S-Bahn-Haltestelle gestaltet

Street-Artisten: Jens, Anett und Florian
Street-Artisten: Jens, Anett und Florian
Am vergangenen Osterwochenende haben mehr als 30 Künstler die neue S-Bahn-Haltestelle am Bischofsplatz gestaltet. Zum Teil mit Graffiti, zum Teil mit sogenannten Tags, zum Teil mit Zeichenkunst. Heute haben die Künstler das Projekt vorgestellt.

Die Betonwände an dem neuen Haltepunkt waren sehr verlockend, die ersten Tags zierten schon die Wände, als die Station noch gar nicht eröffnet war. Um diesen Platz zu besetzen und die lokale Street-Art-Künstler mit einzubeziehen, hatten der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und die Organisatoren des Lack-Streiche-Kleber-Festivals zur öffentlichen Malstunde aufgerufen. Gekommen sind laut Organisator Jens Besser 33 Künstler und es wurden rund 40 Liter Farbe an den Wänden verteilt. Der VVO und die S-Bahn unterstützen die Aktion, in dem sie die Kosten für Farbe übernahmen.

Klar, dass die Station einen Hecht bekommen musste
Klar, dass die Station einen Hecht bekommen musste
Vorgaben gab es fast keine. Christian Schlemper, Pressesprecher des VVO: „Wir haben nur gefordert, dass sowohl S-Bahn- als auch VVO-Logo irgendwie mit eingearbeitet wird.“ Während der vier Tage erhielten die Künstler bereits positives Feedback auf die Aktion, berichtet Jens Besser, der mit dieser Mal-Aktion auch gleich auf das im Juli und August stattfindende Lack-Streiche-Kleber-Festival hinweisen will, das dieses Jahr bereits zum dritten Mal stattfindet.

Beteiligte Künstler waren unter anderem: Andy K. Atrourette, Benuz, Jens Besser, CIK, crei8ght, Lauchs, Muah, Panda, Sichtbetong Crew, The Birds Crew und noch etliche weitere Akteure.


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14 Kommentare zu “S-Bahn-Haltestelle gestaltet

  1. „Lauchs“ sollte wirklich den Namen ändern, oder komplett unsichtbar bleiben, denn eine Menge Leute sind ziemlich sauer auf den Genossen, der sich auch schon an meinen Wänden versucht hat, aber eben nur mit erbärmlichem Herumgetagge. Kann man sicher alles machen, nur mein Tipp wäre, nicht dabei erwischen lassen, auch nicht von mir! Ich bin großer Fan von Street-Art, doch begreift es endlich, wir sind weder in der Bronx, noch in Harlem! Klar, was ich meine?

  2. Wow, das sieht ja total „gut“ aus, regelrecht unverwechselbar! Kein anderer Bahnhof sieht so aus!
    Und „super“, daß da auch so honorige Gesellen wie die Sachbeschädiger von Lauchs mitmachen durften! Aber schließlich kommt der Organisator Jens Besser auch aus dieser Ecke, hat er doch unter den Namen „Nologo“ und „Sia“ selbst jahrelang der Stadt und Privatleuten ungefragt ihr Eigentum „verschönert“. Der Fortschritt ist so „schön“, jeden Tag wird es „angenehmer“.

  3. Es ist wirklich sehr schön geworden. Das nenne ich Kunst, Können und schön anzuschauen.

    Wermutstropfen ist, dass ich „Lauchs“ lesen musste. Wer auch immer diese ***entfernt, siehe Hausordnung*** sind. Es dürfte genug Eigentümer, Anwohner etc. geben, die sich tagtäglich an diesem ***entfernt, siehe Hausordnung*** Verhässlichungsgeschmiere an wirklich jeder sichtbaren Ecke „erfreuen“ dürfen. Ich gehöre dazu.

    Meine Anerkunnung an alle anderen Gestalter des Haltepunkts. Ist wirklich schön geworden. Und geil finde ich -natürlich- den Hecht. :-)

  4. Ich stimme Karsten völlig zu-mit welchem Recht erlauben sich diese ***entfernt, siehe Hausordnung***, besser wohl ***entfernt, siehe Hausordnung*** Farbschmierer ihren Frust über wohl eigene Erfolglosigkeit mit feiger nächtlicher Farbklexerei loszuwerden? Noch unverständlicher ist die Anmassung, solche Art Verunstaltung auch nur Ansatzweise mit „Kunst“ bezeichnen zu wollen …
    Ich bin kein Freund polizeilicher Aktivitäten-wünschte mir aber diese Weltverunstalter endlich einmal mit den für die Eigentümer finanziellen Folgen ihrer Weltverunstaltung konfrontieren zu können- und vor allem bezahlen zu lassen.
    Ach ja, schön, dass es diesen Bahnhof jetzt gibt- und schade, dass ich jeden Tag diese Verunzierereien anschauen muss …

  5. Als Mirorganisator dieser Malaktion fühle ich mich verpflichtet hier auf eure Aussagen zu reagieren.
    Graffit polarisiert. Es ist was total Anderes als StreetArt.
    Dieses Projekt hatte den Ansatz präventiv zu wirken und eben auch die zu integrieren, welche den Unmut bei den meisten von euch stiften. Aktive Präventionsarbeit heißt mit allen zu kooperieren,welche in dem Kiez leben und ihn gestalten. Es wäre also auch euch freigestellt gewesen an dieser Aktion zu patizipieren. Leider war dem ja nicht so,oder? Die oder der „Lauchs“ sind den meisten nur durch die Artikel eines drittklassigen Lokalredakteurs aus Radebeul bekannt. Ohne seine Artikel wäre der Großteil nicht so sensibilisiert worden ihre Arbeiten als „Mist“ zu deklarieren. Die Eigentumsfrage stellt sich in Deutschland nicht und es gibt klare Spielregeln. Darüber muss man hier nicht streiten. Fakt ist aber, dass die /der „Lauchs“ nichts anders machen als etablierte ‚Künstler‘ oder bekannte Marken. Sie/ er treten mit einen Namen in die Öffentlichkeit und verfolgen dabei einen Selbstzweck, welcher nicht auf Profit aus ist. Es geht um Bekannthei also „Fame“ in der Szene. Diesen erreichen sie, indem Leute die Arbeiten sehen und bewerten. Ich gebe zu bedenken, dass jeder Kommentar von den selbsternannten Kunstkritikern auf dieser Plattform auch dazu beitragen, dass diese Person oder Gruppe bekannter zu machen. Wenn es das zentrale Anliegen ist, dann weiter so. Auch negative Werbung ist bekannterweise Werbung.
    Aus meiner Perspektive sollte es mehr von solchen Projekten geben um aktiv gegen „schlechte“ Graffitis vorzugehen. Steigt nämlich der Druck auf die Szene ist es nur logisch,dass auch die Qualität der Arbeiten darunter leidet und demnach das Stadtbild nicht positiv geprägt wird. Bitte denkt etwas mit. Dresden kann in der aktuellen Situation etwas Farbe und Weltoffenheit gebrauchen. Seht ihr das anders? Wenn es also Menschen gibt die etwas verändern wollen…dann sollten diese Bemühungen nicht gestraft werden. Wenn jemand der werten Leser also Flächen zur Verfügung stellen möchte, um sich vor Vandalismus durch Graffiti – durch Graffiti zu schützen kann er sich gerne melden. Beste Grüße

  6. Geehrter Gerhard Richter.

    Ich danke für diesen wirklich gut gelungenen Aprilscherz.

    Beinahe hätte ich empfohlen, sich mal mit Begriffen wie Egozentrik und ganz besonders Egozentrismus auseinanderzusetzen. Dann begriff ich, dass es sich nur um einen Scherz gehandelt haben kann. :-)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Egozentrismus

    Mit besten Wünschen für einen weiterhin gelungenen Tag,
    Karsten

  7. Hm … also wie es jetzt am Bischofsplatz aussieht, da will ich nicht meckern. Auf jeden Fall viel schöner als kahle Betonwände. Nur wielange wird es wohl so aussehen? In paar Monaten sind dann viel Graffitis übersprüht, beschmiert und es sieht einfach nicht mehr schön aus. Was ich aber bedenklich finde, ist folgende Formulierung „Wenn jemand der werten Leser also Flächen zur Verfügung stellen möchte, um sich vor Vandalismus durch Graffiti – durch Graffiti zu schützen kann er sich gerne melden.“ Heißt also, man muß Gebäude, Wände etc. besprühen lassen (ggf. legal), damit sie nicht illegal besprüht werden? (Wobei die Frage ist, ob dies wirklich mittel- und langfristig hilft, aber darum geht es gerade nicht). Also sorry, aber das finde ich schon traurig. Wäre doch auch schön, wenn da mal ein Gebäude oder eine andere Fläche so bleibt, wie es deren Besitzer/Eigentümer gern möchte. Und wenn das Haus eben einfarbig gestrichen ist, warum darf das nicht so bleiben? Ja, ein legal besprühtes Gebäude sieht häuft viel besser aus als illegal besprüht (oder eben wie häufig eher beschmiert), aber es ist für die Eigentümer manchmal auch nur die zweite Wahl. Also was muß man machen, wenn man ein Gebäude im Ursprungszustand behalten möchte? Komplettüberwachnung mit direktem Draht zur Polizei? Regelmäßig Reinigungen und neue Anstriche bezahlen? Massive Barrieren (Zäune etc.) rund um das Gebäude errichten? Achja, irgendwie sind wir da auch wieder am Anfang. Vielleicht hätte die Bahn den Haltepunkt ja auch gern ganz anders gestaltet, nur weiß man ja mittlerweile als leidlicher Erfahrungen, dass dies nur von sehr kurzer Dauer ist. Und ja, mich nervt das gewaltig, weil eben mehr als 90% schlichtweg Schmierereien an Häuserwänden usw. sind. Wird auch am Haltepunkt wohl bald so sein, ich erinnere da nur mal an die Drewag-Häuschen, die meisten sehen da heute leider auch nicht mehr so schön aus, wie man sie mal besprüht hatte :-(

  8. mensch herr richter, da war doch auch lob in dem einen oder anderen kommentar versteckt :)
    (in meinem nich, deswegen und ehrlich: schick geworden!)
    weltoffenheit zu bewerben, aber im selben atemzug über anderer meinung oder ansicht zu schimpfen, beisst sich meines erachtens dennoch ein wenig.
    nüscht für ungut, n schönes wochenende ;)

  9. Auch wenn’s nur eine Notlösung ist, es ist besser als das Gekritzel was sonst entstehen würde. „Taggen“ ist für minderbemittelte 13 Jährige.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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