Böhmische beruhigen – Teil 2

Heute Abend findet die zweite Anliegerversammlung zum Thema Verkehrsberuhigung der Böhmischen Straße statt, ab 18 Uhr in der Böhmischen Straße 33. Eine Anwohnerinitiative sucht nach einer Lösung für das Dilemma, dass zwar eine Spielstraße ausgewiesen ist, Autos dort aber dennoch viel zu schnell entlang huschen. In einem konstruktiven Dialog haben Vertreter der Anwohner gemeinsam mit den Fachämtern der Landeshauptstadt einen Vorschlag zur Umsetzung entwickelt. Der wurde bei der ersten Veranstaltung auch schon vorgestellt, aber die Anwesenden haben noch nicht abgestimmt. Das soll heute nachgeholt werden, berichte Christoph Meyer, Anwohner und SPD-Ortsbeirat. Geplant sind drei Flächen für Fahrradstellplätze die durch Kubikmeter-Quader abgegrenzt werden sollen. In einem Entwurf, der dem Neustadt-Geflüster vorliegt, sind Skizzen zu sehen. Die Beton-Kuben sollen mit Versatzstücken historischer Fundstücke verziert werden und sollen so mit den Gebäuden entlang der Straße „korrespondieren“.

Leider konnte bis zum jetzigen Moment keine Urheberrechtsfreigabe für die Entwürfe erreicht werden. Wer diese also sehen will, sollte heute Abend die Veranstaltung besuchen.

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17 Kommentare zu “Böhmische beruhigen – Teil 2

  1. sollte noch erwähnt werden dass das ganze um die 60.000 euro kosten würde… weil ja die stadt als auch der kiez mit dem geld nichts anderes machen könnte als die böhmische zu beruhigen…

    zumal die böhmische mit den parkplätzen vorher schon beruhigt gewesen war… aber die mussten ja unbedingt abgeschafft werden…

  2. Langsam spinnt die 33 wirklich !!! Was wollen die denn? Parken auf der Straße erlauben und Fahrradfahrern die Verkehrsregeln beibringen … Ich muss nicht in der Mitte der Straße fahren

  3. Ist das schon das, was die „Kritiker“ unter Gentrifizierung verstehen? Erst ziehen die™ da hin und jammern dann über die Zustände und werten die Straße auf?

    Peter

  4. Ich fahr dort gerne in der Mitte der Straße in der Hoffnung, die Autofahrer zu annähernder Einhaltung der Geschwindigkeit inspirieren zu können. Man wird aber eher über den Bordstein hinweg oder viel zu knapp überholt, selbst wenn man 15 km/h und damit doppelt so schnell wie erlaubt fährt…
    Und die Parkplätze mussten weg, weil die Gehwege zu schmal sind! Komm da mal mit nem Kinderwagen lang, wenn da Autos parken. Und nein, ich selber hab keinen Kinderwagen, musste mich aber oft genug an entgegenkommenden vorbei quetschen. Das gefällt dem geneigten Autofahrer auch nicht, wenn man halb auf der Motorhaube sitzt.

  5. Warum nicht einfach kleine Hügel in die Straße einbauen, damit die guten, guten Menschen bzw. deren auserwählter Nachwuchs dort ihre Ruhe haben? Ich würde die ja gern ob der schwarzen Tafel an der Wand verklagen, die nachts wie die Hölle Wärme abgibt und die eh schon schlecht entlüftete Neustadt künstlich aufheizt.
    Betonkuben, die ornamentiert mit der restlichen Bausubstanz korrespondieren – wenn ich das schon wieder höre…

  6. Mich als Anwohner der Böhmischen Str. nervt das Getue der 33 auch langsam an. Ich finde es schon etwas überheblich sich die Straße so nach seinen Wünschen gestalten zu wollen nur weil man als Einziges Haus (Aufgrund Neubau) über eine Tiefgarage verfügt und so den anderen Anwohnern das Leben schwer zu machen. Zumal ja mit der Neugestaltung des Lutherplatzes noch einmal die hälfte der Parkplätze wegfallen wird. Es wird echt die Hölle ab 15 Uhr Nachmittags – Statt 18 Uhr wie jetzt.
    Aber ein Haus hat zum Glück eine Tiefgarage! Ich frage mich auch merkwürdiger Weise mit welchem Haus solche entzückend grauen Betonkuben besonders gut “korrespondieren”? Es gibt glaube Ich nur ein graues Haus….und Ich hoffe nicht das noch jemand sich tatsächlich noch mehr Grau wünscht.

    Ich als Anwohner mit Kind und Kinderwagen und Auto wünsche mir wieder die Parkplätze zurück. Gegen Geschwindigkeitspoller oder ähnliches hätte Ich allerdings in der Tat nichts. Ich denke sobald bei einem der kommenden Hochwasser auch mal Tiefgarage der B33 unterwasser steht und nicht benutzbar ist, würde auch da ein Umdenken stattfinden.

  7. hier eine kurze wiedergabe zu den gestrigen aussagen:

    Parkplätze wohl nicht möglich (begründung kenne ich nicht)

    man wünscht fahrradbügel an 3 stellen
    -in höhe der 25
    -im eingangsbereich des spielplatzes (da ist doch aber ein tor zum zwecke der zufahrt?!)
    -im östlichen drittel der böhmischen

    die 3 stellen sollen durch blöcke gesichert werden, die gern auch aus naturstein sein dürfen, von denen die stadt wohl reichlich hat

    bis das alles umgesetzt ist, sollen maßnahmen zur kurzfristigen geschwindigkeitsreduzierung geprüft und umgesetzt werden

    dies wurde schriftlich festgehalten und teils durch anwesende unterschrieben und so der stadt übergeben.

    anwesend waren knapp 10 Anwohner sowie 3 vertreter der stadt.

    das thema parken war nur noch insofern ein thema (wohl im gegensatz zum letzten treffen), als dass man es wohl nicht will, damit es eine spielstraße wird. und es gäbe ja das neue parkhaus.

    ein gedanke meinerseits: warum gestattet man nicht anwohnerparken in den (dunklen) nachtstunden, zb 21-7? da spielt keiner draußen und durchfahrer sind langsamer unterwegs

  8. Ich bleibe dabei: die Böhmische beweist, dass „Spielstraßen“ nicht so gut funktionieren, wie man es gern hätte.

    Nochmal zur Einordnung: rechtlich hat diese Straße KEINE Gehwege, sondern ist eine Verkehrsfläche, die von allen genutzt werden kann. Die unterschiedliche Materialität ist nur gestalterischen Aspekten geschuldet.

    Und ja, genau dieses Verhalten der 33 würde ich als „Gentrifizierung“ einordnen. Oder Egoismus. Oder beides. Zumal der Lärm geschickterweise in einer Phase gemacht wird, in der untypisch viel Kfz-Verkehr durch die Straße will (aufgrund der Sperrungen um die Bautzner).

  9. – welches ‚dieses Verhalten der 33‘ genau ist gemeint?
    – wie genau steht ‚die 33‘ in direktem zusammenhang mit der verkehrsberuhigungsverordnung der böhmischen von 2003?
    – wenn du meinst, dass derzeit auf der böhmischen ‚untypisch viel KfZ-Verkehr ist, wieviel ist es sonst?
    – was genau ist dein vorschlag zum weiteren umgang mit dem status ‚verkehrsberuhigter bereich‘?

  10. ich habe folgendes verstanden:
    1) die straße ist zu schmal, um fussweg und fahrweg ordnungsgerecht als getrennte verkehrsflächen zu bauen
    2) deswegen ist von amts wegen ein verkehrsberuhigter bereich verordnet, der den kompletten straßenraum gleichwertig öffnet
    3) deswegen gilt automatisch das parkverbot (nebenbei bemerkt: was die straße doch auch ausserhalb der BRN hübsch macht, oder?)
    4) deswegen bemüht sich die anwohnerinitiative um maßnahmen zur geschwindigkeitsmoderation, weil in ungünstigen fällen viel freie autobürgergeschwindigkeit bei viel freiem straßenplatz zu ganz vielem schaden führen kann

  11. 1. insbesondere die Anwohner der 33 versuchen gegenwärtig, aus einem kleinen Problem ein großes zu machen. Vgl. div. andere Posts
    2. Mind. ein Anwohner der 33 saß damals im Ortsbeirat. Ob er da schon von seinem künftigen Wohnstandort wußte: keine Ahnung.
    3. Weniger.
    4. Vernünftige, (ortsbezogen und finanziell) angemessene Lösung herbeiführen.

  12. gleichwertig öffnen ist genau das richtige stichwort, somit also auch für die teils wenig geliebten vier-räder.
    warum nicht beides, fahrradbügel UND ein paar extra gekennzeichnete Stellplätze für anwohner (ich weiß jedoch nicht, ob die straßenbreite dagegen steht)? beide varianten stellen ein hindernis für raser dar und sind bezahlbar bei einrichtung und unterhalt.
    das thema parken kann nicht einfach vernachlässigt werden, erst recht nicht angesichts der pläne für den M-L-P.
    PKWs sind nun mal da und auch ein bestandteil der nutzung dieser straße.
    wie bereits angesprochen zeitlich eingeschränktes anwohnerparken: tagsüber spielen und nachts ein wenig des raumes für das parken der anwohner freigeben.
    das parkhaus ist nicht für alle eine option, denn 720!!! euro nur für parken pro jahr passt nicht in jedes budget.
    wer eine tiefgarage hat, soll sich freuen, aber bitte auch verständnis für die ohne haben und dies bei der lösung berücksichtigen.

  13. @e-haller: Von der b33 saß vor 2003 niemand im Ortsbeirat. Ich bin dort seit 2004 Mitglied. Von den Details der Planung der Böhmischen habe ich erst in einer Anwohnerversammlung der Stadt im Jahr 2007/2008 (vor Beginn der Bauarbeiten) erfahren. Zu dem Zeitpunkt gab es keine Entscheidungsmöglichkeiten mehr.
    Die Planung ist aus meiner Sicht eine Fehlplanung. Verkehrsberuhigte Bereiche müssen so gebaut werden, dass der Verkehr auch wirklich beruhigt wird. Darum geht es der Anwohnerinitiative, in welcher übrigens auch BewohnerInnen anderer Häuser mitwirken.
    Durch die insgesamt 14 Fahrradbügel an drei Stellen wird kein einziger Parkplatz vernichtet. Das hat die Stadt bereits durch die Art und Weise gemacht, wie sie die Straße gebaut hat. Allerdings muss man der Stadt zugute halten, dass sie Ersatz für die weggefallenen Parkmöglichkeiten geschaffen hat, indem sie den Anwohnerparkplatz hinter dem Spielplatz gekauft und hergerichtet hat.

  14. Hat schon jemand den Blitzer auf der Böhmischen gesehen?
    Der hat so sensible Technik, der blitzt sogar Fußgänger, die zu schnell unterwegs sind!
    ;-)

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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