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Warnwesten statt Demonstrationen

Warnweste am Kästner-Denkmal an der Alaunstraße
Warn­weste am Käs­t­ner-Denk­mal an der Alaunstraße
Wäh­rend die Po­li­zei heute sämt­li­che Ver­samm­lun­gen und Auf­züge un­ter freiem Him­mel aus Si­cher­heits­grün­den un­ter­sagt hat, ha­ben bis­lang Un­be­kannte am Wo­chen­ende nach dem Motto "Ah­nen war­nen" in Dres­den Sta­tuen mit Warn­wes­ten ein­ge­klei­det. Die Warn­weste war in den ver­gan­ge­nen Wo­chen zum Zei­chen des Pro­tests ge­gen Pe­gida geworden.

Die Teil­neh­mer des Dresd­ner Neu­jahrs­put­zes ha­ben mit Warn­wes­ten und Be­sen im An­schluss an die Pe­gida-De­mons­tra­tio­nen sym­bo­lisch die Stra­ßen und Plätze ge­säu­bert. Ihr Motto: "Alle Men­schen ge­hö­ren zu un­se­rer Stadt: Deut­sche mit und ohne Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund und alle Flücht­linge, die zu uns kom­men! Aus­gren­zung und Ab­leh­nung kann und darf nicht die Zu­kunft in Dres­den sein!" We­sent­lich or­ga­ni­siert wurde die­ser Neu­jahrs­putz von zwei Dresd­ner Bands, Yel­low Um­brella und Banda Co­mu­nale. Auf de­ren Face­book-Site sind noch mehr Warn­wes­ten-Bil­der zu se­hen. Das Bünd­nis "Dres­den für alle" hat der­weil dazu auf­ge­ru­fen per Face­book Flagge zu zei­gen und das Pro­fil­bild zu ändern. 
Warnweste am "Stillen Wasser"
Warn­weste am "Stil­len Wasser"

Un­ter­des­sen hat der Pe­gida e.V. heute auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz sechs For­de­run­gen vor­ge­stellt, die als ein An­ge­bot zur Dis­kus­sion mit der Po­li­tik zu ver­ste­hen sein sol­len. Der Ver­eins­vor­sit­zende Lutz Bach­mann ver­las die Punkte, die er auch schon auf sei­ner Rede am ver­gan­ge­nen Mon­tag vor­ge­tra­gen hatte. 

Diese be­inhal­ten die Schaf­fung ei­nes Zu­wan­de­rungs­ge­set­zes – qua­li­ta­tive statt quan­ti­ta­tive Zu­wan­de­rung, Vor­bild Ka­nada oder Schweiz. Recht auf und Pflicht zur In­te­gra­tion. Aus­wei­sung und Wie­der­ein­rei­se­ver­bot für Is­la­mis­ten und re­li­giöse Fa­na­ti­ker. Ein­füh­rung di­rek­ter De­mo­kra­tie auf Bun­des­ebene. Ende der Kriegs­trei­be­rei ge­gen Russ­land und für ein fried­li­ches Mit­ein­an­der der Eu­ro­päer ohne den zu­neh­men­den Ver­lust an Au­to­ri­tät für die Lan­des­par­la­mente der ein­zel­nen EU-Staa­ten. Mehr Mit­tel für die In­nere Si­cher­heit – Dies um­fasst ei­nen so­for­ti­gen Stopp beim Stel­len­ab­bau der Po­li­zei und die Aus­stat­tung sel­bi­ger mit den er­for­der­li­chen, zeit­ge­mä­ßen Mit­teln. (aus­führ­lich kann man das auf der Pe­gida-Face­book-Site nachlesen)

Ob und wann der Pe­gida e.V. wie­der zu ei­ner De­mons­tra­tion auf­ruft, ist der­zeit un­klar. Je­doch be­deute die heu­tige Ab­sage kei­nes­falls ein Ende der De­mons­tra­tio­nen, er­klärte Pe­gida Spre­che­rin Kath­rin Oer­tel auf der Pres­se­kon­fe­renz. Der­zeit werde an ei­nem Si­cher­heits­kon­zept ge­ar­bei­tet und man wolle am nächs­ten Mon­tag wie­der demonstrieren.

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29 Ergänzungen

  1. Die Warn­wes­ten hin­gen be­reits am Sams­tag und da war noch nicht klar das es keine De­mos gibt. Der Ti­tel "Warn­wes­ten statt De­mons­tra­tio­nen" zeigt wie­der das das Wort #Lü­gen­presse zu­recht das Wort des JAh­res ge­wur­den ist.

  2. Wo ge­nau ver­steckt sich da jetzt die Lüge? Fakt ist doch, dass es heute keine De­mons­tra­tio­nen gibt. Und Fakt ist auch, dass Warn­wes­ten noch im­mer hän­gen, oder? Und das "statt" hängt mit der Face­book-Ak­tion von "Dres­den für alle" zusammen.

  3. @Mathias

    Ich dachte, #Lü­gen­presse gilt nur für #Sys­temm­edien? Zählt die­ses Blog dazu wie dein Kom­men­tar insistiert?
    Wenn ja, ich dachte von der Pe­gida-Füh­rung gibt es ein Ver­bot mit der #Lü­gen­presse zu spre­chen (was ja auf den De­mos die Ord­ner durch­zu­set­zen ver­su­chen)? Warum aber liest & pos­test Du dann hier und be­Volkst die Stimme dei­ner Füh­rung nicht?

    Fra­gen über Fragen…

  4. 1. Warn­wes­ten statt De­mons­tra­tio­nen DIESE ÜBERSCHRIFT KLIGT SO ALS WÄREN DIE WARNWESTEN NUR DAHINGEKOMMEN WEIL DIE DEMOS ABGESAGT WURDEN UND DAS IST JA FALSCH SIE HINGEN JA SCHON 24H VOR DER ERSTEN ABSAGE.

    HERR LAUNER

    WER SO ETWAS AUF SEINER FACEBOOKSEITE FRAGT ZEIGT GANZ OFFEN AUF WIE ER AUSGERICHTET IST (ICH DACHTE IMMER DAS NG IST UNABHÄNGIG ABER SCHEINBAR DOCH SEHR POLITISCH ANGETRIEBEN UND DAZU NOCH MENSCHENVERACHTEND AUCH DIE LEUTE VON PEGIDA UND DEREN ANHÄNGER SIND MENSCHEN!)

    "…Ich habe da mal eine Frage. Seit ei­ner Weile kann man ja auch ei­nen News­let­ter beim Neu­stadt-Ge­flüs­ter abonnieren.

    Nun wird mir im­mer die E‑­Mail-Adresse der News­let­ter­be­stel­ler an­ge­zeigt. Vor ein paar Ta­gen tauchte da eine vom Orga-Team der Pe­gida auf.

    Soll, kann, darf ich de­nen den Neu­stadt-Ge­flüs­ter-News­let­ter schicken?

    Was meint ihr? …"

    JEDER HAT DAS RECHT NACH DIESEM NEWSLETTER EGAL WELCHE HAUTFARBE RELIGION OB PEGIDA ODER NOPEGIDA ANHÄNGER.

  5. Schreien macht's nicht besser. 

    Wenn Du das so raus­hörst, kann ich Dir nicht hel­fen. Das steht da nicht. 

    Und nein, nicht je­der hat das Recht auf die­sen News­let­ter. Das ist ein Ser­vice, den ich an­biete. Und ich muss nicht je­dem die­sen Ser­vice zu­kom­men las­sen. Das wäre ja noch schö­ner, ich bin doch nicht ver­pflich­tet, je­dem Mails zu schi­cken. Und was an der Frage jetzt men­schen­ver­ach­tend sein soll, weiß ich auch nicht so ge­nau. Mich hat dies­be­züg­lich vor al­lem die Mei­nung mei­ner Le­ser interessiert.

  6. .…ja gut, die hin­gen schon Sa…
    dann setzt doch in der Über­schrift noch die An­füh­rungs­zei­chen, vllt be­ru­higt sich der Mat­thias da­nach wieder? .. ;)

  7. @matthias: Na­zis wer­den auch in vie­len Ge­schäf­ten der Neu­stadt nicht be­dient. ( siehe Auf­kle­ber an den Tü­ren). da diese Seite hier ein blog ist, darf und soll der gute Ver­fas­ser schreiben,was er möchte. des­we­gen lese ich ja auch den blog…

  8. Kriegs­trei­be­rei ge­gen Russ­land also? Aha. Hat Pu­tins Pro­pa­ganda-Ma­schine (ich wollte die­ses böse böse Un­wort hier nicht ver­wen­den) ja ganze Ar­beit ge­leis­tet! Pu­tin hat auf der Krim und in der Ukraine ganz loyal und neu­tral ge­han­delt, wäh­rend der Wes­ten bös­ar­tig und un­ter An­dro­hung mi­li­tä­ri­scher Ge­walt in den 90ern das Bal­ti­kum be­setzt hat. Na klar! Sol­cher­lei Glau­bens­kriege be­dür­fen of­fen­bar noch nicht ein­mal ir­gend­ei­ner Re­li­gion. Ein Grund mehr für: Pe­gi­WEG statt … upps schon wie­der so ein Unwort

  9. @ Mick Ten: Ge­rade das Bei­spiel Ukraine zeigt, dass man nicht al­les glau­ben sollte, was man so hört. Auch wenn es un­sere Presse/​Po­li­tik so dar­stellt – wir sind nicht die Guten. 

    Viel­leicht soll­test Du Dei­nen Ho­ri­zont doch mal et­was er­wei­tern, z.B. was die "Annexions"-Legende an­geht. Da hab ich mal eine Lek­türe aus des "Pu­tin-Ver­ste­hens" un­ver­däch­ti­ger Quelle (FAZ).

    Dass zu recht "Lü­gen­presse" als üble Be­schimp­fung ge­schmäht wird be­deu­tet nicht, dass an­sons­ten al­les in But­ter ist in un­se­rer schö­nen Pres­se­land­schaft. Aus­las­sen, ver­ein­fa­chen, schwarz-weiß-ma­len, dop­pel­mo­ra­li­sche Stan­dards an­set­zen – al­les All­tag. Leider.

    Bei­spiel ge­fäl­lig? Hier, der gute alte Spiegel:

    Mel­dung 1: Su­per! Der ag­gres­sive Russe kurz vor dem Marsch in Rich­tung Wes­ten! Passt! Ma­chen wir ei­nen ge­nia­len Ar­ti­kel draus, so mit fet­ten Her­vor­he­bun­gen der wich­tigs­ten Kern­bot­schaf­ten für den ganz schnel­len Le­ser (360 Worte).

    Mel­dung 2: Mm­mmh, passt jetzt nicht so rich­tig ins Bild, könnte den west­li­chen Kurs hin­ter­fra­gen und un­be­queme Fra­gen pro­vo­zie­ren. Wir brin­gens, aber kurz (130 Wör­ter). Da soll noch je­mand Lü­ge­rei un­ter­stel­len – wer su­chet, der findet!

    Müsste nicht der zweite Ar­ti­kel ei­nen Jour­na­lis­ten kit­zeln, nach­zu­ha­ken, zu hin­ter­fra­gen – und ggf. die Öf­fent­lich­keit dar­über auf­klä­ren, dass et­was ge­hö­rig schief­läuft? Ich habe dazu nix wei­ter gefunden…

  10. @eHaller: keine Sorge, meine Kri­tik sollte die hie­sige Presse, ins­be­son­dere die von Dir ge­nannte, nicht weiß­wa­schen. Es ist mir be­kannt und ich sehe das auch kritisch…

  11. @ Mick Ten: Ah, ich ver­stehe. Wenn Pe­gida für was ist, MUSS man da­ge­gen sein… (und andersrum)

    Dann hof­fen wir mal, dass die sich dem­nächst für den 4‑spurigen Aus­bau der Kö­nigs­brü­cker aus­spre­chen. Und Glo­bus. Und die Hafencity.

  12. a pro­pos Glo­bus: Da sind jetzt die Hin­weis­ta­feln am Ge­rüst an der Ecke Leipziger/​Eisenbahnstraße ver­schwun­den – bloß ein Sturm­scha­den, oder liegt das Pro­jekt auf Eis?

  13. Eric Hattke sagte ges­tern im MDR dass der Neu­markt so voll sei, dass die Leute auf den Thea­ter­platz aus­wei­chen, um dort das Kon­zert "Of­fe­nes Dres­den" von Grö­ne­meier und Co. ver­fol­gen zu können.Die Teil­neh­mer­zahl wird mit 22.000 an­ge­ge­ben. Wie kön­nen da auf der Demo vor 3 Wo­chen 35.000 auf dem Neu­markt ge­stan­den haben?
    http://www.sz-online.de/nachrichten/22000-feiern-ein-offenes-dresden-3024183.html
    http://www.sz-online.de/nachrichten/dresden-setzt-ein-zeichen-3012358.html

  14. @Sunny: Das ist doch ganz ein­fach. Die gest­rige Teil­neh­mer­zahl kommt von der Po­li­zei, die vom 10. Ja­nuar vom Ver­an­stal­ter. Am 12. Ja­nuar hat Pe­gida doch auch 40.000 Teil­neh­mer ver­kün­det und die Po­li­zei nur 25 000. 

    Und wie ge­nau die Po­li­zei so zählt, ist ja in­zwi­schen auch um­strit­ten, siehe Le­gida-Zäh­lung vom Mitt­woch ver­gan­ge­ner Woche.

  15. D.h. der Ver­an­stal­ter vom 10.01. hat ge­lo­gen und es wa­ren keine 35.000 auf dem Neumarkt.

    Ich halte die Po­li­zei ja für sehr kom­pe­tent, wenn es um De­mo­teil­neh­mer­zah­len geht. De­ren Aus­sage wa­ren mehr als 25000 bei der Pe­gid­ademo 12.01., Kön­nen also auch 30.000 ge­we­sen sein. Aber was solls. 

    Ist mir halt nur auf­ge­fal­len bzgl. des Kon­zerts gestern.

  16. So sinn­los finde ich die Dis­kus­sion nicht.
    Wenn sich "Dres­den für alle" an 35.000 be­rauscht, wel­che ein Zei­chen ge­setzt ha­ben sol­len und es sich nun raus­stellt, dass
    es viel we­ni­ger wa­ren, ist das schon diskussionswürdig.
    Au­ßer­dem ist das wie­der Was­ser auf die Müh­len der "Lü­gen­presse" Schreihälse.

  17. @ Sunny: sinn­lose Zahlenspiele. 

    1. Na­tür­lich jaz­zen Ver­an­stal­ter die An­ga­ben im­mer hoch. Wenn sich die Presse auf sel­bige be­ruft (zu­meist üb­ri­gens mit dem Hin­weis "lt. An­ga­ben des Ver­an­stal­ters"), dann lügt sie doch wohl nicht. Den Vor­wurf kann man ma­chen, wenn sie sel­ber zäh­len würde.

    2. Löst sich durch das "wir wa­ren aber mehr als ihr" – Ge­bashe nicht der "Kon­flikt". So dürfte auch die gest­rige Ak­tion wohl ge­nau­so­we­nig ei­nen glü­hen­den Pe­gida-An­hän­ger über­zeu­gen, wie die "Spa­zier­gänge" ei­nen Pegida-Gegner. 

    Zuhören/​mit­ein­an­der re­den wäre die pro­duk­ti­vere Lö­sung – aber wer das be­för­dert, kriegt ein Pro­blem

  18. @E‑Haller: Volle Zustimmung.

    Das 'An­ge­nehme' an den ak­tu­el­len Pro­tes­ten in Dres­den ist ja, dass man sich selbst vor Ort eine ei­gene Mei­nung ma­chen kann, so­wohl bei den Pe­gida- als auch Ge­gen­de­mos, und nicht auf Be­richt­erstat­tung an­ge­wie­sen ist. Habe ich ge­tan. Wenn man dann nach­her den ei­ge­nen Ein­druck mit der Be­richt­erstat­tung in den Haupt­me­dien ab­gleicht, sei es TV oder (On­line-) Zei­tun­gen, da wird ei­nem schwin­de­lig, so sehr wie da ge­dreht und un­kor­rekt be­rich­tet wird.
    Wenn man dann diese Er­fah­rung an­wen­det auf das, was sonst so heiß ge­kocht wird, wo man sich aber nicht vor Ort ein ei­ge­nes Bild ma­chen kann, man quasi auf das vor­ver­daute Fut­ter an­ge­wie­sen ist – sei es Ukraine, Euro, sonst­was – da wird mir ehr­lich schlecht. Ich weiß nicht mehr, ob ich es über­haupt noch wis­sen will, wo man über­all ma­ni­pu­liert wird. Fakt ist für mich, dass die­ses so hoch­ge­ju­belte Ge­bäude 'De­mo­kra­tie' mit der '4. Macht, der Presse' für mich ziem­li­che Risse be­kom­men hat.

    Aber ei­gent­lich kein Wun­der – schaut man sich mal die gro­ßen Me­dien-Kon­glo­me­rate in Deutsch­land an, gibt es nur ein paar Blö­cke: Die Staat­li­chen, ei­nen SPD-na­hen Block (die über ihre DDVG an di­ver­sen Me­dien mehr- oder min­der­heit­lich be­tei­ligt ist, bspw. SZ, DNN, LVZ, MoPo), ei­nen Block rund um die Ber­tels­mann-Fa­mi­lie (RTL, Stern, n‑tv, 25% Spie­gel-Ver­la­g/­Spie­gel-On­line uvm), Sprin­ger-Gruppe (Bild, Welt,…), ei­nen um die Burda-Fa­mi­lie (Fo­cus). Wer da ge­nau zu wem ge­hört, ist nicht leicht nach­zu­voll­zie­hen, aber Tat­sa­che ist, dass man da­mit wohl 95% der Reich­weite ab­deckt. Sprich an der Spitze des Groß­teils un­se­rer so di­ver­sen Me­dien steht doch eine recht über­schau­bare Zahl an Men­schen. Gar­niert noch durch die Tat­sa­che, dass die Auf­sichts­räte kreuz- und quer un­ter­ein­an­der und mit Po­li­tik und Wirt­schaft ver­floch­ten sind.
    Ein Schelm, wer Bö­ses da­bei denkt.

  19. @nurmalso: Vor­sorg­lich weise ich dar­auf hin, dass am Neu­stadt-Ge­flüs­ter kei­ner der von Dir be­nann­ten Me­dien-Kon­glo­me­rate be­tei­ligt ist. ;-)

  20. @ nur­malso: Tja, Du hast den Fin­ger drin. Es be­schäf­ti­gen sich ja in­zwi­schen ge­nug mit dem Thema, man muss nicht mal all­zu­tief in die "dunk­len Ecken" des In­ter­nets ab­tau­chen, z.B.:

    http://www.heise.de/tp/artikel/43/43836/1.html

    Lei­der gibt es heute eine in­fame, aber wir­kungs­volle Stra­te­gie ge­gen das Äu­ßern von The­sen ab­seits des Main­streams – Schub­lade auf und fertig.

    Auf der Schub­lade steht au­ßen – je nach Be­darf – drauf: Ver­schwö­rungs­t­ho­re­ti­ker, Pu­tin-Ver­ste­her, lin­ker Chaot, Neu­rech­ter, Is­la­mo­pho­bi­ker, An­ti­se­mit, Lü­gen­presse-Ru­fer, etc.

    Schön be­schrie­ben, hier:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=24712 (Ach­tung, es wird dunkler!)

    Was tun??? Wirk­lich kapitulieren?

  21. Sehr in­ter­es­sant. Am bes­ten das hier:
    "Ir­ri­tiert von der auf­fal­lend ein­sei­ti­gen, un­dif­fe­ren­zier­ten und ober­fläch­li­chen Be­richt­erstat­tung, ha­ben wir uns am 13. De­zem­ber 2014 die Frie­dens­win­ter-De­mons­tra­tion in Ber­lin an­ge­se­hen, um uns vor Ort ein Bild zu ma­chen und mit der an­schlie­ßen­den Be­richt­erstat­tung zu ver­glei­chen. Un­ser Fa­zit: Schein­bar ha­ben am sel­ben Ort zur sel­ben Zeit meh­rere ver­schie­dene De­mons­tra­tio­nen statt­ge­fun­den. Die Ver­an­stal­tung, die wir be­ob­ach­tet ha­ben, war de­fi­ni­tiv eine an­dere als die­je­nige, über die in den meis­ten Me­dien be­rich­tet wurde."
    Da­bei ging es zwar um an­dere De­mos, aber ge­nau das ist mir bei der Pe­gida-Demo auf­ge­fal­len, die ich mir an­ge­schaut habe.

    Auch das deckt sich gut mit mei­nen Beobachtungen:
    "Ich bin seit 15 Jah­ren in der Presse- und Öf­fent­lich­keits­ar­beit tä­tig und habe als Re­dak­teur, Pres­se­spre­cher und Be­ra­ter mit Schwer­punkt po­li­ti­sche Kom­mu­ni­ka­tion ge­ar­bei­tet. Man muss kein Ex­perte auf dem Ge­biet sein, um auf die Idee zu be­kom­men, dass die ak­tu­elle Be­richt­erstat­tung wie eine ge­zielte Me­di­en­kam­pa­gne wirkt. Ziel ist es, für Ruhe auf den Stra­ßen zu sor­gen. Die Stra­te­gie sieht vor, je­den De­mons­tra­ti­ons­teil­neh­mer – un­ab­hän­gig von sei­nem An­lie­gen – als Wut­bür­ger, Wirr­kopf, Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker, Lin­ken oder Rech­ten zu ver­un­glimp­fen und so mög­li­che Un­ter­stüt­zer ab­zu­schre­cken und ei­nen wei­te­ren Zu­lauf zu verhindern."

    Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

    Ka­pi­tu­lie­ren? Eher nicht. Ich denke
    1. Für sich selbst er­ken­nen, was da läuft, um sich der Ma­ni­pu­la­tion we­nigs­tens ein we­nig zu ent­zie­hen. Wenn man al­ler­dings ein­mal die Au­gen ge­öff­net hat, fällt es ei­nem sehr leicht auf. Ist wie beim Pilze su­chen – hast Du den ers­ten, siehst Du die wei­te­ren plötz­lich wie von selbst.

    2. Im ei­ge­nen Um­feld mit an­de­ren dar­über aus­tau­schen – und zur Auf­klä­rung beitragen.

    Und mit et­was Glück wächst die Menge de­rer, die es auch er­ken­nen, zu ei­ner kri­ti­schen Masse, so dass es sich nicht wei­ter leug­nen lässt. (sehr in­ter­es­sant dazu üb­ri­gens die Theo­rie der 'Mems', und wie sich Ideen in Ge­sell­schaf­ten ver­brei­ten – bspw. hier.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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