Rauchen gefährdet die Gesundheit

Müde stapfe ich die Straße entlang. Meine schweren Stiefel knirschen im dreckigen Schneematsch. Jede gepflasterte Ausfahrt ist die Hölle. Wenn ich jetzt stürze und mir die Knochen breche, hab ich es wohl nicht besser verdient.

Der Abend war eine Katastrophe und doch so wunderbar. Sicher hatte ich das eine oder andere Bier zu viel – und morgen wird mein Kopf bis zum Bersten voller stichelnder Nadeln sein. Doch das ist es nicht. Nein. Es ist die Gewalt, die unbeherrschte, rücksichtslose Gewalt. Es war auf einem kleinen, aber gut besuchten Konzert. Die Massen drängten sich, ich hatte es bis direkt vor die Bühne geschafft. Vor knapp zwanzig Jahren hatte ich die Band zum ersten Mal gesehen, getanzt, getobt, gerockt.

Auch heute zuckt es mir wieder in den Füßen, der Kopf wippt automatisch mit. Dann kommen die alten Stücke, die Lieder zum Mitsingen. Wild springe ich hin und her, brülle mir die Seele aus dem Leib. Dann ein neuer Song, er beginnt ganz ruhig. Automatisch will ich mir eine Kippe anstecken. Doch in dem Moment schreit mir ein Bursche von hinten ins Ohr:

Hier ist Rauchverbot!


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Palais-Sommer

Mir doch egal, ich zünde das Feuerzeug. Eine Hand schnellt mir gegen die Wange, die Kippe fliegt davon. In dem Moment wird die Musik schneller und ich wende mich um, springe auf den Kippenwegschläger los.

Ein anderer, einer mit Körpergröße und massiger Fülle und lustigem Rockerzopf und Ziegenbärtchen, er drängt sich dazwischen und mich zurück.

Ich lass mich treiben, ich koche, die Wut muss raus. Schimpfwörter rasseln mir durch den Kopf.

Das nächste Lied.

Es wird noch schneller. Wieder ein Klassiker. Wieder ein Song zum mitschreien.

Ich hab mich wieder zur Bühne gedreht, die Kerle in meinem Rücken. Das Geschubse wird heftiger. Als ich mich umdrehe, fliegt der Bärtige gerade auf mich zu. Alle Wut bricht aus mir aus.

Ich packe ihn und stoße ihn durch den Raum. Die Brille rutscht mir von der Nase, mit beiden Händen kann ich sie halten. Vielleicht war das sein und mein Glück. Vielleicht wäre sonst Schlimmeres passiert.

So bleibt es beim Geschubse. In der Menge der Leiber kann er nicht fallen, aber er weiß jetzt, was ich von ihm halte. Prompt rückt er wieder auf, schreit mich an. Ich schrei zurück, er macht merkwürdige Gesten, zeigt mit seinen Fingern in seine Augen. Kräftige Burschen halten uns auseinander. Trotz aller Wut muss ich nun grinsen. Mir egal, ich dreh mich zur Bühne und bin nun nur noch bei den Songs.

Neben mir raucht einer, ich schnorre ein paar Züge, der Sänger vor mir hat sich während der Pause vor den Zugaben auch noch eine angesteckt.

Ich bedanke mich beim Nebenmann fürs Zurückhalten und dränge mich durch den Raum, zum Tresen, zum Bier – nach draußen zum Rauchen.

90 Kommentare zu “Rauchen gefährdet die Gesundheit

  1. Finde ich gut, dass es anscheinend doch einige Leute gibt, denen es nicht egal ist, dass jeder das Rauchverbot ignoriert, so gut er kann.
    Sorry, Anton, aber diese „Mir-doch-egal“-Haltung finde ich zum ko****!

  2. Bin gespannt, ob solche Leute wie Martin auch immer noch – Bravo Staat – rufen, wenn die das Trinken von Alkohol oder das Tragen von Birkenstocklatschen verbieten… ;-)))

  3. …wenn ein Raucher so solidarisch ist mich an seiner Kippe passiv mitrauchen zu lassen darf er an meinem Bier auch mal „passiv kosten“
    Bon Appetit!

  4. Pingback: aloe-vera
  5. Mir persönlich ist es nicht egal, wenn Raucher draußen frieren müssen – ich freu mich darüber und muss zugeben, bei solch einem Anblick auch ein kleines bisschen Genugtuung und Schadenfreude zu verspüren…:-P

    Immer dieses unentspannte „aber draußen ist doch kalt – da friere ich doch“-Gerede. Klar – genau das ist ja auch der Sinn des mittlerweile leider viel zu oft aufgeweichten „Nichtrauchergesetzes“. Frierend sollt ihr dafür büßen, mich als Nichtraucher jahrelang ungestraft belästigt zu haben! ;-)

  6. Schon interessant, wie schnell man in die Öko-Birkenstock-Müsli-Langweiler-Schulbade geschoben wird, nur weil man sich mal erdreistet der Meinung zu sein, dass Rauchen mindestens die Mitmenschen nervt. Gerade bei Konzerten geht mir das nämlich massiv auf die E***.

    Kurz nach Einführung des Rauchverbotes war ich zu nem Ska-Konzi in der Chemiefabrik, wo wirklich mal nicht geraucht wurde. Da drin ist die Luft aufgrund des kleinen Raumes mit niedriger Decke eh schon grenzwertig bis mies. So war es aber wenigstens erträglich.

    Vor ca. nem Monat war ich wieder zum Ska dort und es wurde wieder geraucht. Ich hab zwar die ganze Zeit durchgehalten, aber zwei meiner Begleiter mussten nach etwa der Hälfte des Konzerts erstmal raus an die frische Luft. Da interessiert es auch keinen Raucher, ob die draußen frieren…

    Gerade bei Konzerten, wo man sich viel bewegt und der Sauerstoff eh schon knapp ist bin ich jedem dankbar, der dem Nebenmann die Kippe ausm Gesicht holt.

    @Fire: Birkenstock verbieten? Gern doch! Wo muss ich unterschreiben? :P Und wenn hier einer heult, dann isses wohl gerade Anton ;)

    @Anton: siehe Torsten :P

  7. Gegenüber früher hat sich in der Sache eigentlich kaum etwas getan: die Raucher rauchen und die Nichtraucher atmen. Aber diese Diskussionen! Ich möchte gern mal wissen, um wie viel Zehntelgrad man die globale Erwärmung reduzieren könnte, wenn die Energie für all die Debatten rund um das Rauchen eingespart würde;-)

  8. @ Martin: Keine Unterstellungen. Ich heul nicht, da rauch ich lieber Eine.

    Interessant übrigens, dass hier alle nur über das Rauchen diskutieren und keiner rummeckert, dass ich meine gewalttätige Ader nicht im Griff habe, und ob ich nicht mal zu nem Therapeuten gehen sollte.

  9. @Anton: Ich nehme mal an Die Art und der Song zum Rauchen war Marian.
    Und zur Diskussion: Ich dachte das Thema ist irgendwann durch, aber so lange Leute einmal im Quartal rausgehen und sich dann wundern, dass es noch Menschen gibt, die tatsächlich rauchen, gibts wohl weiterhin diese Diskussion und weiterhin den Wunsch irgendwelche Gastronomen zu verpetzen oder sich über Raucher aufzuregen, die einen bis Anfang 2008 auch nicht störten. Traurig.

  10. @ Anton:

    Was soll den das? Du meinst wohl, Nichtraucher sind Stubenhocker und die Raucher ach so gesellig. Ich gehe als Nichtraucher auch viel weg und bin dankbar dafür, dass endlich nicht mehr geraucht werden darf, speziell in Konzertlocations. Das übermäßige Gerauche hat mich schon immer gestört, nur gab es früher kaum eine Handhabe dagegen. Wenn man solch Schwerabhängige bittet, mal für die Dauer von zwei (!) Stunden vom Glimmstängel zu lassen, bekommt man nur höhnische Antworten. Insofern musste das also gesetzlich geregelt werden. Persönlich kann ich das Rauchen bis zu einem bestimmten Punkt aushalten aber die Meisten sind absolut unfähig, sich zu beschränken. Da wird eine Kippe an der anderen angezündet.
    Ich wünsche Dir nicht, dass Du Dir mal eine Kippe anzündest, wenn meine Frau neben Dir steht. Die ist ansonsten die Ruhe selbst aber da rastet sie aus.
    Traurig ist nur, dass Du und viele Andere nicht einsehen, dass sie abhängig sind. Und die Logik, dass es niemanden stört ist totaler Quatsch. Überhaupt ist Eure Argumentation mit persönlicher Freiheit sehr gehaltlos. Da könnte ich auch mit dem Auto durch die Neustadt rasen und sagen – mir ist jetzt danach, ich habe Lust dazu. Sicher, die Auswirkungen des Rauchens sind nicht so extrem aber letztendlich gefährdest Du damit ebenso andere Menschen, die das nicht wollen. Was Du mit Deiner Gesuchdheit machst, ist allein Deine entscheidung. Na dann, gut hust! http://www.youtube.com/watch?v=XqcHW9ssUzI

  11. Zitat:“…wenn meine Frau neben Dir steht. Die ist ansonsten die Ruhe selbst aber da rastet sie aus.“

    Spannend – klingt nach Spass – dann los – wann und wo? ;-)

  12. Ahoi Anton,
    der von Dir höchstselbst geforderte Therapeut befindet sich direkt in der Groove an der Tür und wartet den ganzen Abend nur auf Leute wie Dich….

  13. Das Schiff wäre dann meine 2. Wahl gewesen…
    Und randOM, falls sich dein Eintrag auf meinen bezieht: wie gesagt, das Thema ist doch durch und deine konstruierte Argumentation ändert daran auch nichts. Ist doch okay, wenn es jetzt so viele Lokalitäten gibt, in denen nicht mehr geraucht wird, deswegen muss man ja nun nicht ständig den Gesetzgeber feiern oder am liebsten selbst Ordnungsamt spielen.

  14. Fire:

    Das Rauchen ist bislang genauso wenig „verboten“ wie das Trinken von Alkohol oder das Tragen von Birkenstock-Latschen. Immer schön bei den Fakten bleiben ;)

    @ all:

    Ok – ich kann mich teilweise des Eindrucks nicht ganz erwehren, dass hier Rauchen als so eine Art menschliches Grundbedürfnis verballhornt wird, dessen volksmedizinisch begründete Einschränkung als eine Art „staatlicher Willkürakt“ hingestellt wird, ähnlich, als würde man den Menschen verbieten, Rockmusik zu hören oder Hüte zu tragen.
    Kann ich so nicht stehen lassen.
    Rauchen ist und bleibt ein Laster, das nachweislich die Gesundheit schädigt – und zwar nicht nur im von Anton hier leicht ironisch dargestellten Sinne.
    Ich bin nicht dafür, dass Raucher „draussen frieren“ müssen, aber ich bin dafür, dass Rücksicht auf diejenigen genommen wird, die nicht rauchen möchten, weil ihnen einfach an ihrer Gesundheit liegt.
    Es steht nach wie vor jedem Raucher frei, daheim, an der frischen Luft, im Grünen oder in der Kneipe seines Vertrauens zu rauchen – von „Verbot“ kann ja so eigentlich gar keine Rede sein.
    Richtig ist, dass es kleinen Kneipen ermöglicht werden sollte, das Rauchen insgesamt zu gestatten, wenn ihnen die Möglichkeit eines separaten Raucherraumes nicht gegeben ist.
    Aber dort, wo es einen solchen gibt, oder dort, wo Rauchen einfach mal ausdrücklich untersagt ist, einfach zu sagen: ‚pa, is mir doch schnuppe‘ und sich trotzdem einfach eine anzustecken – sorry, Anton, da hab ich leider auch kein Verständnis für. Hat es dich jemals gekümmert, dass Nichtraucher früher immer zwangsläufig mitrauchen oder aber draußen bleiben mussten, egal, ob es sich um eine Kneipe, eine Disco, eine Bar oder eine Konzerthalle handelte?
    Ich finde, dagegen ist der Kompromiss aus rauchfreien Kneipen mit Raucherräumen und kleinen Raucherkneipchen doch wirklich annehmbar.

  15. @Jane – Du verstehst manche Beiträge auch nur so, wie Du sie verstehen willst, oder nicht?
    Natürlich ist Rauchen zwischenzeitlich verboten – nämlich in einem Großteil der Kneipen…
    Und hört doch auf so scheinheilig zu argumentieren, als wenn Rockkonzerte und das Verzehren von chemikalienveräuchten Lebensmitteln aus Supermarktketten GESUND wäre…

  16. Fire:
    Hallo? In öffentlichen Gebäuden wie Bahnhöfen, Bürohäusern oder Flughäfen ist Rauchen schon seit Langem verboten – was glaubst du, sind Bars, Restaurants und Discos?
    Und nein – insgesamt sind es nur sehr wenige Lokalitäten, in denen Rauchen tatsächlich „verboten“ ist, also kein Kompromiss im Sinne eines Raucherraums geschaffen wurde.

    Ich glaube kaum, dass man einen Tinnitus oder eine Magenverstimmung mit Lungenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs, Herz-kreislauf-Erkrankungen oder Ähnlichem vergleichen kann, wozu Rauchen nachweislich in vielen Fällen führt. Ich hatte einen Onkel, der konnte die Pfoten noch nicht mal vom Glimmstängel lassen, als er vom Nieren- und Leberkrebs schon quittegelb im Gesicht war und kurz vor dem Ende stand.

  17. Fahr mal nach Thüringen oder NRW und schau, in welchen Lokalitäten da das Rauchen noch erlaubt ist – null…
    Aber ich möchte darüber gar nicht mehr debattieren – es geht mir schlicht auf den Zeiger, als wenn es nicht Wichtigers auf dieser Welt gäbe als den von der Regierung erfundenen „Nichtraucherschutz“…
    Und was Du da von all den Krankheiten plapperst hast Du sicher aus eine der schönen Frauenzeitschriften, oder? Ja ich weiß, das war frech, aber ich könnte Dir eine Vielzahl von Gegenbeispielen bringen – ich laß das aber, weil Du (oder die anderen militanten Nichtraucher) es sicher nicht hören und verstehn WOLLT….

  18. fire:

    Wir reden hier nicht von Thüringen und NRW, wir reden hier von Dresden-Neustadt. Und wir hatten hier vor einigen Tagen so eine hübsche Auflistung von Kneipen – in der absoluten Mehrzahl dieser war das Rauchen prinzipiell erlaubt, ob nun mit oder ohne separatem Raucherraum. Ich verstehe also das militante Geschrei seitens mancher Raucher teilweise nicht, die so tun, als ob sie in keine Kneipe mehr gehen könnten, ohne dass ihnen dort die Lunte gelöscht würde.

    Insgesamt gefällt mir deine aggressive, persönlich beleidigende und unsachliche Diskutierweise überhaupt nicht. Was haben dir die Leute hier getan? Ja, ich vergaß, einige rauchen nicht…
    Und wenn du meine Postings zum Thema mal erkenntnisorientiert lesen würdest, würde es dir nicht im Traum einfallen, mich „militant“ zu nennen. Als Ex-Raucherin kenne ich lediglich beide Seiten – und versuche IMMER, auch beide an einen Tisch zu bekommen. Etwas, von dem du meilenweit entfernt bist. Dir ist nur eines wichtig: du.

  19. Pingback: Dresden Neustadt
  20. Was Dir gefällt und was nicht ist mir schlicht schnuppe.. ;-)
    Und du solltest lernen, in Deiner Erregung trotzdem in aller Ruhe zu lesen und zu verstehen – ich schrob:“… Du (ODER….)“ – nun, jetzt klarer?
    Und was die Aggressionen angeht – ich meine vorhin gelesen zu haben – KEIN MITLEID MIT DEN SÜCHTIGEN und anderen Käse – ich bin die ganze Zeit am Grinsen, also aggresiv? Nun ja….

  21. Christoph:

    „womit wir wiedermal beim Krabbensalat wären….“

    Was hat denn jetzt der Krabbensalat mit dem Rauchen zu tun?

    Schungs, jetzt mal ganz ehrlich: Neulich kamen wir so ganz spontan und kollektiv auf schlappe 36 Neustadtkneipen, in denen DRINNEN (also ohne Frostbeulengefahr) geraucht werden darf, das waren gewiss auch längst nicht alle. Lediglich bei sechsen ist das Rauchen dagegen nur vor der Tür erlaubt.
    Wo liegt denn also hier euer Problem??

  22. Fire:

    Du solltest vielleicht deinen eigenen Schrieb besser verstehen lernen. Du schriebst: „weil Du (oder die anderen militanten Nichtraucher)…“.
    Wozu auf „andere“ hinweisen, wenn du mich nicht (auch) als einen solchen betrachtest? Phhhh…

    Und was das betrifft, was andere hier schreiben, solltest du vielleicht lernen, zu differenzieren und nicht alle über einen Kamm zu scheren, nur weil dir deren Grundhaltung nicht passt. Ich hab nie was von „kein Mitleide“… und so geschrieben, im Gegenteil, ich schrieb von „Kompromissen“ und „Rücksichtnahme“. So viel dazu, wie aufmerksam du hier die Postings liest.

  23. @Jane: Wenn man die Länge und den Inhalt deiner Beiträge mit den anderen vergleicht, dann stellt sich eher die Frage, wo ist dein Problem? ;-)

  24. ich hab nur bei fire den faden verloren…Rockkonzerte und das Verzehren von chemikalienveräuchten Lebensmitteln aus Supermarktketten GESUND wäre…
    das is nich auf meinem mist gewachsen, fire ist plötzlich aufs essen umgeschwenkt
    ich rauche übrigens nicht

  25. christoph:

    Oh, alles klar. Ja, in diesen hitzigen Debatten kann man schonmal den Faden verlieren ;)
    Ich rauche auch nicht (mehr), bin aber weit davon entfernt, den Rauchern kollektiv den Stuhl vor die Türe stellen zu wollen.

  26. @Jane:

    Ich denke nur, manchmal ist weniger mehr. Und dass du nun zu jedem Thema was weißt und auch gleich einen Augenzeugen oder einen Betroffenen kennst, macht es nicht glaubwürdiger oder interessanter, im Gegenteil.

  27. rudi:

    WAS ist dein Problem?
    Dass man mir offensichtlich kein Militantentum vorwerfen kann (macht sich ja immer so schön)? Dass die Argumentation „wir armen Raucher sind überall ausgesperrt und diskiminiert“ angesichts von 36 Raucherkneipen gegenüber sechs rauchfreien allein in der Neustadt offensichtlich nicht sonderlich glaubwürdig wirkt? Oder doch eher die Tatsache, dass man als Nichtraucher die Frechheit besitzt, von dir so etwas wie Rücksichtnahme zu erwarten?

  28. @christoph: Ich habe das Essen und die Rockkonzerte (mir fallen da glaube ich noch hunderte Dinge ein) gesundheitstechnisch gegenübergestellt. Weil immer behauptet wird – NUR rauchen macht krank – uns so ist es halt nicht… ;-) Sehr, sehr einfach – ich weiß – ich kann aber nicht anders… ;-)

  29. fire:
    Niemand behauptet hier, dass einzig Rauchen krank macht. Aber es MACHT nachweislich krank, und zwar mit Sicherheit mehr, als ein verantwortungsbewusster Gebrauch von Lebensmitteln, und das ist das, was hier relevant ist.

  30. @Jane – WILLST oder KANNST Du micht verstehen? Ich habe Dir nix vorgeworfen! Das Wort ODER differenziert doch, oder nicht? Ich schrob:“… Du ODER die militanten Nichtraucher…

  31. @Jane:
    Wie erwähnt, ich habe kein Problem als Raucher und als Mensch, ich fühle mich nicht ausgesperrt oder diskriminiert. Was mich vielleicht nervt sind Menschen, die sich plötzlich überall von den angeblich rücksichtslosen Rauchern gestört fühlen, als gäbe es die Raucher erst seit Einführung des NRSG.
    Aber meine Frage war ja eher: Was ist dein Problem, dass du dich so reinstresst?

  32. …und zwar mit Sicherheit mehr, als ein verantwortungsbewusster Gebrauch von Lebensmitteln…

    EINSPRUCH EUER EHREN!

    ————————————–
    Du willst also behaupten, dass die tägliche Ernährung schädlicher sei als Rauchen? Dann lege mal deine Studien auf den Tisch, die diese These stützen würden. Ich bin gespannt.
    Ich jedenfalls hab noch von keinem Radieschen gehört, das Lungenkrebs ausgelöst hätte.

  33. rudi:

    Ich „stresse“ mich hier nicht „rein“, ich diskutiere. Stress kann ich allenfalls auf Seiten mancher Raucher hier erkennen, die meinen, dass allein ein Äußern seiner gegenteiligen Meinung und Anregen einer Diskussion „problematisch“ seien, oder mir Militantentum unterstellen zu müssen.
    Für mich nicht nachvollziehbar.
    Und ich habe nie irgendwo geschrieben, dass ich mich von Rauchern gestört fühle – ich schrieb von Rücksichtnahme und Kompromissen. Wieso diese Behauptungen?

  34. Okay, damit der Stress nicht größer wird ;-): meine Äußerung über das, was mich vielleicht nervt, bezog sich nicht auf dich, sondern war eher generell. Schönen Abend.

  35. Du mögest zwar Studien zum Rauchen haben, aber welchen Wahrheitsgehalt haben die – ich kenne die Realität…
    Und schon wieder sowas Halbgelesenes ;-) ich sprach nicht von Radieschen, wobei – die sind inzwischen genauso versäucht wie der Krabensalat… ;-))

  36. Ich stelle gerade fest – ich habe doch tatsächlich gleich 2x versäucht geschrieben – siehste, so verseucht sind die Fresserein aus dem Lidl… ;-)

  37. fire:

    Nu, und aus Krabbensalat wird „Krabensalat“…
    Also ich hab beim Lidl auch schon Bio gekauft – und eine Mehrwegabteilung hat Lidl übrigens auch, weiß nicht ob du derjenige warst, der das damals abgestritten hatte 8)

    Und dann:

    „ich kenne die Realität“

    Schätz’gen, die kenn ich auch, hab ich oben schon im Erfahrungsbericht angesprochen.

  38. So – mehr wollte ich nicht erreichen – Jane sagt Schätz’gen zu mir – Ätsch Ihr Looser!!! Ich hüpf jetzt laut pfeifend von dannen – zur Mehrwegabteilung von Lidl – die ich nimmer nicht und nie abgestritten habe, da ich noch nie bei Lidl war… ;-)

  39. zu dem thema hab ich nur zu sagen was ich zum rauchverbot allgemein sage:
    In Gaststätten und Restaurants mit Essen sehe ich das Nicht-Rauchen vollkommen ein, und ich bin Raucher.
    Aber zu sonstigen öffentlichen Veranstaltungen wie in ner Bar sitzen, Disko, Club oder Konzerte hat es vor dem Rauchverbot auch niemanden derart gestört. Und von daher finde ich jegliche Gewalt sowieso dämlich aber sich jetzt derart massiv über Raucher zu beschweren einfach nur lächerlich. Wer auf Massenveranstaltungen geht oder eben orte besucht an denen viele Menschen aufeinander treffen, muss nunmal mit Rauchern rechnen. Und wenn es jemanden derart stört das er es nicht aushält, soll er zu hause bleiben. Fertig. Ich verbiete

  40. Fire:

    Dann betrachte es als kleinen Insider-Tip. Scheint ja gewirkt zu haben, denn wenn das Szenario, vor dem Anton warnt, nicht eintritt, wird das ja heute – dank Mehrwegabteilung – deine Lidl-Premiere 8)

  41. Hasselhoff:

    Sicher, dass es niemanden wirklich gestört hat, oder ob man sich nicht vielmehr schicksalsergeben in sein Los schickte, weil man ohnehin damals nicht dran rütteln konnte?

    Ich sehe das Problem nicht: Warum soll man zum Rauchen in der Kneipe nicht in den Raum nebenan gehen? Warum müssen wirklich alle jeden Kubikmillimeter Qualm mitschlucken?
    Und was genau ist so toll daran, in einem kleinen Pub bei einem Konzi mit 100 Leuten in einem ralledichten Raum voller Qualm zu stehen, sodass man kaum noch die Hand vor Augen erkennt (geschweige denn die Vorgänge auf der Bühne)?
    Mich hat das z.B. sogar zu meinen Raucherzeiten gestört, dass die Luft immer total beschissen war auf Konzerten.

  42. So Jane – nix Premiere bei Lidl – mit der Kippe im Gesicht aufs Gesicht gefallen – jetzt weiß ich was am Rauchen gefährlich ist – DIE GLUT!!! ;-)

  43. Mich stören Leute die rauchen. Wenn ich in Raucherkneipen/Clubs unterwegs bin habe ich am nächsten Tag erheblich mehr kopfschmerzen und meine Klamotten stinken. Also wieso soll ich deine Rücksichtslosigkeit tolerieren?

  44. Ich bin nach den ganzen Beiträgen nun so überzeugt vom Nichtrauchen, dass ich alle Raucher einsperren könnte um sie vor sich selbst zu schützen.vermindertes Selbstwertgefühl, fehlende Eigenverantwortung, Autoagressives Verhalten. In gewissen gesellschaftlichen Kreisen steckt man Menschen mit solchen Eigenschaften für ein Jahr auf die geschlossene.

    Raucher, werdet endlich gesund und Menschlich!

    *Hat mal jemand einen Filter?*

  45. @jane:
    insgesamt gefällt mir deine aggressive, persönlich beleidigende und unsachliche diskutierweise überhaupt nicht!

  46. leni:

    *Gelächter*

    Ich glaube kaum, dass du es schaffen wirst, mir eine Stelle herbeizuzitieren, an der ich aggressiv oder persönlich beleidigend geworden bin ;)

  47. Ah, da war’s eben der rudi, der das seinerzeit abgestritten hatte. Am Neustädter Bahnhof gibts im Lidl selbstverständlich Mehrwegflaschen zu kaufen, und es gibt auch einen Entsprechenden Leergut-Rückgabeautomaten dort.

  48. Nö, ich wars nicht, aber im Lidl gibts einfach keine Mehrwegflaschen. Das ist Einwegschrott mit Pfand belastet, damit es nicht mehr der Bürger in den normalen Müll schmeißt sondern der Discounter. Auch die Glasflaschen sind nur Einweg also Müll.

  49. rudi:
    Im Lidl gibts auch Volvic-Flaschen, ebenso Bierflaschen, also dieselben, die es auch bei Konsum oder sonst einem Supermarkt gibt. Und das sind eindeutig Mehrwegflaschen.
    Dass der Supermarkt hinterher die Flaschen in den Müll schmeißt, ist deine ganz persönliche Theorie, die du vermutlich auch nicht beweisen kannst. Oder?

  50. rudi:
    Du warst es übrigens doch, der seinerzeit die Existenz von Mehrweggut bei Lidl bestritten hatte:

    „auf Lidl und Co kann ich gerne verzichten. Ich brauch keinen Supermarkt ohne Mehrweg-Abteilung und wenn dann noch die Einnahmen zu Scientology fließen …“

    Das waren damals hier deine Worte ;)

    Anton:

    Och, so schnell, wie der sich um den Finger wickeln lässt, sobald ihn eine „Schätz’gen“ nennt… ;)

  51. Okay, das Zitat stimmt natürlich. Ich dachte aber, es hätte eine längere Diskussion um die Mehrwegabteilung im Lidl gegeben, an die ich mich nicht erinneren konnte, da ich mich daran nicht beteiligt hatte.
    Fakt ist, die Flaschen im Lidl sind nicht Mehrweg und im Konsum gibts halt auch Einweg. Am besten die Flaschen im Lidl noch mal genau anschauen. Lidl und Co. waren es auch, die darauf bestanden haben, nur mit Einwegflaschen beliefert zu werden. Und was sollen die sonst damit machen, außer in den Müll zu werfen? In Tschechien werden aus den Plastikflaschen wenigstens hübsch anzusehende Vogelscheuchen gebastelt, aber hier…

  52. Ohne die schöne Raucher-Nichtraucher-Diskussion endgültig zu einer neuen Lidl- oder gar Einweg-Mehrweg-Diskussion machen zu wollen: Rudi hat recht und das Missverständis, dass es sich bei Pfandflaschen generell um Mehrwegflaschen handelt, führt leider dazu, dass viele Leute jetzt mit gutem Gewissen Einwegflschen kaufen – meiner Ansicht nach ist das das größte Problem des Einwegpfands.
    Einwegflaschen erkennt man übrigens am Logo, siehe auch hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Einwegpfand

  53. @Jane: Da hast Du die falschen Schlüsse gezogen. Ja, ich bin tierisch stolz, daß die große Jane mich Schätzgen nennt – nein ehrlich! ;-) Aber Du hast mich mitnichten um den Finger gewickelt – dazu rauchst Du mir zu wenig – lool
    Übrigens, was der Staat und Ihr hier toll kommentierenden Nichtraucher nicht schafft, schafft das Glatteis erst recht nicht – bin ja lernfähig. Das nächste Mal nehme ich meine Hände aus der Tasche und halte mir die Glut vom Leibe… ;-)

  54. Leider erst jetzt gelesen. Deshalb ein rauchiger Gruss von der Terasse…

    Was ich wirklich schade finde, sind die neuen Mauern zwischen Rauchern und Nichtrauchern. Ich bin bekennender Genuß-Raucher. Ich rauche gern zu einem Glas Wein, zu einem Bier, zu einem Kaffee. Zum Kaffee eine Zigarette, sonst ein Zigarillo. Ohne die Getränke wird auch nicht geraucht.

    Über ev. wechselnde Anhängigkeiten will ich jetzt mal nicht reden. Mein Freundeskreis ist bunt gemischt mit Rauchern und Nichtrauchern. NSG haben in der Vergangenheit dazu geführt, dass irgendwann sich die Runde teilte: Raucher draussen oder im Separee, Nichtraucher drinne. Gern auch 20 Minuten, solange dauert ein Zigarillo. Wenn man zu zweit ist (NR und Raucher), wird das für den den NR einsam am Tisch. Als Raucher habe ich immer unterhaltsame Gespräche am Ascher ;-) Not verbindet eben.

    Diese zwangsläufige Trennung find ich schade. Führt dazu, dass ich Kneipen ohne Biergarten insbesondere im Winter zunehmend boykotttiere. Ich vermisse nix. Vielleicht vermissen die Kneipen mich. Kann man Abhängigkeit nennen. Oder Nichtraucherschutz.

    Führt auch dazu, dass ich mein geliebtes Urlaunsland Irland nicht mehr besuche. War so schön da. Aber Urlaub ist auch Genuss. NR-Schutz-Gesetze haben auch hier eine regulierende Wirkung.

    Ich möchte den Kommentar nicht schließen, ohne die erwartete Kritik an Antons Gewaltausbruch zu rügen. Als Gutmensch verhänge ich hiermit eine Strafe nicht unter ein Mittagessen bei Haberland, SuppenBar, etc. PLUS anschließende Raucherpause. Höchststrafe!

  55. Lieber Casus,

    dass sich „die Runde teilt“, ließe sich doch aber z.b. auch dadurch verhindern, dass die Raucher mit ihrem Zigarettchen bis zum Heimweg warten. Merkst du denn nicht, wie du quasi den Nichtrauchern indirekt die „Schuld“ dafür zuschiebst, dass sich „Runden teilen“?
    Da wird doch aber der Bock zum Gärtner gemacht, wenn du mich fragst. Das Problem, weil Ungesunde, ist doch das Rauchen, nicht das Bedürfnis nach guter Luft und leidensfreiem Feiern der Nichtraucher.
    Außerdem sei nochmal angemerkt: Es gibt in der Neustadt weitaus mehr Kneipen, wo Raucher und schmerzfreie Nichtraucher (da zähle ich mich durchaus auch zu) beisammen sitzen, weil eben kein Rauchverbot greift oder zum Rauchen in eins Separee oder auf die Terrasse geschickt wird.
    Grundsätzlich ist der Nichtraucherschutz aber eine gute Sache – nicht zuletzt führt er auch dazu, dass immer mehr Raucher ihr ungesundes Laster ganz aufgeben.

  56. Ach, weil ichs grad noch lese:

    Wegen des Rauchverbotes sogar auf sein „geliebtes Urlaubsland“ zu verzichten, da schrillen bei mir schon sämtliche Alarmglocken. Das hat dann mit „reinem Genussrauchen“ wohl doch weit weniger zu tun, als du zugeben magst ;)
    Ich jedenfalls bin seinerzeit trotzdem weiter nach Frankreich und Italien gefahren – trotz 100%ig rauchfreier Kneipenlandschaft und Preisen von 7 Euro pro Schachtel Kippen. Weil ich auch mal verzichten und davon lassen konnte, wenn es sein musste – schon meinen überwiegend nicht rauchenden Freunden und einem ebensolchen Partner zuliebe.

  57. Ohne das Handeln des Autors zu rechtfertigen, kurze Frage:
    Wenn ich jemanden das nächste mal bei einer anderen gemeinwohlschädigenden Ordnungswidrigkeit erwische darf ich dem dann auch eine Scheuern?

  58. Nach dem Lesen des Artikels und dem Überfliegen vieler Kommentare bin ich ganz froh, dass es ein Gewaltmonopol des Rechtsstaats gibt. Denn auch wenn der bei weitem nicht perfekt ist: die Anwendung eines »Rechts des Stärkeren« wäre wohl auch keine Lösung ;-)

  59. Googlehupf:

    Wenn du keine Anzeige wegen Körperverletzung riskieren willst, solltest du davon besser Abstand nehmen ;)

    Aber: Muss man denn wirklich die verbale Aufforderung zum Einstellen des hausordnungswidrigen Verhaltens provokant ignorieren? Und die kam ja vorab, so ich Antons Beschreibung richtig verstanden hatte. Dennoch ist es natürlich nicht akzeptabel, dass dann losgeschlagen wird, statt bspw. das Clubpersonal zu informieren.

  60. Ich hätte schön Gänsefüßchen verwenden sollen, aber auf so ne bekloppte Frage kann man doch auch mal platt antworten…
    das Kippe wegschnippen ist mir eigentlich die gängigste bekannte Maßnahme, meistens reicht dann ein scharfer Blick und die Sache ist gegessen.

  61. Jane: Ob man im Sächsischen „Schatz“ zu „Schätzgen“ verkleinert. Klingt eher nach meiner rheinischen Heimat, obwohl, da würde man „Schätzeken“ sagen.
    Oder ist es antikisierend gemeint, à la „ich hab mein holdes Liebgen im Garten gesehen“?

  62. Aquii:

    Versteh ich nicht, es ist ja nicht so, dass die Querformat das Rauchen hochjubelt und lediglich seine Vorteile und den „Spaßfaktor“ hervorhebt.
    Im Gegenteil, da geht es doch wohl eher um die kulturgeschichtlichen Wurzeln des Rauchens.
    Und was sind denn „Zweifel des Nichtrauchens“? ;)

  63. Ach nein, Anton, warum hast Du mich zum Jahresende per Link zu diesem Aufreger geleitet? Das führt wieder vor Augen, wie schwer es manchmal ist, Rechte durchzusetzen und für sich selbst in Anspruch nehmen zu können.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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