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Nicht umsonst draußen 2019

Wir lau­fen im strö­men­den Re­gen auf ein Gi­tar­ren­riff. Der feste Bo­den un­ter den Fü­ßen ist aus Be­ton. Un­ter Schir­men und Zel­ten drän­gen sich die Sams­tag­nach­mit­tags­be­su­cher des umsonst&draußen-Festivals, das ge­rade für ei­nige Stun­den ins Was­ser fällt. Die Schil­der ver­spre­chen es: Der Abend ist noch bier- und mixbar.

Flüs­sig von au­ßen, flüs­sig von in­nen: Der Abend ist bierbar.

Tap­fer grei­fen Se­at­tle Jay in die Sai­ten. Ab und an schallt Ju­bel über den Platz – er zeugt von ei­nem wei­te­ren er­folg­rei­chen Schuss am Ki­cker­tisch. Hier ver­treibt man sich kur­belnd die Re­gen­zeit. Im Kaf­fee­kränz­chen­zelt gibt es Ku­chen und Tee. Von hier aus hat man ei­nen wun­der­vol­len Blick auf die Was­ser­lö­cher. Rundum fo­lierte Re­gen­zwerge fal­len vor- und rück­wärts in matt­grau schwap­pende Pfüt­zen­grä­ben und krä­hen vor Wonne. "Du kannst schrei­ben, dass der Bur­rito le­cker schmeckt", mampft meine zau­ber­hafte Be­glei­te­rin. Der kommt von Mia's auf der Con­rad­straße, die ne­ben The Boy and the Bur­ger für volle Ba­cken sorgt.

Es bleibt keine Hose trocken

Un­ter freiem Him­mel ist fest­zu­stel­len, dass es von drin­nen nur den An­schein macht, als regne es un­un­ter­bro­chen und dass es un­zäh­lige Spiel­ar­ten des Zu­stan­des „nass“ gibt. Es gibt nass un­ter dem Re­gen­schirm, nass ne­ben dem Re­gen­schirm, nass nach dem Warm­tan­zen, nicht mehr ganz so nass vor dem nächs­ten Schauer und wie­der nass nach dem nächs­ten Schauer. Es bleibt keine Hose trocken.

Trig­ger Cut aus Stutt­gart beim Fotoshooting

Ein selt­sa­mer Al­go­rith­mus hat das umsonst&draußen zum Treff­punkt meh­re­rer Freunde be­stimmt, de­nen man nur al­ler Ju­bel­jahre be­geg­net. Das letzte ist lang her und so gibt es viel zu plau­dern. Über das Ver­jäh­ren er­lit­te­ner De­mü­ti­gun­gen und Ra­che aus dem Tief­kühl­fach, über das Er­tra­gen hu­mor­lo­ser Ko­mö­dien, die Mu­sik­qua­li­tät auf Dorf­fes­ten und die un­be­kann­ten Tie­fen des Tha­rand­ter Wal­des. Da­bei wippt man leicht in den Knien.

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Aggregatzustand: Feuchtfröhlich

Es gibt noch Hip­hop-Kon­zerte! Dem durch­weich­ten Plan zu­folge dürf­ten es Suit & Tight sein, die im fei­nen Bind­fa­den­re­gen au­then­tisch Schön­heit und Schre­cken der Pro­kras­ti­na­tion ver­to­nen. Sie rap­pen von den sich kom­pri­mie­ren­den Schaum­stoff­la­gen beim Sin­ken in treue Ma­trat­zen und man seufzt und denkt an die ei­gene, schaut sich um, wer noch im Re­gen steht und fühlt ein we­nig rit­ter­li­chen Stolz über das ei­gene Durch­hal­te­ver­mö­gen aus den durch­weich­ten Strümp­fen aufsteigen.

Bälle bol­zen bei Sturmflut

Die Sonne blin­zelt sin­kend durch die Baum­wip­fel und das Ge­lände hat sich ge­füllt. Die Bands ge­ben sich auf zwei Büh­nen das Mi­kro in die Hand. "He, hier drü­ben geht es wei­ter", di­ri­giert ein blon­der Matsch­ho­sen­pi­rat die un­schlüs­sige Meute auf den zwi­schen Bäu­men ver­steck­ten zwei­ten Floor. Vor­sicht, Dornen!

Die Bier­tisch­gar­ni­tu­ren auf dem Be­ton sind mitt­ler­weile tro­cken ge­ses­sen, die Re­gen­schirme zu­ge­klappt und die Schlan­gen an den Tre­sen an­ge­wach­sen. Das che­mi­sche In­ha­lat der Dixi-Klos spült man am bes­ten mit Fass­brause in den Ge­schmacks­rich­tun­gen Weiß oder Rot hin­un­ter. Auf dem vor­de­ren Floor sind die ni­cken­den Köpfe in der ers­ten Reihe bei Hip­hop mit Ge­ni­e­ra­tion dies­sel­ben ge­blie­ben, ha­ben aber mehr Rü­cken­halt. Den Ag­gre­gat­zu­stand kann man nun­mehr als feucht­fröh­lich bezeichnen.

Rap on!

Ge­hen, wenn es am Schöns­ten ist. Der Him­mel in den Fens­tern der Gar­ni­sons­kir­che wird lang­sam dun­kel. Der Tag ver­ab­schie­det sich nacht­hem­drosa und bal­dri­an­blau. Ein sa­van­nen­gel­ber Mond steht über den damp­fen­den Elb­wie­sen. Knips, da geht die Wald­schlöss­chen­brü­cke an wie eine Glüh­wurm­pa­rade. Es ist nie um­sonst drau­ßen zu sein.

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Umsonst & draußen Festival

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