In Höhe der Hechtstraße 52, unmittelbar vor der 30. Grundschule „Am Hechtpark“, befindet sich derzeit eine unterirdische Sammelanlage für Altglas und Altpapier. Den Aushängen am Container zufolge soll die Anlage bis spätestens März in eine reine Glassammelstelle umgewandelt werden.

Das entspricht dem, was kürzlich ein Stadtsprecher gegenüber Neustadt-Geflüster sagte: „Im Allgemeinen wurden Standplätze in Gegenden reduziert, in denen der Anschlussgrad der Blauen Tonne besonders hoch ist“, so Buchmann. Es sei davon auszugehen, dass neue Standplätze künftig ohne Altpapier geplant werden.
Auf dem Container weist das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft auf die kostenfreie städtische Blaue Tonne am Haus hin. Außerdem könnten Pappen und Kartonagen auf Wertstoffhöfen abgegeben werden. Außerdem können die anderen Altpapiercontainer genutzt werden. Wenn dieser wegfällt, gibt es im Stadtbezirk noch 21, hier in der Übersicht im Themenstadtplan.

Die Dresdner SPD ist ob der Pläne empört. Aktuell liegt die Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes (AWK) dem Stadtrat zur Entscheidung vor (V0354/25). Der federführende Ausschuss für Umwelt und Klima hat sich für den Erhalt der öffentlichen Altpapiercontainer ausgesprochen. Im Stadtrat ist das Konzept bereits zweimal vertagt worden und steht jetzt für den 5. März auf der Tagesordnung.
Julia Hartl, SPD-Stadträtin für die Neustadt, sieht das aktuelle Vorgehen der Stadtverwaltung kritisch: „Es kann nicht sein, dass die Verwaltung Fakten schafft, bevor der Stadtrat überhaupt über das Abfallwirtschaftskonzept entschieden hat. Wir erwarten, dass demokratische Entscheidungsprozesse respektiert werden.“
Vorschlag im Stadtbezirksbeirat
Mit einem Vorschlag im Stadtbezirksbeirat Neustadt fordert die SPD den Oberbürgermeister auf, den angekündigten und darüber hinaus geplanten Austausch der Unterflur-Wertstoffcontainer unverzüglich zu stoppen, bis der Stadtrat über das AWK entschieden hat. Der Vorschlag soll voraussichtlich auf der Sitzung des Stadtbezirksbeirats am 23. Februar behandelt werden. Felix Göhler, SPD-Stadtbezirksbeirat in der Neustadt: „Die Verwaltung behauptet, die blaue Tonne würde ausreichen und größere Pappen könnten ja zum Wertstoffhof gebracht werden. Als Neustädter kann ich das nur als weltfremd bezeichnen.“
Tatsächlich können Hauseigentümer zwar die Blaue Tonne kostenlos bestellen, aber eine Bereitstellung erfordert in der Regel auch einen erhöhten Hausmeisterdienst, der sich auf die Nebenkosten auswirken kann.

















