Hygienekonzept Augustusmarkt genehmigt

Wie Holger Zastrow, der Veranstalter des Augustusmarktes auf der Hauptstraße mitteilt, wurde das Hygienekonzept vom Gesundheitsamt genehmigt. Damit habe Dresdens zweitgrößter Weihnachtsmarkt eine entscheidende Hürde zur Durchführung genommen. Eckpunkte der Hygienemaßnahmen sind die Einfriedung des Areals, Einlasskontrollen, die Kontaktnachverfolgung und eine moderate Entzerrung der Marktpagoden. Dafür kann das Marktgelände um den kompletten Neustädter Markt erweitert werden. Laut Aussagen des Veranstalters soll der Charakter des Marktes trotz der Schutzmaßnahmen erhalten bleiben.

Der Blaue Baum, Wahrzeichen des Augustusmarktes.
Der Blaue Baum, Wahrzeichen des Augustusmarktes. Foto: Archiv 2017
Natürlich müsse man das Infektionsgeschehen weiter beobachten und kann nicht vorhersagen, was wann passiert. Aber „es ist falsch, die Waffen zu zeitig zu strecken“, sagte Holger Zastrow, Mitveranstalter des Augustusmarktes. „Der Marktzeitraum ist lang, für den Augustusmarkt sogar bis 3. Januar.“ Da könne in jede Richtung noch viel passieren. Außerdem sei die Ansteckungsgefahr im Freien viel geringer als in geschlossenen Räumen. Auf den Besuch von Märkten zurückzuführende Infektionen sind bislang nicht bekannt.

Damit dürften Weihnachtsmärkte mit ihren genehmigten Hygienekonzepte mit die sichersten Orte weit und breit sein. Anstatt Aktivitäten unter freiem Himmel immer weiter einzuschränken oder zu verbieten, sollte man die Leute animieren, raus zu gehen. Die Weihnachtsmärkte hätten zudem nicht nur eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für sehr viele Akteure in der Region, sondern seien auch für die Seele und das Miteinander der Menschen ausgesprochen wichtig.

Am Montag hatte die Dresdner SPD-Fraktion eine Absage aller Weihnachtsmärkte in Dresden gefordert. „Wir würden uns in die eigene Tasche lügen, wenn wir an den Weihnachtsmärkten festhielten. Jede politische Aktion beginnt mit dem Aussprechen dessen, was ist. Wer jetzt noch am Striezelmarkt festhält, ist ein Traumtänzer und hat den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt“, sagt Richard Kaniewski, bei der SPD Sprecher für Ordnung und Sicherheit.

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Diese Forderung wurde von der AfD kritisiert. Wolf Hagen Braun, Vorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion, nannte es einen populistischen Schnellschuss. Die FDP-Fraktion will im Stadtrat über Unterstützungen für die thematischen Weihnachtsmärkte in Dresden beraten. Um die zusätzlichen Kosten zu bestreiten, die durch die diesjährigen Hygiene-Auflagen entstehen, sollen 400.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Der gemeinsame Antrag von FDP und CDU sieht vor, dass die Mittel ausschließlich für solche Kosten verwendet werden sollen, die den Konzessionsträgern durch Maßnahmen wie Zugangskontrollen, Umzäunung und Abstandswahrung entstehen. Zuvor hatte der Stadtrat bereits dem städtisch betriebenen Striezelmarkt zusätzliche Mittel bewilligt.

Augustusmarkt auf der Hauptstraße

Der Augustusmarkt ist Dresdens jüngster, aber mit rund 120 Händlern, Gastronomen, Schaustellern und Angeboten bereits zweitgrößter Weihnachtsmarkt und der einzige große Markt auf der Neustädter Elbseite. Er wird von den Dresdner Matteo Böhme und Holger Zastrow veranstaltet. In dieser Saison soll er vom 25. November bis 3. Januar stattfinden.

Weitere Informationen finden Sie auch auf www.augustusmarkt.de.

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12 Kommentare zu “Hygienekonzept Augustusmarkt genehmigt

  1. Hallo in die Runde,

    im Artikel steht „Eckpunkte der Hygienemaßnahmen sind die Einfriedung des Areals, Einlasskontrollen“ sowie, dass „das Marktgelände um den kompletten Neustädter Markt erweitert“ wird.

    Ist bekannt, ob man dann als am Weihnachtsmarkt nicht interessierte Person sowohl zu Fuß als auch mit dem Rad unbehelligt die Hauptstraße als Verbindungsweg zwischen Alt- und (äußerer) Neustadt nutzen kann?

  2. @VR6: Zu Fuß sollte es gehen über die Bereiche auf der Hauptstraße außerhalb des Marktes. Auf dem Jorge-Gomondai-Platz wird es vermutlich nicht gehen, zumindest, wenn ich mich an die Ausdehnung der vergangenen Jahre erinnere. Mit dem Rad wohl definitiv nicht, weil der Markt ja auf der Fläche steht, die für Radfahrer eigentlich erlaubt ist. Rechts oder links vorbei müsstest Du dann schieben. Ich leite Deine Frage aber mal weiter.

  3. Wenn die Gastro usw. schließen muss, obwohl es ein Hygienekonzept gibt welches auch angewendet wird (weshalb ja auch Schulen nicht schließen müssen), aber dieser unnütze Markt-Müll, der zum Himmel stinkt und tagsüber eine permanente Lärmquelle darstellt, weiterhin erlaubt bleibt, sehe ich Ärger am Horizont aufziehen. Großen Ärger. Und es ist November, da sind die Leute hierzulande schon immer etwas „komisch“ drauf. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, reicht ein Blick in ein Geschichtsbuch. Schon die Begründung der heute beschlossenen Maßnahmen empfinde ich als Unverschämtheit.
    Hallo Politik, es ist nicht eure Aufgabe irgendwelche religiösen Feste zu ermöglichen, sondern das Nötige zu tun. Genau dann, wenn es nötig wird, aber eben auch genau so zu begründen. Das Beschlossene ist eben so nicht nötig, sondern: https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Weder-zielgerichtet-noch-verhaeltnismaessig-article22130165.html
    Ein Danke auch an alle Menschen, die ihre persönliche Reiselust über alles andere gestellt haben. Sehr viel asozialeres Verhalten konnte Mensch in diesem Sommer kaum an den Tag legen. Super Ergebnis! Auch wenn es eigentlich weit unter meiner Würde liegt, SPD-Politiker zu zitieren, doch Sigmar Gabriel hatte da einen sehr schönen Begriff für ihm unliebsame Leute: „….“!

  4. @DD-Hecht (-bewohner):
    Die Genehmigung für den Markt ist von irgendwann Anfang der Woche und der Beitrag hier von heute morgen.
    Ob bei den heute abend beschlossenen Maßnahmen der Markt eröffnet werden darf oder nicht ist nicht bekannt, außer Dir offensichtlich.
    Und weiterhin hast Du auch Informationen, wann, wie und wo sich die Leute mehrheitlich anstecken.
    Bitte mitteilen, damit wir uns entsprechend verhalten können.
    Übrigens liegt das Verhältnis von positiven Tests zur Anzahl der Gesamttests derzeit unter dem Wert vom Frühjahr.
    https://m.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/zahlen-zum-coronavirus-die-pandemie-im-ueberblick-16653240.html

  5. @Timi
    Was habe ich geschrieben? Noch einmal: „[…] wenn weiterhin erlaubt bleit […]“. Lesen und verstehen von Texten gehört nicht unbedingt zu deinen Kernkompetenzen, oder? Aber lass, ist eine rhetorische Frage.

    Pass auf vorlautes …, bitte, wer bist du denn, dass du denkst, mir solche Sätze drücken zu dürfen? Putziges Kerlchen, ich lach mich schlapp! An welcher Stelle habe ich denn behauptet, dass ich mehr Infos habe? Um die Frage, wer sich wo ansteckt, ging es gar nicht.

    Lies meinen Text noch einmal. Ist dir danach etwas dazu unklar, lass es mich wissen, an welchem Punkt. Ich verspreche auch, es dir in möglichst einfach zu verstehenden Worten zu erklären. Nee, musst mir nicht danken. Kein Problem. Das mache ich doch gern. ;D

  6. Hello again,

    @ Anton: Vielen Dank für Deine schnelle Antwort und für die weitere Recherche. Mir war bisher nicht bewusst, dass es dort grundsätzlich Passagen gibt, die für Radfahrer nicht erlaubt sind – muss ich ‚mal mehr auf die Beschilderung achten.
    Ich bin gespannt auf weitere (offizielle) Infos.

    @ Timur: Auch Dir vielen Dank für Deine Antwort. Die Alberstraße ist – aus meiner Sicht – mit dem Rad dann nur eine (temporäre) Notlösung und keine Alternative zur Hauptstraße.

  7. Nur um es noch einmal doppelt zu unterstreichen, wie asozial es war/ist sein persönliches „Bedürfnis“ auf Auslandsurlaub über das Wohl aller anderen Menschen zu stellen: https://www.n-tv.de/wissen/Virusmutation-reist-mit-Urlaubern-article22140914.html

    Jeder Bürger, der irgendwann einmal 2-3 Jahre Biologieunterricht bekommen hat + ein Minimum an Allgemeinbildung zu Grunde gelegt, so hätte man doch erwarten können … ach was soll`s.
    Diese Leute einfach nur egomanes asoziales „….“* zu nennen, ist eigentlich noch viel zu wohlwollend formuliert.

    Was zusätzlich wütend macht, dass die Politik dieses Land nicht in den verfügbaren Sommermonaten logistisch auf dieses erwartbare Szenario vorbereitet hat. Dass das im Herbst/Winter anders als im Frühjahr sein würde, schon aufgrund der diesmal dunkler werdenden Tage und damit einhergehenden psychologischen Auswirkungen während eines erneuten „shutdown“ sehr viel mehr Probleme entstehen, all das hätte man nicht voraus sehen können? Nein?

    Elende Verbrecher!

    *siehe vorangegangenen Kommentar

  8. @VR6: Ich habe heute Antwort vom Veranstalter bekommen. „Wie in jedem Jahr ist die Mittelachse der Hauptstraße zwischen Albertplatz und Neustädter Markt als Marktfläche gewidmet. Gegebenenfalls wird auch nur diese Fläche eingefriedet und gibt es auch nur dort Einlasskontrollen. Die beiden Seitenwege gehören nicht zum Markt und sind frei passierbar.“

    Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass die Seitenwege reine Fußwege sind.

  9. Hallo Anton,

    ich danke Dir für’s Nachreichen der Antwort des Veranstalters.

    Dass die Seitenwege reine Fußwege sind, war mir nicht bewusst. Bei nächster Gelegenheit fahr ich mal Schildersuchen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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