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Keiner ist dick im Schmidt

Dicker Schmidt: Hoppe wollte nicht aufs Bild, also muss Geschäftsführerin Anne den Platz neben Henning einnehmen.
Hoppe wollte nicht aufs Bild, also muss Ge­schäfts­füh­re­rin Anne den Platz ne­ben An­dreas Hen­ning einnehmen.
Um es vor­weg­zu­neh­men, ich war ent­täuscht. Mir wurde ge­flüs­tert, im Hecht­vier­tel habe am Mitt­woch ein neuer Im­biss er­öff­net: "Der Di­cke Schmidt". Prima dachte ich, da kannste ja mal hin­ge­hen und fällst mit dei­nem Hüft­gold gar nicht wei­ter auf. Pustekuchen …

"Der Name stammt von ei­nem Spitz­na­men ei­ner Freun­din", schmun­zelt An­dreas als ich ihn frage, wer denn hier nun der Di­cke sei. Er und sein Kom­pa­gnon Hoppe und auch Ge­schäfts­füh­re­rin Anne und die Hel­fe­rin hin­term Tre­sen sind näm­lich alle ger­ten­schlank. Ebenso wie alle Be­su­cher hier im La­den mit Aus­nahme mei­ner We­nig­keit. Doch be­vor ich schmolle, esse ich lie­ber was. Anne reicht mir ei­nen Sa­lat, der steht zwar so nicht auf der Karte, aber ein paar grüne Blät­ter mit ei­nem biss­chen Brot rei­chen mir jetzt aus. 

Wäh­rend­des­sen er­zählt mir An­dreas, warum er ge­mein­sam mit Hoppe hier auf der Ru­dolf-Le­on­hard-Straße die­sen Im­biss er­öff­net hat: "Seit meh­re­ren Jah­ren er­nähre ich mich sel­ber ve­gan und mir fehlte im­mer eine Mög­lich­keit für ein schnel­les Es­sen." Als Ve­ga­ner könne man ent­we­der sel­ber ko­chen, in re­la­tiv teure Re­stau­rants ge­hen oder re­la­tiv teure Fer­tig-Pro­dukte kau­fen. Das soll sich mit dem "Di­cken Schmidt" nun än­dern. An der Fri­sche-Theke gibt es di­verse Ve­gan-Pro­dukte zum Mit­neh­men, zum Bei­spiel "Ha­cke­pe­ter", "Ei­er­sa­lat", "Sa­lami", "Le­ber­wurst" und ein­ge­leg­ten Sai­tan-Bra­ten. Die kann man gerne mit nach Hause neh­men oder man be­stellt sich vor Ort ei­nen "Di­cken Schmidt" – das Haupt­pro­dukt er­in­nert ent­fernt an ei­nen Dö­ner. Das "Fleisch" aus Sai­tan wird am Dreh­spieß ge­grillt und in der Brottasche gibt es statt Kraut Ru­cola-Sa­lat. "Und je­des Mal, wenn wir ei­nen 'Di­cken Schmidt' ver­kau­fen muss ich an eben­jene Freun­din den­ken", jetzt schmun­zelt Hen­ning wieder. 

Macht bestimmt nicht dick: Salat mit Brot.
Macht be­stimmt nicht dick: Sa­lat mit Brot.
Schließ­lich be­rich­tet mir An­dreas, der ne­ben­bei noch als Bar­kee­per im Hebeda's ar­bei­tet, dass es ih­nen wich­tig ist, fast al­les aus der Re­gion zu be­zie­hen. Das Grün­zeug kommt vom Ge­mü­se­herr­mann am Bi­schofs­platz und die üb­ri­gen Ve­gan-Pro­dukte be­zie­hen die "Schmid­ter" über "kokku" von der Fritz-Reuter-Straße. 

Am Ende ist meine Ent­täu­schung ver­flo­gen, der Sa­lat war le­cker und mit ei­nem ge­sun­den Ge­fühl im Bauch kann ich das Hecht-Vier­tel wie­der verlassen.

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    In­fos und Öffnungszeiten
  • "Der Di­cke Schmidt", haus­ge­machte ve­gane Ess­kul­tur, Ru­dolf-Le­on­hard-Straße 32, 01097 Dres­den. Mon­tag bis Frei­tag: 12 bis 22 Uhr, Sonn­abend und Sonn­tag: 11 bis 22 Uhr, wei­tere In­fos auf der Face­book-Site

P.S. Falls sich je­mand fragt, wann er vom di­cken Schmidt schon mal ge­hört hat, in dem Ro­man "Bau­ern, Bon­zen und Bom­ben" von Hans Fal­lada spielt eine Fi­gur mit die­ser Be­zeich­nung eine kleine Nebenrolle. 

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12 Ergänzungen

  1. Nun, die Leute da­für zieht es schon durch den "Fal­schen Ha­sen" in den Hecht und wer da kei­nen Platz mehr be­kommt, kann na­tür­lich auf den Stra­ßen­ver­kauf zu­rück­grei­fen, muss es jetzt aber nicht mehr, son­dern schlen­dert nur ein Stück wei­ter die Straße ent­lang. Finde ich gut, bringt Ab­wechs­lung. Lange ge­nug stand die alte Spar­kasse leer und das ist für die Bau­sub­stanz nie gut. Ich hoffe die ha­ben auch ei­nen fai­ren Miet­ver­trag be­kom­men, nicht dass daran die Kal­ku­la­tion zer­bricht. (Denke ich aber eher nicht, denn die Kund­schaft ist ja da.)

    Ein wei­te­rer Tipp (sollte ich da nicht ei­nen Test ver­passt ha­ben), wäre "Die Schmiede" auf der Hecht­straße, auch wenn die eher nichts für Ve­ge­ta­rier ist, ge­schweige denn Ve­ga­ner ir­gend­wie an­spre­chen dürfte.
    Nur ab­neh­men, das dürfte dort kaum mög­lich sein. ;)

  2. @Anton Lau­ner
    Auch "Die Schmiede" lohnt mitt­ler­weile wirk­lich, doch sollte man or­dent­lich Hun­ger mit­brin­gen, in An­be­tracht der Größe der ge­reich­ten Portionen. 

    Ich werde dann si­cher­lich mal beim "Di­cken Schmidt" schnup­pern gehen. ;)

  3. … aber was ist denn an Kraut nicht ve­gan, dass man es ge­gen Ru­cola ein­tau­schen muss? Kann mir je­mand auf die ve­gan-kon­se­quen­ten Sprünge helfen?

  4. Stil­echt stan­den wäh­rend der Bau­zeit im­mer 4 Old­school-Renn­rä­der vor dem La­den. Da musste ich schmunzeln.

    Ob nun die Nähe des "Zwi­schen­händ­lers" für die Aus­gangs­stoffe au­to­ma­tisch Re­gio­na­li­tät ver­spricht? Ich finde es je­den­falls et­was miss­ver­ständ­lich for­mu­liert. Aber zu­min­dest steht da nicht "NETTO" (ob­wohl es noch nä­her wäre… ;) )

  5. Zum Thema ve­gan und "die Schmiede" gab es jetzt schon eine erste An­nä­he­rung. Aus ers­ter Hand kann ich auch sa­gen: es war nicht das letzte mal. Auch hier gibt es eine wun­der­bare Sym­biose mit "Kokku". Ob ve­gan oder nicht, seit der Michl da ist, ist das meine Stamm­kneipe und de­fi­ni­tiv ne Reise wert lie­ber Anton.

    Also cheers, l´chaim und zum Wohle.

  6. Da im fal­schen Ha­sen die Ge­richte doch sehr Soja und Sait­an­las­tig ist bin ich ge­spannt ob es dort jetzt auch an­de­res gibt… mal schaun, sonst find ich es eher merk­wür­dig noch ein Im­biss und noch ein ve­ga­ner? Ich fände ein­fach mal was toll was wirk­lich Re­gio­nal ist, Bio, und ab­wechs­lungs­reich auch mit klei­nen Häpp­chen. (ohne Wei­zen­pampe wie Sai­tan, und mehr Vegetarischen)

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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