Anzeige

Canaletto-Gin der Dresdner Spirituosen Manufaktur

Ein kleines (Musik-) Stück Lateinamerika

30 Grad. Selbst um 19 Uhr ist die flir­rende Hitze noch deut­lich spür­bar und die Luft in der Früh­lingstraße, wel­che heute wohl eher „Som­mer­straße“ hei­ßen sollte, scheint förm­lich zu stehen.

Die Band
Die Band – Foto: Ju­lius Georgi

Trotz­dem hat sich vor dem äs­the­ti­schen Le­bens­mit­tel­la­den Ecke Nord be­reits eine rie­sige Men­schen­traube ver­sam­melt. Der Grund? Ein Open-Air Kon­zert der Salsa-Band Mambo Manifesto.

Die laute und fröh­li­che Mu­sik lockt im­mer mehr Neu­gie­rige an und schon bald ist die Band von ei­nem gro­ßen Men­schen­knäuel um­ge­ben. Man­che der Um­ste­hen­den ha­ben vom Schwimm­bad nasse Haare, an­dere kom­men di­rekt von der Ar­beit und den­noch ha­ben sie eins alle ge­mein­sam: Die Liebe zur Salsa-Musik.

Bunte Mischung verschiedener Nationalitäten

Ge­grün­det wurde die Band 2018 vom Sän­ger Isaac Ja­cobo und dem Per­cus­sio­nis­ten Jörg Rit­ter – auf der Su­che nach wei­te­ren Band­mit­glie­dern ist eine bunte Mi­schung aus Na­tio­nen ent­stan­den. So kom­men die an­de­ren Musiker*innen, die fast alle haupt­be­ruf­lich Mu­sik ma­chen, aus Me­xiko, Ve­ne­zuela, Bra­si­lien, Ko­rea und Deutschland.

An­zeige

Neustadt-Geflüster Stellenanzeigen

An­zeige

Die Sterne im Konzert

An­zeige

Aussitzen Deluxe 2.0

An­zeige

Palais-Sommer

An­zeige

Sachsen-Ticket

An­zeige

Tranquillo Sommer Sale

An­zeige

Wiedereröffnet: Villandry Dresden

An­zeige

Populi Fair Fashion Onlineshop

Sie spie­len be­vor­zugt Sal­sa­hits der 70er Jahre, wo­bei ihre Vor­bil­der Musiker*innen der da­ma­li­gen New Yor­ker Szene sind. Ihre Mu­sik be­zeich­net Mambo Ma­ni­festo selbst als Salsa Cal­le­jera – Salsa von der Straße, für die Straße.

Ge­nau auf die­ser wird jetzt ge­tanzt. Egal, ob mit ho­hen Schu­hen, Flip-Flops oder bar­fuß – alt und jung tanzt auf dem un­ebe­nen Kopf­stein­pflas­ter der Früh­lings­straße zur la­tein­ame­ri­ka­ni­schen Mu­sik. Hüf­ten wer­den ge­konnt ge­schwun­gen und die Um­ste­hen­den wip­pen mit ih­ren Fü­ßen zum Takt, in der Hoff­nung zum Tan­zen auf­ge­for­dert zu werden.

Mambo Manifesto in Aktion
Mambo Ma­ni­festo in Ak­tion – Foto: Ju­lius Georgi

Ge­le­gent­lich sieht man ein schmerz­ver­zerr­tes Ge­sicht – ob we­gen des tü­cki­schen Kopf­stein­pflas­ters oder dem Tanz­part­ner ist da­bei nicht im­mer er­sicht­lich. Der un­be­schwer­ten Stim­mung tut dies selbst­ver­ständ­lich kei­nen Ab­bruch. Die Mu­sik lässt das Pu­bli­kum von den Wei­ten La­tein­ame­ri­kas träu­men: Man­che er­füllt sie mit Heim­weh, an­dere mit Fernweh.

Den­noch ver­bin­den die fröh­li­chen Klänge und schaf­fen eine ein­zig­ar­tige At­mo­sphäre. Die Hitze und spa­ni­schen Ge­sprächs­fet­zen des Pu­bli­kums tra­gen ih­ren Teil bei und so fällt es leicht sich vor­zu­stel­len ge­rade in Cali (Ko­lum­bien), der Haupt­stadt des Salsa, zu tanzen.

An­zeige

Yogawaves

An­zeige

Sachsen-Ticket

An­zeige

Populi Fair Fashion Onlineshop

An­zeige

Fit together mit Claudia Seidel

An­zeige

Palais-Sommer

An­zeige

Kieferorthopädie

An­zeige

Aussitzen Deluxe 2.0

Schweißglänzende Frauen und Männer

Je spä­ter es wird, desto mehr kle­ben die Kla­mot­ten an den Kör­pern und die ro­ten Ge­sich­ter glän­zen vom Schweiß; die tan­zen­den Män­ner und Frauen strah­len je­doch um die Wette. Tan­zen setzt Glücks­ge­fühle frei. Für viele ist es durch den co­ro­nabe­ding­ten Lock­down wohl das erste Mal seit ein­ein­halb Jah­ren, dass sie wie­der Live-Mu­sik ge­nie­ßen können.

Das Tanzbein wird geschwungen
Das Tanz­bein wird ge­schwun­gen – Foto: Lara Ludwig

Der Ecke-Nord-La­den, auch „In­sti­tut der Nach­bar­schaft“ ge­nannt, wird kur­zer­hand zum Späti um­funk­tio­niert und so ist ne­ben­bei per­fekt für das leib­li­che Wohl ge­sorgt. Wäh­rend die Zuschauer*innen – oder eher Zuhörer*innen – ge­bannt den schnel­len Rhyth­men lau­schen ge­hen die Band­mit­glie­der in ih­rer Mu­sik auf.

Ihr Po­sau­nist Mar­tin Schulz meint dazu, dass „Salsa-Mu­sik ein­fach groß­ar­tig sei. Es sei eine Le­bens­auf­gabe sie zu ler­nen, sie zu er­le­ben und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln“. In Zu­kunft möchte Mambo Ma­ni­festo den Fo­kus ver­mehrt auf die Ei­gen­kom­po­si­tio­nen ih­res Sän­gers legen.

Salsa-Straßenmusik an verschiedenen Orten der Neustadt
Salsa-Stra­ßen­mu­sik an ver­schie­de­nen Or­ten der Neu­stadt – Foto: Ju­lius Georgi

Nach der zwei­ten Zu­gabe ist es vor­bei. Eine Frau geht noch lä­chelnd mit ei­nem glit­zern­den Hut durch die Rei­hen: Je­der gibt, was er kann. Da­nach löst sich die Men­schen­menge auf. Man­che lau­fen di­rekt nach Hause und fal­len ins Bett, wäh­rend an­dere Rich­tung Alaun­park zie­hen, um dort zu ih­ren Laut­spre­chern, aus de­nen be­reits spa­ni­scher Reg­gaeton tönt, weiterzutanzen.

Lang­sam ver­blasst der Zau­ber der Mu­sik – da­für kommt um halb 12 end­lich eine leichte Brise auf und kühlt die ver­schwitz­ten, aber rundum zu­frie­de­nen Band­mit­glie­der und Tän­zer ab.

Nächstes Konzert von Mambo Manifesto

Für Salsa- und ge­ne­rell Mu­sik­lieb­ha­ber: Das nächste Kon­zert fin­det am 9. Juli um 20 Uhr in der Han­sa­straße 3 statt. In­for­ma­tio­nen zu wei­te­ren Kon­zer­ten wer­den auf der Face­book­seite von Mambo Ma­ni­festo ver­öf­fent­licht. Eine brand­ak­tu­elle Hör­probe gibt es dank "Aus­sit­zen De­luxe 2.0" auf You­tube.

Ar­ti­kel teilen

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.