Soziale Ecke besetzt

Besetzte Kreuzung
Besetzte Kreuzung
Am Freitagabend gegen 20 Uhr hat eine Gruppe junger Menschen kurzerhand die soziale Ecke besetzt, Sessel, Sofas und Sitze aufgestellt. In einem Flyer informieren sie die Passanten über den Hintergrund der Aktion an der Kreuzung Louisen-/Rothenburger/Görlitzer Straße. Überschrift: „Wenn ihr uns die Häuser nehmt nehmen wir uns die Strasze“ – weiter heißt es: „Gentrifizierung, Ent­eignung, Mietpreiserhöhungen, Zwangsräumungen, Lohnkürzungen – die Schlinge um unsere Hälse wird mit jedem Tag enger.“

Steigende Mietpreise würden „ehemals Geflüchtete sowie andere Zwangs­prekarisierte … immer weiter an den Rand der Städte gedrängt“, wo sie in „oftmals leblosen Vorstadtvierteln ihr Dasein fristen müssen“.

Die Aktivisten erklären, dass die Aktion nicht militant oder kämpferisch wirken soll, dafür wollen sie mit Anwohnern und Passanten ins Gespräch kommen.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe haben die Bahnen in der Zwischenzeit schon umgeleitet.


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Die Polizei hat bislang noch nicht reagiert. Laut Anliegern herrscht Volksfestatmosphäre wie früher bei der BRN, auch Musik wird gespielt. Aktionen an der sozialen Ecke, die auch unter den Namen Assi-Eck, Krawalle oder schiefe Ecke bekannt ist haben nun schon Tradition. Früher wurden Straßenbahnen gestreichelt, neulich an der Ampel geschaukelt, kürzlich am Bügeltisch getrunken. Aber eine Aktion mit politischem Hintergrund ist neu.

Nachtrag

Gegen 22 Uhr traf die Polizei vor Ort ein. Gegen Mitternacht löste sich die Versammlung von selbst auf.

Ab 22 Uhr war die Polizei vor Ort
Ab 22 Uhr war die Polizei vor Ort

49 Kommentare zu “Soziale Ecke besetzt

  1. Wenn man wenigstens die Tram`s ungehindert
    fahren lassen würde hätte ich ja noch gewisses
    Verstsändnis, aber so schlafen mir alle Gesichtszüge
    ein.
    Wie komme ich jetzt mit meiner betagten (22) Frau
    zum / in den Zoo um sie dort wieder pünktlich
    abzugeben ohne Umwege hoppeln zu müssen ?

    I.

  2. Sorry,aber ich lebe in der Neustadt seit über zehn Jahren ohne nennenswerte Erhöhung der Miete. Nennenswert sage ich nur deshalb, weil ich nicht ganz sicher bin, ob es mal eine gab, die ich vergessen habe. Gefühlt gab es gar keine. Klar wurden die Nebenkosten höher, aber das war ja überall so. Die Hütten ringsrum sind mittlerweile unbezahlbar geworden, aber da zieht gefühlt auch alle halbe Jahre jemand anderes ein, und jedesmal wird die Bude vorher teilsaniert, weil man natürlich für die Neustadt-Mietpreise einiges erwarten darf. Kann es sein, dass da ein Zusammenhang besteht?

  3. Mein Eindruck…. Ich war eher zufällig vor Ort.
    War alls sehr unpolitisch, eher ein Treffpunkt von üblichen Assiecksäufern, am Anfang wurden ein paar Infozettel verteilt, danach nur noch gesoffen. Zwischendurch fanden das ein paar NeustadtTouristen alles noch lustig und stellten sich dazu, kurze Zeit später verschwanden sie aber auch wieder. So lichtete sich es ab 22:00 Uhr spürbar. Die Polizei hatte wohl eher Mitleid mit den Gestalten am Assieck, oder keinen Bock.. wer weiß.
    Gute Nacht…

  4. Wenn da auch der Idiot dabei ist, der diese Woche die Farbbeutel an meine Wohnung geschmissen hat, mit dem würde ich tatsächlich mal gern ins Gespräch kommen.

  5. OK das passt schon. Auch wenn ich mit dem Auto auf dem Weg zur Arbeit rückwärts die Luise runter musste find ich die Aktion richtig, wichtig, gut.

  6. Nunja,was ne Aktion.Wieviele“echte Neustãdter“sind-waren denn dabei?Die Pupertierenden Studis aus sonstwas fuer Bundesländern mit „Weisheit der Muttermilch“aufgesogenen Biertrinker-innen?Spass am Freitag oder was bitte?
    Ich Persönlich finde das diese Party völlig fehl am Platz war,der Hintergrund allerdings durchaus berechtigt ist.Was allerdings mir noch fehlt sind die echten Punker die wo ihre Hunde wieder dahin Schei..en lassen wo es angebracht ist,Entschuldigung aber solange Ihr“Assis“eueren Suff bei denen kauft wogegen ihr“Demonstriert“wird sich rein gar nix ãndern! Wie Naiv muss man denn sein den Kapitalismus zu verãchten aber gleichzeitig da Einzukaufen ??? Ich kann euch nur raten,kauft nicht um die Ecke ein,meidet wenn moeglich jeden Laden in der Neustadt,Nachfrage ist gleich Angebot und das ist schon seit der Wende so. Dresden Neustadt ist nunmal das Goldstaubviertel,und daran werdet ihr nix ändern,die Preise werden steigen-oder auch nicht. Who Cares Es liegt an jedem selbst.

  7. @Anton

    Straße wurde noch nie mit „ss“ geschrieben, da gibt`s nichts zu vermeiden. Oder herrscht hier wieder ideologischer Tunnelblick?

    Immerhin: Mit dem „sz“ oder „scharfen S“ bewegen sich die Damen und Herren „Aktivisten“ auf ganz konservativen Pfaden. Ob sie das wissen?

  8. Grundsätzlich richtig, es sei denn man schreibt in Versalien. Aufgefallen ist mir das vielleicht vor fünf Jahren zum ersten mal.

    Der konservative Hintergrund von „sz“ oder „scharfem S“ ist mir nicht geläufig.

  9. Durchaus gibt’s da Zusammenhänge. Ich kenne etliche Leute, die für ca. 6,- Euro kalt wohnen. Da es aber nur so wenig freien Wohnraum gibt, können Vermieter bei Neuvermietung durchaus 9,- Euro und mehr nehmen.

  10. Sinnlos, ein Grund mehr um zu Saufen, laute Musik an und bisschen palavern und schon nennt sich das ganze Aktion mit politischen Hintergrund. Bahn muss umgeleitet werden, Autos kommen nicht vorbei…..und echte Neustädter wollen ihre Ruhe und dieses Assi-Eck genenne nervt die Alteingesessenen gewaltig.

  11. Dem alles nicht genug, da keine Bahn am Bischofsweg fuhr, musste ich zum Albertplatz laufen…Vor der Scheune gab´s dann noch ne heftige Massenschlägerei… die anliegenden Dönerlädeninhaber schauten interessiert zu….für mich als Gelegenheits-Neustadt-Besucherin und Frau sehr befremdlich…Da fehlt mir der Patriotismus der „echten“ Neustädter – Weshalb lasst Ihr zu, dass Euer Kiez so verkommt?

  12. Patriotismus der echten Neustädter..? PNGPÄN… Patriotische Neustädter Gegen die Prolltouristen in der Äußeren Neustadt

    ich schlage vor wir treffen uns ab jetzt jeden Montag und machn bissl Rabbatzz

  13. Gestern Abend haben sich da aber keine „Prolltouristen“ gekloppt. Man kann sich alles immer wieder schön zurechtlegen….mist ist das…..einfach mal für was einstehen, das geht wohl nicht….

  14. Gehts hier um was?, ach was, das bissel wallende Jungblut, bissel Revoluzzer-Ego, das war immer so und wird immer sein. Zeigt, daß noch nicht alle eingeprennt sind. Der böse Kapitalismus, oder nennen wir es präziser: unsere soziale Marktwirtschaft hat schon immer exakt diese Energie der Jugend in wachsende Produktivität umgesetzt und geschmeidig die Geister assimiliert. Wir bissel Älteren waren auch mal so, auf der Straße oder zumindest im Herzen, heute sitzen alle – naja, fast alle – an ihren Arbeitsplätzen und machen das, wogegen sie vielleicht oder definitiv demonstriert haben. Jetzt eben eine nächste Runde. Thats all. Paar Jährchen hin, dann sitzen die heutigen woanders und es kommen die nächsten mit ihrem Protestzettel. Times they are a garnichtmal so changing, möchte ich nobelpreisverdächtig hinzufügen.

  15. Auf die Problematik öffentlichkeitswirksam aufmerksam zu machen, ist schon sinnvoll, die Leute daran zu erinnern, bzw. andere überhaupt erst einmal aufzuklären, macht schon Sinn. Die ersten Sätze des Flyers würde ich auch so unterschreiben. Es fehlt noch ein Wort dabei: Lock-In.

    Wer zehn Jahre keine Mieterhöhung mehr hatte und dann vielleicht mal umziehen will oder muss kann evtl. sein blaues Wunder erleben, wenn er oder sie von den ringsherum gestiegenen Mieten schockiert sein wird. In dem Fall, dass die aktuellen Mieten dann nicht mehr gezahlt werden können, spricht man davon, in seiner jetzigen Wohnung eingeschlossen zu sein. Da bleibt dann evtl. nur noch der Wegzug raus aus dem Viertel.

    An der ganzen Chose wird sich meiner Meinung nach nicht viel ändern. Das ist deswegen so, weil den sogenannten Amateur-Vermietern ca. 37% aller Wohnungen in D gehören, immerhin 15 Mio. Wohnungen und diese Amateurvermieter den Mittelstand bilden. Im Zuge der Finanzkrisen der letzten Jahre blieb nur noch der Immobilienbereich als halbwegs sichere Anlageform bestehen. Kombiniert mit Gier, die ich durch so einen kleinen Rendite-Abenteurer schon hautnah erleben musste, sowie einer nicht-funktionierenden Mietpreisbremse (persönlich sehe ich darin Absicht), ergab sich das Drängen auf dem Immobilienmarkt. In größeren Dimensionen sieht man das am besten in London, denn das Kapital weltweit hat Probleme, ihr Geld sinnvoll anzulegen. Das Problem der fehlenden Anlagen war auch Ursache für die große Finanzkrise 2008 oder wann die war. Denn für das Kapital, was angelegt werden wollte, wurden einfach, auf illegalem Wege, unsichere Anlageformen geschaffen.

    Die Vermieter interessiert das soziale Leben vor Ort eher wenig, Rendite ist deren Interesse, auch wenn ich sagen muss, dass ich meinen „Wessi-Vermieter“ nun nicht zu den gierigen zählen würde, sehr moderate Mieterhöhungen bisher, da hätte er das Recht gehabt (!), weitaus mehr zu verlangen.

    Desweiteren vermute ich einmal, dass diejenigen, die solche Gesetze wie die „Mietpreisbremse“ ausgearbeitet haben, noch nie oder schon lange nicht mehr zur Miete wohnen oder wohnten.

    Wenn man größer denken wöllte, müsste man Ideen wie die vom Projekt Mietsyndikat aufgreifen und Immobilienbesitz durch Genossenschaften dem Markt entziehen. Oder in wirklich solidarischen Aktionen sagen, dass man aus den „In-Vierteln“ zusammen abhaut, um dann gerade in den „Randvierteln“ etwas Neues und gemeinsam aufzubauen.

  16. Tja, es gibt halt nichts umsonst auf dieser Welt. Die Löhne im Osten sind für den Arsch, aber die Lebenserhaltungskosten die gleichen wie im Westen.

  17. Die Idee ist super @marcel. Wollt ich nur mal sage. Haben mir in letzter Zeit schon einige vorgeschlagen. Ab nach Löbtau :)

  18. Super Aktion! Der wesentliche Effekt war vermutlich, dass Menschen, die sogar noch 1.00 die Linie 13 benutzen wollten, vergeblich auf eine Staßenbahn warteten! SUPER!

  19. @Robsa,

    Falsch !!! Ansonsten hies(s)e es ja ßrasßre. :-)
    Meine Katze heis(s)t ja auch nicht ßusi,
    sondern Susi.

    @Anton,

    wer ßzenziert eigentlich Deine Beiträge ?
    Gibts da Richter / Schöffen, oder beurteilst Du Dich
    selbst ? :-)

    Ich verabscheue mich und wünsche 1 ßschönen ßonntag,
    und velen Dank für die Mühe welche ich gemacht habe,

    I.

    PS: Warum wurden eigentlich die Uhren umgestellt ?
    Bei mir brennt noch immer Licht. :-)

    ++++

  20. Mensch Leudä. Der Buchstabe „ß“ heißt „eszet“. Und seit je her schreibt man für das Maß (z.B.: Länge) Masz und nicht Mass. In der Mehrzahl sind das dann Masze und nicht Masse, was etwas komplett anderes wäre.

    Bei Straße hingegen ist ja eher Strasse denn Strasze gebräuchlich. Ich weiß nun gerade nicht, woran das liegt. Ebenso habe ich keine Idee, was hier mal wieder im Hirn von diversen Linksradikalen vor sich gegangen sein mag.

  21. Ich verstehe die meisten Kommentare hier wirklich nicht
    jene unter euch die sich als „wahre“ Neustädter_innen ansehen sind wirklich traurig und jene die den politischen Hintergrund des Ganzen nicht sehen können oder eher wollen sind genauso armseelig
    ich finde die Aktion super und niederschwellig, denn genau solche Aktionen braucht eure kack Neustadt einfach mal dringender als elitären Politklüngel
    damit haben die Leute am Freitag sicherlich mehr Menschen erreicht als der Rest von euch die letzten 15Jahre und über steigende Mieten brauchen wir an dieser Stelle mal gar nicht zu diskutieren schaue sich mensch nur mal den Mietpreisspiegel der letzten 20Jahre an

    danke an die Menschen die diese Aktion ins Leben gerufen haben und ich hoffe da kommt noch mehr

  22. Diese Demonstranten, (darf man sie Kinder nennen?), sollten besser gegen Mutter Natur demonstrieren sollen. Oder gegen W. Busch (nicht der Doppeljuh, sondern der Wilhelm), welcher uns die Flausen in den Kopf setzte, dass die fertig gebratenen Täubchen von selbst ins weit aufgerissene Mäulchen fliegen würden…
    Aber nein, oh Schock, das tun sie nicht. Ebenso erlegt sich der Elch nicht selbst, die neuere Form der Wohnhöhle baut sich nicht selbst und die Holzscheite wandern nicht von selbst aus dem Wald ins warme Feuerchen. Selbst die vegangen Grashälmchen warten darauf, fleißig gesammelt zu werden. Mittlerweile zweifeln unsere Sozialwissenschaftler sogar schon an, ob das Wasser tatsächlich einfach so aus den Badfliesen kommt.

    Auch der Mensch wird immer fauler. Es ist zu beobachten, dass Leute kaum noch freiwillig in die „nur“ dritte Etage ziehen, wenns keinen Aufzug gibt. Aber zugige Fenster, feucht-schimmlige Tapeten, Kohle-Badeofen mit Kohlen im Keller und Kacken bei -5 °C eine halbe Etage tiefer, das wollen sie nach wie vor. Ebenso freuen sie sich, nach jedem Wintersturm aufs Dach zur Antenne zu klettern, damit die 2 Fernsehprogramme wieder mehr bieten als grauen Gries auf der Mattscheibe.

    Ja, unsere Jungspunte müssten gegen Mutter Natur protestieren. Und gegen sich selbst, da sie keinen Bock haben die Realität zu aktzeptieren und mal selbst den Hintern für Arbeiten hochzukriegen. Aber das würde wohl zu Gewissenskonflikten führen. Also sucht man sich Feindbilder und nervt die Leute, von denen man sich füttern und windeln lässt. :-)

    nepumuk hat Recht, wir waren früher auch mal so. Was hat sich nur verändert? Sind wir zu faul und angepasst geworden? Vielleicht in Teilen. Vielleicht haben wir aber in den Jahren seit dem einiges dazu gelernt und sind schlichtweg schlauer geworden als damals, als unsere Wäsche noch vom Fußboden direkt frisch gewaschen und gebügelt in den Schrank transformiert wurde? :-)

  23. Der Grundgedanke dieser Demonstration ist ja grundlegend ein guter, aber warum müssen solche Demonstrationen immer nur die ausbaden, die diesen Gedanken eigentlich auch unterstützen? Warum demonstrieren die nicht dort, wo die Bonzen wohnen, die diesen Zustand herbeigeführt haben? Glauben die wirklich, daß irgendeiner dieser Miethaie Freitag Abend in der Neustadt sind und Bahn fahren? Stattdessen beeinträchtigt sowas wieder nur die, die auch von diesen Problemen betroffen sind, und bringt diese im schlimmsten Falle gegen die Demonstranten oder gar den guten Gedanken auf. Das ist doch, hart ausgedrückt, angewandte Spalterei.

    Das führt mich stracks zu der „echte Neustädter“- Diskussion: Ehrlich mal, Leute, die echte Neustadt ist mit dem letzten sanierten Haus gestorben. Das, was (zumindest für mich und mein Umfeld) die Neustadt berühmt gemacht hat, war doch dieses unfassbar abgewrackte mit dem vielen Leben dazwischen (als Empfehlung dazu: Günther Starkes Buch „Starkes Viertel“). Waren wir nicht selbst zu faul oder zu eingespannt in unseren eigenen Kram, um gegen das Verschwinden der ganzen Künstlerateliers, Ausstellungsräume, Projekte, Kneipen und Cafés und was nicht sonst noch allem zu demonstrieren? Und was meinen diese Kiddies denn heutzutage? Die sind doch bestimmt erst hergezogen, als hier schon alles saniert war, also das Kind schon längst im Brunnen lag. Der Drops ist gelutscht, die Neustadt lebt doch nur noch von ihrem Ruf von damals.

  24. @Anna,
    was ist 1 „echter“ Neustädter ?
    Ich selbst bin 1 vor 12 Jahren zugezogener
    „Wessi“ (Frankfurt a. M.) Bin ich jetzt 1 echter
    Dresdner (Neustädter Bub) ? Oder muß ich mich
    noch gedulden bis mein Rücken Moos ansetzt ?
    (Mein Kopf sieht jetzt schon aus wie ein halbvoller
    Eierkarton)
    @Post,
    99 % Zustimmung. Danke !
    @Katze Kit,
    die Uhrzeit der fahrenden (oder eben nicht…) Bahnen
    spielt GAR KEINE Rolle !!! Es soll Leute geben welche
    auch nachts auf Arbeit / nach Hause müssen / wollen.
    @Karsten,
    Transferiert ? Übersiedelt oder Ausgewandert ? :-)

    I.

  25. @Karsten: Jungspunte?

    Ein Spund ist (umgangssprachlich) jemand, der aufgrund seiner Jugend als unerfahren, nicht kompetent angesehen wird.

    Meinst du das? Dann ist das „jung“ davor bissel überflüssig, oder?

  26. @Anton

    Die Schreibweise „sz“ war bis Ende 1800 gebräuchlich, weil man bis dahin kein entsprechendes Zeichen („ß“) für Antiqua-Schriften hatte. Insofern bewegt man sich auf Aktivistenseite auf recht rückwärtsgewandtem Level. Mich würde aber durchaus interessieren, was Linke bewegt, diese Schreibweise zu benutzen. Vermutlich hat man sich darüber aber gar keine Gedanken gemacht und empfindet das einfach nur als eine Art der Rebellion.

    @Karsten

    Nein, man schreibt nicht seit jeher Masz. Das betraf wie gesagt die Zeit vor 1900, danach allenfalls die Schreibweise in Versalien in Ermangelung eines „großen ß“. Standard ist seit ich denken kann „MASSE“, auch wenn es sinnverfälschend sein kann.

    Und „Strasse“ war nie gebräuchlich, es ist einfach falsch. Groß dagegen schon „STRASSE“.

    Kann aber auch sein. daß das DDR-Spezialitäten waren, da kenne ich mich nicht aus.

  27. @Lenbach: Nachdem mein Interesse geweckt war und ich etwas rumrecherchiert hatte, müssen wir uns wohl in der Mitte treffen.

    Hier und da ist auch laut Duden „ss“ statt „ß“ erlaubt. Desweiteren gibt es deutschsprachige Länder, die gar kein „ß“ kennen und statt dessen „ss“ schreiben.
    So eine richtig schlüssige und durchgängige Regel ist es ja dann eigentlich nicht, denn man müsste bei Strasse das „a“ genauso kurz sprechen, wie man es auch von z.B. Trasse kennt, macht man ja aber nicht. Und ich kenne durchaus viele technische Zeichnungen und Dokumentationen, in denen Masze steht.
    Bleibt nach wie vor unbeantwortet, was unsere hochverehrten Aktistchen so bezweckt hatten.

  28. @Anton: Und Du wirst im Internet auch einige Spunde ohne jung finden, was dann wieder was anderes ist. Kleiner Schlaui Du… :-)

  29. stimmt… eeeeextrem asozial, wenn man auf einen sozialen Missstand hinweist…. meine Güte wo sinnmern hier???

  30. lass uns doch endlich gegen die missstände in Deutschland was tun…ich hab ne idee…stellen wir doch sofas auf die stasse und saufen…da können wir es den da oben ma richtig zeigen. es kann nicht sein das es in Deutschland so wenig Sofas auf den strassen gibt. Wozu zahle ich Steuern. Jeder in diesem land hat ein recht auf einen Sitzplatz..

  31. Die Neustadt könnte eines der schönsten Viertel in Europa sein.
    Cafés, Gallerien und Boutiquen.
    Stattdessen versiffte Verlierer aller Couleur die sich nicht mal das Bier in den veranzten altbackenen Kaschemmen ums Eck leisten können, stattdessen auf verwichsten Sofas oder verpissten Bordsteinen sitzen.
    Einzig Bautznerstrasse und ML Platz scheinen sich langsam zu entwickeln.

  32. Zitat: „Steigende Mietpreise würden „ehemals Geflüchtete sowie andere Zwangs­prekarisierte … immer weiter an den Rand der Städte gedrängt“, wo sie in „oftmals leblosen Vorstadtvierteln ihr Dasein fristen müssen“

    … vor ca. drei Monaten habe ich Asylanten bei der Wohnungssuche unterstützt. Seit einer Woche bewohnen sie eine frisch renovierte Dreiraumwohnung am Neustädter Markt Von ihrem Balkon blicken sie auf den „Goldenen Reiter“. Soviel zu leblosen Vorstadtvierteln.

    Kleiner Tipp … einfach mal ins Internet schauen z.B. zu VONOVIA gehen. Oder muss das auch noch die Mutti machen?

    Man, Man, Man … die Menschheit degeneriert zusehends

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