Paradentag in der Neustadt

Die Drachen waren schick.
Die Drachen waren schick.
Gleich drei Paraden und eine Blaskapelle durchzogen gestern die Neustadt. Während die Teilnehmer des Mutter-Erde-Festivals sehr beschwingt und überirdisch inspiriert über die Gassen hüpften, zog der Radeberger Spielmannszug sehr bodenständig durchs Karree. Am längsten brauchten die Toleraver von der Tolerade.

Über den Sinn und Unsinn des Mutter-Erde-Spektakels kann man sicher trefflich streiten. Auf jeden Fall waren die Teilnehmer richtig laut mit ihrer riesigen Trommel und den scheppernden Becken. Am Ende des Umzugs stampften Sambatänzer und wilde Trommler.
Samba zum Mutter-Erde-Umzug
Samba zum Mutter-Erde-Umzug

Wie bei Pegida verrieten auch die Mutter-Erde-Teilnehmer stolz ihre Herkunft.
Wie bei Pegida verrieten auch die Mutter-Erde-Teilnehmer stolz ihre Herkunft.

Und es hat "gong" gemacht.
Und es hat „gong“ gemacht.
Der Herr an der Spitze des Umzuges hatte ganz sicher seine Mitte gefunden. Ein derart unrhythmisches „Gegonge“ habe ich selten gehört. Aber die ihm nachfolgenden Beckenschepperinnen standen ihm in nichts nach.

Wesentlich rhythmischer und viel lustiger kam die Brassband Stara Laubemia daher. Sie zogen von Trödelmarkt zu Trödelmarkt um Händler und Schnäppchensucher zu erheitern.

Brassband "Stara Laubemia" in Katys Garage
Brassband „Stara Laubemia“ in Katys Garage

Gegen 17 Uhr läutete dann der Spielmannszug aus Radeberg das Ende des Trödelmarktes ein. Organisator Ferenc Weidel grinste übers ganze Gesicht. Nette Geste: aus dem hinterherfahrenden Wartburg wurde gratis Limonade gereicht.

Radeberger Spielmannszug
Radeberger Spielmannszug


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Eigentlich sollte sie schon gegen 16 Uhr in der Neustadt ankommen, doch die Raver der Tolerade haben sich ordentlich Zeit gelassen und waren erst gut zwei Stunden später da. Etwa 3.500 Leute haben mitgetanzt, erzählte Eric Hattke von „Dresden für alle“ im Vorbeiziehen. Auf jeden Fall war es laut und bunt, und einige Tänzer wirkten schon ganz schön ermattet.

Von Autos und Fahrrädern tönten überwiegend Techno-Klänge
Von Autos und Fahrrädern tönten überwiegend Techno-Klänge

Die Menge tanzte durch Rothenburger und Görlitzer Straße
Die Menge tanzte durch Rothenburger und Görlitzer Straße
DJ auf der Tolerade
DJ auf der Tolerade

16 Kommentare zu “Paradentag in der Neustadt

  1. Wie sagte Sarrazin? „Deutschland schafft sich ab“? Scheint was dran zu sein! Jeder, der dem ungehemmten Zuzug illegaler Wirtschaftsimmigranten aus Afrika („Alles arme Verfolgte) kritisch als solchen benennt, sieht sich umgehend einem Shitstorm grünroter Gutmenschen ausgesetzt. Wieso soll ich das, was derzeit passiert „tolerieren“??? IHR, die ihr den Zuzug noch begrüßt und im Mittelmeer „Rettung“ fordert, statt Zurückzuschicken,- IHR macht euch mitschuldig an tausendfachem Massenmord durch gewissenlose Schlepperbanden, die jetzt ihr ganz großes Geschäft wittern. IHR macht euch mitschuldig an Zwangsprostitution und Menschenhandel! Nur ein beherztes STOP an allen EU-Außengrenzen kann den „Flüchtlings“wahnsinn bremsen. Alle zurück in ihre Herkunftsländer. Im übrigen: Integration bedeutet NICHT nebeneinander her zu leben,- sondern in das eigene Leben aufzunehmen. Dazu sind die meisten Gutmenschen, die sich lieber in Wohlstandsgetthos zurückziehen aber zu schade! Fangt an zu DENKEN, Leute! Ihr tragt aktiv dazu bei, das AfD und NPD in den nächsten Bundestag einziehen werden. Armes Deutschland!

  2. @FranzFerdinand
    … und umgehend folgt der Shitstorm einschließlich des Geblubberes
    und Schreiens aus der Rechts-Schwarzbraunen Ecke.

  3. Wobei mir der Gedanke auch schon gekommen ist. Ob man mit den Rettungsaktionen das Schlepperwesen nicht noch ankurbelt. Im Grunde brauchen sie keine seetauglichen Boote mehr. Sie schieben die Menschen einfach auf Flößen raus aufs Meer in der Hoffnung, die Europäer werden sie schon retten. Wenn nicht, kann es den Schleppern egal sein. Hauptsache Kohle verdient. Schöne neue Welt!

  4. @FranzFerdinand:

    Ihrem ersten Satz Wie sagte Sarrazin? “Deutschland schafft sich ab”? Scheint was dran zu sein! kann ich nur zustimmen, angesichts deutschlandweit verbreiteter schlechter Rechtschreibung, abwesender Lesefähigkeit, fehlender Medien- und Informationskompetenz, fehlender Diskussionskultur, fehlender demokratischer Fähigkeiten, mangelhafter Kenntnisse von Volksliedern oder aktiver Verachtung von Kultur jenseits von Helene Fischer und Bier.

    Aber schon der nächste von Ihnen verfasste Satz ist m.E. sachlich falsch (von Kategorien wie „moralisch“, „menschlich“, „politisch“ oder „orthographisch“ ganz zu schweigen).

    „Jeder, der dem ungehemmten Zuzug illegaler Wirtschaftsimmigranten aus Afrika (“Alles arme Verfolgte) kritisch als solchen benennt, sieht sich umgehend einem Shitstorm grünroter Gutmenschen ausgesetzt.“

    1.) „Ungehemmter Zuzug“ – Gäbe es einen ungehemmten Zuzug illegaler Wirtschaftsmigranten, so bedeutete das, Menschen könnten aus „wirtschaftlichen Gründen“ nach Deutschland ziehen, wann, wie und wohin sie wöllten. Sie könnten ein Umzugsunternehmen mit dem Möbeltransport beauftragen, in Deutschland eine Wohnung mieten, einen Tag Umzugsurlaub nehmen, hier arbeiten, durch die Straßen schlendern, Eis schlecken und ein gutes Leben führen. Es bedeutete, weder Frontex, soziale Bindungen, geographische Gegebenheiten, die ungleiche Verteilung von (sozialem, kulturellem, tatsächlichem) Kapital, noch Vollhonks, andere Vorstellungen von Wohlstand, … hinderten sie daran. – WENN das so wäre, DANN könnte man von einem ungehemmten Zuzug illegaler Wirtschaftsmigranten sprechen. FALLS das aber NICHT so wäre: was hieße das für Ihren Beitrag?

    2.) „Wirtschaftsmigrant“ ist eine im Rahmen der letzten Schengen-Erweiterung 2013 von der CSU (namentlich von Herrm Friedrich) zum wiederholten Mal in Umlauf gebrachte und vom rechten Mainstream zum wiederholten Mal dankbar aufgegriffene Metapher. Der Shitstorm, mit dem sich die CSU damals konfrontiert sah, ist ja wirklich unglaublich gewesen. Das hat der CSU sicher ganz viele Wählerstimmen gekostet. Auch richtete sich die Kritik z.B. von der SPD oder den Grünen weder gegen die unzureichende empirische Nachweisbarkeit von Wirtschaftsmigration im großen Maßstab noch gegen eine politische Instrumentalisierung des Begriffes (etwa zum Wählerfang). – WENN das so gewesen wäre, DANN wäre zwar immer noch nicht jedeR, die oder der den ungehemmten Zuzug illegaler Wirtschaftsmigranten kritisch als solchen benennt, einem Shitstorm grünroter Gutmenschen ausgesetzt, jedoch wäre es immerhin die CSU gewesen. War sie das? Wer ist momentan einem solchem Shitstorm ausgesetzt? Sie etwa, Franz Ferdinand? Wohl kaum.
    Auch hier muss ich fragen, was das für Ihren Beitrag bedeutet?
    Und: Beteiligen Sie sich eigentlich manchmal auch an Shitstürmen? Versuchen Sie vielleicht manchmal sogar selbst, einen Shitstorm mit unbelegten, übertriebenen Behauptungen und Anschuldigungen zu inszenieren? Wenn ja: gegen wen richten sich Ihre Shitstürme eigentlich?

    FranzFerdinand: Ich werde hier nicht weiter mit Ihnen kommunizieren – nicht weil wir unterschiedlicher Meinung sind, sondern weil ich kontroverse Themen aus Gründen der kommunikativen Kosteneffizienz nicht mit anonymen KommentatorInnen diskutiere. Wenn ich mich hier öffentlich mit Ihrem Beitrag auseinandergesetzt habe, so nur, weil ich ihn nicht unkommentiert lassen wollte.

  5. @Torsten: selten sooo einen langen Beitrag gelesen, der sagen möchte „ich werde hier nicht weiter kommunizieren“. Dann lass es doch! Das die Afrikaner aus wirtschaftlichen Gründen kommen ist jedem klar, ders nicht durch die ideologisch gefärbte Brille sieht.

  6. @ Bennylein:

    „Das die Afrikaner aus wirtschaftlichen Gründen kommen ist jedem klar, ders nicht durch die ideologisch gefärbte Brille sieht.“

    Neben der – bei nationalistisch argumentierenden Menschen scheinbar üblichen – fehlerhaften Rechtschreibung diskreditiert sich Ihr Beitrag vor allem durch unzulässige Verallgemeinerungen („die Afrikaner“), Übertreibungen („ist jedem klar“) und – natürlich, sonst könnten Sie so einen frechen Beitrag gar nicht schreiben – Anonymität und fehlende Belege.

    „selten sooo einen langen Beitrag gelesen, der sagen möchte “ich werde hier nicht weiter kommunizieren” – Dann haben Sie schlecht gelesen. Ich schrieb, dass ich kontroverse Themen nicht mit anonymen KommentatorInnen diskutiere.

    Falls Sie FranzFerdinand sind: guter Versuch, bin reingefallen. Falls nicht: Sie haben noch ’n Anfängerbonus gehabt.

  7. Da kommen Flüchtlinge zu uns – aber warum eigentlich?
    Wir haben mal welche eingeladen, die uns erzählen werden unter dem Motto „Warum wir hier sind“.
    Wer sich dem aussetzen will oder einfach nur interessiert ist, sei herzlich eingeladen:
    Donnerstag, 7. Mai 2015, 20 Uhr, Martin-Luther-Platz 5 (Gemeindesaal)

  8. An FranzFerdinand, Lhotse,Achim und Freunde: Was haben eure Kommentare denn eigentlich mit den Paraden durch die Neustadt zu tun? Wird neuerdings jedmöglicher Post genutzt, um im sanften, anonymen Mäntchelchen (Torsten ausgenommen) seine Messer zu wetzen?
    Pfui!

  9. @Ecki: Sehr gute Idee übrigens, besonders auch angesichts der Pegida-Wahlwerbung heute in den Briefkästen zumindest einer Straße in der Dresdner Neustadt.

  10. Wer erklärt dem kleinen Formatierungsgott Torsten den Unterschied zwischen „scheinbar“ und „anscheinend“? Was bedeutet „wöllte“?

  11. @ Lenbach: Tja, wenn Sie das nicht wissen …

    Anyway: Es gäbe doch hier so viele Möglichkeiten für Sie, etwas zur Sache beizutragen. Statt dessen liefern Sie Klamauk für den Nebenschauplatz. Schade!

  12. @ Lenbach:

    „Bei dieser Perle der Orthographie hat man komischerweise keine Einwände gelesen, Krusty 6. Mai 2015 um 11:01: … „

    Was finden Sie daran komisch? – Seien Sie der Einwand, den die Welt braucht!

  13. @ Torsten

    ist das Zeug teuer , was du anscheinend nimmst ?

    Auf jeden Fall macht es die Zunge sehr locker.

  14. @ Alraune:

    Auf jeden Fall macht es die Zunge sehr locker. – Davon kannst Du ausgehen. (Wobei ich häufiger mit den Fingern als mit der Zunge kommentiere.)

    Das „Zeug“, wie Du es nennst, heißt Leben, Freude, Freunde und Lebensfreude sowie Lebensfreudenfreunde. Kennst Du noch nicht?

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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