Am Dienstag wurde auf der Hauptstraße der Winter vertrieben. Hunderte Kinder waren mit Rasseln, Pauken, Trompeten und ihren Eltern gekommen.

Wie schon in den vergangenen Jahren hat das Pieschener Eselnest einen prachtvollen Umzug mit gewaltigen Kostümen organisiert (auch wenn der Elefant in diesem Jahr schmerzlich vermisst wurde). Musikalische Unterstützung kam von der „Fiatelle Blaskapelle“ und der Kapelle „Krambambuli“. Bei den Kostümen und der Schminkerei halfen unter anderem das Theater Post & Schreiber, Freaks Fremde und „Die Elbstelzen“ sowie viele kleine Närrinnen und Narren. Ziel der Veranstaltung: Den Winter vergraulen.
Das Urteil
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Da stehst du nun, du armer Sack!
Ich quetsch mir eine Träne ab.
Na gut.
Der Anfang war
o kee.
Glitzertraumhaft schöner Schnee!
Schlitten! Skier! Schlittschuhfreude!
Glucksend glückstaumelnde Leude!
Gerade wollt´ man FAST dich lieben –
hast du’s natürlich übertrieben.
Zu heftig! Pampig, grimmig kalt,
popoglatt! Ganz ohne Halt
musste manch‘ zarter Hinterschinken
potz-unvermittelt niedersinken
aufs eisgekühlte Trottoir
und warten aufs Tatütata.
Metall in Hand- und Fußgelenken
klackert mit, wenn Dresdner hinken.
Dann hast du richtig frei gedreht,
dass man die Welt nicht mehr versteht:
Kaltblütige Eissoldaten
bedrohen die gespaltenen Staaten –
Hundekälte ohne Ende
spielt Putin in die Grapschehände –
Die Arktis wird zum Pissoir
machtgeiler Schwänzchen
mit schütterem Haar –
Wenn wir es also recht bedenken,
gibt´s durchaus Gründe, dich zu henken.
Wir jauchzen fröhlich, brüllen’s laut:
ICE OUT! ICE OUT!
Text : Inka Arlt
Ein paar Eindrücke










Die Winteraustreibung oder auch Winterverbrennung ist eine uralte Tradition. Der Pieschener Verein „Eselnest“ feiert diese Tradition nun auch schon seit 1997, jedes Jahr kurz vor Fastnacht auf der Hauptstraße.
- In Kürze bestimmt noch mehr Eindrücke auf www.eselnest.de.
- Kurzes Video auf Instagram (Neustadt-Geflüster).

















