Fahrradbügel für die Böhmische Straße

Die Böhmische bekommt elf Fahrradbügel.
Die Böhmische bekommt elf Fahrradbügel.
Heute haben Bauarbeiter auf der Böhmischen Straße elf Fahrradbügel an insgesamt drei Stellen installiert. Die Bügel gehen auf eine Anwohnerinitiative zurück und sollen dazu führen, dass der verkehrsberuhigte Bereich auf der „Böhmischen“ auch als solcher genutzt wird. Vor die ersten Bügel in Höhe der Nordbadpassage soll ein Steinquader auf die „Spielstraße“ hinweisen.

Weil die Maßnahme so lange gedauert hat, hatten zwischenzeitlich Anwohner eine Blitz-Atrappe aufgestellt (Neustadt-Geflüster vom 20. Dezember 2013), die jedoch ruck-zuck wieder entfernt wurde. Christoph Meyer, Anwohner und SPD-Ortsbeirat ist froh, dass die Bügel nun aufgestellt worden. Sein Dank gilt der Stiftung Äußere Neustadt, die das Projekt mitfinanziert hat.

16 Kommentare zu “Fahrradbügel für die Böhmische Straße

16 Gedanken zu „Fahrradbügel für die Böhmische Straße

  1. Das Rathaus lässt, laut Presseerklärung, in dieser Woche 82 Bügel zu Kosten von 27.000 Euro aufstellen. 330 Euro pro Stück, das erscheint mir bei Materialkosten von unter 100 recht viel. Muss das so teuer sein? Kann mich jemand überzeugen? Es fehlen ja ab nächster Woche nur noch ein paar Tausend in der Stadt, da braucht´s Argumente.

  2. solche Steinquader können gern auch an den Anfang der Frühlingstraße aufgestellt werden – zum Bischofsweg-, da rasen die Autos (vor allem Auswertige +Partygäste) dann auch nicht mehr so durch.

  3. @Jochen: wenn ein Bügel ~80 kostet (oder wie viel unter 100 liegen die?), dann wäre das Aufstellen bei ~250 pro Stück. Ich denke, das werden zwei Mann machen. Pflaster aufnehmen, Löcher buddeln, ein Fundament einbauen, Bügel einsetzen, Löcher zuschütten, zupflastern. Lass einen Arbeiter mal brutto 50 die Stunde kosten, dann wären das fünf Mannstunden. Das Arbeitsgerät will bezahlt sein, der Chef will was verdienen. Sagen wir mal, das entspricht einer Mannstunde. Märchensteuer von rund 20 % nicht zu vergessen. Dann ist man vielleicht bei drei Mannstunden „netto“. Ich weiß nicht, wie tief die Dinger gegründet werden, aber ein Loch in den meist sehr verdichteten Untergrund einer Straße zu buddeln, ist sicher auch kein Vergnügen. Zwei Mann brauchen 1,5 h, um einen Fahrradständer gebrauchsfertig zu montieren – ist das übertrieben? Ich weiß es nicht, müsste man mal live beobachten.

    @anni: Viel Spaß beim Versuch, die Frühlingstraße zur verkehrsberuhigten Zone erklären zu lassen. SOnst wird das mit dem Quader wohl nichts.

  4. @ ein anderer Stefan: So unrealistisch finde ich die Idee garnicht – von der Bedeutung im Straßennetz her kann man die Frühlings- locker mit der Kiefernstraße vergleichen: nämlich gleich 0. Wenn dort die „richtigen“ Anwohner Druck machen, könnte es klappen. Letztlich war es in der Kiefernstraße genauso…

    Die andere Frage ist natürlich: wie groß ist das Problem wirklich? Der subjektiven Empfindung typischer nimby(s) würde ich jetzt nicht glauben…

    Diese Frage könnte man in der Böhmischen aber auch stellen – bzw. angepasst: Ist das Problem dort wirklich sooo groß, oder gibt es nicht Bereiche, in denen IM VERGLEICH viel gefährlichere Situationen herrschen? Mir fielen da spontan ein paar ein.

  5. In der Frühlingsstrasse gibt es ebenso wie in der Keifernstrasse keinen vernünftigen Grund einen verkehrsberuhigten Bereich zu schaffen. Die Strassen sind breit genug und es gibt auf beiden Seiten einen mehr als ausreichenden Fußweg. Weiterhin auch keine Spielplätze oder andere öffentliche Einrichtungen, die auf einen regen Fußgängerverkehr schließen lassen. Ganz im Gegensatz zur Böhmischen. Geeignetere Kandidaten wären da wohl eher Alaun-, Louisen oder Martin-LutherStrasse (im oberen Teil). Aber wie man an den rasenden Taxifahrern in der Böhmischen sehen kann hilft das ja auch nicht viel. :(

  6. @E-Haller: Und was soll sich dort in letzter Zeit getan haben? Abgesehen von ein paar Wohnneubauten? Der Themenstadtplan listet für die Kiefernstrasse jedenfalls nichts besonderes auf. Im Gegensatz zur Talstrasse – um ein weiteres Beispiel zu nennen.

  7. @Jochen: Irgendjemand muss die Dinger auch aufstellen. Und die möchten bezahlt werden. Oder möchtest du das kostenlos für die Stadt übernehmen?

  8. @_: Die Straße wurde zum Verkehrsberuhigten Bereich umgebaut, nachdem dort diverse Häuslebauer ihren Wohlstandsbereich errichtet haben (u.a. mit den neuerdings übergreifenden Ego-Garagen im EG, die dann das Parken die Allgemeinheit am Straßenrand unmöglich machen).

    http://www.sz-online.de/nachrichten/stadt-stoppt-vorerst-strassenausbau-im-hechtviertel-2766993.html

    So ähnlich beginnt es ja an der Frühlingsstraße auch gerade…

    Einen Spielplatz am Straßenrand würde ich im übrigen auch nicht gerade zum Kriterium zur Einrichtung eines Verkehrsberuhigten Bereiches machen (oder was gibts noch in der Talstraße?)

  9. Was die Kosten betrifft, da gibt es ja Erfahrungswerte. Normal wären so 150 bis 180 Euronen. Dabei ist die SZ wohl ausgerutscht, die „Einstellmöglichkeiten“ mit Bügelanzahl verwechselt hat, weil so plausibel.
    Aber ich habe extra noch mal vor Ort nachgeschaut: Es sind Bodenhülsen verbaut worden. Das macht die Sache natürlich satt teurer. Schade für die Bauleute, die hätten sicher gerne 50 Euro pro Stunde, @tom – dafür hätte ich´s auch gemacht. Gut für die BRN, da verschwinden die Bügel rasch mal wieder.

  10. @Jochen: die 50 Euro für die Facharbeiterstunde habe ich mal als den Kurs angenommen, den der Bauherr der Firma bezahlen muss. Davon zahlt die Firma Sozialbeiträge, Verwaltung, verdient noch was dran, und dann bleiben beim Arbeiter vielleicht 20 Brutto hängen. Nur mal so grob geschätzt.

  11. Dank der Falschparker funktioniert die Verkehrsberuhigung im Zusammenspiel zwischen Fahrradbügel und abgestellten PKW super. Mal sehen, wie es wird, wenn die Müllabfuhr durch will…

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