Institut für gute Nachbarschaft

Verkäufer Thomas und Sabine in der Ecke Nord.
Verkäufer Thomas und Sabine in der Ecke Nord.
Herzlichen Glückwunsch. Die Wiederbelebung des uralten Tante-Emma-Ladens an der Nordstraße scheint geglückt. Immerhin wird morgen Geburtstag gefeiert.

Und wie das bei einer Instituts-Fete so üblich ist, wird ordentlich aufgetafelt und Musik darf auch nicht fehlen. Institut? Ja, denn statt sich einfach nur Nahversorger zu nennen, haben die Betreiber den Titel „Institut für gute Nachbarschaft“ gewählt. Das kommt daher, dass die Betreiber allesamt Nachbarn sind, sie wollten es nicht einfach hinnehmen, das der liebgewordene kleine Lebensmittel-Laden, der schon auf eine gut 100-jährige Tradition zurückblickt, einfach zu macht. So nahmen sie das Zepter selbst in die Hand, renovierten und verkaufen mit ein paar Angestellten nun seit einem Jahr vor allem gesunde, ökologische und regional erzeugte Lebensmittel. Absoluter Renner ist übrigens Lößnitz-Pils. Das der Laden insgesamt so gut funktioniert, liege unter anderem an den vielen Waldorfschülern, die fast jeden Tag vorbei kommen, verrät Thomas, einer der Mitbetreiber.

Pläne für die Zukunft gibt es auch schon, so soll demnächst ein kleiner Mittagstisch angeboten werden und vielleicht werden auch noch die Räume erweitert. Aber nun wird morgen erstmal gefeiert mit Kuchenbasar, Gulaschkanone, Brause und, na klar: Lößnitz-Pils.

    Aus dem Programm

  • 13 Uhr Nachbarschaftsduo Holly & Dudu (Klezmer)
  • 15:30 Uhr Kottmárs (Folk)
  • 17 Uhr Ladenhüterversteigerung mit Jürgen
  • 21 Uhr Kassetten-DJ Rumpelkopf

Weitere Infos auf der Facebook-Site des Institutes. EckeNord, Frühlingstraße 22, 01099 Dresden, Telefon: 0351 32012782


Anzeige

Aust-Konzerte

11 Kommentare zu “Institut für gute Nachbarschaft

  1. Ich muß mal eine Lanze für unsere vielen Stammkunden brechen: Nicht nur Waldorfschüler beleben mit ihrem Süßigkeiten- und Limokonsum (nix Bier für Kinder! Wir diskutieren mit denen sogar über Colakonsum) unseren Laden und das Geschäft, sondern ganz besonders unsere treuen erwachsenen Stammkunden – an dieser Stelle ein großes Dankeschön und ein lieber Gruß an Sylke, Sven, Hauke, Ulli und die vielen anderen!

  2. Ich glaube genau das ist das Problem.
    Wenn man als „Fremder“ in den Laden kommt und mit seiner Ware an der Kasse steht, dauert es ewig bis sich einer der Verkäufer vom Kaffeetisch erhebt und dazu herablässt zu kassieren. Wenn einfachste Dinge nicht vorrätig sind (Sorry, Schlagsahne kommt erst übermorgen wieder) und das Tässchen Kaffee mit Stammkunden wichtiger ist als die Laufkundschaft, dann bleibt leider kein wirklich positiver Eindruck. Traurig ist auch, wenn das Personal die eigene Ware nicht kennt (Ausgießer für die Milch aus Taubenheim – haben wir nicht. Ich deute mit dem Finger auf den Ausgießer der mitten auf dem Tresen liegt: Ah haben wir doch, aber was der jetzt kostet – keine Ahnung)

  3. @Hans: Ich erlebe die Verkäufer regelmäßig als flinkes und kompetentes Personal. Und wenn mal einer sitzt: Es geht im „Institut für Nachbarschaft“ nicht nur ums Abverkaufen, sondern ums Miteinander. Für mich paßt das alles, ich bin dankbar für diesen Laden.

  4. @Bernhard: Na so unterschiedlich sind die Präferenzen. Miteinander ist ja wirklich schön und gut, aber wenn man schon Preise am oberen Ende setzt, dann sollte man sich auch entsprechend um seine Kunden kümmern…

    Vielleicht war ich auch nur immer zu ungünstigen Zeitpunkten da.

  5. Schnell, kommt man beim Netto auf der Kamenzer dran. Allerdings ist es den Verkäufer_innen dort auch verboten, mehr als über den Preis und „einen schönen Tag noch“ zu reden. Vielleicht sollte man sich zum Einkaufen immer noch die Zeit für eine Tasse Tee nehmen? Bei den (gerechtfertigten) Bio-Preisen wäre das doch bestimmt drin? Dann würden bestimmt auch nicht so viele Missverständnisse entstehen, wie vielleicht bei Hans. Ich finds schön da. Besonders die, vielleicht nicht professionelle, und gerade deshalb persönliche Einstellung eurer Thekenmenschen bereiten mir Freude! Darum: Danke an die herzlichen Tante-Emma-Nachbarn :)

  6. Lieber Hans,
    ich lade dich hiermit herzlich auf ein Heißgetränk deiner Wahl in die EckeNord ein. Ich bin garantiert immer Montag und Donnerstag vormittag im Laden. Dank des Fotos sollte ich zu erkennen sein. Dann können wir uns gerne über deine Kritikpunkte unterhalten.

    PS: Preise am oberen Ende, wie meinst du das? Unsere Preise kommen immer auf die EAN Codes… ;-)
    und der Milchausgießer kostet bei uns 2,50 € (in allen anderen Bioläden die ich kenne hab ich ihn noch nie unter 3 € gesehen).

    Hach und nochwas: Danke liebe Mitreisende für eine unvergessliche Geburtstagsfatsche am gestrigen Samstag. Es war mir eine Ehre.

  7. Ich muss Hans mal beipflichten! Die Frage ist doch, weshalb niht BEIDES geht?: die Laufkundschaft zügig bedienen UND ein Pläusch’chen nebenher?? Woanders geht das wunderbar. Soviel Kritik muss schon erlaubt sein. Es wäre sicher auch sinnvoll soviel Selbstkritik zuzulassen, sich davon etwas anzunehmen…

  8. Kann die generelle Kritik von Hans nicht nachvollziehen, bin öfter im Laden und werde immer prompt abkassiert. An der Preispolitik habe ich nichts zu meckern, und auch unsere (Nachbars)kinder gehen dort oft ihr Taschengeld in süße Kleinigkeiten umtauschen, und die haben eher eingeschränkte Mittel.

    Und Franzi vermisst Selbstkritik, obwohl einer der Verkäufer den Kritiker persönlich zu einem Kaffee einlädt, um mit ihm genau darüber zu reden. Da würde ich gerne mal sehen, wo das woanders „wunderbar“ geht.

    Also für mich bleibt: Ein mit Liebe gestalteter Laden, der unser Viertel bereichert. Bitte genau weiter so.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.