaul und dumm geworden, dass diese Teile mittlerweile überall verwendet werden…. Nur um Himmels Willen nicht arbeiten. Und nicht den Verstand benutzen…

    Zum Thema autofreie Neustadt: Auch hier gab es Zeiten, da waren die Menschen noch normal und gesund im Kopf. Da ist man in seinen Lebensphasen dorthin gezogen, wo die Welt am Besten zu den eigenen Vorstellungen passte. Egal, ob nun Studentenwohnheim, Altenheim, aufs weite Land oder eben mitten in die Neustadt. Heute wird halt verlangt, dass sich die ganze Welt und alle Menschen strikt an die Bedürfnisse von einem selbst anzupassen und unterzuordnen zu haben. Und um das zu erreichen, sind dann „Hass & Hetze“ (von linksaußen) ganz probate Mittel. Klar doch… Straßen weg und Bäume hin… Häuser wegsprengen und Wiesen, Felder und Spielplätze hin… Kneipen und Spätshops rausklagen… Autos raus. Bis sich das eigene Leben und damit die Bedürfnisse wieder ändern. Dann alles wieder auf zurück…

  10. @ Karsten

    Ihnen ist wohl auch etwas entgangen:

    Zitat aus dem Kommentar von tino turbulent:

    „. . . Menschen kommen vielleicht wieder mit ihren eigenen Laubbesen aus ihrem Häuschen und helfen beim Laub fegen mit.“

    Zitat von Ihnen:

    „„. . . Hass & Hetze“ (von linksaußen) ganz probate Mittel.“

    Sie ordnen sich demnach (ganz) Rechtsaußen ein.
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt . . .

  11. Tino turbulent: Deine Sicht der Dinge scheint mir sehr aus einer Ich-bezogenen Position herzukommen. Klar, wer begeisterter Radfahrer ist, braucht weder Auto noch Straßenbahn. Und wer seinen Broterwerb ein Haus weiter findet, braucht nicht mal ein Fahrrad, geschweige denn ein Auto. Die Straßenbahnen fahren aber weiß Gott nicht überall, und der 10-Minuten-Takt reicht manchmal nicht. Und wenn ich in der Bahn die vielen älteren Leute sehen, die körperlich wahrscheinlich nicht mehr in der Lage sind, Fahrrad zu fahren (und im Auto möchte ich die auch nicht sehen), dann brauchts eher mehr als weniger Bahnen. Mal ganz abgesehen von den ewig überfüllten Bussen an der Uni. Wenn man weniger Autos will, braucht man mehr Öffis, und nicht weniger. Und wenn die im Schneckentempo durch die Stadt zuckeln, wirds unattraktiv.

    Was die Trennung vom übrigen Verkehr angeht, so geht das nun mal nicht überall – dazu müsste man die Stadt abreißen und neu bauen. Am besten ist das in den Bereichen gelungen, wo viel Bebauung weggekommen ist, egal ob durch Krieg oder DDR…

    Klar wäre es schön, die Königsbrücker zur Anliegerstraße zu machen. Es ist aber ne Bundesstraße. Der Verkehr muss irgendwo lang. Welche sinnvolle Alternative gibt es? Stauffenbergallee und dann am Waldschlößchen die Bautzner Richtung Innenstadt? Ist das besser?

    @Karsten: mir erschließt sich nicht, was die Idee eines autofreien Stadtteils jetzt mit den Wünschen der Menschen zu tun hat, da zu wohnen, wo sie halt wohnen wollen. In einem derart eng bebauten Stadtteil wie der Neustadt ist es wohl nicht übertrieben, Lärm mindern zu wollen, davon profitieren alle, egal ob „pöhser Individualist“ oder „normal und gesund“ (was war „normal“ doch gleich?) Ja, die Menschen wandeln sich ständig in ihren Ansprüchen und Absichten – das ist halt so. Das Miteinander muss permanent neu austariert werden, weil es sich stetig ändert.

  12. @ ein anderer Stefan: Bezogen auf Deinen letzten Absatz muss man dann wohl auch sagen: „Deine Sicht der Dinge scheint mir sehr aus einer Ich-bezogenen Position herzukommen.“

    Niemand zwingt Dich, ein Auto zu besitzen oder gar zu benutzen, wenn Du das nicht willst. Du hast aber nicht das Recht, anderen Menschen das Auto besitzen oder benutzen innerhalb der Neustadt zu verbieten, nur weil Du keines willst oder brauchst.

    Du bist nicht „die Menschen“ in der Neustadt. Bereits Deine Nachbarn könnten das anders sehen. Oder Du könntest Dir im nächsten Winter (kommt ja bald) die Knochen brechen und es anders sehen. Eventuell kannst Du auch morgen irgendwas begreifen, was Dir heute noch unzugänglich ist und damit Deine Meinung ändern. Damit erschließt sich dann alles…

  13. @ ein anderer Stefan
    @ Karsten

    ja, ich nehme für mich selbst in Anspruch, schon als Spermie das Ei im Leib meiner Mutter, als Mensch die Erde aus ihr ich komme und in sie ich gehen werde.

    Müssen wir und auch Du lieber Herr Stephan, ob Du für dich in Anspruch nehmen möchtest, ob vielleicht in Zukunft die Bahnen alle sieben Minuten fahren und Menschen auf der anderen Seite der Erde weiterhin für unseren Wohlstand leiden.

    Ob alt oder jung, werden alle Menschen unserer Erde, sich Gedanken machen müssen, ob das Ziel der Menschheit der absolute Wahnsinn sein soll? Steuern wir in eine Richtung deren Entwicklung keine keine Gute ist.

    …und auch Du und ich sowie die Schwätzer an der Täte sind nicht Maß aller Dinge.

    in diesem Sinne…

  14. @t turbulent
    geht es nicht eine Nummer kleiner Herr Nachbar.
    Wenn ich des Nachts hoch schrecke, weil angetrunkene Kneipengänger unter meinem an gekippten Schlafzimmerfenster lärmen, denke ich weder an den Weltfrieden noch an hungernde Kinder in Afrika, sondern ganz egoistisch, dass kurz vor fünf mein Wecker klingelt und das ich gern in der Neustadt wohne und nicht in Trachau oder auf dem Dorf. Das ist meine ganz Ich-bezogene Position und dazu stehe ich, auch ohne Auto noch ein Fahrrad mein Eigen zu nennen.

  15. @ Lhotse: Zitat aus Deiner Antwort:
    „„. . . Hass & Hetze“ (von linksaußen) ganz probate Mittel.“

    Sie ordnen sich demnach (ganz) Rechtsaußen ein.“

    Was hast denn Du für ein seltsames Weltbild? Jeder, der irgendwas an Rechtsaußen kritisiert, ist demnach (ganz) Linksaußen? Und jeder, der irgendwas an Linksaußen kritisiert, ist demnach (ganz) Rechtsaußen?

    Mag ja sein, dass dadurch das Leben und Denken einfach wird, aber mit Intellekt hat das nicht viel zu tun. Da hat wohl einmal mehr Dieter Nuhr Recht: „Deshalb haben sie [die Linken, Anm. von mir] Schwierigkeiten, das Geschehen in ihr einfaches Deutungssystem einzupflegen.“
    (Entnommen der Welt online von gestern, http://www.welt.de/politik/deutschland/article149523192/Das-deutsche-Kabarett-ist-auf-dem-Terror-Auge-blind.html)

    Na ja, einmal mehr hast Du damit noch mal die Rechthaberei und den Terror von Linksaußen begründet und erklärt. Ich für meinen Fall verzichte aber in dem Zusammenhang bewusst darauf, mich noch explizit von Rechtsaußen zu distanzieren. Einfach, weil es mir grundsätzlich langsam zu blöde wird, pausenlos Standardsätze aufsagen zu müssen, erzwungen von irgendwelchen Dumpfbacken und Dummschwätzern. Irgendwann ist auch mal gut.

  16. @ Karsten

    „. . . Rechthaberei und den Terror von Linksaußen . . . “

    „…erzwungen von irgendwelchen Dumpfbacken und Dummschwätzern…“

    Hi, Hi, das, was Sie da hinein interpretieren, hat mit Leben, Denken und Intellekt rein gar nichts zu tun – nicht umsonst lautete der letzte Satz:
    „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“
    Doch besten Dank für Ihren entlarvenden, letzten Absatz!

  17. @Nickibude

    was hat das mit mir zu tun?
    sollte man sich schon vorher vergewissern wer unter an gekippten Fenstern lärmt?!
    Ich persönlich bin gestern 22 Uhr ins Bett und heute Morgen ebenfalls fünf Uhr aufgestanden. Und noch etwas was, ich stehe übrigens jeden Morgen spätestens sechs Uhr auf, auch Samstags und Sonntags! Und das mache ich nicht erst seit Gestern. Und inner Kneipe war ich schon ewig nicht mehr! Weiß ich auch gar nicht was ich da soll?
    Ich verstehe auch nicht wofür ich mich rechtfertigen muss, was haben Sie eigentlich für ein Problem mit mir? Dann sollten Sie schon mal hier bei mir klingeln. Dann können wir das sehr gern in einem gemeinsamen Gespräch unter vier Augen klären. Ich wäre der letzte der sich quer stellt.

    Fall Sie überhaupt wissen wer ich bin? Ich weiß es nämlich nicht wer Sie sind?

    mfg.

  18. @t turbulent
    Zitat : `ob vielleicht in Zukunft die Bahnen alle sieben Minuten fahren und Menschen auf der anderen Seite der Erde weiterhin für unseren Wohlstand leiden.
    Ob alt oder jung, werden alle Menschen unserer Erde, sich Gedanken machen müssen, ob das Ziel der Menschheit der absolute Wahnsinn sein soll? Steuern wir in eine Richtung deren Entwicklung keine keine Gute ist.´

    Fand ich von Ihnen in diesen Zusammenhang ein bisschen sehr dick aufgetragen.

    Würde Ihnen niemals unterstellen nächtens durch die Straßen zu lärmen. Selbst das sehe ich den Beteiligten nach, daher mein Zusatz, dass ich trotzdem gern in der Neustadt lebe. Hier muss sich niemand rechtfertigen bzw. so aufregen.

  19. @Nickibude

    ich bin kein Mathematiker und sicherlich auch nicht allwissend, aber ich denke wir verbrauchen sehr viele Ressourcen. Und viele dieser schönen bunten Metalle und auch Holz kommen inzwischen aus anderen Ländern. Und wenn alle Menschen der Erde auf solch einem großen Fuß leben wie es die westliche Menschheit macht, dann braucht es möglicherweise keine nächste Generation mehr, bis die Erde kollabiert. Die Erde wird wohl für die nächsten 50 oder gar 100 Millionen Jahre bestehen bleiben und Natur wird es auch irgendwann einmal wieder geben. Jedoch ein Leben wie wir es kennen, wird wohl erst mal nicht möglich sein. Und vor ca 60 o. 65 Millionen Jahren war es schon einmal soweit. Nur eben aus anderen Gründen.

  20. Na ja, langsam kommen wir ja zum Kern der Sache. Die menschliche Existenz erzeugt Geräusche, manchmal Lärm. Das Gegenteil -die sogenannte Totenstille- gibt es nur auf dem Friedhof. Und die Neustadt ist nun mal ein sehr belebtes Viertel.
    Lärm erzeugen auch Nachbarn mit Geschrei, lauter Musik, Türen knallen, dem Gebrauch von Staubsaugern und Waschmaschinen sogar zu Ruhezeiten ohne Rücksicht auf die Nachbarn. Und Kneipenbesucher erzeugen auch oft Lärm. Es ist nunmal so.
    Ich habe nichts dagegen, über Lärmsenkungsmöglichkeiten nachzudenken. Und dabei auch den Straßenverkehr mit einzubeziehen. Aber man darf sich dabei nicht von Hetzparolen irgendwelcher Extremisten in die Irre führen lassen, die nur altbekannte Feindbilder pflegen. Zum Beispiel das Feindbild des autofahrenden Menschen. Das Gefasel von einer autofreien Neustadt ist einfach nur unrealistischer und egozentrischer Dünnpfiff.

    Auch Tempobegrenzungen werden nicht viel bringen. Ich bin zwar in Teilen dafür, aber Wirkung hat es nur, wenn die Einhaltung der Selbigen durchgesetzt wird. Und genau hier sind es ja die selben Extremisten, die sofort wieder was von „Polizeistaat“ krähen und gerne auch mal mit totschlagstauglichen Gegenständen völlig menschenfreundlich durch die Gegend werfen.
    Na ja, wer halt zu komplexem Denken und Selbstreflektion nicht fähig ist, macht sich das Denken so einfach wie möglich…

    Um den Bogen zu schließen: Die Neustadt ist laut und wird es immer bleiben. Jeder muss entscheiden, ob er in der Neustadt leben will. Oder eben zum Beispiel älter geworden ist und eventuell mal wieder aus der Neustadt rauszieht. Was gar nicht geht ist, alle anderen Menschen diktatorisch zu unterdrücken und zu verlangen, dass diese sich ständig den eigenen Vorstellungen zu unterwerfen hätten…

    Ach, ein weites Feld. Im Übrigen, meine ich, sind wir nicht berechtigt, anderen Menschen mit anderen Kulturen in anderen Ländern vorzuschreiben, wie diese ihr Leben zu leben haben. Zumal wir deren Lebensumstände häufig gar nicht kennen. Und hier, meine ich, sollten sich einige Linksideologen mal vor den Spiegel stellen. Wenns dann immer noch nicht dämmert, können die sich ja mal den Zeigefinger quer zwischen Oberlippe und Nase legen…

    So, gut jetzt.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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