B. R. eng

Bagger statt Bühne - die Fläche fehlt zur BRN-Feier
Bagger statt Bühne – die Fläche fehlt zur BRN-Feier
Am 13. Juni beginnen die diesjährigen Geburtstagsfeierlichkeiten der Bunten Republik Neustadt (BRN). Am Montag verkündeten die Sicherheits- und Ordnungsverantwortlichen der benachbarten Gemeinde Dresden im Ortsbeirat Neustadt ihre Erkenntnisse. Amtsleiter Ordnungsamt Ralf Lübs berichtete, dass bis zum Stichtag 30. April insgesamt 275 Anträge von potenziellen Standbetreibern eingegangen sind. Das entspricht in etwa der Zahl im vergangenen Jahr. Allerdings wird die BRN in diesem Jahr auf verringerter Fläche gefeiert.

Denn der Parkplatz neben der Scheune wird derzeit umgegraben, eine Turnhalle soll entstehen. Die legendäre Aluna-Bühne findet in Kleinausgabe im Hof der Groovestation statt. Außerdem entfällt die Fläche neben dem Max auf der Louisenstraße. Dort ist ein Spielplatz entstanden, die Eröffnung des „Louisengrün“ steht unmittelbar bevor.

Es wird also B. R. eng. Schon im vergangenen Jahr musste die Polizei am Sonnabend zeitweise die Zugänge zum Festgelände sperren. Das berichtete am Montag Revierleiter Thomas Wurche. Dabei wurden vorübergehend die am stärksten frequentierten Zugänge am Albertplatz und der Louisenstraße gesperrt, den Besuchern wurden aber Alternativen genannt. Ähnlich könnte es auch in diesem Jahr laufen. An den Eingängen wird die Polizei auch wieder auf das Glasflaschenverbot achten.

Auf die Engstellen angesprochen und die Pläne der BRN-Lustgarten-Betreiber und der Aluna-Leute, 2015 auf den Russensportplatz zu ziehen, äußerte sich Lübs ausweichend. Da ihm diese Pläne noch nicht vorliegen, könne er dazu nichts sagen. Generell sei er aber gegen eine Ausweitung des Festgebietes. Auf der besonders engen Alaunstraße sollen wohl weniger Stände als im Vorjahr genehmigt werden.

Lübs verkündet übrigens wie auch schon im Vorjahr, dass Sünder es in diesem Jahr schwer haben, wieder eine Genehmigung zu bekommen. Im vergangenen Jahr habe man 35 Bußgeldbescheide ausgegeben, davon der größte Teil wegen Ruhestörung. Den zu Nachtzeiten wohl lautesten Stand an der Alaun-/Ecke Sebnitzer Straße wird in diesem Jahr nicht geben. Stattdessen organisieren die Treberhilfe und der Förderverein des Panama an der Ecke eine Bühne.


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  • Die Schwafelrunde will in diesem Jahr ein gedrucktes Programmheft herausgeben. Veranstalter werden gebeten, Ihre Terminpläne bis zum 23. Mai an die redaktion@brn-schwafelrunde.de zu senden.
  • Weitere Infos zu den BRN-Feierlichkeiten unter: www.neustadt-ticker.de/brn

19 Kommentare zu “B. R. eng

  1. Entweder ganz abschaffen oder zumindest n Bierwagen und Konservenmuggeverbot anstreben.
    Unter den Bedingungen der letzten Jahre isses einfach nur noch peinlich.
    Niveaulose Sauffeste ohne jeden Anspruch (außer sich von Dörflern beglotzen zu lassen???) findet man auch wo anders.
    Danke BRN, war schön mit Dir (Bis vor 6 Jahren vielleicht)…

  2. Doch leider, bevor in „Ruhe“ gefeiert werden kann, gilt es noch einmal in die Hände zu spucken um am 7.Juni 2014 dem Neonazigesindel in der Stadt die Stirn zu bieten!
    Die Neonazis planen an dem Tag in großer Anzahl in Dresden einzufallen, mit dem Versuch, nach ihrem regelmäßigen Scheitern im Februar, noch ein weiteres Nazi-Event zu etablieren. Da man zu dem Zweck dieses eigentlich norddeutsche Nazi-Event extra nach Dresden verlegt hat, die Mobilisierung der Nazis doch sehr stark angelaufen ist, muss wohl auch von einer größeren Teilnehmerzahl seitens dieses Rassistengesindels ausgegangen werden.
    Das muss unbedingt verhindert werden! Der jährlich stattfindende sogenannte „Tag der deutschen Zukunft“, darf keine Zukunft haben!

    Weitere Infos:
    http://www.no-TddZ.org
    http://www.facebook.de/notddzdd

    Naziaufmärsche blockieren und zum Desaster machen!

    No Pasaran!

  3. Oder ihr meldet selber vor eurem Haus an und tut etwas gegen Bierwagen und Konservenmusik. Nicht nur meckern auch handeln.

  4. Jenny,das ist nicht ganz so einfach möglich, hast du nämlich Gewerbe im Haus, müssen diese erst zustimmen, was oft nicht der Fall ist, weil die Ladenbetreiber den Reibach machen wollen.
    Als langjähriger Anwohner nervt die ganze Konsumscheiße insgesamt einfach nur noch, Lärm,Müll und Menschenmassen kaum noch zu ertragen.

  5. keine ahnung, was konservenmusik sein soll. aber da ist wohl mal wieder toleranz gefragt, auch wenn das wort einigen fremd ist. ansonsten kann ich mich nur anschließen, reines sauf-festival geworden, und wenns mal paar nette ecken gibt, sind die aufgrund von massenauflauf nicht mehr anzusteuern. schade.

    und was die nächste schlägerei angeht – HuKs lieblingsthema – wäre ich dafür, die nazis in ein tagebauloch zu schicken. dort kann das genauso asoziale krawallpack von der anderen seite mit rein, zu das loch, und ruhe ist. DAS wäre mal ne wünschenswerte ruhe, nicht nur vor der BRN, sondern zu jeder zeit.

  6. Konservenmusik, die: Schallplatten-,Tonbandmusik. Schallplattenmusik verhält sich zur Musikaufführung wie Konservengemüse zu Frischgemüse. Im Sinne von »Grammophonmusik« entstanden im Ersten Weltkrieg bei den Soldaten, die zur Vertreibung der Langeweile sich Grammophone in den Schützengraben holten; der Ausdruck stand damals im Gegensatz zu Konzerten der Militärkapellen. Vgl. engl. »cannedmusic«.
    Und wenn wir die Faschisten nicht in ihre Schranken weisen, können wir uns demnext vllt. mit MP3-Playern die Zeit zischen den Bombenfällen versüßen…Spätestens da hört dann vllt. die „Toleranz“ auf, die doch sowieso nur ein ein Euphemismus für „interessiert mich nicht“, „geht mich nichts an“ ist. Zumindest in diesem Zusammenhang. Es ist leider auch oftgenug der Fall, das die Leute, die am meisten für gesellschaftliche Mißstände sorgen, bei leisester Gegenrede um Toleranz bitten, eher einfordern!
    Und was die Gleichsetzung rechter und linker Gewalt angeht, hatten wir hier ja schon mal einen (offen gebliebenen) Meinungsaustausch.
    (Übrigens ist heute der 8.Mai, spielt ja in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle, also, с днем победы
    спосибо, thanks, merci…)

  7. Schade, dass es den Parkplatz neben der Scheune nicht mehr gibt. Da konnte man immer so schön für Lau parken.

  8. @Seldon: Nur analog gespeicherte Musik ist also Konservenmusik, in digital gespeicherter Form ist sie es nicht. Na schön, haben wir das auch geklärt. Sowas kommt eben dabei raus, wenn man versucht, das 21. Jahrhundert mit dem Weltbild vom 19. / Anfang 20. Jahrhundert zu erfassen.

    Und dass Du Toleranz mit Desinteresse gleichsetzt, auch dazu braucht es keine nähere Betrachtung, um das als Unsinn zu entlarven. Und selbst wenn es Desinteresse wäre: Jemand, der Musik mag, die ich schrecklich finde, würde mein Desinteresse dennoch vorziehen (=ich lasse ihn hören), denn die Konsequenz von nicht vorhandenem Desinteresse (ich mache seinen Lärmgegenstand kaputt) wäre sicher unangenehmer. Ganz zu schweigen davon, welche Implikationen diese Geisteshaltung auf politische Themen hat – aber das hatten wir ja schon entlarvt, insofern schliesst sich nur mal wieder Kreis der linken Pseudo-Demokratie und Pseudo-Toleranz.

  9. Hallo nurmalso, schön, dass Du Dich noch meldest.
    1. Das die Herkunft des Begriffs auf die Grammophon-Musik des beginnenden 20.Jh. zurückgeführt wird, schließt ja nicht aus, davon etwas zu abstrahieren auf „aufgezeichnet“, damit ist’s auch passend für das 21.Jh. Die Worte analog bzw. digital tauchen ja auch nicht auf. Sowas kommt dabei raus, wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, will sagen, die allgemeinen Zusammenhänge vor lauter Einzelfällen vergisst.
    2. Setze ich lediglich „in diesem Zusammenhang“ (nämlich dem von H+K eingeführten „Faschisten“) Toleranz mit Desinteresse gleich. Aber möglicherweise hab‘ ich meinen Beitrag zu anspruchsv… mißverständlich formuliert.
    Und was genau hast Du nochmal „entlarvt“?
    4. Gibt es zwischen „erdulden“ und „zerstören“ für Dich keine anderen Möglichkeiten?

    Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang nochmal den Begriff Toleranz klären: „Duldsamkeit, allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.“ sagt wiki. Dabei geht es in erster Linie um den Schutz von Minderheiten. Deutliche Grenzen werden gesellschaftlich gezogen, wo die Tolerierung ds. zu Gefährdung anderer gesellschaftlicher Gruppen führt. Die Minderheit der Pädophilen bspw. wird, zumindest was die entsprechenden Handlungsweisen angeht, sehr strikt begrenzt. Im gesellschaftlichen Miteinander ist Toleranz sicher richtig und wichtig, aber nicht auf Kosten anderer. Da muß die Gesellschaft sicher immer abwägen: wessen Interessen sind wie zu bewerten und zu gewichten, was wären mögliche Kompromisse usw usf
    Straßenbeschallung zur BRN ist (für mich) allerdings in der Tat von untergeordnetem Interesse.

  10. @Seldon: also Du warst es ja, der den Begriff ‚Konservenmusik‘ ausschließlich auf analog aufgezeichnete Aufnahmen bezog – auch wenn Du es wie immer nur durch Zitate sagst (Furcht vor Widerspruch?). Da heutzutage das meiste digital aufgezeichnet und wiedergegeben wird, gehören wohl die da mit rein. Auch wenn das noch längst nicht erklärt, welche Musikrichtung nun eigentlich Konservenmusik sein soll, denn man kann ja kaum erwarten, dass sich jeder ne Band vor die Haustür stellt, aber lassen wir das.

    Hinsichtlich Toleranz geht es mir nur darum, dass hier wieder mal einzelne für sich gern herausnehmen wollen, festlegen zu können, welche Musik die Leute auf der BRN hören sollten (alles außer Konservenmusik), und welche nicht (der Rest). Das ist nicht nur an Anmaßung und Arroganz nicht mehr zu übertreffen, sondern entlarvt diktatorische Geisteshaltung. Und aus welcher Ecke kommt sie wieder – na, wir haben es ja schon geahnt, aus dem linken Abseits.

    Entlarvt ist mal wieder das oberlehrerhafte linke Verhalten, dem keine Substanz folgt. Toleranz gefordert und gepredigt, aber selbst nicht zu 1cm Toleranz bereit, egal, worum es geht, man landet bei den Linken immer irgenwie wieder in diktatorischen Bildern. Aber natürlich siehst Du das nicht, aber auch das hatten wir ja schon, kritische Selbstreflexion Fehlanzeige, wie zu erwarten. Na dann, Mahlzeit!

  11. @nurmalso
    Rede ruhig weiter lächerlichen grotesken Unsinn! Super, es liest sich, als wenn du einmal Praktikant bei der Bildzeitung gewesen bist, selbiges Niveau ist jedenfalls erreicht. Gute Besserung! ;)

  12. Hallo nurmalso:
    Die Definition hab‘ ich eher als Scherz heraus gesucht (auch wenn die „Pointe“ mit den WK-Soldaten natürlich als Übergang zu dem Fascho-Thema willkommen war). Mir war nicht klar, das der Begriff so unverbreitet und konfliktträchtig ist. Und Furcht vor Widerspruch hab‘ ich nicht, sonst würd‘ ich ja nicht mit Dir und anderen diskutieren. Als alter historischer und dialektischer Materialist sind mir Widersprüche als Antrieb der gesellschaftlichen Entwicklung im Gegenteil sehr willkommen. (Einheit und Kampf der Widersprüche)
    Das wir zum Schluß nicht so sehr über Toleranz gg. Musik geredet haben, ist Dir aber schon aufgefallen, oder?
    „Bei Linken landet man in diktatorischen Bilder“ Ah….ja…??

  13. @Seldon: Eine Pointe als Übergang zum Fascho-Thema? Ob das so geeignet ist…

    Widersprüche als Antrieb gesellschaftlicher Entwicklung – da sind wir uns ausnahmsweise mal einig. Das heisst aber auch, einem selbst unsympathische politische Meinungen zu akzeptieren (tolerieren?), da sich auch aus dem Spannungsfeld (und vermutlich nur aus diesem) Weiterentwicklung ergibt. Ewig im gleichen Saft kochen bringt keinen Fortschritt. Also nicht sicher, wie weit die Einigkeit reicht…

    @HuK: Bei Formulierungen wie „als wenn“ stellen sich eher Fragen nach Deiner Bildung. Aber da Du ja sowieso keine inhaltlichen Gegenargumente aufstellen kannst, sondern nur Beleidigungen, ist es eh sinnfrei, darauf näher einzugehen. Viel Spaß an der Sonne ;).

  14. Hallo nurmalso, naja, es geht ja eher um objektive Widersprüche und nicht Meinungen, bspw. Leben als Widerspruch von Wachsen und Vergehen, der „Kampf“ von Kraft und Gegenkraft in der Physik oder gesellschaftliche Widersprüche, die die Gesellschaft formen nud verändern, wie der zwischen Kapital nd Arbeit… lies am Besten mal den verlinkten Text. Nicht divergierende Meinungen sondern objektive Interessen und deren Durchsetzung bestimmen gesellschaftliche Entwicklungen. Dabei wird natürlich auch gestriiten, werden Meinungen vertreten, verteidigt, bekämpft, stehen (eigene) Meinungen u.U. im Widerspruch zu (eigenen) Interessen usw, usf, aber das führt etwas zu weit weg…Toleranz ist grundsätzlich ne gute Sache, stimmt ja, aber das heißt nicht, unrefletiertes Gewährenlassen! Nicht bei lauten Nachbarn und schon gar nicht bei Faschisten, denn deren Toleranz geht gegen Null.

  15. Da kann ich Dir mal uneingeschränkt zustimmen. Man muss allerdings hinzufügen, dass eben auch von links häufig intolerante Töne kommen (genauso wie von vermutlich vielen anderen gesellschaftlichen Strömungen auch), was genausowenig akzeptabel ist. Denn wenn die einen Intoleranten die anderen Intoleranten durch Intoleranz umerziehen wollen… da passt irgendwas nicht. Es ist letztlich scheinheilig und verlogen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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