Probleme mit Pappe und Papier

Pappe am Straßenrand
Pappe am Straßenrand
Seit Mitte Dezember gibt es an den Unterflur-Anlagen an der Louisen- und der Sebnitzer Straße keine Papier-Annahme mehr. Die Anwohner ignorieren dies geflissentlich und stellen ihre Pappen nun neben die Glascontainer.

Mit kleinen gelben Zetteln weist das Amt für Abfallwirtschaft darauf hin: Hier kein Papier mehr.
Mit kleinen gelben Zetteln weist das Amt für Abfallwirtschaft darauf hin: Hier kein Papier mehr.
Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass Grundstückseigentümer unter www.dresden.de/blauetonne die kostenlose städtische Blaue Tonne zur Altapapierentsorgung für ihre Mieter bestellen können.

Eine Übersicht aller Wertstoffcontainerstandplätze gibt es im Themenstadtplan unter www.dresden.de/stadtplan/abfall. Der in beiden Fällen nächste Altpapier-Container befindet sich auf der Seifhennersdorfer Straße in der Nähe vom Abenteuerspielplatz Panama.

Drei Alternativen werden angeboten, und auch am Panama gibt's noch ne Papierentsorgung.
Drei Alternativen werden angeboten, und auch am Panama gibt’s noch ne Papierentsorgung.


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29 Kommentare zu “Probleme mit Pappe und Papier

  1. Lieber Anton,
    mach doch bei Gelegenheit ein Foto von der Sebnitzer Str. 21. Da stehen solche blauen Tonne und verdrecken den Eingang vollkommen. Die Ecke war schon immer dreckig wie sau und jetzt ist die Stadt so schlau und stellt auch noch genau dort die Tonnen hin die maßlos überfüllt sind. Naja ich habe die Müll-Weg Hotline letzte Woche kontaktiert und sie sagen dass sie sich kümmern, bin mal gespannt wie lange es dauert.
    Grüße

  2. Die Anlagen an der Sebnitzer und Seifhennersdorfer waren nahezu immer voll – geniale Idee da zwei Anlagen wegzunehmen und zu hoffen, dass die Hausbesitzer jetzt blaue Tonnen bestellen (und auch Platz dafür haben) – auch wenn ich mich bisher zusammengerissen habe, finde die Form des Protests durchaus passend.

  3. „Grundstückseigentümer unter http://www.dresden.de/blauetonne die kostenlose städtische Blaue Tonne zur Altapapierentsorgung für ihre Mieter bestellen können“
    …und wenn aber der Grundstückseigentümer keine Lust hat dies zu tun, in unserem Fall mit der Begründung, dass dann der Hausmeister noch ein Tag mehr in der Woche vorbeikommen (und natürlich dafür bezahlt werden müsste), auch noch diese Tonne vor die Tür zu stellen…
    Btw. in anderen Kommunen gibt es auch noch Tonnen für Altglas ;-)

  4. Erst klagt die Stadt gegen private Papiertonnenbetreiber die flexibel gearbeitet haben und nun will sie den Leuten den Bedarf anerziehen …

    Planwirtschaft, hat schonmal nicht funktioniert, wieder vollkommen am Bedarf vorbei.

  5. Mensch Anton,

    als Journalist würde man dies zum Thema machen und mal recherchieren, wann und wo Containerstellplätze weggefallen sind und mit welchen Konsequenzen. Kann gut sein der Eindruck trügt bei den Neustädtern und es giebt genug davon. kann auch sein nicht.
    Auf der Frühlingstraße standen welche. Glas, Papier, Pappe und Altkleider. Weg sind se. Und seither türmen sich die Rohstoffe immer mehr an anderen Containern.
    Für Blaue Tonnen benötigen die Vermieter auch entsprechende Stellflächen auf ihrem Grundstück. Sie müssen also mit bestem Willen mitspielen. Tun sie dies??? Zumal sie die Dreckecken in der Neustadt nicht interessieren brauchen bei dem Vermietungsstand.

    Zeig Kante, forsche nach und schreibe. Mach uns schlauer, Du kannst das nämlich!!! :-)

  6. Hallo Tim, können schon. Allein die Zeit fehlt. Um das seriös aufzuarbeiten, reicht ja nicht ne Anfrage bei der Stadt, die hat dann wahrscheinlich nur eine Gesamt-Anzahl verteilter Blauer Tonnen im ganzen Stadtgebiet und das wird für die Neustadt sicher nicht repräsentativ sein.

    Also müsste ich bei Grundstückseigentümern nachforschen oder mit Hausverwaltungen. Dafür bräuchte ich mindestens ein dreiköpfiges Recherche-Team.

    Sorry, das ist nicht zu stemmen.

    Die Sebnitzer 21 kann ich mir aber mal ansehen.

  7. Die weggefallenen Standorte wurden gut genutzt. Wenn es jetzt immer weniger werden, müssen die verbleibenden Container als Mindest-Gegenmaßnahme öfter geleert werden.

    Tatsächlich gibt es in vielen Höfen nämlich einfach keinen Platz mehr für noch mehr Tonnen. Und selbst dort, wo es welche gibt, sind die auch ganz schnell mal voll (Ikea-Einkauf trifft auf fehlende Falt-Skills). Dazu kommt der generell wachsende Online-Handel (alles im Pappkarton).

    Es ist also vollkommen lebensfremd, auf die Möglichkeit der blauen Tonne zu verweisen. Es sei denn, die Stadt stellt neben der Tonne auch einen kostenlosen Stellplatz zur Verfügung. Am besten an bestimmten gut zu Fuß erreichbaren Plätzen innerhalb der Wohngebiete. Wo man vielleicht auch gleich Altglas weghauen kann… *Grübel*

    War es nicht ursprünglich so, dass Altpapier das neue Gold war? Das war doch auch der Grund für diese ganze Systemreform…

  8. Die blauen Tonne stellt irgend ein Eigentümer/Vermieter zum Zwecke der Leerung durch die MännerInnen in Orange dort hin. Da hat die Stadt direkt erst mal nix mit zu tun.

  9. Das hat aber nix mit dem Problem des OP zu tun.
    Den nervt es ja offensichtlich, dass der Eigentümer/Vermieter die blauen Tonnen (zu lange) auf dem Gehweg stehen lässt.

  10. Das Ablegen der Pappen neben den Container kann übrigens teuer werden.
    Ich habe neulich ein großes Paket am komplett überfüllten Container gegenüber der Buchhandlung Richter so klein wie möglich gefaltet und es nicht aus Protest sondern in der Not (zu Fuß mit Kind und Kegel hingeschleppt) so ordentlich es ging an die Container gestellt.
    Da mein Name und meine Adresse noch draufklebten, bekam ich kurz darauf ein aufwendiges mehrseitiges Schreiben mit Fotos vom „Tatort“ und Zeugennennung und musste ein für mich hohes Ordnungsgeld zahlen.
    Das kann ich immer noch nicht fassen, eine Information und Ermahnung hätte es doch auch getan.
    Vor allem aber: warum werden die ständig überfüllten Container nicht öfter geleert? Wie soll ich mich als braver Bürger verhalten? Pappe und Papier in der Wohnung lagern und lauern, dass ich dann die Erste nach der Leerung bin?

  11. Maßnahmen
    Nr. 1: weniger Pappmüll verursachen (im Laden vor Ort kaufen und nicht schicken lassen, SecondHand kaufen statt neu, vorhandene Dinge länger benutzen, Pizza selber machen…)
    Nr. 2: unvermeidbaren Papier“müll“ verwerten (selber was drin verschicken ;-), den Komposteimer damit auskleiden, die Kinder mit den Kartons spielen lassen statt Spielzeug im Karton zu kaufen…)
    Nr. 3: Die oben erwähnten Falt-Skills verbessern
    Sonst noch Ideen?

  12. Tja, der Anton ist kein Journalist und hat auch keine Nase dort hin zu gehen wo es stinkt. Schade.

    Fazit: Gut wer keine Rückschlüsse auf den ursprünglichen Eigentümer am Müll hinterlässt. Es könnten sich doch dann riesen Berge türmen am überfüllten Container. Die Stadt bleibt dafür verantwortlich. Wer hat den längeren Arm???

  13. Mich lässt der Verdacht nicht los das dies genau die gewünschten Auswirkungen sind:

    – Stellflächen minimieren => Kosten der Stadt senken
    – Problem auf Andere abwälzen (und dort Aufwand generieren)
    – Mißverhalten provozieren als Peitsche hohe Strafgebühren.

    –> Kosten gespart, Einnahmen generiert. Und das bei minimalen Aufwand für den Verwaltungsmenschen der diese Situation verbrochen hat. Macht sich bei der jährlichen Leistungsbeurteilung perfekt.

    Nudging vom feinsten, macht ja die Industrie gegenüber dem Konsumenten schon lange so. Und da wir alle dem Effizienz-Wahn verfallen sind wollen wir (als Bürger) das auch genau so, bzw. machen in unserem beruflichen Leben genau das (Kaizen, REFA und Co.)

    BTW: wäre das nicht genau ein Thema für den Neustadt-Kümmerer?
    http://www.neustadt-ticker.de/51396/aktuell/nachrichten/die-neustadt-sucht-einen-kuemmerer

  14. Kann ich beantworten: Die Stadtverwaltung, weil sie uns mit Anblick belasten und mit Strafgebühren belangen kann. Von der Amtsstube ist der Anblick ja nicht sichtbar, das andere generiert Einnahmen.

    Da hilft nur: jede Woche gemeinsam zur Verwaltung gehen und dort den gesamten Papiermüll vor die Tür stapeln, also bei der Verwaltung Kosten und Aufwand generieren (und Abläufe stören)

    Wird aber nicht passieren.

  15. Die Container an der Sebnitzer waren nicht immer voll, sondern überwiegend verstopft, weil viele einfach zu fau sind, ihre Kartons klein zu machen. Und das Ablagern von Müll im öffentlichen Raum als „Form des Protests“ zu sehen, ist auch eine interessante Sicht der Dinge … Vielleicht denkt man mal darüber nach, wie die Anwohner es wohl finden, wenn regelmäßig vor ihren Türen eine Müllhalde fabriziert wird. Seit vor vielen Jahren die Unterflurcontainer in die Sebnitzer Str. gestellt wurden, war dort überwiegend eine echte Müllecke entstanden. Spätestens am Tag nach der Leerung – oft aber schon am selben Abend – war mindestens einer der Einwurfschächte verstopft, und dann wurde das Altpapier eben munter daneben abgelegt. Und weil’s so gut passt(e), wurde und wird dann auch noch gleich aller möglicher anderer Sch**ß dort abgelagert – Sperrmüll, Hausmüll, was eben irgendwie aus der eigenen Wohnung weg soll – gestern z.B. ein Tisch, ein kleines Unterschränkchen und ein Computer. Ganz großes Kino! Warum schmeißt ihr das Zeug nicht in euer Treppenhaus oder in euren Hof, um dem Vermieter Druck zu machen, Alpapiertonnen anzuschaffen?

  16. Ich habe den Eindruck, dass verbesserte Falttechniken auch nicht ausreichen werden, um die blauen Tonnen nicht nur mit Luft zu befüllen. Wenn das Faltergebnis nicht irgendwie fixiert wurde -was ja auch nicht erwünscht ist- wird sich eben dieses unmittelbar nach Berühren des Tonnenbodens wieder entfalten und damit zur Sperre für weitere Kartons. Da man an den unteren Bereich der Tonne schlecht rankommt, ist die untere Hälfte mit einem einzigen größeren Karton „voll“. Oben kann man zumindest versuchen mit den anderen Pappen Puzzle zu spielen. Im Prinzip müssten die Kartons nicht nur gefaltet, sondern im kleine stapelbare Stücke zerschnitten werden. Da Viele aber bereits mit der Faltung geistig oder körperlich überfordert sind, wird das nicht eintreten.

  17. Da hilft jetzt nur noch Unterflur-BIG-BELLY !!!
    Oder gleich die Anordnung eines Pappepresswerkes in der Äeuse.
    Ich schlage als Standort das Panama-Gelände vor.
    Wer schreibt die Petition an die Pappebeauftragte der Verwaltung?

  18. Also wir haben so ein blaues Ding im Hof, die wird alle 14 Tage geleert, was meist zu wenig ist. Die letzten 4 Wochen passierte gleich gar nichts. Immerhin wird die Talstraße noch gelehrt. nunu

  19. Es ist meine Schuld, julia bat mich nachträglich die „e“-Misere zu beheben, ich habe das aber aufgrund von flüchtiger Schludrigkeit nur zu 50 Prozent umgesetzt.

  20. Auf der Sebnitzer kann man grad eine neue Taktik von „mein-Müll-gehört-in-die-Öffentlichkeit“-Vertretern erleben: Das Altpapier wird nicht einfach plump für alle sichtbar abgelegt, sondern fein hinter den Altglas-Einwurfkonsolen versteckt. Wie subtil ist das denn …

  21. @ Anne: Das hättest du nicht zahlen müssen – die Stadt geht da eher auf Dummenfang. Die Beweiskraft eines Adresszettels auf einem Paket neben dem Container geht nämlich gen Null, weil es zu einfach ist, so eine Situation zu manipulieren.

    Einfach in Widerspruch gehen, dabei etwas Phantasie walten lassen und skizzieren, wie die Pappe mit deiner Adresse da noch hingekommen sein kann und fertig.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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