17 Meter Fahrräder

Wouter Mijland an seinem Arbeitsplatz vor der "Scheune".

Wouter Mijland an seinem Arbeitsplatz vor der "Scheune".

Mauer ist nicht gleich Mauer, Zaun ist nicht gleich Zaun. Den häßlichen Bauzaun vor der Scheune erstetzt Wouter Mijland durch Schweißkunst. Der 1975 geborene Niederländer hat superlange Fahrräder gebaut. 17 Meter Drahtesel sind entstanden, sieben Meter misst allein das längste Fahrrad. „Alle sind von Diamant“, darauf besteht Mijland. Heute oder morgen will er mit seiner Arbeit fertig werden, dem Regen trotzte er unter großen Plastikplanen. Bis gestern war der Schweißkünstler und Waldarbeiter damit beschäftigt, die Fahrräder zusammen zu bauen. Heute streicht er sie bunt an.  „Ich habe eine Weile in Dresden gewohnt“, berichtet Mijland über sicht, den neuen Zaun findet er ganz passend in der Neustadt.

  • Ein paar Informationen über Wouter Mijland stehen auf seiner eigenen Webseite. Dort sind auch Fotos anderer Arbeiten von ihm zu finden.

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Nachtrag:
Wie der Künstler soeben mitteilte, wird es heute (Sonntag, 8. August) gegen 19.30 Uhr eine öffentliche Vorführung der Kunstwerke vor der „Scheune“ geben. Literarische Unterstützung erhält Wouter Mijland vom Sax Royal-Autoren Stefan Seyfarth.

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13 Kommentare zu “17 Meter Fahrräder

  1. robicon
    7. August 2010 at 21:25

    immer wieder mooi, der Niederländer und seine Liebe zum Fiets

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  3. Pingback: René G.
  4. dd-jazz
    8. August 2010 at 08:57

    Habe sie heute am Morgen entdeckt und finde die Aktion klasse. Allerdings hatte ich es als kooperierende Kultur-Initiative der Scheune MIT Jugendlichen (die nicht unbedingt Schweißen können müssen, gibt ja auch andere haltbare Methoden), die dafür „entlohnt“ werden oder Freikarten bekommen…,bzw. eine Werbe-Initiative der Fahrrad-Werkstatt vermutet.. Was erhält denn der Künstler für Honorar dafür (aus öffentlichem Topf?)?

    • 8. August 2010 at 11:07

      hey dd-jazz, Du Nörgler:
      Kunst ist schön, macht aber viel arbeit (Karl Valentin)

      Du bist wohl kein Handwerker oder?

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  6. 8. August 2010 at 13:54

    Or, das ist aber schön.

  7. dd-jazz
    9. August 2010 at 08:03

    @wouter
    Hallo „Kunst-Handwerker“:
    Lob überlesen und gleich losgebellt? Schade.
    Als hartgesotten Kunstverbundene (ehemals 6 Jahre Galerie-Mitarbeit und auch mit handwerklichem sachverstand ausgestattet) kann ich zwar Deine sensibel-fleißige Künstler-Seele gut nachvollziehen, jedoch ist eine (konzeptionelle) Vermutung keine Nörgelei und es wäre doch nur löblich, wenn auch BSPW.! Jugendliche etc. sinnvoll schweißtreibend Spaß + Beachtung hätten…, zudem Kunst immer streitbar bleibt + wir doch alle die Lebens-Kunst üben. ;-)

    • 9. August 2010 at 08:37

      Ich verstehe einfach nicht warum Du dann die Höhe meiner Honorar wissen willst.. Und wieso wäre es schlimm wann das aus einem offentlichem Topf kommt? Ich frage Dich doch auch nicht wo Du dei Geld her bekommst und wieviel? ich finde sowas unhöfflich, da hast Du nichts mit zu tun.

  8. 9. August 2010 at 10:20

    da haben sich ja jetzt zwei gefunden.

  9. Pingback: Dresden Neustadt
  10. dd-jazz
    9. August 2010 at 12:02

    Um Konrads Laune zu erhalten, heisst es nicht umsonst auf dem Bomben-Plakat: VORSICHT KUNST!
    Also, diese Befindlichkeits-Störung ist leider missverständlich und kontextet abfierend..
    JA, DAS Fettnäpchen ist immer voll i.d. Neustadt.. ;-)
    Wenn es „öffentlich ist“, dürfte es Jede/r wissen..
    Höflicherseits würde ich Dir sogar auf Deine Fragen antworten und Du wärest mitnichten geschockt über mein „ehrenamtliches Gehalt“, wofür sich andere schämen dürf(t)en..
    Oh weh; Kunst höflich, nett, gefällig?? Dann wäre sie hiermit für tot erklärt :-)
    In diesem Fall ist sie sehr praktisch! Weiter so!
    Kann man das aktiv-entspannte Sitzen + Gedankenstrampeln darauf evtl. auch bei der Krankenkasse abrechnen? :-)
    Schlußendlich: „ALLES KÜNSTLERISCH FREI INTERPRETIERBAR“

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