Russensportplatz gehört nun der Stadt Dresden

Russensportplatz - Foto: Archiv 2011
Russensportplatz - Foto: Archiv 2011
Wie die Stadtverwaltung heute mitteilt, wurde heute der „Russensportplatz“ vom Freistaat Sachsen an die Stadt Dresden übergeben. Die Fläche umfasst ca. 14.400 Quadratmeter. Das ist ungefähr ein Drittel des Flurstücks 2865/1, damit ist der von den Grünen befürchtete Kuhhandel wahr geworden (Neustadt-Geflüster vom 27. Februar 2013).

Die Stadtverwaltung sieht aber mit dem Erwerb nun den „Stadtratsbeschluss zur geplanten Westerweiterung des Alaunparkes“ aus dem Jahr 2011 erfüllt. Nun soll ein Planungsbüro beauftragt werden. Mit Bürgerbeteiligung soll die künftige Parkgestaltung diskutiert werden. Parallel dazu sollen die Ausschreibungen der ersten Maßnahmen zur Vorbereitung der Erweiterung erfolgen. Bis zum Ende diesen Jahres soll die Fläche durch das Umweltamt von den Altlasten und Schuttablagerungen befreit werden. Außerdem muss eine Entsiegelung vorgenommen und neuer Boden aufgetragen werden.

Im Kaufvertrag mit dem Freistaat Sachsen hat die Stadt zudem verschiedene Pflichten übernommen, die den „Russensportplatz“ sicher von dem behördlich genutzten Standort an der Königsbrücker Straße abgrenzen sollen. Hierzu zählen die Umsetzung des Zaunes und die Errichtung einer Zufahrt, die später aber auch als Zugang zum Park dienen wird. Außerdem muss im Rahmen weiterer Untersuchungen ausgeschlossen werden, dass sich im Boden noch alte Munition befindet. Die Stadt hat für diese Maßnahmen insgesamt 400 000 Euro im Haushalt eingeplant.

Da die Flächen wegen der fehlenden Verkehrssicherheit und der Altlasten derzeit nicht gefahrlos nutzbar sind, bleibt der „Russensportplatz“ zunächst weiter eingezäunt, so dass eine sofortige Nutzung des Platzes durch die Öffentlichkeit noch nicht möglich ist. Voraussichtlich im Frühjahr 2014 kann der „Russensportplatz“ als Fläche zur Nutzung freigegeben werden.

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19 Kommentare zu “Russensportplatz gehört nun der Stadt Dresden

  1. Naja, wenn der ’neue Teil‘ des Parks genauso verdreckt wird wie der Rest, dann hätten Sie das Geld lieber mal in Ordnungshüter investiert, die endlich mal Geldstrafen an die Leute verteilen, die meinen Ihren ganzen Müll mitten auf der Wiese liegen zu lassen. Im Moment funktioniert es ja – denen passiert nichts und irgendwann wird es ja weg geräumt :( Das ist so schlimm geworden – ich finde das so schade!!! Es tut mir leid, das ich wieder mit diesem Thema angefangen habe aber ich kann es einfach nicht mehr sehen…

  2. Da ich ja schon lange nicht mehr in der Gegend war und nicht genau weiß ob die Kita da noch ist, könnte man einen ausbau dieser Einrichtung in betracht ziehen. Den Rest des Grundstückes dann weiter zur Öffentlichen Nutzung des Alaunparkes gestalten. Wäre zumindest mal so meine Meinung.

  3. @die Micha: Herrlich, wie unterschiedlich die Empfindungen so sind. Heute erreichte mich eine Mail, in der sich beschwert wurde, dass zu viele Ordnungshüter unterwegs sind und dass die Stadt offenbar nur abkassieren will.

  4. habe nun auch täglich die Ordnungshüter im gut gefüllten Park gesehen. Mir war allerdings unklar weshalb die ständig Personalien aufnahmen.

    Wenns es wegen Konsum von Grünzeug gewesen wäre fände ich es schon überzogen, die Müllliegenlasser & Hundekackeliegenlasser können meinetwegen aber gern zur Kasse gebeten werden.

  5. Kann „die Micha“ nur zustimmen (sorry für das furchtbare Deutsch). Heut morgen durch den Alaunpark gefahren, und was einem da entgegen springt, ist einfach nur ein Trauerspiel. Da haben wir so nen schönen Park vor der Haustür, der Frühling ist endlich da – und dann verdrecken das irgendwelche Idioten mit ihrem Müll. Das ist wirklich ne Unverschämtheit. Keine Ahnung, welche Gehirnwindungen da fehlen müssen, damit man das macht.

    Gleichzeitig glaub ich nicht, dass mehr Ordnungshüter das Problem lösen würden. Präsenz zeigen könnte jedenfalls nicht schaden.

  6. @myself: „die Müllliegenlasser & Hundekackeliegenlasser können meinetwegen aber gern zur Kasse gebeten werden“ … Dafür braucht man dann Beobachter (am Besten 2 wegen der Zeugenaussage), die jeden Müll-Hinwerfer solange beobachten, bis er sich vom Ort des Geschehens entfernt und den Müll liegen lässt. … Wenn einfach nur jemand aufsteht und neben sich einen Müllhaufen hinterlässt, kann man ihn doch nicht belangen, der Müll könnte ja auch von jemand anderem stammen. Wenn er den Müll hinwirft, kann man ihn nicht belangen, weil er ja dann arrgumentieren könnte, er nimmt ihn mit, wenn er weggeht.

    Eine solche Überwachung kann ich mir nur schwer vorstellen.

    Diese Forderung nach Geldstrafen und Ordnungshütern greift meines Erachtens zu kurz. Übrigens steht seit Neuestem auch am Nord-Ost-Ausgang (Kita) auch eine große 1.100-Liter-Tonne.

  7. @Müllproblem: Mich kotzt das auch an, und deshalb gehe ich gar nicht mehr in den Alaunpark.
    Analog zur Gewalt,- und Pyroproblematik im Fußball muss ein Selbstreinigungsprozess (passt ja in diesem Fall) unter den Erholungssuchenden in Gang gebracht werden. Eine erhöht Präsenz von Ordnungshütern mag ja einen winzigen Bruchteil der Parkbesucher zur Mitnahme ihres Mülles bewegen. Die tun das dann aber nicht aus Überzeugung, sondern eher, weil sie keinen Ärger haben wollen. Und, was wollen die Ordnungskräfte schon groß tun? da hat Anton schon recht.
    Das Müllproblem an sich, können nur die Leute selbst lösen, indem Missetäter direkt angesprochen werden und man als solcher geächtet wird (z.B. durch laute Buuuh-Rufe..haha). Ich denke, es müssen ein paar kreative Aktionen her, die das Thema aufgreifen. Da ich nicht kreativ bin, müssen das aber Andere machen.

  8. Als Stadt würde ich den Park gar nicht mehr räumen. Sollen die Leute doch in ihrem eigenen Dreck ersticken.

  9. @ Musiker/ Anton: Erschwerend hinzu kommt irgendwann die Dunkelheit – wo man die Verursachung garnicht mehr sieht (und auch nicht ausbuuuhen kann).

  10. Ja gut, der Vorschlag mit den Ordnungshütern ist wohl etwas zu kurz gedacht aber irgendeine Lösung muss sich doch finden. Ich wohne direkt neben dem Park und muss das Trauerspiel jeden Morgen ertragen. Ich habe aber auch ehrlich gesagt seit letztem Jahr keine Lust mehr mich in den Park zu setzten (auch wenn ich aus der Haustüre direkt in den Prak stolpere). Da verbringe ich die Zeit stattdessen lieber auf meinem kleinen und leider schattigen Balkon als es mir in der Müllhalde ‚gemütlich zu machen‘. Ich kenne auch viele Leute, die direkt am Park wohnen und ihn gar nicht mehr nutzen… Selbst die Hunde sind weniger geworden, da viele Besitzter Angst haben, dass die Vierbeiner irgendwelchen Müll fressen oder in Glasscherben treten. Das erschreckenste finde ich jedoch, dass die Leute am nächsten Tag wieder kommen und sich wieder zwischen den Müll setzten um zu grillen. Was kann man denn da noch machen um sie eines besseren zu belehren? Die Mülltonnen stehen ja nun zur Verfügung werden aber trotzdem nicht angenommen :(

  11. „…Selbst die Hunde sind weniger geworden, da viele Besitzter Angst haben, dass die Vierbeiner irgendwelchen Müll fressen oder in Glasscherben treten…“

    na dann hat der Müll wenigstens ein was positives!
    :D

  12. Naja, das macht mich gerade nachdenklich. Die Hunde dürfen wegen des Drecks nicht mehr in den Park aber die Leute scheint das nicht zu stören. Die setzten sich am nächsten Tag einfach wieder schön zwischen den Müll… Bäh…

  13. … also ich weiß ja nicht, aber war das letztes Jahr auch so schlimm? Hab das gar nicht auf dem Schirm.

  14. Beim Namen Russensportplatz fehlen aber die Anführunsstriche.Es müsste also heißen „Russensportplatz“,denn Russen kann ich darauf,auch bei besten meteorologischen Sichtverhältnissen,nicht sehen.Oder verfügt der Autor über besondere Fähigkeiten,welche es ermöglichen,Russen dort zu sehen,wo sie gar nicht sind ?

  15. Ich hoffe die Stadt kriegt die Prakgestaltung besser hin als am Bischofsplatz.

    Und was den Müll angeht, ich geh auch seit 2 Jahren nicht mehr in den Alaunpark…ich bin auch dafür dort weniger aufzuräumen, damit die Leute mal merken wieviel Zeug da zurückbleibt. Is echt krass was sich da Morgens an Müllsäcken stapelt.

    Oder man sperrt jeden Morgen einen gleichgroßen Teil wie Müll gefunden wurde ab, so das die Fläche immer kleiner wird: dazu ein Schild, soviel Platz hätte Euer Müll eingenommen wenn Wir (die Stadtreinigung) ihn nicht weggeräumt hätte.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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