Behelfsbrücke adé

Behlfsbrücken-Demontage an der Albertbrücke
Behlfsbrücken-Demontage an der Albertbrücke
Heute Morgen ab etwa 5 Uhr haben Bauarbeiter das große Stück der Behelfsbrücke abgenommen. Zurzeit wird sie am Elbufer demontiert. Die Brücke ist seit dem 8. September gesperrt. Der Rad- und Fußverkehr wird seitdem über die fertig gestellte Seite der Albertbrücke geleitet.

Der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, Prof. Reinhard Koettnitz, lud heute Mittag zum Brückenbesichtigungstermin ein und zeigte das neue alte Geländer. „Dieser Grauton ist es geworden“, sagt er und weist auf das dem historischen Orignal nachgebildeten Geländer. Es ist 20 Zentimeter höher als das alte, damit die Radfahrer nicht runterfallen können. Aber Achtung, an den Sandstein-Balkonen reicht die Brüstung nur bis zur Hüfte. Die Geländer-Herstellung war offenbar ziemlich kompliziert, so dass die Arbeiten daran etwas im Verzug sind.

Reinhard Koettnitz zeigt das neue alte Geländer
Reinhard Koettnitz zeigt das neue alte Geländer
„Das ist aber kein Problem, der Endtermin im Sommer 2016 wird eingehalten“, erklärt Koettnitz. Allerdings gäbe es Überlegungen, die Vollsperrung der Brücke für den Auto-Verkehr etwas nach hinten zu schieben. „Die derzeitige Verkehrsanbindung funktioniert, endgültig entscheiden wir das aber erst, wenn neue Verkehrszahlen vorliegen“, sagt Koettnitz.

Schweißer demontiert die Behelfsbrücke
Schweißer demontiert die Behelfsbrücke
Seit heute Morgen wird nun die Behelfsbrücke demontiert. Mit einem riesigen 1.500-Tonnen-Autokran wurde das Mittelstück abgehoben und ans Elbufer gelegt. Dort wird es derzeit mit dem Schweißbrenner demontiert. Die Demontage der Vorlandbrücken ist bereits abgeschlossen. Das verbleibende Randfeld über dem Uferbereich der Altstädter Seite wird ab 12. Oktober demontiert. Der Rückbau der Leitwerke und Pfeiler in der Elbe erfolgt bis Februar 2016.

  • Aktuelle Informationen zum Bauvorhaben unter dresden.de


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Tranquillo

15 Kommentare zu “Behelfsbrücke adé

  1. Also bleiben die komischen megahohen Geländerteile (siehe Bild 7) stehen und bilden dann zusammen mit dem neuen alten Geländer (siehe Bild 2) die Hässlichkeit schlechthin.

  2. Ist da schonmal jemals ein Radfahrer übers Geländer gefallen? Und soll das heissen, daß es keine Radspuren, sondern einen Radweg auf dem Fußweg gibt? So ein Mist.

  3. O ha, dass Schutzgeländer sieht aber echt beschissen aus. Und das ganze nur, weil man die Radfahrer auf den Fußweg verbannt hat?? Für die autogerechte Stadt ist man sich scheinbar für nichts zu schade.
    Die momentane Verkehrslösung mit den Radfahrern auf der schon fertiggestellten Fahrbahn ist übrigens super und ich freue mich sehr, dass es Überlegungen gibt, diesen Zustand bis zur Fertigstellung der Brücke beizubehalten.

  4. Das ist ja blöd :-( Da hätte man das Original doch gleich 40cm
    höher rekonstruieren sollen… Wäre aber wohl zu teuer geworden. Ist ja auch nur stadtbildprägend so ein Brückengeländer und das Geld wird ja derzeit in Zelte und andere weitaus sinnvollere Sachen gesteckt. Nun ja…

    Werden die Sandsteinverkleidungen unterhalb der Brückenbögen eigentlich noch saniert? Die sehen übel aus durch die Aussalzungen und den Dreck. Oder ist das auch zu teuer und es bleibt so wie es ist?

  5. @Klosi: Geld in Zelte steckt der Freistaat seit diesem Sommer, die Pläne für das Geländer gibt’s schon viel länger. Aber schön, dass Du Deinen fremdenfeindlichen Spruch loslassen konntest.

  6. Wieso wird die Brücke überhaupt abgebaut? Ich finde es super, wenn Radfahrer und Fußgänger eine eigene Brücke haben. Die Abbaukosten müssen doch enorm sein. Wem hilft es schon, wenn die Behilfsbrücke weg ist?

  7. Die Wartungskosten würden nach ein paar Jahren die Abbaukosten übersteigen.

    Außerdem verstellt die den Blick auf die eigentliche Brücke und die Verkehrsanbindung war katastrophal.

  8. Hallo,

    Warum eine Stahlkonstruktion, die durch Verschrauben zusammengefügt wurde (also ein prinzipiell reversibles Verfahren) mit einem Schweißbrenner wieder auseinandergenommen werden muss erschließt sich mir überhaupt nicht. Die Träger sind keine 3 Jahre alt und wandern auf den Schrott. Was für eine Verschwendung!!!

    Jonk

    PS: Die Verkehrsführung war und ist katastrophal und noch dazu (gefühlt) jede Woche anders blöd. Als Radfahrer da legal hin und her zu kommen war in den meisten Fällen unmöglich.

  9. @Hans: Die müssen auch irgendwie an die andere Seite der Brücke rankommen, um sie ordentlich sanieren zu können und wie Anton schon sagte, die Wartungskosten sind extrem hoch. Hätten sie die Brücke „Winterfit“ machen müssen, hab ich mal was von 230.000 Euro gehört. (Angabe ohne Garantie).

    @Jonk. Genau das dachte ich mir letztens auch. Ich hoffe nur, dass sie den Stahl wenigstens einschmelzen und dann nochmal wiederverwenden….

  10. @Jonk:

    Da frag ich mich wie du gefahren bist bzw. fährst und warum es, wenn die Verkehrsführung doch sooo katastrophal war und ist, nicht zu zig Unfällen gekommen ist?

    Als Radfahrer hin und zu kommen war und ist ohne Probleme legal möglich.

  11. @Matthias
    Es ist – besser wurde – tatsächlich ein Radfahrer über´s Geländer in die Elbe gehuppt. Allerdings war das wohl die Folge einer missratenen Dichtheitsprüfung an einer Rohrleitung, die unvermittelt unter ihm detonierte. Könnte so Ende der 1990er gewesen sein.
    Er hat´s jedenfalls überlebt.

  12. @ Jochen: Richtig. Er ist kurz vor dem Altstädter Ufer in die Elbe gehuppt worden, wenn ich mich richtig erinner. Paar Meter weiter hätte es wohl weniger gut ausgesehen…

    @ Tom: Zu Unfällen kam es kaum, weil sich aufgrund der Sperrung für den Kfz-Verkehr selbiger nicht parallel zum Radler bewegt hat. Dies ist der große Unterschied zum späteren Zustand. Letztlich befände man sich mit weiterhin bestehender Hilfsbrücke je nach Fahrtrichtung irgendwo immer auf der falschen Seite der Straße und müsste wieder rüber = Konflikt = Unfallgefahr.

  13. Per Schneidbrenner demontieren geht schneller als die Verbindungen auseinanderschrauben, würde ich annehmen.
    Stahl wird ziemlich sicher recycelt, ist zu teuer zum wegwerfen. Es wäre nicht ungewöhlich, wenn die Stahlkonstruktion zum Abbau und zum Recycling verkauft worden wäre, und der Käufer jetzt seine Demontagetruppe losgeschickt hätte.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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