Am kommenden Montag, 2. Februar, wird der öffentliche Personennahverkehr in ganz Deutschland bestreikt. Busse und Bahnen bleiben größtenteils den ganzen Tag über stehen. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Ziel ist es, bessere Arbeitsbedingungen und teilweise höhere Gehälter für Zehntausende Beschäftigte durchzusetzen. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen ab.

In Sachsen sind vor allem die Verkehrsunternehmen in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Zwickau betroffen. Es ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.
DVB: Alles Straßenbahnlinien fahren nicht
Wie die Dresdner Verkehrsbetriebe auf ihrer Website mitteilen, sei mit massiven Fahrausfällen am Montag, den 2. Februar 2026, ab ca. 3 Uhr, bis einschließlich Dienstag, den 3. Februar 2026, ca. 3 Uhr, zu rechnen. Am Dienstag sollen die Fahrzeuge mit Betriebsbeginn wieder planmäßig fahren.
Folgen des Streikaufrufs:
Die DVB weisen darauf hin, dass die Elbfähren, Regionalbusse sowie Regional- und S-Bahnen fahren. Ob ein Bus fährt, kann man in der APP DVB mobil oder auf dvb.de nachsehen.
Begründung von ver.di
Die Gewerkschaft ver.di fordert vor allem Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im kommunalen ÖPNV. Dazu zählen kürzere Wochenarbeitszeiten und Schichtzeiten sowie längere Ruhezeiten. Zudem verlangt die Gewerkschaft höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn sind zusätzlich höhere Löhne und Gehälter Gegenstand der Gespräche.
Von den geplanten Streiks sind fast 100.000 Beschäftigte betroffen. Sie arbeiten in rund 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben der Landkreise sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.
Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle verwies auf die hohe Belastung der Beschäftigten durch ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und Zeitdruck. Nach ihren Angaben brauche es rasch Verbesserungen, um die Fluktuation zu senken und Fachkräfte für den öffentlichen Nahverkehr zu gewinnen. In den bisherigen Verhandlungen hätten die Arbeitgeber jedoch kaum Zugeständnisse gemacht. Teilweise seien sogar zusätzliche Belastungen vorgesehen, etwa durch längere Schichten oder den Wegfall von Krankengeldzuschüssen.





















