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Fit together mit Claudia Seidel

Fahrradbügel für die Böhmische Straße

Die Böhmische bekommt elf Fahrradbügel.
Die Böh­mi­sche bekommt elf Fahrradbügel.
Heute haben Bau­ar­bei­ter auf der Böh­mi­schen Straße elf Fahr­rad­bü­gel an ins­ge­samt drei Stel­len instal­liert. Die Bügel gehen auf eine Anwoh­ner­initia­tive zurück und sol­len dazu füh­ren, dass der ver­kehrs­be­ru­higte Bereich auf der “Böh­mi­schen” auch als sol­cher genutzt wird. Vor die ers­ten Bügel in Höhe der Nord­bad­pas­sage soll ein Stein­qua­der auf die “Spiel­straße” hinweisen.

Weil die Maß­nahme so lange gedau­ert hat, hat­ten zwi­schen­zeit­lich Anwoh­ner eine Blitz-Atrappe auf­ge­stellt (Neu­stadt-Geflüs­ter vom 20. Dezem­ber 2013), die jedoch ruck-zuck wie­der ent­fernt wurde. Chris­toph Meyer, Anwoh­ner und SPD-Orts­bei­rat ist froh, dass die Bügel nun auf­ge­stellt wor­den. Sein Dank gilt der Stif­tung Äußere Neu­stadt, die das Pro­jekt mit­fi­nan­ziert hat. 
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16 Ergänzungen

  1. Das Rat­haus lässt, laut Pres­se­er­klä­rung, in die­ser Woche 82 Bügel zu Kos­ten von 27.000 Euro auf­stel­len. 330 Euro pro Stück, das erscheint mir bei Mate­ri­al­kos­ten von unter 100 recht viel. Muss das so teuer sein? Kann mich jemand über­zeu­gen? Es feh­len ja ab nächs­ter Woche nur noch ein paar Tau­send in der Stadt, da braucht´s Argumente.

  2. das ist bestimmt mit dem Ein­bau­preis ‑durch die Stra­ßen­bau­firma so hoch das Stück.

  3. sol­che Stein­qua­der kön­nen gern auch an den Anfang der Früh­lingstraße auf­ge­stellt wer­den – zum Bischofsweg‑, da rasen die Autos (vor allem Aus­wer­tige +Par­ty­gäste) dann auch nicht mehr so durch.

  4. @Jochen: wenn ein Bügel ~80 kos­tet (oder wie viel unter 100 lie­gen die?), dann wäre das Auf­stel­len bei ~250 pro Stück. Ich denke, das wer­den zwei Mann machen. Pflas­ter auf­neh­men, Löcher bud­deln, ein Fun­da­ment ein­bauen, Bügel ein­set­zen, Löcher zuschüt­ten, zupflas­tern. Lass einen Arbei­ter mal brutto 50 die Stunde kos­ten, dann wären das fünf Mann­stun­den. Das Arbeits­ge­rät will bezahlt sein, der Chef will was ver­die­nen. Sagen wir mal, das ent­spricht einer Mann­stunde. Mär­chen­steuer von rund 20 % nicht zu ver­ges­sen. Dann ist man viel­leicht bei drei Mann­stun­den “netto”. Ich weiß nicht, wie tief die Din­ger gegrün­det wer­den, aber ein Loch in den meist sehr ver­dich­te­ten Unter­grund einer Straße zu bud­deln, ist sicher auch kein Ver­gnü­gen. Zwei Mann brau­chen 1,5 h, um einen Fahr­rad­stän­der gebrauchs­fer­tig zu mon­tie­ren – ist das über­trie­ben? Ich weiß es nicht, müsste man mal live beobachten. 

    @anni: Viel Spaß beim Ver­such, die Früh­lingstraße zur ver­kehrs­be­ru­hig­ten Zone erklä­ren zu las­sen. SOnst wird das mit dem Qua­der wohl nichts.

  5. @ ein ande­rer Ste­fan: So unrea­lis­tisch finde ich die Idee gar­nicht – von der Bedeu­tung im Stra­ßen­netz her kann man die Früh­lings- locker mit der Kie­fern­straße ver­glei­chen: näm­lich gleich 0. Wenn dort die “rich­ti­gen” Anwoh­ner Druck machen, könnte es klap­pen. Letzt­lich war es in der Kie­fern­straße genauso…

    Die andere Frage ist natür­lich: wie groß ist das Pro­blem wirk­lich? Der sub­jek­ti­ven Emp­fin­dung typi­scher nimby(s) würde ich jetzt nicht glauben… 

    Diese Frage könnte man in der Böh­mi­schen aber auch stel­len – bzw. ange­passt: Ist das Pro­blem dort wirk­lich sooo groß, oder gibt es nicht Berei­che, in denen IM VERGLEICH viel gefähr­li­chere Situa­tio­nen herr­schen? Mir fie­len da spon­tan ein paar ein.

  6. In der Früh­lings­strasse gibt es ebenso wie in der Kei­fern­strasse kei­nen ver­nünf­ti­gen Grund einen ver­kehrs­be­ru­hig­ten Bereich zu schaf­fen. Die Stras­sen sind breit genug und es gibt auf bei­den Sei­ten einen mehr als aus­rei­chen­den Fuß­weg. Wei­ter­hin auch keine Spiel­plätze oder andere öffent­li­che Ein­rich­tun­gen, die auf einen regen Fuß­gän­ger­ver­kehr schlie­ßen las­sen. Ganz im Gegen­satz zur Böh­mi­schen. Geeig­ne­tere Kan­di­da­ten wären da wohl eher Alaun‑, Loui­sen oder Mar­tin-Luther­Strasse (im obe­ren Teil). Aber wie man an den rasen­den Taxi­fah­rern in der Böh­mi­schen sehen kann hilft das ja auch nicht viel. :(

  7. @christoph: So n Hin­kel­stein wäre doch hübsch :) Die wach­sen nur sel­ten als Quader.

  8. @E‑Haller: Und was soll sich dort in letz­ter Zeit getan haben? Abge­se­hen von ein paar Wohn­neu­bau­ten? Der The­men­stadt­plan lis­tet für die Kie­fern­strasse jeden­falls nichts beson­de­res auf. Im Gegen­satz zur Tal­strasse – um ein wei­te­res Bei­spiel zu nennen.

  9. @Jochen: Irgend­je­mand muss die Din­ger auch auf­stel­len. Und die möch­ten bezahlt wer­den. Oder möch­test du das kos­ten­los für die Stadt übernehmen?

  10. @_: Die Straße wurde zum Ver­kehrs­be­ru­hig­ten Bereich umge­baut, nach­dem dort diverse Häus­le­bauer ihren Wohl­stands­be­reich errich­tet haben (u.a. mit den neu­er­dings über­grei­fen­den Ego-Gara­gen im EG, die dann das Par­ken die All­ge­mein­heit am Stra­ßen­rand unmög­lich machen).

    http://www.sz-online.de/nachrichten/stadt-stoppt-vorerst-strassenausbau-im-hechtviertel-2766993.html

    So ähn­lich beginnt es ja an der Früh­lings­straße auch gerade… 

    Einen Spiel­platz am Stra­ßen­rand würde ich im übri­gen auch nicht gerade zum Kri­te­rium zur Ein­rich­tung eines Ver­kehrs­be­ru­hig­ten Berei­ches machen (oder was gibts noch in der Talstraße?)

  11. Was die Kos­ten betrifft, da gibt es ja Erfah­rungs­werte. Nor­mal wären so 150 bis 180 Euro­nen. Dabei ist die SZ wohl aus­ge­rutscht, die “Ein­stell­mög­lich­kei­ten” mit Bügel­an­zahl ver­wech­selt hat, weil so plausibel.
    Aber ich habe extra noch mal vor Ort nach­ge­schaut: Es sind Boden­hül­sen ver­baut wor­den. Das macht die Sache natür­lich satt teu­rer. Schade für die Bau­leute, die hät­ten sicher gerne 50 Euro pro Stunde, @tom – dafür hätte ich´s auch gemacht. Gut für die BRN, da ver­schwin­den die Bügel rasch mal wieder.

  12. @Jochen: die 50 Euro für die Fach­ar­bei­ter­stunde habe ich mal als den Kurs ange­nom­men, den der Bau­herr der Firma bezah­len muss. Davon zahlt die Firma Sozi­al­bei­träge, Ver­wal­tung, ver­dient noch was dran, und dann blei­ben beim Arbei­ter viel­leicht 20 Brutto hän­gen. Nur mal so grob geschätzt.

  13. Dank der Falsch­par­ker funk­tio­niert die Ver­kehrs­be­ru­hi­gung im Zusam­men­spiel zwi­schen Fahr­rad­bü­gel und abge­stell­ten PKW super. Mal sehen, wie es wird, wenn die Müll­ab­fuhr durch will…

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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