Aus für Club „Sabotage“

Club "Sabotage" im Hinterhof der Bautzner Straße 75
Club „Sabotage“ im Hinterhof der Bautzner Straße 75
Der Club „Sabotage“ im Hinterhof der Bautzner Straße schließt zum Jahresende. Wie die Betreiber auf ihrer Facebook-Site mitteilen, habe es zwar Gespräche mit Nachbarn, Ämtern und Politikern gegeben, aber auf lange Sicht keine Möglichkeit den Kellerclub weiterzuführen.

„Natürlich sind wir enttäuscht und traurig, dass dieses Kleinod der Dresdner Clubkultur den Mechanismen der Gentrifizierung weichen muss“, heißt es auf der Facebook-Site des Clubs.

Den Veranstaltern um Christoph Töpfer und Harald Köhler war Ende April vom Umweltamt mitgeteilt worden, dass es Beschwerden aus der Nachbarschaft wegen Lärmbelästigung gibt. Das Amt hatte dann messen lassen. Ergebnis: die vor Jahren vereinbarten Grenzwerte wurden überschritten.

Club-Chef Christoph Töpfer
Club-Chef Christoph Töpfer – Foto: Archiv
Das Amt hatte mit Auflagen reagiert, die einen Weiterbetrieb des Clubs nahezu unmöglich machen. Das Hauptproblem, so die Anwohner, waren die Besucher, die sich nachts vor dem Club aufgehalten haben. Nun gab es Gespräche mit Amt und Anwohnern, der Neustadt-Grüne Torsten Schulze hatte eine Vermittlung versucht, aber offenbar lagen die Probleme zu weit auseinander.


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Und für einen Umbau des Clubs, der die Probleme vielleicht hätte lösen können, fehlt die Perspektive an diesem Standort, da in Zukunft mit weiterer Wohnbebauung in der Nachbarschaft zu rechnen ist.

Töpfer und Köhler werden sich nun wohl auf ihren anderen Club, das „TBA“ unter dem Bahnhof Neustadt, konzentrieren. Doch bevor endgültig Schluss ist, sollen im „Sabotage“ im Herbst noch ein paar Partys steigen. Am 9. September wird das Ende der Sommerpause gefeiert.

35 Kommentare zu “Aus für Club „Sabotage“

  1. Ich kenne diesen Club nicht. Und ich kenne auch das Publikum nicht.

    aber wenn ich auf einem Foto das Angebot sehe, dass Ohrstöpsel für 50 Cent angeboten werden, verstehe ich den Betreiber nicht, der sich auf GENTRIFIZIERUNG beruft………Vielleicht liegt es ja an etwas Anderem…….

  2. @Jens: Was bist du denn für einer?! Sicher das du hier auf der richtigen Seite bist?

    Traurig ist das…Gentrifizierung ist ein Arschloch!

  3. Der zugezogene Anwohner, der sich beschwert hat, sagt selbst er wusste beim Wohnungskauf genau das dort ein Club ist.

    Mal wieder Gentrifizierung pur…

  4. Der zugezogene Anwohner (ein „Arschitekt“) wirbt sogar in seinen Prospekten / auf seiner Website mit dem „Szeneviertel Neustadt“ und macht gleichzeitig die Szene kaputt. Großes Kino.

    @bob: Wenn das so ist, dann äußere ich auch meine Meinung, dass dieser Jens aus dem 1. Kommentar offenbar nicht mehr alle Nadeln an der Tanne hat. Das Sabotage hat mit Antifa nix zu tun. Offenbar wurden dort ein paar Vorträge gehalten, die Jens nicht in der Lage war zu verstehen. Alles was man nicht versteht ist Feindbild und Jens sein Feindbild ist offensichtlich die Antifa. Armes Würstchen dieser Jens.

  5. @Panda

    ich kenne weder Jens noch das Sabotage noch das Publikum dort. Aber wenn ein Unternehmer in einem Wohngebiet, das stolz darauf ist, dass dort weltoffene, tolerante, junge Familien in bezahlbaren Wohnraum leben, nicht bereit ist zu erkennen, dass das vielleicht nicht mehr so angesagt ist wie zu der Zeit, in der er sein Konzept entwickelt hat und das dann mit Gentrifizierung begründet, verstehe ich das eben nicht. Ich vermute mal stark, dass der umtriebige Betreiber nicht mit seiner Familie über einer Disko wohnt……

  6. „Sabotage hat mit Antifa nix zu tun.“

    Ach bitte…das Sabotage ist genauso linksextrem orientiert wie die Chemo. Die Wände sind mit Antifa-Aufklebern gepflastert und das Stammpublikum ist auch unverkennbar der Szene zuzuordnen.

  7. leute, die in die nähe etablierter kultureinrichtungen ziehen und das sozusagen trotz des wissens über der dortigen betrieb, um diese dann durchdem pochen auf grenzwerte (die messdaten sind nebenbei öffentlich einsehbar und lagen keine 5db über den grenzwerten) rauszumobben ist einfach nur panne und dem kulturoffenen bild der neustadt nicht gemäß.
    zudem wurde ja sogar auf kommunikation gesetzt, die daran scheiterte, das besagte person in keiner form ein entgegenkommen gezeigt hat. diese bornierte engstirnigkeit ist in der neustadt einfach fehl am platz.und jens scheint wirklich nich mehr alle latten am zaun zuhaben.

  8. @klaus: Dafür sind Grenzwerte da. In einer Gemeinschaft muss es eben Regeln zum miteinander Leben geben. Nachts ist halt Nachtruhe. Wer sich nicht daran hält, Pech gehabt, so hart wie es klingt. Warum soll man da in der Neustadt eine Ausnahme machen?
    Ich würde den neu hinzugezogenen Anwohner nicht zum Buhmann machen, er hat gegen keine Gesetze verstoßen. Wer gegen die Lärm-Grenzwerte verstoßen hat, ist ganz allein der Club. Wenn er es nicht schafft, diese einzuhalten, muss er eben mit den Konsequenzen leben.
    Ich weiß, wie es ist, wenn man Nachts, (gerade im Sommer bei offenem Fenster) nicht schlafen kann, weil sich draußen Leute laut unterhalten, laut Musik hören oder einfach mal aus „langweile“ einen Polenböller zünden. Das ist überhaupt nicht toll und schön.
    Aber Hauptsache, man kann sich jeden Abend die Birne mit Alk wegballern. Scheiß doch auf die Anwohner, die vielleicht früh zur Arbeit aufstehen müssen…
    „lagen keine 5db über den grenzwerten“
    Nur blöd, dass db(A) logarithmisch und nicht linear ist, 5 db können da schon viel lauter sein als 5 db weniger…

  9. @Tom

    Ich hab jetzt mal den empfohlenen Artikel gelesen. Genauso wie die vorangegengenen Artikel hier mit den Kommentaren.

    Offensichtlich hat sich doch der Betreiber des Sabotage einen feuchten Blumenkohl um Lärmschutzauflagen geschert und seine Chancen vertan.
    Und die Beschwerden kamen offenbar auch nicht nur von besagtem Archtekten, sondern auch von langjährigen Anwohnern.

    Und jetzt wird der Laden eben zugemacht. Was soll denn das Gejammer…….????

  10. Die Grenzwerte wurden aber auch nicht in einem Wohnraum gemessen, sondern in einem Geschäftsraum der nachts sowieso leer bleibt. Bei einer ordentlichen Messung wären die 5db wohl nicht erreicht worden. Zudem kann man die Initiative zur Schließung in dem Fall wirklich auf den oben genannten Herrn zurückführen. Es gab zahlreiche Nachbarn die sich für den Erhalt eingesetzt hatten.

  11. @Jens und Andreas:
    Antifa-Aufkleber sind natürlich übel. Oder Leute die so aussehen als hätten sie was gegen Nazis. Die Nazis machen ihre Konzerte wenigstens auf der grünen Wiese, da störts keinen. Und wenn mal ein Flüchtliingsheim brennt, bin ich ja nicht betroffen.

    Die Hauptsache ist: Nicht das Straßenbild stören.

    Nur nicht schrein.

    Mit der Zeit wird das schon.

    Alles bringt euch die Evolution.

    So hats euer Volksvertreter entdeckt.

    Seid ihr bis dahin alle verreckt?

    So wird man auf euern Gräbern doch lesen:

    sie sind immer ruhig und ordentlich gewesen.

    http://www.textlog.de/tucholsky-ruhe-ordnung.html

  12. @ Jens . Hast du geshen das die Ampel an der luisenstr. auch zur Antifa gehört? alles voll mit antifaaufklebern! ich glaub sogar mal einen Antifa-Glascontainer gesehen zuhaben..

  13. Ich frage mich ja immer noch, wer es genehmigt hat, daß der Anwohner den leerstehenden Gastronomiebetrieb über dem Sabotage in Wohnraum umwandeln konnte.

  14. Ich gehe mal davon aus, dass so ein „Club“ nicht von Laufkundschaft lebt. Wieso muss es DIESER Standort sein? Nähe Club Paula gibt es Flächen für 4 Euro warm. Garantiert 0 Anwohner, 0 Antänzer und 0 Strassenbahnen, wenn man mal draußen verweilen will.

    Nebenbei wohne ich 14 Jahre in der Neustadt und die Toleranz der Cafes, Kneipen hat ziemlich nachgelassen. Bürgersteige vollgepflastert mit Tischen und Stühlen und vor 01:00 Nachts wird hier keine Terrasse geschlossen.

    Klingt spießig , dann war die Neustadt mal spießig…

    Do Morgens 05:00 Diskussionen führen mit Anwohnern die 3 Wochen hier wohnen und meinen „Das ist doch die Neustadt“, sind die neue Qualität in der toleranten Neustadt.

  15. Das Sabotage hat des öfteren draußen jemand stehen gehabt, der die Leute reingeschickt hat, bzw. diese aufgefordert hat sich leise zu verhalten.

    Woher kommt also die Ansicht, dass der Betreiber des Sabotage null Rücksicht nehmen würde?

    Antifa Aufkleber finden sich übrigens in so gut wie jeder Bar in der Neustadt. Sind das jetzt alles Antifa-Bars? Wie borniert muss man bloß sein, um solche Behauptungen von sich zu geben?

  16. Wenn ich micht richtig erinnere, macht das Sabotage auch beim Hechtfest nicht mehr mit, weil sein Angebot den Anwohnern zu laut war.
    Die Zeiten und Menschen ändern sich eben. War vor einigen Jahren lautes Vergnügen noch Ausdruck von Zufriedenheit, finden jetzt immer mehr Menschen ihr Glück bei Yoga, im Garten oder auf dem Fahrrad – alles Betätigungsfelder, die keinen Lärm verursachen und auch sonst keine Emmissionen.
    Ich fänd’s gut, wenn noch mehr Leute daran arbeiten würden, mit ihren Umtrieben „den Nachbarn“, also die Umwelt, nicht zu (zer)stören.

  17. Jens und Bob sind mit ihren Ansichten im Club vielleicht mal nicht so gut bei Frauen angekommen, deshalb die Abneigung zum wohl besten was diesem Neustadt Hinterhof je passieren konnte.

    Anyway.

    Das Sabotage ist in meinen Augen einer der empathischsten Clubs der Stadt. Nicht nur die Maßnahmen die für die Ruhe der Anwohner getroffen wurden sondern auch Überlegungen wie zum Beispiel das Haus durchzusägen! Hallo? Das zeigt doch wie bereitwillig ein Clubbetreiber sein kann, allen eine Lösung zu bieten.

    Jens und Bob, ich sehe euch nur als Stellvertreter einer übel rumhatenden Masse. Eure Kinder werden euch über ihre Langeweile in dieser Stadt die Ohren blutig heulen! Ha!

    Dem Architekt wünsche ich gern mal einen riiieeesigen Auftrag an der A40 oder in Klotzsche an der Grenzstraße. Aber mit seinen langweiligen Entwürfen hat sich sein Business eh bald erledigt. Dann zieht er weg (ist das vielleicht sogar ein Wessi?)

    Peace out und das meine ich nur zum Sabotage – du mistiges Ding, mit klebrigen Boden und der wohl besten Anlage die meine Ohren schonte und den Rest des Körpers schütteln ließ. Christoph, Harald … und auch der Rest aus dem Sabotage – ihr habt ein dickes Stück in meinem Herzen!

    Keep The Fire Burning!

  18. @Rudi Walchek

    es wäre nett, wenn du mich nicht mit Jens auf eine Stufe stellst. DANKE !

    Und was dieser Blog mit Erfolg bei Frauen zu tun hat, wird wohl auf ewig dein Geheimnis bleiben.

    Ich glaube, dein Intellekt bewegt sich im Bereich von Suppengrün…..

    KEEP THE FIRE BURNING……

  19. > Antifa-Aufkleber sind natürlich übel. Oder Leute die so aussehen als hätten sie was gegen Nazis.

    Was hast du eigentlich für ein Problem damit, dass das Sabotage ein Antifa-Laden ist? Warum streitest du diese wertfreie Feststellung ab? Hast du etwa was gegen die Antifa?

  20. Mal sehen, ob die Welt sich nach der Schließung weiter dreht und doch nicht untergeht. Falls doch alles normal weiter geht, dann…

  21. Schade für den Clubbetreiber, dass sein Geschäftsmodell, Krach machen bis früh mitten im Wohnviertel, nicht mehr funktioniert. Dann sucht er sich halt ne andere Location in ausreichendem Abstand zum Arbeiterproletariat.
    Für mich ist fraglich wieso saufen bis zum Kotzen, grölen und Böller um Mitternacht zur Szene der Neustadt gehören sollen? Da gibt es so viele Themen auf hohem Niveau die eher als Identität der Neustadt hochgehalten werden sollten. Dazu kommt, dass die Nähe der Neustadt zur Natur mittlerweile ganz anderes Publikum anzieht. Mir als Neustädter bedeutet der Wald vor der Haustür tausendmal mehr als das Nachtleben, dass regelmäßig den Nachwuchs aus dem Nachtschlaf reist.

  22. @ steven…. wann bist du denn nach DD gezogen? Andere location..du träumst wohl!! Gibt es nicht. PUNKT…und warum? genau wegen solchen Aktionen…..Es gibt auch nicht DIE szene in der Neustadt..ein club sucht sich seine Gäste nicht aus… und an alle die hier scheinbar schon soviel zum stadtleben und stadtbild beigetragen haben, danke für ALLES.

    DANKE SABO es waren schöne Jahre.

  23. @Rolf: Was hat denn meine Zeit in Dresden damit zu tun? Wie viel Generationen reines Neustädterblut muss ich denn nachweisen um mitreden zu dürfen?
    Soweit ich weiß gibt es in Dresden noch einige andere Clubs die es schaffen im Einklang mit ihrer Nachbarschaft zu existieren. Ich präzisieren nochmals: Schade für den Clubbetreiber, dass sein Geschäftsmodell nur an dieser einen Stelle funktioniert.

  24. @steven .

    Na wann bist du denn nun nach DD gezogen? du scheinst unsere Stadt ja gut zu kennen, hast für alles eine Lösung…

  25. verdammt traurig was für hirnlose & hasserfüllte behauptungen hier vorwiegend zu lesen sind.

    und das nicht nur unter diesem artikel oder auf dieser website.
    wenn man keine ahnung hat, kann man nachfragen oder hält den rand.

    vielleicht wär es besser das konzept solcher spalten zu überdenken und in etwas wie frage&antwort umzumünzen, um diesen verbitterten menschen keine plattform mehr für hass & andere defizite zu bieten.

  26. „…hass & andere defizite…“
    Der Hass geht doch von der Antifa gegen Andersdenkende aus.
    Wer nicht wie die Antifa denkt ist ein Nazi und gehört bekämpft.
    Toleranz müssen manche noch lernen.
    Die einzige Toleranz die der Club nachweislich nach ausen trug war gegeüber Homosexultät. Mal ehrlich, das ist 2017 ein bisschen wenig.
    Ansonsten waren es für mich ziemlich radikale Leute, die Anderdenkende nicht geduldet haben. Weil konservertiv ja rechts ist und rechts sind alles Nazis.
    Ich weinen denen kein Träne nach.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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