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Neuer Ärger an der Ecke

Die Ecke von der Straßenbahn aus gesehen.
Die Ecke von der Stra­ßen­bahn aus gesehen.
Bereits vier­mal muss­ten die Dresd­ner Ver­kehrs­be­triebe (DVB) seit Juni die Linie 13 umlei­ten, weil in der Neu­stadt kein Durch­kom­men war. Am “sozia­len Eck”, der Kreu­zung Loui­sen-/Ro­then­bur­ger-/Gör­lit­zer Straße saßen so viele Per­so­nen herum, dass es den Ver­ant­wort­li­chen schlicht zu gefähr­lich war, die Bahn dort ent­lang fah­ren zu las­sen. “Am ver­gan­ge­nen Wochen­ende konn­ten wir erst nach 6 Uhr mor­gens wie­der durch die Neu­stadt fah­ren”, berich­tet Pres­se­spre­cher Falk Lösch. 

7” und “8” ab Montag umgeleitet

Ab nächs­ter Woche wird es dann noch schwie­ri­ger. Auf­grund von Bau­ar­bei­ten am Hoch­haus am Albert­platz wer­den die “7” und die “8” umge­lei­tet. Bis zum 30. August fah­ren die Bah­nen dann über Bahn­hof Neu­stadt, Gro­ßenhai­ner und Bischofs­platz eine Umlei­tung. Die Hal­te­stelle “Loui­sen­straße” wird in der Zeit nicht bedient. Sollte dann auch noch die “13″ in der Nacht aus­fal­len, wer­den die Wege zur Bahn ziem­lich lang. 

Wenn nachts Knei­pen­be­su­cher Pro­bleme mit der Heim­fahrt haben, ist das schon nicht schön. Aber wenn am Mor­gen die Schicht­ar­bei­ter, wie Kran­ken­schwes­tern, Feu­er­wehr­leute oder auch unsere Fah­rer selbst, nicht pünkt­lich zur Arbeit kom­men, weil wir eine Stre­cke nicht bedie­nen kön­nen, hat das wie­derum Ein­fluss auf drin­gend not­wen­dige Dienste. Und dann hört der Spaß wirk­lich auf”, so DVB-Spre­cher Lösch.

Wegen zu vieler Eckensitzer kommt die Bahn nicht mehr durch.
Wegen zu vie­ler Ecken­sit­zer kommt die Bahn nicht mehr durch.

Polizei-Ansprache fruchtet nicht

Die Poli­zei hat bis­lang für die Ecke keine Lösung gefun­den. Wie pro­ble­ma­tisch das Auf­tau­chen der Beam­ten vor Ort sein würde, konnte man am ver­gan­ge­nen Diens­tag erle­ben, als die Poli­zis­ten zum Kecha-Mini­markt wegen eines Dieb­stahls geru­fen wur­den. Nur mit Mühe konn­ten sich die Wagen trotz Blau­licht durch die Men­schen­masse drän­geln. Aller­dings nutz­ten die Beam­ten die Gele­gen­heit vor Ort, um das Trei­ben an der Ecke zu dokumentieren. 

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Wir sind immer wie­der vor Ort und spre­chen die Leute an”, erklärt Poli­zei­haupt­kom­mis­sa­rin Jana Ulb­richt von der Pres­se­stelle der Poli­zei. Aber sobald, die Poli­zis­ten wie­der weg sind, set­zen sich die Leute eben wie­der an die Straße. Und den Auf­ent­halt auf dem Fuß­weg kann und will die Poli­zei auch nicht ver­bie­ten. In Gesprä­chen mit Stadt­ver­wal­tung und DVB soll dem­nächst eine Lösung gefun­den wer­den. Mög­li­cher­weise ist aber der kom­mende Herbst mit Regen und Kälte da schnel­ler und effektiver.

Umleitungsinformationen

  • Wei­tere Infos zu den Umlei­tun­gen für “7” und “8” unter dvb.de
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50 Ergänzungen

  1. @Max: Nach län­ge­rer Beob­ach­tung bin ich zum Schluss gekom­men, dass es sich um einen Treff­punkt von Men­schen han­delt, die eher sozial denn aso­zial mit­ein­an­der inter­agie­ren. Mit­nich­ten han­delt es sich um eine Ecke, bei der sich alle nur anschwei­gen und gegen­sei­tig igno­rie­ren. Wobei natür­lich das Blo­ckie­ren der Bahn schon aso­zial ist, da die der­art Han­deln­den aus­blen­den, dass andere Men­schen auch Bedürf­nisse haben. Zum Bei­spiel mit der Bahn pünkt­lich zum Ziel zu kommen.

  2. Ich denke, dass die Poli­zei mit ihrem Anspra­che­kon­zept deut­lich mehr Erfolg hätte, wenn sie sich mal über­le­gen würde, wie sie die Leute anspricht. Dass ein “Auf­ste­hen, jetzt!” trotz her­vor­ruft ist kaum ver­wun­der­lich, wenn man aller­dings inten­si­ver mit den Leu­ten reden würde, viel­leicht an die, bei den meis­ten vor­han­dene, teil­weise stark aus­ge­prägte, “soziale Ader” appel­lie­ren würde, dann wäre das, mei­ner Ansicht nach, wesent­lich ziel­füh­ren­der. Ich liebe diese Ecke, sie gehört zu mei­nem Leben, ersetzt im Som­mer das Wohn­zim­mer. Ich finde es toll, dass es jedes Jahr neue Besu­cher­re­korde gibt und würde mich umso mehr freuen, wenn hier eine adäquate Lösung für alle gefun­den wird, die gewähr­leis­tet, dass Pas­sa­gier X recht­zei­tig an Punkt Z ankommt, wäh­rend Stra­ßen­sit­zer Y sei­nem Kul­tu­be­dürf­nis nach­kom­men kann.

    Zur Namen­de­batte: die Ecke ist so ziem­lich alles, aber defi­ni­tiv nicht asso­zial. Ein­zig­ar­tig ist sie, und des­halb heißt sie in mei­nem Freun­des­kreis ein­fach “Die Ecke”

  3. Ich finde das ein­fach nur pein­lich wie der Blog das hier hoch­schau­kelt. Glaube ohne die haus­ei­gene Wer­bung und Anfrage bei der DVB wäre es immer­noch kein Pro­blem das die Jugend sich da gemüt­lich trifft. Finde es eher schön noch gesel­lige Men­schen in der Stadt zu erleben.

  4. Halte die Mut­ma­ßung für ziem­li­chen Käse. Das Assi-Eck, form­erly Chaos-Kreu­zung, heisst “schon immer” Assi-Eck. Aller­dings ist das kein vor- oder eher ge-neh­mer Aus­druck, den man im öffent­li­chen Jour­na­lis­mus benut­zen möchte. Die Ecke ist nun­mal seit jeher nach der Scheune Treff­punkt Num­mer 1 für alles mög­li­che, allem, was sich alter­na­tiv schimpft, also quasi eine Art letzte Instanz in der Dresd­ner Neustadt.
    Wenns unse­ren tol­len Stadt­vä­tern oder den Spie­ßern vom ande­ren Ufer nicht in den Kram passt, dass es dort noch der­ar­tige Bal­lungs­räume gibt, dann brau­chen sie ja ein­fach nur wei­ter “moder­ni­sie­ren” und das recht ange­nehme Pflas­ter durch Teer zu erset­zen. Nach der Ampel und den super­schö­nen kin­der­wa­gen­freund­li­chen Neu­zeit-Geh­we­gen sicher eine gute Maß­nahme, um auch noch den letz­ten Rest alter­na­ti­ven Bestands aus­zu­räu­chern: Nach hei­ßen Som­mer­ta­gen wird Teer gerne mal weich und saut einem die Kla­mot­ten ein, wenn man sich drauf setzt, außer­dem ist sowas vor im Neu­zu­stand recht unan­ge­nehm zum Sitzen.

  5. Ich kann nach nicht nach­voll­zie­hen warum man sich zum “gemüt­lich tref­fen” auf die Straße set­zen muss. Ist den “gesel­li­gen Men­schen” etwa der Alaun­park zu schmut­zig geworden?
    Ich habe als Kind schon gelernt, “Schau erst nach rechts, dann nach links und dann lauf zügig über die Straße.” .
    Ein ande­res Thema mei­ner Erzie­hungs­phase war der respekt­volle Umgang mit ande­ren Mit­men­schen und gegen­sei­tige Rücksichtnahme.

  6. Ich frage mich echt , ob Begriffe wie gesun­der Men­schen­ver­stand oder eigene Ein­sicht oder ob das wirk­lich toll ist, was man da macht ver­lo­ren gegan­gen sind ? Alko­hol und Ziga­ret­ten sind ein Indiz , dass die Mehr­heit über 18 Jahre sein muß !
    Wieso erwarte ich eine freund­li­che Anspra­che der Poli­zei, statt selbst zu erken­nen, dass man hier nur den Ver­kehr sinn­los blockiert.
    Fazit: Assi – Eck bleibt eben Assi – Eck und will auch so wahr­ge­nom­men werden.

  7. Also Assi-Eck ist wirk­lich eine Krea­tion neue­ren Datums.
    Seit Anfang der 00er Jahre hieß das dort “Kra­walle”. Danach auch manch­mal “feuchte Ecke” genannt. Was daran Aso­zial sein soll Musik mit­ein­an­der zu machen oder Bier zu trinken.
    Zu emp­feh­len ist auch 

  8. Ist das zen­trale Pro­blem nicht eher der Man­gel an öffent­li­chem Raum, an dem sich Men­schen ver­sam­meln kön­nen ohne die Ren­di­te­er­war­tun­gen des Platz­ei­gen­tü­mers zu befriedigen?

  9. Tja – jetzt rächt sich lei­der die Ver­drän­gung der Leute von vor der Scheune. Aber der Stadt­po­li­tik wer­den schon repres­sive Maß­nah­men ein­fal­len (zur Not wird halt ne Kamera auf­ge­stellt oder die Bord­steine mit Sta­chel­draht versehen).

  10. Du musst das auch nicht ver­ste­hen, San­dro, ich ver­steh schliess­lich auch nicht, warum die Neu­stadt nicht wie damals ursprüng­lich geplant, zur auto­freien Zone erklärt wurde, das hätte die Beset­zung sicher etwas verteilt.
    Aber tröste Dich, wenn alles gut läuft, kannst Du Deine Erzie­hungs­phase aka “die letz­ten Worte eines Fuß­gän­gers: links sehen, rechts sehen, wie­der­se­hen” bald an der Königs­brü­cker ein zwei­tes Mal durchleben.

  11. @ Anton: Es gab mal Ideen (Bür­ger­werk­statt), aber nie was prak­ti­sches. Es würde auch an der Rea­li­tät schei­tern – wenn es auch die wenigs­ten Neu­städ­ter wahr haben wol­len. Jede Dis­kus­sion ums Par­ken zeigt, dass es alles andere als Auto­frei geht… ;)

  12. Ich find’s ja eigent­lich auch gut, dass die Aktion an der Ecke mal ein biss­chen vom Main­stream abweicht. Aber vor eini­ger Zeit wurde hier im Zusam­men­hang mit dem StraBa-Strei­cheln schon mal ein DVB-Mit­ar­bei­ter zitiert, der zu recht dar­auf hin­wies, dass das Geschrei sicher groß sein wird, wenn dem Ers­ten dort die Zehen feh­len, nach­dem die Bahn durch ist. Wenn also das Sit­zen auf der Ecke dazu führt, dass die 13 da nicht mehr lang­fah­ren kann, und im Ergeb­nis unbe­tei­ligte Werk­tä­tige den Scha­den tra­gen, dann finde ich das nicht mehr so toll.

  13. Leute ich ver­stehs ein­fach nicht! Bah­nen wer­den umge­lei­tet, Poli­zei wird benötigt.…wie igno­rant muss man denn sein trotz­des­sen wei­ter­zu­ma­chen (mit was eigentlich?dumm im Weg rum­sit­zen.…)? Ein wenig Respekt Allen gegen­über wäre wirk­lich wün­schens­wert … und ich muss sagen ich bin keine 70 Jahre alt und ver­glei­che nicht mit den guten alten Zeiten.….

  14. Die Leute, die am Eck sit­zen, machen sich den Spaß doch selbst kaputt. Es ist eine wun­der­bare Alter­na­tive zu teu­ren Bars und Bier­gär­ten. Und wenn es warm ist, möchte man ja so und so nicht drin sit­zen. Es ist immer ein Ver­gnü­gen dem bun­ten Trei­ben zu zuse­hen. Aber wie dumm sind die denn? Stra­ßen­bahn strei­cheln? Muss das sein? Viel­leicht ein­mal den Ver­stand ein­schal­ten! Teil­weise sit­zen sie so weit auf der Straße, dass selbst die Autos mäch­tige Pro­bleme haben, vor­bei zu kom­men. Liebe Assieck-Besu­cher: denkt doch mal nach! Die letz­ten Jahre hat es doch auch geklappt. Setzt euch auf die Bür­ger­steige und die Fens­ter­bret­ter, aber doch nicht auf die Straße und auf die Schie­nen! Was ist daran so schwer zu verstehen?
    Ich bin trau­rig, dass es diese Men­schen gibt, die das eigent­lich ange­nehme Eck ver­sauen, indem sie sich nicht an gewisse ein­fa­che Grund­re­geln halten!

  15. ver­mut­lich haben die dort ver­wei­len­den Per­so­nen ein­fach nur einen Hau­fen Pro­bleme und wol­len diese ganz nach Art unse­rer Kan­des­bunz­le­rin “aus­sit­zen” !

  16. Ich ver­stehe nicht was an den dort Sit­zen­den sozial sein soll. Sozial/​Asozial bezieht ja nicht auf das Ver­hal­ten inner­halb der eige­nen Gruppe (der dort Sit­zen­den) son­dern auf das Ver­hal­ten der All­ge­mein­heit gegen­über, und das ist defi­ni­tiv asozial.

  17. Ich würde mich nie in die Nähe der Gleise set­zen, das ist respekt­los gegen­über den Bahn­fah­ren­den. Ande­rer­seits habe ich Dresd­ner Bahn­fah­rer auch recht rabiat durch Demons­tran­ten­men­gen fah­ren sehen, ohne jede Vor­sicht. Die Aus­rede mit dem abge­fah­re­nen Zeh kaufe ich denen daher nicht ab. Ich glaube die wol­len das Pro­blem hoch­schau­keln und eine Ent­schei­dung erzwin­gen, die der Ecke den Gar­aus macht.

    An Namen kenne ich übri­gens noch:
    – Bermudadreieck
    – Ver­re­cke-Ecke oder kurz “Ecke-Ecke”
    – Hämorrhoiden-Ecke

  18. Ich kenn die Ecke schon immer als Assi Eck und hab mich auch schon immer he frag so wohl die­ser Namer her­kom­men mag? Ich habe oft abends auf den Fens­ter­bret­tern an der Kreu­zung geses­sen und das Trei­ben beob­ach­tet. Aber was da nun los ist, ist was kom­plett ande­res, denn die Men­schen sit­zen auf der Straße und gehen auch nicht rüber, wenn man Bsp. Nachts mit dem Auto nach Hause kommt. Ich kann nur spe­ku­lie­ren, was wohl die Gründe für die­ses Ver­hal­ten sein könn­ten, aber ich denke der Beweis für sozia­les Ver­hal­ten gegen­über jeman­dem der da wohl dafür ver­ur­teilt wer­den soll das er mit einen Auto die Umwelt ver­schmutzt ist das nicht gerade. Genau­so­we­nig gegen­über dem Bahn­fah­rer und Dis­patcher die dort in der Nacht ent­schei­den müßen ob Sie es ver­ant­wor­ten kön­nen da durch zu fah­ren. Frei­heit ist immer die Frei­heit der Anders­den­ken­den, alles andere ist eben Assozial…

  19. Werte Sit­zer der “sozia­len Ecke”, der Stra­ßen­ver­kehr und öffent­li­che Nah­ver­kehr wird durch euch behin­dert. DAS macht euch assozial.

  20. @Dragan: Mit Ber­muda-Drei­eck ist ursprüng­lich das Drei­eck zwi­schen Lebow­ski, Zille und Blue Note gemeint, weil dort wohl öfter Leute verschwinden. 

  21. muss. mich. einmischen…
    nix für ungut, und jedem sei­nen glauben,
    aber ich hab die­ses ding 2003 ken­nen­ge­lernt, da hatte ein schwung kum­pels im ers­ten stock bei dem eck­bal­kon überm musik­la­den gewohnt, und da war das schon immer die kra­wall­kreu­zung gewe­sen, kurz auch “kra­walle”.
    das was dort neu­er­dings abläuft, is aller­dings, auch und gerade für per­so­nen die schon län­ger in der ecke ver­wei­len, noch nie da gewe­se­ner oberschwachfug.
    wie kann man nur so respekt­los gegen­über sämt­li­chen ver­kehrs­teil­neh­mern sein, scheiss auf bahn, scheiss auf kfz, scheiss auf fahr­rä­der, und scheiss auch auf fuss­gän­ger. is das die lang­sam “erwach­sen” wer­dende yolo-generation?
    hey! wir ham als zecken auch ne menge mist gemacht, aber lang­sam wirds lächerlich.
    wie gesagt, nüscht für ungut, aber was dort abläuft, geht so gar­nich mehr klar.

  22. Wenn ihr gern drau­ßen sein wollt, warum setzt ihr euch nicht an die Elbe oder in die Natur? Statt­des­sen schön auf die “dre­ckige” Straße?
    Haupt­sa­che Bio essen und Ökö pre­di­gen, aber bloss keine Käfer auf der Haut und erst das eklige Gras an den Füssen…

  23. Schade, dass es erst reg­nen muss, damit das Pro­blem sich von selbst löst. Möge es ein biß­chen Hirn mit­reg­nen, um Grund­re­geln des sozia­len Mit­ein­an­ders zu ver­ste­hen. Die Behin­de­rung ande­rer, ins­be­son­dere von Not­ein­satz­fahr­zeu­gen über­tritt auch gesetz­li­che Gren­zen und kann im bes­ten Fall viele Sozi­al­stun­den besche­ren, die dann nicht gemüt­lich am Eck ver­ses­sen wer­den kön­nen. Die Poli­zei ist in der Neu­stadt ja nicht dazu da, ein­zel­nen Eck­sit­zern grund­le­gende Lebens­re­geln bei­zu­brin­gen. Die Poli­zei muss sich den paar ech­ten Schwei­ne­ba­cken wid­men, die uns hier auf der Straße beklauen, unsere Arbeits­plätze wie Büros oder Knei­pen auf­bre­chen und erin­nert sei auch an Mes­ser­ste­cher… Wenn die Poli­zei dabei behin­dert wird, gibt’s hin­ter­her nicht nur Tränen.

    @Lukas: das “ange­nehme” Pflas­ter ist für Geh­be­hin­derte bspw. über die Rothen­bur­ger dort eine Farce, es wurde übri­gens erst letz­tes Jahr verlegt…

  24. Wie igno­rant und auch pro­vo­ka­tiv dort mit ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern umge­gan­gen wird ekelt mich an.
    Auf der Straße sit­zen und sich einen Spass machen diese auch zu blo­ckie­ren, nach­dem 2,3 Bier das Ego etwas auf­bauen ist übel.
    Wenn dort nor­mal wie frü­her auf den Fuß­we­gen geses­sen wird, ist doch eigent­lich alles ok.
    Mir tun die Taxi­fah­rer und Bahn­fah­rer da ein­fach nur Leid.
    Ich kann mir auch gar nicht vor­stel­len, wie es sich im Som­mer da wohnt, fin­den es alle da so roman­tisch ver­klärt toll was da läuft ?

  25. Das hat nix mehr mit gesel­li­gem Eck zu tun !!! Es ist ein­fach nur noch trau­rig mit wel­cher selbst­ver­ständ­li­chen Rück­sichts­lo­sig­keit und Arro­ganz dort viele Leute agie­ren !!! Nicht nur der Bahn wird es schwer gemacht, auch Auto­fah­rer müs­sen starke Ner­ven bewei­sen !!! Und jetzt erzählt mir nicht, dass man um die Zeit dort nicht lang fah­ren muss.…Fußgänger müs­sen sich durch die Mas­sen drän­geln und ich frag mich dann immer, was Roll­stuhl­fah­rer in die­sem Fall tun ??? Aber inter­es­siert ja dort kei­nen – Haupt­sa­che sit­zen, gese­hen und gese­hen werden !!!
    Da freut man sich mitt­ler­weile echt auf schlech­tes Wet­ter, damit die Situa­tion dort ent­spann­ter wird.…geht bitte alle nach Hause !!!!!!

  26. rück­sichts­lose spass-gesell­schaft. solange es alle machen muss man sein eige­nes hirn nicht benutzen.

    sie kön­nen sich ja gern dort tref­fen, find ich auch sehr schön … aber doch nicht auf der fahr­bahn. rück­sicht ist schein­bar sehr sehr uncool

  27. @Mick: Ich mag das Pflas­ter auch nich – abso­lut nich, für mich is die­ses neue Pflas­ter nix wei­ter als n Teil der Gen­tri­fi­zie­rung. Vier­tel auf­wer­ten, dann kann man die Mie­ten hoch­zie­hen. Ich mein, wenn schon unbe­dingt neu, dann hätte man auch ein­fach die alten Plat­ten wie­der aus­glei­chen kön­nen, dann wär wenigs­tens das DDR-Flair eini­ger­ma­ßen erhal­ten geblieben.

    Und was den Rest hier angeht: Warum regt ihr euch eigent­lich auf? Das ganze nennt man doch so schön “Stadt­ent­wick­lung” – ich glaub nich, dass es auf dem Mist von den Ein­woh­nern gewach­sen is, die die­ses Vier­tel hoch­ge­bracht haben. Wenn man die gan­zen Alter­na­ti­ven aus ihren Löchern treibt aus Gier auf das, was sie aus dem Ghetto gemacht haben, um dann eine ein­zige kom­mer­zi­elle Gold­grube draus zu machen, dann braucht man sich auch nich wun­dern, wenn das dazu pas­sende Cli­en­tel aus der kom­plet­ten Umge­bung da abhängt, vor allem, wenns in ner Stu­den­ten­stadt is.

  28. @ Lukas

    es soll auch für Deut­sche die Mög­lich­keit geben an Sprach­kur­sen für Migran­ten teilzunehmen.

    Ali

  29. Lukas, begründe doch bitte mal, mit wel­chem Recht dort der Stras­sen­ver­kehr und öffent­li­che Nah­ver­kehr behin­dert wird, und zwar so stark, das man ihn umlei­ten muss. Steht da irgend­eine welt­ver­bes­sernde Idee dahin­ter oder ist nur däm­li­cher Egoismus?

  30. Weg­sper­ren!
    Nix gegen alter­na­ti­ves Zusam­men­tref­fen, aber das ist gro­ber Ein­griff in den Strassenverkehr.

  31. Das hat schon nichts mehr mit gemüt­li­chem Sit­zen zu tun, das ist gro­ber Unfug was sich einige dort her­aus­neh­men. Ich hab oft genug erlebt wie gegen die Bahn getre­ten wurde wenn sie geklin­gelt hat weil mal wie­der kein Wei­ter­kom­men war. Die­ses abge­klärte Ver­hal­ten kotzt einen an. Ich wohne dort. Ich sehe wie oft der Kran­ken­wa­gen vor­fährt weil mal wie­der einer besof­fen als hilf­lose Per­son auf dem Pflas­ter liegt, ich sehe wie sich dort auch mal so rich­tig fein gekloppt wurd. Ich sehe und höre wie die Poli­zei beschimpft wird.
    Die meis­ten schei­nen nur dort zu sein um genau bei sol­chen Situa­tio­nen Stunk machen zu kön­nen. Dazu noch Lebow­ski und Blue Note und Queens (ist ja nun zu) und das ist Lärm bis nächs­ten früh. WARUM? Weil man nichts zu tun hat als jedes Wochen­ende zu saufen?

  32. So ist es Tamara. Es ist ein­fach nur P**** und G****. Aus auf Ran­dale und Kra­wall. Das hat nichts mit Gen­tri­fi­zie­rung (ein Wort wel­ches in der Neu­stadt völ­lig depla­ziert, weil nicht zutref­fend ist) oder feh­len­den “Ver­samm­lungs­plät­zen” (die gibts genug) zu tun. Schön­red­ne­rei (soziale Ecke) und Aus­gren­zung von höhe­ren Alters­grup­pen (ist ein stu­den­ti­scher Stadtt­teil und wem es nicht passt…) ist hier eher ein (absicht­li­che?) Ver­harm­lo­sung. Ich bin nun wirk­lich kein Law-und-Order Ver­fech­ter, aber diese Typen machen unse­ren Stadt­teil kaputt.

    ****Anmer­kung: Teile des Kom­men­tars wur­den ent­fernt, da sie nicht der Haus­ord­nung entsprechen. ****

  33. @nike: Wer redet denn bitte von Recht? Ich würd schon sagen, dass es Ego­is­mus is. Und ich sehs auch nich wie Lam­pen­schirm von wegen “alle müs­sen sich geset­zes­kon­form verhalten”.

    Ent­wick­lun­gen gibt es nur da, wo es Spiel­räume gibt bzw. wo wel­che genutzt wer­den. Und ich piss euch da auch gerne vorn Kof­fer. Nicht weil ihrs ver­dient hät­tet. Das ein­zige, was mich an der Neu­stadt ärgert ist gerade diese Ent­wick­lung in Rich­tung Kom­merz und Par­ty­meile. Alle sehen die Neu­stadt als Par­ty­meile an, “längste Theke Deutsch­lands” sagte mir grade vor zwei Tagen jemand. Ich hab diese Neu­stadt vor fast zehn Jah­ren ver­las­sen und ich geh ungerne da rein, schon gar nicht abends. Nicht wegen den Leu­ten an sich, son­dern wegen der Ein­stel­lung. Das kommt halt dabei rum, wenn man aus nem links­al­ter­na­ti­ven Vier­tel ne Kom­merz­meile macht. Es ist viel­leicht euer Vier­tel, aber was tut ihr denn dage­gen, dass das kom­plette Umland ein­fällt und die Sau raus­läßt? Wenn man Sonn­tags mor­gens um vier durch die Neuse geht, bevor die Stadt­rei­ni­gung da war, siehts aus wie nach nem Bom­ben­an­griff – das hat nun­mal ein­fach nichts mit Respekt zu tun. Ich mein, nehmt ma das Hecht als Ver­gleich. Das ist ziem­lich links, vor allem mit dem Conni da oben, nicht unbe­dingt der opti­malste Ort für alle und nicht grade mit der höchs­ten Tole­ranz. ->“Tole­ranz, auch Duldsamkeit,[1] ist all­ge­mein ein Gel­ten­las­sen und Gewäh­ren­las­sen frem­der Über­zeu­gun­gen, Hand­lungs­wei­sen und Sitten”[wikipedia]: Bei abso­lu­ter Tole­ranz kann jeder machen, was er will, Anar­chie wie in der Neustadt.

    Ich mein, wenn euch das nicht passt, dass die Mas­sen sich in “eurem schö­nen Vier­tel” breit­ma­chen und wie die Schweine beneh­men, dann müsst ihr halt was an der Ein­stel­lung der Men­schen ändern und zwar nicht, indem ihr n Gra­ben zwi­schen euch und denen zieht, son­dern dafür sorgt, dass denen euer Stadt­teil und des­sen Erhalt wich­tig is. Die meis­ten ande­ren Stadt­teile machen das z.B. mit Stadt­teil­fes­ten. Das Pro­blem da ist ja, dass die BRN nicht von so Men­schen wie euch orga­ni­siert wird, son­dern von genau der “Kul­tur”, über die ihr euch grade auf­regt. Wenn ihr es schaf­fen wür­det, in der Neu­stadt den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­hang über den Kom­merz hin­aus­wach­sen zu las­sen, dann würd das auch wie­der n respekt­vol­le­rer Ort wer­den, in dem nicht wirk­lich jeder gren­zen­lose Frei­heit erlebt.

    @Ali mente: Du müss­test meine Schach­tel­sätze eigent­lich noch von exma kennen.

  34. Linie 13 mit Räums­child, Was­ser­wer­fer und ver­git­ter­ten Fens­tern aus­stat­ten und gut is. ;-)

    So ist das lei­der mit der Tole­ranz; Wenn man lange Zeit Vie­les dul­det, zieht man damit irgend­wann Leute an, die diese Tole­ranz aus­nut­zen und gar nicht mer­ken, wie aso­zial sie sich verhalten. 

    Meine “Lieb­lings­as­sis” sind seit eini­ger Zeit diese Stoff­beu­tel-Weich­linge mit Jeans-Strumpf­ho­sen, die – zwecks Stu­dium kaum zuhause aus­ge­zo­gen – mei­nen, in der ver­meint­lich gesetz­lo­sen Neu­stadt die Sau raus­las­sen zu müs­sen. Genau die Typen fin­den es “total abge­fah­ren”, mit­ten auf der Straße zu hocken und nach vier Bie­ren plötz­lich spie­ßig, die Stra­ßen­bahn oder ein Taxi pas­sie­ren zu las­sen. Wer zuerst auf­steht, ist uncool. Dazu die­ses infan­tile Gegröle und Geblöke, damit jeder weiß, wer der Mit­tel­punkt der Welt ist. Beim ein­jäh­ri­gen Abi­tref­fen erzäh­len sie dann, wie “abge­fuckt” und “cool” das da in Dres­den ist, da könne man machen, was man will und die “Bul­len” könn­ten gar nichts dage­gen machen.

  35. Also ich find den Lärm und den Dreck sehr romantisch.Wundert mich das es keine Künst­ler gibt die diese Sze­nen für die Nach­welt festhalten.Tonaufnahmen wären auch nicht schlecht, damit man sie den Fei­er­wü­ti­gen aus Strie­sen oder Alt­stadt noch­mal um 7 Uhr mor­gens vor­spie­len kann.
    Aber da könnte man ja vor Krach nicht schlafen.…furchtbar uncool…

  36. @eckfahne – fotos gibts immer wie­der mal wel­che im netz.
    @lenbach… JAAAAAAA GENAU SO!!! eine sel­ten däm­li­che genera­tion. wol­len eben auch ein biss­chen “anti” sein,…aber nur dort, wo es bequem ist und solange das i phon vol­les netz hat.

  37. Ich war vor weni­gen Wochen das erste Mal nach ein bis zwei Jah­ren wie­der “bei Zei­ten” an der Kra­wall­kreu­zung (so hab ich den Namen näm­lich in Erin­ne­rung, aber Namen sind ja eh Schall und Rauch) und habe mich gefragt, was zur Hölle eigent­lich pas­siert ist in den letz­ten zwei Jah­ren… Spä­tes­tens 19:00 Uhr ist die gesamte Kreu­zung voll mit Hip­stern, rum­knut­schen­den Pär­chen, die ihre Hände so schön auf dem Boden able­gen, dass man fast nur drauf­tre­ten kann und sons­ti­gen Kid­dies, die es als spa­ßig emp­fin­den, eine Stra­ßen­bahn zu blo­ckie­ren oder gar nur “anzu­fas­sen”… Buhuuuuuuuuu, ihr seid der Wider­stand, oder was? Das hat abso­lut nix mit Neu­stadt-Kul­tur zu tun, son­dern offen­bar haben ihr ein paar gelang­weilte Semes­ter­fe­rien-Kin­der mas­siv Lan­ge­weile und ledig­lich die Elb­seite ver­wech­selt. Letzte Anlauf­stelle nach der Scheune? Frü­her ging man als letzte Anlauf­stelle ins Blue Note bis auch das gegen sechs Uhr früh zuge­macht hat, dann kam man in den auf ein­mal viel zu grel­len Tag, ein paar lus­tig Betrun­kene haben sich gegen­sei­tig dezent auf die Mütze gehauen und anschlie­ßend konnte man glück­lich und müde den Heim­weg antre­ten… Selbst sowas hat für mich mehr Kul­tur als Kid­dies, die aus Blöd­heit und Lan­ge­weile gefühlte 10 Stun­den da rum­sit­zen und schon damit tie­risch ner­ven… Und zur Info, ich bin selbst erst 25 und weib­lich und ja, mir geht das alles tie­risch auf den Geist. Die Neu­stadt wird über­flu­tet vom Main­stream, wie man auch bei der BRN beob­ach­ten kann und dort ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis eine Mas­sen­pa­nik aus­bricht. Ich hoffe wirk­lich, dass sich der Main­stream irgend­wann wie­der auf ein neues “Opfer” kon­zen­triert und man die Neu­stadt wie­der so genie­ßen kann wie früher!

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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