Königsbrücker-Demo am Freitag

Demonstrationsaufruf
Demonstrationsaufruf
Die Inititative „Königsbrücker muss leben“ um Anwohner Jürgen Thauer und den Neustädter Ortsbeirat Martin Schulte-Wissermann ruft zur traditionellen Freitags-Demonstration auf. Hintergrund der neuen Demo sind die Benutzungszahlen der Straße. Seit Eröffnung der Waldschlösschenbrücke sei der Verkehr auf der „Königsbrücker“ um rund 20 Prozent zurückgegangen, sagt Schulte-Wissermann. Das haben verschiedene Zählungen ergeben.

Vom Tisch ist inzwischen die quasi vierspurige Variante 7M (Neustadt-Geflüster vom 9. Juli 2013) vom Bauausschuss abgewählt worden und es zeichnet sich eine Mehrheit im Stadtrat für die Variante 7 ab. Diese Variante wurde zwar von den Neustädter Ortsbeiräte abgelehnt, wird aber derzeit auch von der Verwaltung und den Dresdner Verkehrsbetrieben bevorzugt (Neustadt-Geflüster vom 14. Mai 2013).

Schulte-Wissermann fordert seit einer kleinen Ewigkeit, eine bestandsnahe Variante zu prüfen. Die Idee: Straßenbahn und Autos teilen sich eine Spur, daneben gibt es Rad- und Fußweg. Seiner Meinung nach hat der Stadtrat der Verwaltung genau diesen Prüfungsauftrag gegeben. „Nur liegt dazu bis heute keine Untersuchung vor“, so Schulte-Wissermann. Aus diesem Grund soll nun am Freitag wieder demonstriert werden. Außerdem wurde eine Online-Petition eingerichtet. Die Demonstration wird unterstützt von den Neustadtgrünen, dem ADFC, Links in der Neustadt und den Neustadtpiraten.

  • Die jahrelange Geschichte der Planungen zur Königsbrücker Straße lassen sich im Neustadt-Geflüster mit der Markierung #köbrü verfolgen.

26 Kommentare zu “Königsbrücker-Demo am Freitag

26 Gedanken zu „Königsbrücker-Demo am Freitag

  1. Die Königsbrücker ist und bleibt eine der Hauptverkehrsschneisen nach / aus Dresden. Gemütliches wohnen mit Vogelgezwitscher wird es dort auf absehbare Zeit nicht geben. Getrennte Gleisbetten vom Individualverkehr muss es geben, sonst kommt die Straßenbahn nun mal schlecht durch, wenn es morgens und nachmittags klumpt. 17m ist glaube ich die max. Ausbaubreite in dem Projekt.

  2. … endet die Köni an der Stauffenberger oder warum reden immer wieder einige von „weniger“ Verkehr seit der WSB?

    „Ich dreh‘ die Welt, wie sie mir gefällt“ passt da wohl.

  3. RIP Postkantine.
    Passt nur bedingt zwischen Gleisbett und Fahrradweg, aber es sieht so aus, als ob eine Institution der Königsbrücker bald Geschichte ist. Ende Dezember macht die Postkantine dicht, den Mitarbeiterinnen wurde schon gekündigt. Dem Vernehmen nach kann die Kantine die ab Januar 2014 geforderte Miete nicht zahlen. Ein paar Architekten haben im Prunkstück der Ost-Moderne wohl schon Aufmaß genommen, was immer das heißen mag. Nicht genug, wenn man den Damen trauen darf, dann zeiht demnächst wohl auch die Postfiliale demnächst aus, rüber auf die andere Straßenseite. Weiß jemand genaueres, was aus dem Gebäude werden soll? Erbitte einen würdigen Nachruf, gern mit Bild und Beilage.

  4. @Andreas: Mal wieder 2 Extreme angebracht, die beide so nicht (mehr) stimmen:
    1. Hauptverkehrsschneise: Da gibt es mit der Hansastraße wohl eine Alternative und seit WSB-Brückeneröffnung fahren auch viele dort lang. Außerdem nimmt der Verkehr seit Jahren ab. Das darf nicht vergessen werden.
    2. Gemütliches Wohnen mit Vogelgezwitscher: Darum geht es im Extremen doch gar nicht. Wer das bis zur letzten Konsequenz will, hat ein einsames Haus auf dem Land. Es geht aber schon um Wohnqualität und vor allem um Aufenthaltsqualität. Und dazu zählen nun mal auch breite Fußwege und Stadtgrün. Momentan ist die Fahrbahn ca. 10m breit. Bei 17m würde von den Fußwegen nicht mehr viel übrig bleiben. Auch würden einige Vorgärten aufgegeben werden müssen und etliche Bäume.

    Ganz ehrlich: Es muss kein Ausbau in dieser Breite bei der aktuellen und der zukünftig erwarteten Kfz-Belegung dort geben. Ein Sanierung im Bestand reicht völlig.

  5. Jetzt lasst verdammt noch mal des Ding ausbauen und gut! Ich kann das geheule nimmer hören! Und wem es stört…wegziehen! Am besten in die Heide direkt rein. Könnt ihr euch eine Holzhütte bauen aus Äasten oder so… ES NERVT EINFACH NUR NOCH! (wie das Theater mit der Brücke)

  6. für die paar Autos die derzeit auf der Köni herumdümpeln brauchen wir keinen breiten Ausbau!!!!!!!!!!!!!!
    Die derzeitige Breite ist völlig ausreichend.

  7. Diese dämlichen Demonstrationen in Dresden nerven mich langsam! Die 20% Verkehrsrückgang sind doch nur unterhalb der Stauffenbergallee zu verzeichnen, darüber ist jeden Tag die Hölle los, wenn nicht sogar noch schlimmer als vor der Brücke (Stadteinwärts dauerhaft belegte Linksabbiegerspur (richtung Brücke)) führt zu noch mehr Rückstau als damals schon. Ich versteh die Leute auch nicht die denken die Neustadt um die Königsbrücker Straße wäre eine grüne Wiese. Jetzt werden wieder Monate und/oder Jahre ins Land gehen und vorallem mehrere millionen Euro für Neuplanung, erneute Prüfungen etc pp die wir alle mit bezahlen müssen. Nur weil irgendwelche Menschen ohne tägliche Auslastung versuchen eine einzigartige Résistance zu erreichen. Nur so als Hinweis: Die Brücke steht in Dresden trotzdem…also verschwendet nicht eure Zeit.

  8. @Falko: Dann zieh doch weg, schau weg, halt dich überall raus – wenn es dich eh nur nervt. Nebenbei gesagt: Die Köni hätte schon längst saniert sein können, wenn die Betonfraktion nicht einen schlechten Vorschlag (Variante) nach dem anderen machen würde. Etliche Varianten waren ja nicht einmal genehmigungsfähig. Dazu ist die Betonfraktion kein bisschen kompromissbereit und ignoriert alles. Es gab ja mal einen Kompromiss – wenn auch schlechten. Wer hat ihn aufgekündigt? Ja, die Betonfraktion. Also solange die Betonfraktion macht was sie will, werden wir nicht locker lassen. Und ich sage nur: Es geht alles schneller, wenn jeder sich beteiligt. Gegen die absolute Mehrheit getraut sich dann auch keine Betonfraktion mehr was zu sagen. Die wollen schließlich auch mal wiedergewählt werden.
    Sprüche wie „es nervt einfach nur noch“ kann man echt stecken lassen. Erst sich raushalten und alles ignorieren und dann hinterher rumjammern. Genau das wird passieren, wenn jetzt die Betonfraktion sich durchsetzt und aus der Köni ne Stadtautobahn baut. HINTERHER IST ABER ZU SPÄT!! JETZT HANDELN!!

  9. UNHEIMLICH wichtig wäre der Erhalt der historischen Reitwege, wie das der grüne Lichdi will. Postkantine is doch echt wurscht, wer muss schon essen??? Aber reiten!!! Aus der Neustadt in die Heide, das ist doch wirklich das Wichtigste für die Neustadt.

    Ich freu mich auf den Tag, den Lichdi einsam auf seinem Kamel in die Heide reiten zu sehen, während Busse, Bahnen, Fahrräder und Fußgänger genauso langsam nebenher zuckeln… Naja, bliebe dann mehr Zeit, Herbstblätter zu sammeln und sich auf Kamel, Esel und Ratterbahn über Blattläuse auszutauschen…

    WER kümmert sich eigentlich um die echten Probleme der Bürger?

  10. Ich begreif nicht was das mit den 17m soll! Jetzt sind es 10m Strasse incl. Bahn. Wenn man das auf 11m bringt reicht das völlig (Lkw dürfen eh nur bedingt dort fahren). Dann noch je 1m Radweg und die Welt ist schön! Sone schei… Autobahn wie zwischen neuer Mensa und HSZ braucht kein Mensch!

  11. Fahre da täglich im Berufverkehr lang und es ist eine der Strecken, wo es am besten läuft auf dem Weg durch die Stadt. Da gibt es jede Menge anderer (und breiterer!) Straßen, auf denen steht man viel mehr. Eine Sanierung im Bestand wäre absolut ausreichend.
    Auch wenn es denen nicht passt, die von ihrem hübschen Vorstadt-Reihenhäuschen zur Arbeit in die Stadt düsen: Auch in der Neustadt wohnen Menschen und auch die wollen keine Autobahn vor der Tür. Die Königsbrücker ist eine lebendige Straße und soll das auch bleiben!

  12. also ich war ja erschrocken, als ich neulich mal wieder oberhalb der Stauffenberg unterwegs war. was dort los ist seit der Brückeneröffnung is ja nicht mehr feierlich. ich hab vom edeka bis zur Paulstr. 20 minuten gebraucht. Das Problem ist eindeutig die Kreuzung Stauffenberg/Königsbrücker. Da würde sich ne Unterführung wie an der Flügelwegbrücke anbieten finde ich. Aber mich fragt ja mal wieder keiner…

  13. Uh yeah – mein Lieblingsthema: Der Stau entsteht an der Ampel, nicht auf dem Stück Straße dazwischen. Da kann es 8 oder 10 Fahrstreifen geben, die Autos werden trotzdem durch die Rotzeit der Ampel aufgestaut.
    Ein 2,50 m breiter Streifen für die Kfz und 2,00 m breiter Schutzstreifen für Fahrradfahrer neben der Straba-Trasse – das wäre moderne Verkehrsplanung.
    Und denkt dran – jeden Meter, den wir die Straße breiter machen, müssen wir in 40 Jahren mit unseren Rollatoren überwinden :)

  14. Die „Grünen“ sind bei der Demo natürlich auch dabei. Ob sie mit ihrem Vorschlag wenigstens einen Lacherfolg erzielt haben, ist mir leider nicht bekannt:

    http://neustadtgrüne.de/2013/koeni/koenivgruene.jpg

    Die ebenso einfache wie geniale Idee: Man klatscht noch einen begehbaren Mittelstreifen von drei Metern Breite auf die Straße, auf dem es sich dann wunderbar flanieren läßt, weil beidseitig jeweils 6,50 Meter für Fußgänger ja nicht ausreichen. Dazu jeweils satte zwei Meter Radweg, und den Rest von insgesamt(!) sieben Metern sollen sich dann Autos und Straßenbahn teilen, wobei kein Überholen mehr möglich ist.

    Warum nicht gleich eine begrünte Fußgängerzone?

  15. lenbach und mick10 haben schon einen lacherfolg erzielt, herzl. glückwunsch.
    und wehe es baut sich noch EINE oder EINER eine stadtrandhütte, dann müssen DIESE und kein anderer davon ausgehen, in zukunft per bestiefeltem kamel/ponny in die stadt zu kommen. reitwege braucht niemand, ihr dürft die strasse nutzen.

  16. so einen Mittelstreifen braucht die Straße nicht/ ist ja ohne Sinn (wer pflegt den Mittelstreifen? wird so oder so- wenn nur kurzer Rasen) wozu braucht man den- keiner geht dort entlang!!! — eher soll die Straße so bleiben— ist so praktisch, passend, ausreichend und kostensparend.

  17. @Dom
    Habe ich vor Monaten schon einmal vorgeschlagen. Man muss den Tunnel wegen mir auch gar nicht unter die Erde packen. ;D

    Hahaha, also echt, fangt endlich an!
    Es ist doch erstaunlich, wie viele Verkehrsplaner es hier gibt – sucht Euch ein anderes Hobby!

  18. also ich habe so gut wie noch nie länger als eine Ampelphase an allen Ampeln zwischen Albertplatz und Stauffe warten müssen. Weder vor noch nach dem Bau der WSB.

    Wo ist da jetzt bitte der Bedarf? Noch dazu rollt der ganze Berufsverkehr seit der WSB aus Striesen/Johannstadt/Blasewitz (Wohnen) nicht mehr über dieses Teilstück in den dresdner Norden (Arbeit). Im nördlichen Abschnitt bin ich kaum unterwegs – kann gut sein dass dort Bedarf besteht, aber im unteren Teil sehe ich das überhaupt nicht.

  19. Ist doch richtig, sollen sich die Anwohner nicht so haben, dort siehts eh immer aus wie ****. Müssen eben die Leute arbeiten gehen anstelle den ganzen Tag im Cafe zu sitzen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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