Anzeige

Schramm Möbelmanufaktur

Neustadt-Kinotipps ab 15. Januar 2026

Schauburg, Bundesstart: Extrawurst

Extrawurst - in der Schauburg
Extrawurst – in der Schauburg

Heribert ist langjähriger Vorsitzender des Tennisclubs Lengenheide. Er und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias lassen über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen. Der hippe Werbetexter Torsten, von Berlin in die Provinz ausgewandert, haut noch einen flotten Spruch raus, damit die Versammlung ein schnelles Ende findet. Da schlägt seine Frau Melanie vor, für ihren Doppelpartner Erol, dem einzigen muslimischen Mitglied des Vereins, einen zweiten Grill zu kaufen, denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Die gut gemeinte Idee führt Satz für Satz zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, Gutmenschen und Hardliner frontal aufeinanderprallen. Schnell wird allen klar: Es geht hier um viel mehr als einen Grill.

Thalia, Bundesstart: Madame Kika

Madame Kika – im Thalia

Die hier verhandelte Biographie von Kika (Manon Clavel) beginnt an ihrem Arbeitsplatz, wo sie als Sachbearbeiterin auf dem Sozialamt in Brüssel versucht anderen zu helfen. Dienst nach Vorschrift ist ihr fremd. Sie betätigt sich bei einer Klientin auch mal als Möbelpackerin, um dem Gerichtsvollzieher eins auszuwischen. Kika ist verheiratet, hat eine Tochter und verliebt sich trotz alledem in David (Makita Samba), den netten Typen vom Fahrradladen, auch er weiß ein Danke und ein Bitte zu schätzen. Kurz flimmert Glück über die Leinwand. Davids plötzlicher Tod löscht es wieder aus. Kika droht der soziale Abstieg. Sie muss aus ihrer Wohnung raus. Noch weiß sie nicht, wie es weitergeht; soll sie ihren Job missbrauchen und sich Stütze erschleichen, soll sie, wie eine ihrer Klientinnen, getragene Slips im Internet verticken, soll sie Davids Kind abtreiben, oder tatsächlich Mutters tägliche Vorhaltungen für die Zuflucht auf ihrer Schlafcouch eintauschen? Kika wählt den derben Weg in die soziale Unabhängigkeit als allein erziehende Mutter. Sie schlüpft im Zweitjob, erschrocken erst, vorsichtig zupackend dann und zuletzt sich selbst behauptend, in die Rolle einer Domina: Madame Kika. Langsam nur lernt sie Respekt vor ihren neuen Klienten zu haben. Und langsam nur dämmert ihr, dass sie im Lindern und Zufügen von Schmerzen echt gut ist, sie beim Ertragen ihres eigenen Schmerzes über den Verlust von David jedoch noch ganz am Anfang steht.

Schauburg, Bundesstart: Silent Friend

Silent Friend – in der Schauburg

Die Geschichte spielt über mehrere Jahrzehnte hinweg an ein und demselben Ort, dem Botanischen Garten der Universitätsstadt Marburg in Deutschland. Dort versucht ein Neurowissenschaftler aus Hongkong (Tony Leung Chiu-wai) im Jahr 2020 mit Experimenten herauszufinden, ob ein alter Ginkgobaum Erinnerungen hat. Schon im Jahr 1972 hatte die Studentin Gundula (Marlene Burow) an dieser Uni ähnliche Ambitionen. Dabei lernte sie auch Hannes (Enzo Brumm) kennen und lieben. Als erste Studentin hat sich Grete (Luna Wedler) 1908 an der Universität eingeschrieben und widmet sich ebenfalls der Biologie. Die drei Geschichten sind dabei narrativ nur lose und vor allem durch den Ort verbunden, aber poetisch und emotional spielen sie sich viele Bälle zu. Der titelgebende Silent Friend, der über hundert Jahre alt Baum, ist Dreh- und Angelpunkt der einzelnen Geschichten.

Auch wenn man sie auf emotionaler Ebene als Einheit sehen kann, unterscheiden sich die Geschichten optisch stark voneinander. Die Geschichte aus der Gegenwart ist digital aufgenommen, die 70er wurden auf 16mm eingefangen und die Geschichte vom Anfang des Jahrhunderts wurde auf monochromem 32mm-Film gedreht.

Anzeige

Riku Rajamaa am 21. Februar in der Groovestation Dresden

Anzeige

Villandry

Anzeige

Blitzumzug

Anzeige

Queenz of Piano am 1. Oktober 2026 im Parkhotel Dresden

Anzeige

 Eisfabrik am 13. Februar in der Reithalle

Anzeige

Jakob Schwerdtfeger

Anzeige

Zeitlos

Anzeige

Mondmühle

Anzeige

Blaue Fabrik

Anzeige

tranquillo

Anzeige

Societaetstheater

Anzeige

Alternatives Akustikkollektiv

Anzeige

Wizo im Stromwerk

Thalia, Bundesstart: Palliativstation

Palliativstation – im Thalia

Wie begegnen Menschen dem eigenen Tod? Und wie kann man schwerstkranken Patienten helfen, der verbleibenden Zeit so viel Lebensqualität wie möglich zu geben? Der Film begleitet den Alltag auf der Palliativstation des Franziskus-Krankenhauses Berlin über mehrere Wochen, um diesen Fragen nachzugehen. Nicht um jeden Preis dem Leben mehr Zeit, sondern der verbleibenden Zeit mehr Leben zu geben – das ist ein Grundsatz der Palliativmedizin. Die Lebensqualität des Patienten und sein subjektives Wohlbefinden stehen im Vordergrund. An die Stelle der kurativen Therapie treten die Symptomkontrolle und die Behandlung von psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen.
In langen Einstellungen beobachtet der Film die Gespräche und Begegnungen der Ärzte, Pfleger und Therapeuten mit den Patienten und ihren Angehörigen. Die Behandler sehen sich dabei mit komplexen medizinischen, ethischen, psychologischen und juristischen Fragen konfrontiert, auf die es letzten Endes immer nur individuelle Antworten geben kann – denn jeder Mensch muss seinen eigenen Umgang mit dem Sterben finden.

Schauburg, Bundesstart: Smalltown Girl

Smalltown Girl – in der Schauburg

Schneiderin Nore (Dana Herfurth) lebt nach dem Prinzip grenzenloser Autonomie. Obwohl sie in einer Kleinstadt lebt, ist sie entschlossen, ihren eigenen kompromisslosen Weg zu gehen. Sie trinkt, feiert und bestimmt selbst, wann, wo und mit wem sie das nächste Mal im Bett landet. Als Nore in ihrer Stammbar auf Jonna (Luna Jordan), eine ehemalige Mitschülerin trifft, verstehen sich die beiden sofort und Nore, eh auf Wohnungssuche, zieht spontan bei Jonna ein. Jonna wird zur unmittelbaren Zeugin von Nores chaotischem Dasein, ihren Exzessen. Sex ist für Nore eine reine Transaktion, die körperlichen Begegnungen entemotionalisierte, rein mechanische Akte. Gerade wenn es ihr zu viel wird, so Nores kühle Logik, muss sie einfach „“weitermachen““. Die Haltung, dass Sex ein gefühlloses Tauschgeschäft ist, klammert den Schmerz aus ihrer Realität aus, doch die oberflächliche Unabhängigkeit ist trügerisch. Nores Prinzessinnen-Aufmachung, die oft benutzte Kombination von schrägem Tüllkleid und Krönchen, kontrastiert scharf mit Spuren von Misshandlungen, die Jonna an ihrer Freundin entdeckt. Für Nore ist der konstante Sex kein Vergnügen, sondern ein Fluchtmechanismus, der Versuch, ein seelisches Trauma abzuschütteln.

Thalia: Yi Yi – A One and a Two

Yi Yi – A One and a Two – im Thalia

Das Porträt einer Mittelklassefamilie in Taipeh. Ein Mann in den Vierzigern, seine Tochter im Teenageralter und sein achtjähriger Sohn leben zwischen Bedauern, Hoffnungen und Ernüchterung. »Yi Yi« von Edward Yang, gedreht in Taiwan und Japan, ist ein Meisterwerk des Weltkinos, das ein Panorama des menschlichen Lebens anhand einer taiwanischen Familie zur Jahrtausendwende mit großer Einfühlsamkeit und einem Hauch von Melancholie in herausragend komponierten Bildern eröffnet. Ein Film, wie ein erkennender und zarter Blick in den Spiegel.

„YI YI“ wurde von der New York Times in die Liste der 100 besten Filme des 21. Jahrhunderts aufgenommen und nahm bei einer 2010 gestarteten Umfrage von Film Comment zu den wichtigsten Filmen der Dekade Platz 3 ein. Im Thalia im Original mit Untertiteln.

Anzeige

Kieferorthopädie Dr. Manuela Beltz

Anzeige

Mondmühle

Anzeige

Queenz of Piano am 1. Oktober 2026 im Parkhotel Dresden

Anzeige

Jakob Schwerdtfeger

Anzeige

 Eisfabrik am 13. Februar in der Reithalle

Anzeige

Kieferorthopädie

Schauburg, Bundesstart: 28 Years Later: The Bone Temple

28 Years Later: The Bone Temple – in der Schauburg

In der Fortsetzung dieser Geschichte findet sich Dr. Kelson in einer schockierenden neuen Beziehung wieder und diese bringt Konsequenzen mit sich, welche die bekannte Welt nachhaltig verändern könnten. Spikes Begegnung mit Jimmy Crystal entpuppt sich wiederum als wahrgewordener Albtraum, dem er nicht entkommen kann. Hier sind die Infizierten nicht mehr die größte Bedrohung, die Grausamkeit der Überlebenden kann noch viel seltsamer und schrecklicher sein.

Neustadt-Kinotipps ab 15. Januar: Freikarten

  • Das Neustadt-Geflüster verlost diese Woche jeweils zwei Freikarten für das Thalia und die Schauburg für die laufende Kinowoche, also bis Mittwoch. Bitte in dem Ergänzungsfeld den entsprechenden Film und das Filmtheater angeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Verlosung findet Sonntagabend statt.
  • Alle Dresdner Kinos und Filme unter www.kinokalender.com

3 Kommentare

  1. Ich würde mich sehr über Karten für den Bundesstart: 28 Years Later: The Bone Temple in der Schauburg freuen.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert