Pfunds Höfe – Baugenehmigung erteilt

An der Ecke Bautzner-/Prießnitzstraße soll ein Gebäudekomplex entstehen.

An der Ecke Bautzner-/Prießnitzstraße soll ein Gebäudekomplex entstehen.

In der letzten Ausgabe des Amtsblattes von 2017 steht es auf Seite 55: Erteilung einer Baugenehmigung für das Vorhaben „Pfunds Höfe 1. BA: Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses“.

Es handelt sich um das Grundstück an der Kreuzung Bautzner Straße – Prießnitzstraße. Dort wo vor Jahren mal das Dresdner Hundertwasserhaus „Hohe Haine“, hier ein Entwurf, entstehen sollte. Zwischenzeitlich gab es immer mal wieder Pläne für das Grundstück, aber konkret wurde es nicht. Nun liegt also die Baugenehmigung vor.

Diese Grundstücksflächen sind von der Baugenehmigung betroffen.

Diese Grundstücksflächen sind von der Baugenehmigung betroffen.

Es soll ein Wohn- und Geschäftshaus mit 63 Wohneinheiten, sechs Gewerbeeinheiten und einer Tiefgarage mit 45 Stellplätzen entstehen. Außerdem sind zwölf oberirdischen Stellplätzen geplant. Die Freiflächen sollen gestaltet werden. Einen Vorentwurf für das Projekt kann man sich auf der Seite der Architekten ansehen. (www.seidelarchitekten.de). Das Architekturbüro hatte auch die umstrittene Hofbebauung an der Seifhennersdorfer Straße geplant (Neustadt-Geflüster vom 13. Dezember 2017).

Mit der geplanten Bebauung wird auch der Hof hinter Pfunds Molkerei geschlossen. Diese Pläne waren neben anderen auch ein Grund dafür, dass die Betreiber des Clubs „Sabotage“ an diesem Standort keine Zukunft mehr sahen (Neustadt-Geflüster vom 23. August 2017). In dem Club fand am 30. Dezember die letzte Veranstaltung statt.

Die Bauarbeiten, die derzeit an der Ecke stattfinden, haben aber mit dem Neubau nichts zu tun. Da geht es um Kanalarbeiten. Die Stadtentwässerung erneuert hier Rohre für die Abwasserleitungen.

Die Fläche wird häufig von Reisebussen genutzt. Vor Weihnachten gab es hier einen Nadelbaumverkauf.

Die Fläche wird häufig von Reisebussen genutzt. Vor Weihnachten gab es hier einen Nadelbaumverkauf.

Nachtrag

Den konkrete Planung für den Bauantrag hat das Leipziger Büro „luka ehser architekten“ übernommen. Bauherr ist die „Pfunds Höfe GmbH & Co. KG“ aus Zossen.

linie

30 Kommentare zu “Pfunds Höfe – Baugenehmigung erteilt

  1. Felix
    9. Januar 2018 at 17:30

    Auf der Seite der Architekten kann man sehen, welch „schöner“ Riegel es wird. Man hat sich offenbar ganz viel Zeit genommen, sich die Umgebung anzuschauen, um dann entgegengesetzt zu planen.

    Mama Seidel muss vor Stolz platzen.

    In Richtung Prießnitzstrasse bekommt der Riegel einen Hauch von Gorbitz. Wie würde das im Architekten-Slang heissen: Brüche schaffen. Find ich gut! Weiter so.

  2. Frank
    9. Januar 2018 at 18:34

    Naja wenn es so umgesetzt wird: ein tolles Haus, an welchem man sich (auch die nächsten Jahrzehnte) erfreut, wird es wohl nicht. Schade. Aber es ist ja auch nicht immer so transparent, wie dieser Entwurf nun zustande gekommen ist. Zumindest sind die Entwürfe auf der Webseite der genannten Architekten ja nicht durchweg Murks.

  3. 9. Januar 2018 at 18:49

    @Frank: Es gab früher mal einen noch etwas ausgefalleneren Entwurf. – andere Ansicht.

  4. Rolf
    9. Januar 2018 at 19:20

    Das Sabotage ist tot, lang lebe der Immobilienmarkt…

  5. christoph
    9. Januar 2018 at 19:42

    ein Hauch von New York gleich um die Ecke… könnte die hässliche kleine Schwester des Flat Iron Buildings sein ;D…. mit bissl Glück wirds so etwa in einem Jahr „geböllert“ …da hätte ich ja jetzt fast gesprengt geschrieben uiuiui

  6. Andreas
    9. Januar 2018 at 19:46

    Das mag jetzt nicht der große Wurf sein, aber ein „Riegel“ ist das Eckhaus nun wirklich nicht.
    Der andere Entwurf, den Anton gepostet hat, wäre natürlich deutlich schicker gewesen.

    Nichtsdestotrotz: Schön, dass dabei diese desolate Ecke verschwindet.

  7. Erichsen F.
    9. Januar 2018 at 21:08

    Ich finde diese Visualisierungen immer so traumhaft.
    Ein einzelnes Auto, damit man versteht, wozu die Straße da ist. Der Verkehrslärm wird sich in Grenzen halten.
    Absolute Parkplatznot. Die Parkplätze finden keine Autos.
    Glücklich schlendernde Menschen. Arbeit und Hektik wirkt wie von einem anderen Stern.
    Ladenflächen, Ladenflächen, Ladenflächen. Und noch viel mehr Cafés. Leerstehende Buden gibt’s niche.
    Teiltransparente Parkverbotsschilder. Mal sieht man sie, mal nicht.
    Und damit der Charakter des Viertels erhalten bleibt, beschissene Gehwege und Schlaglöcher in der Straße. :-D

  8. Uta Losack
    9. Januar 2018 at 22:25

    Es ist ganz einfach die jetzt übliche langweilige „Architektur“, die man überall sehen kann. Leider nichts Individuelles, Charakteristisches für die Dresdner Neustadt. Hauptsache, schnell und billig, einfallslos. Das Gebäude ähnelt sehr diesem furchtbaren Riegel am Postplatz.
    Man kann nur den Kopf schütteln. Macht nur weiter so und unsere Stadt
    kaputt.

  9. ein anderer Stefan
    10. Januar 2018 at 08:05

    Ach ja, kritisieren ist immer einfach…

  10. _
    10. Januar 2018 at 08:26

    Ob die Leute in der Gründerzeit, als ihr Viertel sich total veränderte, wohl auch so gedacht haben?

  11. Piko
    10. Januar 2018 at 08:27

    Der Entwurf von/nach Hundertwasser war jedenfalls deutlich schöner.

  12. Upe
    10. Januar 2018 at 09:18

    Und 365 Tage im Jahr 5 Touribusse vor der Haustür! :-)

  13. Upe
    10. Januar 2018 at 09:36

    es ist leider immer wieder unglaublich, dass von einem sehr guten und einen unterirdischen entwurf fast immer der grottige genommen wird… :-(

  14. goldfish
    10. Januar 2018 at 09:52

    Ach du Scheiße!

  15. Felix
    10. Januar 2018 at 10:14

    @ein anderer Stefan: was ist denn das für ein völlig sinnfreier Kommentar von Dir?

  16. Frank
    10. Januar 2018 at 11:14

    Pünktlich wie Müllabfuhr kommen die Nörgler aus den Löchern, wenn etwas neu gebaut wird. Wollt ihr lieber barocke Zierhauerei? Besser reedgedeckte Fischerhäuschen? Aus welcher Traumwelt wacht ihr auf? Kommt im jetzt an und akzeptiert, daß nicht jeder Neubau ein spektakulärer Solitär sein kann.

    Im übrigen würdet ihr wahrscheinlich im schimmligen sonnenfreien 3. Gründerzeithinterhof wohnen, wenn noch so genaut würde wie vor hundert Jahren.

  17. Ein anderer Stefan
    10. Januar 2018 at 11:38

    @Felix: Das könnte ich Dich auch fragen.

  18. Seldon
    10. Januar 2018 at 12:09

    Ich biin mir sicher, de Architekten könnten und wöllten es besser, aber wie Uta schon sagte: Hauptsache, schnell und billig, um maximalen Profit zu erwirtschaften…so funktioniert halt auch der Wohnungsmarkt.

  19. Görlitzer
    10. Januar 2018 at 15:22

    @Frank: Klingt nach einem Architekten/Architekturstudenten, der auf Kritik an zeitgenössischem Bauen mit der üblichen Barock-Faselei daherkommt. Als ob ein Haus nur mit Schnörkelein und Figürchen schön ist. Es würde schon mal reichen, wenn man sich wenigstens halbwegs an der Umgebungsbebauung orientiert. Hieße: kleinteilige Bebauung, anständiges Dach, klar gegliederte Fassade statt dieser rangeklatschten Balkonboxen. Dass sich auch Neubauten harmonisch in die Gründerzeitumgebung einfügen können, zeigen nicht zuletzt zahlreiche Vorhaben an der Bautzner selbst, etwa das Studentenwohnheim an der Einmündung Holzhofgasse.

  20. Globe
    10. Januar 2018 at 17:44

    Gefällt mir gut. Wird Zeit dass die Ecke geschlossen wird. Grüße

  21. Felix
    10. Januar 2018 at 19:43

    @ein anderer Stefan: ich erkläre es Dir gern. ;) Dein Kommentar – nennen wir es mal so – tut nix zur Sache. Warum auch immer Du sowas meinst schreiben zu müssen – es ist komplett sinnfrei. Mein Kommentar ist ne Meinung. Ob die Dir gefällt oder nicht wäre dann hier die Frage. Du fragst also falsch. Das musst Du trennen können. Falls Du da durcheinander kommst, schreib mir einfach. Ich helfe gern.

  22. ein anderer Stefan
    10. Januar 2018 at 21:11

    @ Felix: Danke für die Erklärung, die ich aber gar nicht haben wollte. Ich hatte ja geschrieben, dass ich Dich das auch fragen könnte – da Du ja so klug bist, gehe ich davon aus, dass Du das als Konjunktiv erkannt hast.
    Ob jetzt Dein Kommentar an Ende so viel sinnvoller war als meiner, darüber ließe sich trefflich streiten – bringt bloß nix. Wenn Du Deinen Kommentar als Meinung verstanden haben wissen möchtest (für mich war es eher ein mäßig überzeugender Versuch von Ironie, aber das ist nur meine Meinung), dann könnte ich sagen, dass ich gemeint habe, dass die hier geäußerte Kritik am Bauvorhaben wieder einmal so billig wie sinnfrei ist -„Hauch von Gorbitz“ oder andere „hässliche kleine Schwester des Flat Iron Building“ „schnell und billig, einfallslos“ „unterirdischen entwurf“. Klar, sind alles Meinungen, aber wenn ich der Architekt wäre und diese Kommentäre läse, würde ich sie mit einem Schulterzucken abtun. Konstruktiv war keine davon. Da war der Verweis auf Hundertwasser noch der konstruktivste Beitrag.

    Ist aber auch völlig egal, die Messen sind eh gesungen.

  23. Rolf 300
    10. Januar 2018 at 21:33

    @ein anderer Stefan

    bist du ein kleines kind oder warum nervst du immer alle.

  24. Tomdd
    11. Januar 2018 at 06:34

    Warum sich hier so aufgeregt wird?? Mittlerweile sieht es auf der Alaunstraße, wie in Las Vegas aus. Es funkelt und Blitzt die Dönerwerbung. Das stört anscheinend niemanden. Aber Hauptsache, man regt sich über Neubauten auf. Diese versch….. Doppelmoral der so toleranten Bewohner. Lebt weiter in einem Traum von 1850

  25. Felix
    11. Januar 2018 at 10:16

    @ ein kleiner Stefan: meine Klugheit reicht leider nicht, damit Du es verstehst. Schade. ;)

    @Tomdd: da bin ich ganz bei Dir. Ich bin ein großer Verfechter der Aufregung, wenn es um die Anzahl der arabischen Imbissläden gerade auf der Alaunstrasse geht. Dafür musste ich mir hier schon viel Kritik abholen.

    Bei diesem Grundstück warte ich damit jetzt erstmal, bis die zweite Filiale des Instanbul Marktes ins Erdgeschoss zieht. ;)

  26. Ein anderer Stefan
    11. Januar 2018 at 10:49

    @Rolf 300: solchen Einladungen wie Deiner kann ich nicht widerstehen. Aber es gibt ja keinen Lesezwang…

  27. Emma
    11. Januar 2018 at 14:15

    @ein anderer Stefan: genau das wollte ich Dir auch schon schreiben. Es gibt ja keinen Lesezwang. Aber sich eine Kommentarspalte durchzulesen und sich dann darüber aufzuregen, dass es Kommentare in einer Kommentarspalte gibt!? Macht das Sinn? Wenn Dich das so aufregt und Du Dich dann so echauffieren musst, solltest Du das Lesen solcher Spalten lieber lassen. :)

  28. Ein anderer Stefan
    11. Januar 2018 at 14:33

    @Felix: Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Wer es nötig hat, mit Diminuitiven andere herabwürdigen zu wollen, an dessen Klugheit könnten Zweifel wohl angebracht sein.

  29. Wischmopp
    11. Januar 2018 at 16:11

    Was wollt ihr denn nun, etwas Individuelles oder etwas, das sich schön einfügt?
    Eigenartig, dass man in anderen Städten auch Gründerzeithäuser durchmischt mit Neubauten findet. Sicher nur ein Zufall.
    Die Neustadt ist ja einzigartig.
    Soviel Burger- und Dönerläden auf einmal. Wo der Begriff „Szeneviertel“ geboren wurde. Wenn ich richtig informiert bin… ist das nur hier so.

  30. Tomdd
    11. Januar 2018 at 17:41

    @Felix: Das ist kein guter Standort für den 400. Dönerladen*g*Aber weiß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

linie