Neue Tempo-30-Abschnitte

Tempo 30 auf dem Bischofsweg gilt nur in Richtung Königsbrücker.

Tempo 30 auf dem Bischofsweg gilt nur in Richtung Königsbrücker.

Wie die Stadtverwaltung heute mitteilt, wurde in diesem Jahr auf verschiedenen Abschnitten Tempo 30 eingeführt. Diese Einführung wurde möglich durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung im Dezember 2016.

Seitdem kann innerorts auch auf Hauptverkehrsstraßen an Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern die Geschwindigkeit auf Tempo 30 beschränkt werden. Der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) begründete das wie folgt: „Kinder brauchen einen besonderen Schutz – das gilt auch im Straßenverkehr. Insbesondere vor Grundschulen und Kindergärten ist besondere Vorsicht geboten. Wir haben den Rechtsrahmen geschaffen, damit die Straßenverkehrsbehörden ohne größere bürokratische Hürden Tempo 30 vor Schulen und Kindergärten auch an Hauptverkehrsstraßen streckenbezogen anordnen können. Im Interesse der Sicherheit der Kinder.“

Nach Angaben der Straßen- und Tiefbauamtes lagen zahlreiche Anfragen vor. Mit etwa 90 Standorten hat sich die Straßenverkehrsbehörde in ganz Dresden befasst. Die Prüfung dieser Standorte war in den vergangenen Monaten ein Schwerpunkt der Arbeit in der Straßenverkehrsbehörde. Sie ist nun abgeschlossen. Insgesamt 44 Tempo-30-Abschnitte wurden in diesem Jahr in Dresden eingerichtet.

Neue Tempo-30-Abschnitte in der Neustadt

  • Romain-Rolland-Gymnasium, Weintraubenstraße
  • Kita Regenbogen, Bischofsweg 17a
  • Kita, Fabricestraße 7
  • Kita Outlaw, Hechtstraße 159
  • Waldorfkindergarten, Heideparkstraße 6
  • Malwina Kindertagespflege, Heideparkstraße 1a
Tempo 30 vor dem Kinderhaus "Regenbogen"

Tempo 30 vor dem Kinderhaus „Regenbogen“

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41 Kommentare zu “Neue Tempo-30-Abschnitte

  1. Lhotis
    15. Dezember 2017 at 17:00

    Leider werden auch die neuen Tempo 30 Zonen,
    wie all überall in der Neustadt,
    aufgrund mangender Kontrollen, gefliessentlich ignoriert werden
    und die Kfz-Fahrer weiterhin ohne Rücksicht auf Verluste
    und mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Neustadt jagen.

  2. christoph
    15. Dezember 2017 at 17:18

    weil es kaum einen einfacheren Weg gibt sich mal so richtig als outlaw & Rebell zu fühlen… Bleifuß juuuuhuuuuuuuuu :D

  3. Stefan E.
    15. Dezember 2017 at 17:38

    @Lhotis Kann ich so nicht bestätigen, auf der Hechtstraße 159 z.Bsp. fahren viele Autofahrer in der „30er Zeit“ (bis 17:00 Uhr) deutlich langsamer. Ob es wirklich 30 oder dann nur 35 km/h sind, kann man ja noch diskutieren, aber „ohne Rücksicht auf Verluste“ ist es sicher nicht. Und ja, natürlich können da gern mehr Kontrollen gemacht werden, gilt aber für alle Verkehrsteilnehmer. Letztens mal am Assi-Eck wirklich auf Grün an der Ampel gewartet (als Fußgänger), dann sind wirklich _alle_ bei Rot rübergegangen, interessierte überhaupt niemand, was die Ampel da zeigt. Oder nehmen wir die noch recht neue Ampel auf der Hansastraße (vor der Shell), da gibt es wirklich viele Fahrradfahrer, die aus der Gartenanlage kommen, an der Ampel eventuell drücken, aber dann bei Rot rüberfahren. Vermutlich weil es Ihnen zu lange dauert, bis die Ampel für sie grün wird. Wird dann rot für den Autoverkehr und niemand quert mehr die Straße. Besonders in der Dunkelheit ist eine Querung der Straße nicht ungefährlich, genau deshalb wurde dort auch die Ampel hingebaut. Der Sinn war aber schon, dass die Radfahrer und Fußgänger benutzen, wenn ihnen Grün gezeigt wird ;-)

  4. 15. Dezember 2017 at 17:47

    @Stefan E.: Da hab ich neulich ne interessante Beobachtung gemacht, die eine Frage nach sich zog. Ein Fußgänger eilte bei Rot-Licht über die Görlitzer Straße. Von Norden preschte ein Radler entgegen der Einbahnstraße heran. Wie durch ein Wunder stießen beide nicht zusammen. Nun die Frage in die Runde, wer hätte bei einem Zusammenstoß die Hauptschuld?

  5. Stephan
    15. Dezember 2017 at 19:13

    @Anton
    Das hätte ne Quote für beide gegeben. Über die Gewichtung ließe sich trefflich streiten oder würfeln

  6. betonkopf
    15. Dezember 2017 at 20:30

    Tempo 30 in einer Richtung ist ziemlich beknackt und gefährlicher als gar keine Einschränkung. Von der einen Seite bummeln die Fahrzeuge mit Tempo 30 und aus der anderen Richtung kommen sie mit doppelter Geschwindigkeit. Das macht das Einschätzen einer Lücke zum Überqueren schwieriger. Zumal, wenn man sich als Überquerender dieser Regel nicht bewusst ist.

  7. goldfish
    15. Dezember 2017 at 22:29

    @ Stefan E.
    Himmel, Fußgänger die eine rote Ampel „missachten“, wahrscheinlich auch nur wenn kein Auto kommt. In manchen Länder ist das gewollt. Pfff.

  8. christoph
    15. Dezember 2017 at 22:43

    @ betonkopf .. gleich um die Ecke gibts das nochmal an der Stauffi… stadteinwärts 50.. auswärts 30

  9. Stefan E.
    15. Dezember 2017 at 22:55

    @goldfish
    Hm … da komme ich doch jetzt zu meiner schon erwähnten Hansastraßenampel … Radfahrer ist schon bei Rot rüber (wäre ja noch schöner, wenn man kurz warten muss, bis das angeforderte Grün kommt) … und jetzt kommt der Autofahrer an die für ihn rote Ampel, aber weit und breit kein Fußgänger oder Radfahrer. Darf der jetzt einfach durchfahren? Weil wenn Fußgänger (und Radfahrer) sowas dürfen … erstaunlicherweise werden das wirklich sehr sehr wenige Autofahrer machen. Warum? Weil es verboten ist, für ALLE Verkehrsteilnehmer. Diese individuelle Auslegung/Missachtung von Verkehrsregeln lässt sich nicht schönreden. Aber man sollte sich dann wohl eher etwas zurückhalten, Anderen genau dies vorzuwerfen … sorry, wenn ich da sehr „deutsch-typisch“ unterwegs bin, aber ich habe echt keinen Bock, mich dafür zu rechtfertigen, weil ich jemand an- oder umgefahren habe, nur weil er sich eben meinte nicht an die Verkehrsregeln halten zu müssen. Gerade der Beweis, ob die Ampel in dem Moment für wenn rot war, ist so einfach nicht. Sollten sich die Leute wie von Anton beschrieben gegenseitig über den Haufen waren unter Verletzung der Regeln, ist das nicht mein Problem, sollen sie machen. Für mich würde da übrigens (gefühlt) der Radfahrer die Hauptschuld tragen.

  10. Frank
    16. Dezember 2017 at 10:37

    Die beliebten Bettelampeln, also Fußgängerampeln, die trotz paralleler Autoampel nur ab drücken grün liefern, gehören abgeschafft. Sie fordern geradezu dazu auf, doch bei Rot zu gehen. Warum können sie nicht immer grün zeigen, wenn die entsprechende Autoampel grün hat? Beispiel: Alaunplatz

  11. tom
    16. Dezember 2017 at 11:49

    > 30 auf dem Bischofsweg gilt nur in Richtung Königsbrücker

    Gibt es irgendeine logische Erklärung dafür? Sind die Kinder in dem Kindergarten irgendwie anders und rennen maximal über die halbe Straße?

  12. Stefan E.
    16. Dezember 2017 at 12:17

    @tom
    Mit der halben Straße könnte in der Tat die Begründung sein, wenn ich auf der Kindergartenseite fahre und da kommt ein Kind auf die Straße, habe ich deutlich weniger Zeit als in die andere Richtung. So kann die einseitige Reduzierung begründbar sein. Hätte aber auch kein Problem, wenn es in beide Richtungen ist, finde ich auch sinnvoller. Dann weiß man auf dem Rückweg auch eher „Pass auf, an der Stelle ist langsamer fahren angesagt!“. Und Tempo 30 fahren ist auf Nicht-Hauptverkehrsstraßen auch völlig ok, auf jeden Fall noch besser als im Stau rumstehen.

  13. Zackbäm
    16. Dezember 2017 at 13:18

    Zum Thema Fußgängerampeln: Was hier in Dresden Fußgängerampeln werden, da hätte man anderswo einfach einen Zebrastreifen auf die Straße gemalt. Zebrastreifen scheinen in Dresden völlig fremd zu sein (gibt es überhaupt welche? Mir fällt spontan kein Ort ein…).
    Genauso diese halbgare Mittelinsel auf der Stauffenbergallee am Durchgang zum Zoll. Meiner Meinung gehört da ein Zebrastreifen hin. Gerade wenn man das „Glück hat“ und durch Grünphasen da ne lange Autoschlange vorbeikommt: es hält echt niemand an und man darf ewig warten, bis alle Autos durch sind.
    Bei wem kann man sich da beschweren? Bauamt? Stadtrat?

  14. goldfish
    16. Dezember 2017 at 13:46

    @ Stefan E.

    Die meisten Regeln braucht es wegen der Menge der Autofahrer und dem eingeengten Sichtfeld, welches der Fahrzeugführer im Auto hat. Ein Fußgänger kann einen auch recht schwerlich totfahren. Bei rot eine leere Straße zu überqueren, ist sicherer als bei grün eine volle! Meine Meinung.
    Interessanter Beitrag ganz allgemein dazu.
    https://www.heise.de/tp/features/Leitkultur-Fussgaenger-vor-der-roten-Ampel-3632125.html

  15. Stefan E.
    16. Dezember 2017 at 16:28

    @goldfish
    Kann durchaus sein, dass die Einstellung zu solchen Themen auch damit zu tun hat, wo und wie man sozialisiert wurde, d.h. aufgewachsen ist. Finde ich auch nicht schlimm, wenn es in Frankreich „üblich“ ist, die Straßen auch bei Rot recht ungehemmt zu überqueren. Ist aber mein Fall nicht und finde ich in Deutschland auch nicht ok, eben weil es hier anders üblich ist. Die Frage ist doch, ob ein Verkehrsteilnehmer immer und überall damit rechnen muss, dass sich alle anderen nicht an die Regeln halten oder ob er zunächst mal davon ausgehen darf, dass die anderen Verkehrsteilnehmer sich an die Regeln halten (und natürlich trotzdem Vorsicht, Rücksichtnahme etc.). Wer jetzt meint, die erste Variante wäre zielführend, der sollte dies mal weiterdenken. Es geht nicht darum, ob Einzelne meinen, dies anders machen zu „dürfen“, sondern ob man es generell befürwortet und als sinnvoll erachtet. Und die Argumentation, dass ein Fußgänger die Regeln nicht oder weniger beachten braucht, weil er ja niemand totfahren kann, ist Unfug. Im Zweifelsfall wird er aufgrund seines Verhaltens selbst umgefahren und/oder verursacht einen Unfall, bei dem Dritte zu Schaden kommen. Und nein, die anderen Beteiligten sind dann nicht automatisch schuld, nur weil sie z.Bsp. im Autofahrer sind und man selbst ja nur ein Fußgänger.

  16. nepumuk
    16. Dezember 2017 at 20:07

    Vor den ca. 150 Leipziger Schulen wurde auch schon VOR der Neuregelung (und bitte nie wieder…, ah ja.. der Doofprint ist ja schon weg..) an 140 T30 angeordnet, ebenso an fast gleich vielen Kitas. Also fast 100%, der Rest ist kurz vor Umsetzung. Es ging also schon vorher, aber Dresden ist eben Dresden.
    @zacki: beschweren? Na, nirgends! Unsere Straßenverkehrssekte kennt alles zur genüge, es liegen sicher tausende Eingaben in der Schredderablage. Die lachen sich höchstens kaputt und nutzen deinen Schriebs zum Popowischen.
    Typisch belämmert ist das lächerliche 150m-Dings auf dem Bischofsweg – mehr Empfehlung mal kurz vom Gas gehen, dann weiter. Sinnlos! Der ganze Bischof-Ost muß T30 werden – keine Frage.

  17. goldfish
    17. Dezember 2017 at 00:01

    @ Stefan E.
    Es gibt immer Pro und Kontra, nur wie viele Leute werden denn im Verkehr totgelaufen. Du ärgerst dich über Radfahrer, die an der Ampel drücken und dann (wie früher) bei einer Lücke schon bei Rot gefahren sind? Einfach mal entspannen, Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer – alles Menschen und wer die Positionen häufig wechselt, hat damit meist auch keine Probleme.
    Ich verstehe nicht so recht, was du hier mitteilen willst?

    Ampeln sollten regeln, wenn es etwas zu regeln gibt.
    So seh ich das.

  18. Stefan E.
    17. Dezember 2017 at 17:41

    @goldfish
    Glaube wir kommen da nicht auf einen Nenner. Meine Position ist (und bleibt), dass Verkehrsregeln für alle gelten, egal ob Fußgänger, Radfahrer, Auto etc. Und ja, ich bin in allen drei Varianten unterwegs. Und ich mache mein Verhalten, ob ich rote Ampeln beachte, nicht davon abhängig, wie ich gerade unterwegs bin. Ist nicht Deine Meinung, aber gut. Mal angenommen, es kommt zum Unfall, der Fußgänger/Radfahrer ist schwerverletzt oder tot, aber für ihn war Rot. Dann einfach als Autofahrer sagen „Selbst schuld, hatte ja Rot“ und weiter geht’s? Glaube ganz so einfach machen es sich die meisten Menschen nicht und das ist gut so.

  19. Stefan E.
    17. Dezember 2017 at 17:49

    Achso und als Ergänzung zu meinem „Ampelbeispiel“ (gemeint ist die auf der Hansastraße vor der Shell-Tankstelle, wenn man stadtauswärts fährt). Es war früh (dunkel), trübes/regnerisches Wetter und das vor mir fahrende Auto musste deutlich bremsen, weil der Radfahrer offenbar nicht korrekt einschätzen konnte, dass wir da mit 60 km/h auch vergleichsweise schnell an der für uns grünen und für ihn roten Ampel sind. Wenn er da etwas zu langsam rüberkommt oder fällt, dann haben wir im für ihn besten Fall einen Auffahrunfall zwischen zwei Autos, im ungünstigsten Fall ist er tot. Kann man als allgemeines Lebensrisiko sehen, für mich ist es Dummheit.

  20. goldfish
    17. Dezember 2017 at 19:25

    Ja. Du beziehst dich auf einen konkreten Fall, ich argumentiere allgemein. Der Radfahrer hat im konkreten Fall einen Fehler gemacht. An jeder viel befahrenden Straße ist das Überqueren als Fußgänger gefährlicher, als an einer roten Ampel, wenn dort kein Auto kommt. Das ist doch unbestritten.
    Nimmt die Verkehrsdichte ab, erfüllt eine rote Ampel, so wie es in einigen Ländern üblich ist, die Funktion: „Vorfahrt beachten“.

    Ist kein Verkehr vorhanden, hat auch niemand Vorfahrt und man kann gehen.

    Frohes Fest.

  21. sylvia
    17. Dezember 2017 at 19:47

    Lieber StefanE.: An dieser Stelle ist nur Tempo 50 erlaubt. Woher nimmst du also das Recht, 10 Km/h zu schnell zu fahren? ;-)

  22. Weahr
    17. Dezember 2017 at 20:12

    …da könnte man ja endlich mal den Schilderwald mit den Tempo 30 Schildern auf dem Bischofsweg entfernen und mit in die 30er Zone einbinden….?!?!!!

  23. FußgängerRadfahrerAutofahrer
    17. Dezember 2017 at 21:05

    Alles recht lustig hier… Als Autofahrer bin ich auf vernünftige, vorausschauende und sichere Fahrweise bedacht, aus Eigeninteresse, letztlich trage ich als Autofahrer bei Unfällen mit Personen oder Radfahrern eine Teilschuld, muss mit meinem Gefährt in Anbetracht der Größe und Geschwindigkeit gegenüber de Radfahrer besonders Vorsicht walten lassen.
    Als Autofahrer bin ich durch die STVo reguliert und bemüht diese einzuhalten. Wie schaut es dann aber mit den stets benachteiligten,jammernden Radfahrern aus? Wieso regt sich niemand darüber auf das Radfahrer im Tour-de-France-Schlussprint-Tempo wie geisteskrank, meist dazu ohne Licht über Fußwege jagen ? Drängeln, um Kurven schiessen ohne Rücksicht…als Fussgänger, grad mit Kind ist das manchmal nicht so einfach. Wo wird da reguliert, wer greift da ein ? Geschwindigkeitskontrollen von PKW’s mach Sinn, wer kontrolliert aber diese z.T. Geisteskranken D***** die z.B. die Baustelle Kamenzer Straße durchjagen, egal wer da im Weg steht ? Und ich meine mit eben genannten Fahrern nicht Kinder, es sind meist Erwachsene, Frauen mit Kinderanhängern, Männer mit Kindern auf dem Fahrrad ( logisch ohne Helm ) Gegen soviel Dummheit sollte vorgegangen werden….

  24. Stefan E.
    17. Dezember 2017 at 21:18

    @sylvia
    Ach nach meinem persönlichen Ermessen ist das gar nicht notwendig, dort kannste ruhig schneller fahren. Die Zahlen auf den Schildern sind doch mehr so unverbindliche Empfehlungen, da kannst Du dann selbst nach eigenem Ermessen entscheiden, ob Du Dich danach richtest. Ist wie bei Ampeln … ;-)

    PS: Nein, hast Du natürlich Recht, da vorn ist dann glaube wirklich 50 (Teile der Hansastraße sind aber 60). Ich behaupte jetzt mal kühn, dass wir nicht schneller gefahren sind.

  25. goldfish
    18. Dezember 2017 at 10:56

    Lustig?! Ist das jetzt Ironie, das sich in einem Artikel über „Neue Tempo-30-Abschnitte“, Autofahrer über Fußgänger und Radfahrer aufregen und man solle doch gefälligst dort anfangen. Wer heizt denn mit 2 Tonnen Stahl unterm Hintern mit 60 km durch die Städte, dass man nur rennend lebendig über eine befahrene Straße kommt.

    Hallo. Geht’s noch.

  26. Riesaer
    18. Dezember 2017 at 11:56

    Neue Zebrastreifen werden inzwischen eigentlich kaum noch ausgewiesen. Die gängige Meinung – auch in den zuständigen Behörden ist die, dass eine Ampel eindeutig in der Signalgebung ist – eben grün oder rot – und damit auch die Sicherheit signifikant erhöht.

    Zebrastreifen sind ja für alle Verkehrsteilnehmer Ermessenssache und v.a. eine Frage der persönlichen Einschätzung. Sehr häufig blasen Autofahrer dermaßen rasant dort ran, dass man nicht weiß, ob er anhält oder nicht. Das verunsichert alle – und Kinder können das erst recht nicht einschätzen.
    Zudem ist die Sichtbarkeit einer Ampel im Dunkeln und bei schlechtem Wetter entschieden besser, ein weiterer Punkt.
    Lichtsignalanlagen (vulgo Ampeln) sind natürlich teurer in Aufbau und Wartung.

  27. Erichsen F.
    18. Dezember 2017 at 16:55

    @Riesaer: Bleiben wir doch mal bei den Fakten. Dass die Verhaltensregeln an Zebrastreifen gebrochen werden, begann vor vielen Jahren und zwar durch Fußgänger. Und ganz besonders durch einige Radfahrer.

    Die Regel war klipp und klar: Der Fußgänger wartet am Zebrastreifen, bis ein Auto anhält. Die Autos hingegen haben anzuhalten. Es sei denn, das Auto würde es gar nicht mehr schaffen, dann fährt das Auto durch, das nächste hält an, dann quert der Fußgänger. Ganz einfach, oder?

    Es wurde aber, und wie gesagt bereits vor Jahren, zur Unsitte, dass Fußgänger quasi aus dem Nichts auftauchen und auf die Straße latschen, scheißegal ob ein Auto kommt und ob es überhaupt noch anhalten kann. Noch allerliebster diverse Radfahrer, die mit wesentlich höherem Tempo aus dem Nichts auftauchen und über die Straße trümmern. Und wenns geht gleich noch ein Radfahrer auf der Fahrbahn, der trotz haltender Autos über den Zebrastreifen rauscht und sich einen Dreck drum schert, ob er querende Fußgänger und Radfahrer umnietet.

    Wie man sieht: Hirntote gibt es überall und unter allen. Manchmal muss man aber sagen: Es regen sich Fußgänger und Radfahrer über andere auf, nur um sich nicht damit beschäftigen zu müssen, dass sie selbst es sind, die sich oberassi, selbstgefährdend, fremdgefährdend und hirntot benehmen.
    Beweise erwünscht? Siehe die „Diskussionsbeiträge“ von „goldfish“.

  28. 18. Dezember 2017 at 17:05

    Wie können Fußgänger aus dem Nichts auftauchen?

    Fahrzeuge haben lt. Paragraph 26 StVO mit mäßiger Geschwindigkeit an Fußgängerüberwege heranzufahren. Von einer Wartepflicht der Fußgänger steht da nix.

  29. bob
    18. Dezember 2017 at 17:07

    @Erichsen E.
    Wo hast du denn den Führerschein gemacht. Der Fussgänger hat in jedem Fall Vorrang. Und der Autofahrer hat sich mit angemessener Geschwindigkeit zu nähern. Was Du beschreibst kostet 80 € und einen Punkt.

  30. goldfish
    18. Dezember 2017 at 18:05

    @ Erichsen F.

    Aus welchem Dorf kommst du denn? ;)
    Bleib mal auf dem Teppich, mit deinem Hirntot. Ein Feindbild ist schnell ausgemacht, es sind immer die Anderen.

    Ja. Ich bin dafür, dass die Interessen von Verkehrsteilnehmern neu bewertet werden müssen, und zwar in Richtung (mindestens) Gleichberechtigung des Fuß und Radverkehrs. Andere Länder und (auch) deutsche Städte machen das längst vor. Und keine Angst, Langsamer wir es dadurch für alle nicht, aber deutlich entspannter.

    Hier ein Text, Pro und Kontra rote Ampel: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/191-rote-ampeln-nur-fuer-autos.html

  31. goldfish
    18. Dezember 2017 at 18:09

    Zitat: „Ist keine Ampel vorhanden, schaut man links und rechts und geht, wenn kein Auto kommt. Und wenn da eine Ampel steht, ist das auf einmal lebensgefährlich?“

  32. Erichsen F.
    18. Dezember 2017 at 18:13

    Anton muss noch bissl reifen, bob ist komisch und goldfish für mich kein würdiger Diskussionspartner. Warum? Alle haben ne Meinung, aber keine Ahnung. :-)

  33. nepumuk
    18. Dezember 2017 at 18:19

    Es ist beruhigend, daß die StVO nicht darauf basiert, daß ich mich als Fuß- oder Radgänger zwischenzeitlich in Luft auflöse, folglich dann plötzlich wie ausm Nichts quasi „erscheine“ und es gottlob auch nirgends vorgibt, mich hin und wieder mal „in Luft“ auflösen zu müssen. Die StVO sieht meine materielle Faktizität also als nichtverhandelbare Dauerkonstante an, was auch meiner bisherigen Selbstwahrnehmung ganz nahe kommt.
    Zebrastreifen gibt es in Dresden durchaus – und zwar v.a. im Zoo … . Ob unsere Straßenverkehrsbehörde davon in Kenntnis ist, mag ich nicht zu beurteilen. Aber ein Fortbildungskurs in Zebrafragen wäre sicher anzuraten.

  34. bob
    18. Dezember 2017 at 18:29

    @nepumuk

    „Die StVO sieht meine materielle Faktizität also als nichtverhandelbare Dauerkonstante an…“ WOW !!!!!

    Fakt ist, wer auf einem Fußgängerüberweg (Zebrastreifen gibt es nicht im Amtsdeutsch), einen Fußgänger über den Haufen fährt, dem wird ein wenig freundlicher Richter gehörig die Hammelbeine langziehen…. ;-))

  35. Stefan E.
    18. Dezember 2017 at 18:59

    @goldfish
    Interessant, der von Dir verlinkte Artikel geht ausführlichst auf die Position „Rote Ampeln sollen nicht für Fußgänger und Radfahrer gelten“ ein und dann wird ganz kurz die Kontra-Position abgehandelt. Na wenn das mal nicht subjektiver Journalismus ist, dann weiß ich auch nicht. Übrigens gibt es in anderen Ländern nicht nur andere Verhaltensregeln, sondern auch andere Bedingungen, so dass diese als Grundlage für ähnliche Regeln in DE zu nennen, etwas problematisch sein kann.

    In welchen deutschen Städten dürfen Fußgänger und Radfahrer trotz roter Ampeln die Straße überqueren?

    Auf welcher Basis kommst Du zu dem Schluß, dass mit einer solchen Massnahme der Autoverkehr nicht langsamer wird? Schneller kann diese Gruppe nicht werden, da hier ja dann exklusiv das Ampelrot weiterhin gilt. In Dresden sind immerhin über 250.000 KFZ zugelassen und ich würde mal mutig behaupten, für die wird der Verkehr mit einer solchen Massnahme langsamer. Weil eben nicht alle Fußgänger und Radfahrer nur dann bei Rot die Straßen queren werden, wenn es wirklich gar keine Auswirkung auf den Autoverkehr hat. Und die Formulierung ist noch sehr moderat, viele Leute werden dann einfach rüberlaufen/fahren, wenn Ihnen danach ist, die Autos haben ja schließlich Bremsen und weil es ja dann auch noch erlaubt ist …

    Warum wird es für Autofahrer entspannter, wenn man überall damit rechnen muss, dass Fußgänger und Radfahrer beliebig die Straßen queren? Wird es überhaupt auch nur für Fußgänger und Radfahrer entspannter?

    ***

    Man kann gern über alternative Verkehrskonzepte und anderen Regelungen reden, aber man sollte dann auch ab und an versuchen, dies nicht nur sehr einseitig zu betrachten. Ob KFZ im heutigen Umfang langfristig sinnvoll und richtig sind, ist die eine Frage, aber dies ändert nichts daran, dass es heute ein wesentlicher Teil des Gesamtverkehrs ist und es keiner Diskussion bzgl. einer Weiterentwicklung hilft, wenn wir dies einfach ignorieren oder negieren.

  36. bob
    18. Dezember 2017 at 19:15

    @Erichsen F

    Ich bin komisch ? Dann lach doch ! Du bist ein Schwätzer…..

    Ich wünsch dir ein besinnliches Weihnachten……

  37. goldfish
    18. Dezember 2017 at 19:58

    Willkommen im Tal der Neandertaler … es wird für Autofahrer entspannter, weil sich dann nichts mehr zu „Aufregen“ haben.

    Ich fasse kurz zusammen: Geisteskranke, Oberassi, selbstgefährdend, fremdgefährdend, hirntot – und gemeint sind nicht die Autofahrer.

    Eine Stadt ist eine Stadt, in der sich Menschen bewegen.
    Tschüß

  38. Martin
    19. Dezember 2017 at 08:32

    @Stefan E.
    Mit deiner Annahme, dass Teile der Hansastraße Tempo 60 zulässig wären, liegst du falsch. Das war mal so, ist aber schon länger nicht mehr der Fall.
    Die komplette Hansastraße hat Tempo 50. Erst die Radeburger Str. zwischen Stauffenbergallee und A4 hat Tempo 60. Ich fahre dort täglich lang, meistens mit dem Rad, selten mit dem Auto.
    Leider wird auf der Hansastraße das Tempo 50 von Autofahrenden großteils nicht gelebt. Ich halte mich dort an die 50, und „blockiere“ förmlich den fließenden Verkehr.
    Dort sollte mehr kontrolliert werden, gerne mit fester Anlage.

  39. Riesaer
    19. Dezember 2017 at 08:54

    Ich erlebe Zebrastreifen aus beiden Perspektiven, als Autofahrer (der ordentlich fährt!) und als Fußgänger. Und ich gebe Erichsen insofern Recht, dass auf beiden Seiten Idioten unterwegs sind. Und in der Tat gibt es wirklich Fälle, wo Fußgänger und Radfahrer direkt hinter Haus- und Mauerecken sehr wohl „aus dem Nichts“ auftauchen und ohne zu schauen (ICH HAB JA HIER RECHT!) direkt auf den Zebrastreifen laufen/fahren. Da ist man als Pkw-Fahrer in der Tat der Ar… und kann gar nichts richtig dafür.

    Ich rede jetzt mal von Riesa, aber das dürfte in DD nicht anders sein. Hier hat man jedenfalls aus gutem Grund vor einem Zebrastreifen eine 30 eingerichtet – und im Gegensatz zu sonst fand dieser Verwaltungsentscheid breite Zustimmung.

    Mein Post oben bezog sich inhaltlich auf die Entscheidung in Behörden zu Zebrastreifen insbesondere vor Schulen! Dort wird im Interesse der Kinder – die eben anders reagieren als Erwachsene – inzwischen vorrangig auf Ampeln orientiert.

  40. goldfish
    19. Dezember 2017 at 10:11

    Der nichtmotorisierte Individualverkehr wird zunehmen, Dresdens Autofahrer sind Radfahrer und Fußgänger überall schlicht und einfach nicht gewöhnt. Kurz und langfristige strukturelle Maßnahmen seitens der Stadt und Verkehrsplaner, müssen das ändern. Auch hier ist eine Kernfrage, kommt man mit dem Fahrrad und zu Fuß sicher und schnell voran? Und nicht, kommt man auf Kosten anderer schnell voran. In der Fahrradstadt Münster ist der Radanteil aller Fahrten bei etwa 37 %, jeder passt halt auf jeden auf. Auch schön für alle, „ohne Licht Radfahrer“ gibt’s quasi nicht, weil das die Polizei auch konsequent kontrolliert. Und dieses ewige Rumgeheule, wie hier von einigen, habe ich in Fünf Jahren dort nicht erlebt. Von daher, Tempo 30 vor den Schulen, richtige Entscheidung.

  41. goldfish
    9. Januar 2018 at 14:01

    @ Erichsen F.

    Kleine Regelkunde ADFC

    Wie deutlich muss ein Fußgänger anzeigen, dass er den Zebrastreifen überqueren will?

    In § 26 StVO steht, dass Autofahrer stehen bleiben müssen, wenn ein Fußgänger den Überweg „erkennbar“ benutzen will. Ausschlaggebend ist dabei die „objektive Erkennbarkeit“ – nicht, was der Autofahrer aus dem Verhalten des Fußgängers schließt. Da genügt es schon, wenn dieser zügig auf den Überweg zugeht. Er muss den Autofahrer nicht zusätzlich durch Gesten oder Blicke aufmerksam machen. Wichtig: Schon beim geringsten Zweifel hat immer der Fußgänger Vorrang. Bei Missachtung drohen hohe Strafen.

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