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Stadtratswahl am 7. Juni – die Neustadt-Kandidaten

Am 7. Juni wird der neue Stadt­rat gewählt. Wir hier in der Neu­stadt sind im Wahl­kreis III. Ich haben den Spit­zen­kan­di­da­ten der wich­tigs­ten Par­teien und Ver­ei­ni­gun­gen mal ein paar Fra­gen gestellt. Hier gibt es die Antworten:

Übri­gens soll es am 2. Juni um 20 Uhr eine Ele­fan­ten­runde im Pro­jekt­thea­ter geben. Bis­lang haben zuge­sagt Dr. Mar­tin Schulte-Wis­ser­mann (Bür­ger­bünd­nis), Patrick Schrei­ber (CDU), Achim Pochert (Die Vio­let­ten), Jens Mat­this (Linke), Johan­nes Loh­meyer (FDP), Wal­ter Kaplan (Freie Bür­ger), Jens Hoff­som­mer ((B90/​Grüne) und Sabine Frie­del (SPD).

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60 Ergänzungen

  1. Auf der Inter­net­seite der Stadt Dres­den habe ich gele­sen, daß eben­falls die Parteien

    Deut­sche Soziale Union (DSU)
    1 Kaschube Astrid

    Die Vio­let­ten, für spi­ri­tu­elle Poli­tik (DIE VIOLETTEN)
    1 Pochert Achim

    Natio­nal­de­mo­kra­ti­sche Par­tei Deutsch­lands (NPD)
    1 Rochow Mathias

    antre­ten. Die Mei­nung die­ser Per­so­nen und ihre Pro­gramme für die Neu­stadt wür­den mich sehr inter­es­sie­ren. Währe es mög­lch, daß auch diese Kan­di­da­ten zu Wort kommen?

  2. @Paul: Das wird bestimmt schwie­rig, denn ich bezweifle, daß die Kan­di­da­ten lesen und schrei­ben kön­nen. Das ist in deren Kader­schmie­den als wehr­kraft­zer­set­zende Kul­tur­tech­nik verboten.

    @Anton: Es ist sehr lobens­wert, daß Du eine Gesamt­schau der gan­zen Mei­nun­gen prä­sen­tierst, vie­len Dank. Wenn Du es jetzt noch schaffst, vir­tu­el­len Kirsch­li­kör aus­zu­schen­ken, wähle ich DICH!

  3. PS Au Mist, muß mich bei den Vio­let­ten ent­schul­di­gen. Konnte zwi­schen all dem Braun deren lila Aura gar nicht erken­nen. Die kön­nen natür­lich lesen, von Goe­the über Jung bis Steiner.

  4. @elbnymphe: Wenn das so währe, emp­finge ich es als lus­tig, auch diese Leute zu Wort kom­men zu las­sen. Mit einem Argu­ment die leute kön­nen sowieso nicht, gebe ich mich nicht zufrieden..

    Wie ver­stehe ich das jetzt, die Vio­let­ten kön­nen lesen und schrei­ben aber die DSU-NPD nicht *grü­bel*

  5. Paul, mich dünkt Du gehörst… – ach las­sen wir das. Was ist an den kla­ren Wor­ten der Elb­nym­phe so unverständlich?

  6. @Fire: Keine Angst, die Farbe braun ziehe ich mit nicht an. Mir ging es hier nur um eine kor­rekte Dar­stel­lung aller Kan­di­da­ten. Ob diese nun braun oder vio­lett sind hat mich zu die­sem Zeit­punkt nicht inter­es­siert. Das Argu­ment, das die Brau­nen weder lesen noch schrei­ben kön­nen, emp­fand ich als etwas zu dünn. Ich bin der Mei­nung, dass man sich mit allen Par­teien aus­ein­an­der­set­zen sollte um dann über diese Per­so­nen zu urtei­len. Um nicht wie­der Falsch ver­stan­den zu wer­den, ich möchte hier kei­nem Ver­fas­sungs­feinde eine Platt­form geben…

    Ich habe somit alles ver­stan­den und das Thema ist für mich beendet.

  7. Paul – Du wirst lachen (hoffe ich jeden­falls), Deine Worte habe ich vor ein paar Minu­ten dem Anton ins Ant­litz gesagt und nun den­ken wir beide gerade drü­ber nach…

  8. Wal­ter Kaplan, der ehe­ma­lige Chef mei­ner Mutter ;)
    Der soll erst­mal seine Mit­ar­bei­ter anstän­dig bezah­len, bevor er sich zur Stadt­rats­wahl stellt.

  9. Oh, und Wal­ter Kaplan war übri­gens ursprüng­lich auch an der Kamen­zer-Bra­che dran mit sei­nem Inge­nieur­büro. Ein Park­haus wollte er da hin­set­zen. Tse.

  10. So, da ich heute mit der Info über­rascht wurde, dass die Vio­let­ten und die DSU auch Kan­di­da­ten in der Neu­stadt haben, habe ich denen auch die Fra­gen geschickt. Die DSU hat sogar schon geant­wor­tet. Siehe hier.

  11. Komisch auch, zu sehen, dass sich die Ant­wor­ten von SPD und Lin­ken fast 1:1 decken – wo die SPD doch sonst immer schon fast zwang­haft um Abgren­zung zur Lin­ken bemüht ist ;)
    Zum Thema Rus­sen-Bra­che kann ich den Vor­schlag mit der Kita aller­dings echt nicht mehr hören. Spiel­platz, Bolz­platz alles super, aber bitte! Wer setzt denn eine Kita direkt hin­ter eine bereits bestehende?!
    Die Kita am Bischofs­weg süd­lich der Bra­che und die 2 Kitas am Nord­ost-Ende des Alaun­parks rei­chen doch nun wirk­lich aus. Natür­lich braucht die Stadt mehr Kitas, aber doch bitte nicht 3 oder 4 kon­zen­triert auf wenige Quadratmeter!

    Eine Frei­zeit­an­lage (z.B. auch mit öffent­li­chen Grill­zo­nen) würde end­lich Erleich­te­rung im all­täg­li­chen Alaun­platz-Chaos schaf­fen. Auch ein Groß­teil des Müll­pro­blems könnte damit vom Park weg in einen geschlos­se­nen und ent­spre­chend mit Ent­sor­gungs­mög­lich­kei­ten aus­ge­stat­te­ten Bereich ver­bannt werden.
    An schö­nen Tagen ist es für jeman­den, der ein­fach nur fried­lich lesen, ein Nicker­chen hal­ten, sich mit Freun­den unter­hal­ten oder ein­fach nur ent­span­nen will, echt kaum noch mög­lich, dies auch zu tun. Denn es wird wild her­um­ge­bolzt, wo man gerade Bock hat oder noch ein freies Plätz­chen findet.
    Genauso das wilde Gegrille: Wenn sich das in Gren­zen hal­ten würde, ginge es ja noch. Aber an man­chen Aben­den fin­det man echt kaum noch irgend­ei­nen Platz im Alaun­park, wo man wei­ter als 5 Meter vom nächs­ten Grill ent­fernt und eben nicht in einer Spi­ri­tus-Dunst­wolke sitzt, dass man sich die Lunge aus dem Leib hustet.
    All­ge­mein ist doch da eine mani­feste Rück­sichts­lo­sig­keit auch unter den Alaun­park-Besu­chern zu verzeichnen.
    Zu mei­ner Jugend­zeit war das noch ganz anders und manch­mal ver­misse ich die alten Zei­ten, wo kei­ner es gewagt hätte, 2 Meter neben einer Mutti mit Kind einen Holz­koh­le­grill auf­zu­stel­len, oder deren Lie­ge­platz kur­zer­hand in die Mitte eines Fris­bee-Spiel­fel­des zu ver­set­zen. Ich selbst habe schon des öfte­ren ent­nervt mei­nen Platz igno­ran­ten Bolz­ern über­las­sen müs­sen, die sich eben nicht drum sche­ren, ob dort, wo die ihr Spiel­feld auf­ma­chen, schon Leute lie­gen, ob die dadurch gestört oder sogar ver­letzt wer­den kön­nen usw.
    Das Gebolze muss WEG vom Alaun­platz oder zumin­dest auf feste Flä­chen beschränkt werden!

  12. Jane: An der Kri­tik, dass es auf dem Alaun­platz schon genü­gend Kitas gibt, ist natür­lich etwas dran. Viel­leicht müss­ten wir wirk­lich etwas krea­ti­ver sein. Ande­rer­seits ist die Neu­stadt nun ein­mal ein Stadt­teil, in dem immer noch neue Kita-Plätze gebraucht wer­den. Und der Alaun­platz ist nun­mal für Kitas bes­ser geeig­net als viele andere Standorte.

  13. Mönsch, Jens: Ist mir noch gar nicht auf­ge­fal­len, dass ich mich bis­her so zwang­haft von Dir abge­grenzt habe ;-) Tut mir leid. Ich hoffe, es tat nicht weh.

  14. @ Sabine:

    Naja, so ganz leug­nen könnt ihr es wohl nicht von der SPD ;)
    Abgren­zung als sol­che ist ja auch schön und gut, aber mir pas­siert das von Sei­ten der SPD manch­mal etwas zu öffent­lich­keits­wirk­sam und platt. Ich bin der Ansicht, dass Linke und SPD zusam­men sehr viel bewir­ken könn­ten – nicht zuletzt auch, was die “Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung” in man­chen über­ge­blie­be­nen Win­kel­chen der Lin­ken anbe­trifft, wäre Zusam­men­ar­beit sicher­lich höher zu bewer­ten als der Ruf nach Iso­la­tion der Lin­ken mit der schlicht­weg abge­stan­de­nen wie unsin­ni­gen Anpran­ge­rung der SED-Ver­gan­gen­heit. Die Linke mag aus der SED erwach­sen sein, aber sie ist nicht mehr die SED. Ich höre auch kei­ner­lei Vor­würfe an die Adresse der CDU, sie sei aus der NSDAP her­vor­ge­gan­gen, was sie ja nach­weis­lich zu Tei­len ist.
    Und gerade auf kom­mu­na­ler Ebene, finde ich, gibt es doch pro­gram­ma­tisch zwi­schen SPD und der Lin­ken so einige Parallelen.

    @ Jens: Kitas wer­den natür­lich gebraucht. Aber ich finde, man sollte sie auch sinn­voll ansie­deln. Wir kön­nen nun­mal nicht alle Kitas dort­hin set­zen, “wo’s schön iss”. Es müs­sen auch dort wel­che ste­hen, wo es tra­di­tio­nell wenige gibt und den­noch ein Bedarf vor­han­den ist. In Pie­schen oder Tra­chau z.B. feh­len so einige Kitas.

  15. Jane: Na klar, es feh­len auch in Pie­schen und Tra­chau Kita-Plätze. Die kann man auch nur dort schaf­fen. Aber es feh­len eben (lei­der) auch in der Neu­stadt immer noch wel­che. Und für die Neu­stadt ist der Alaun­platz nun­mal ver­gleichs­weise güns­tig. Aber man muss sich da nicht ver­bis­sen strei­ten. Viel­leicht macht jemand bes­sere Vor­schläge (für die Nut­zung des Rus­sen­spiel­plat­zes UND für die Kita-Stand­orte in der Neu­stadt). Über den sepa­ra­ten Grill­platz kann man ja mal nachdenken.

  16. @Jane Auf kom­mu­na­ler Ebene sind mir sol­che Abgren­zungs­ma­nö­ver wirk­lich eher unbe­kannt. Wie die Stadt­rats­mehr­heit aus­sieht, weiß man. Und da haben SPD, linke Linke und Grüne in den ver­gan­ge­nen Jah­ren halb­wegs gut zusam­men gear­bei­tet, um wenigs­tens ein biss­chen was zu erreichen …

  17. @ Jens: Naja, andere Vor­schläge zur Nut­zung der Bra­che gibt es ja genü­gend. Viele hal­ten eine Frei­zeit­an­lage kom­bi­niert mit kla­ren Nut­zungs­re­geln sowohl für die Anlage als auch für den Park für sinn­voll. Denn gerade an Wochen­en­den, wenn die Kitas und Schu­len geschlos­sen sind, fehlt es sehr an Tobe­mög­lich­kei­ten für die Kids. Dass die Zustände im Alaun­park gerade an den Wochen­en­den untrag­bar sind, müsste eigent­lich offen­sicht­lich sein. Nicht zuletzt die Natur nimmt ja dabei erheb­li­chen Schaden.
    Daher fände ich den Anbau einer öffent­li­chen Frei­zeit­an­lage auf der Rus­sen­bra­che sehr sinn­voll, zumal das Gelände ja auch frü­her schon als Sport­platz genutzt wurde. Wir lägen sozu­sa­gen in der Tra­di­tion der Stätte ;)

    Wie­der andere hät­ten gern ein Frei­bad (gibt’s in einem der kin­der­reichs­ten Vier­tel Dres­dens bis­lang auch keins). Ich per­sön­lich fände das aber zweit­ran­gig, gerade in Anbe­tracht des­sen, dass die Stadt ja nun end­lich ernst­haft die Sanie­rung des Sach­sen­ba­des in Mick­ten erwägt.

    Ach ja, wie wäre es z.B. mit einer Kita nörd­lich des Alaun­parks, zwi­schen Neu­bau­ten und Gar­ni­son­kir­che? Da ist doch auch noch genü­gend Frei­flä­che auf dem Gebiet der ehe­ma­li­gen Rus­sen­ka­serne, wenn ich rich­tig liege? Und die vie­len neuen Wohn­flä­chen, die da momen­tan geschaf­fen wer­den, schreien doch förm­lich nach einer Kita direkt um die Ecke ;)

    Grüße und vie­len Dank für den per­sön­li­chen Gedankenaustausch.

  18. @ Sabine: Um so bes­ser, gut zu wissen ;)

    Klar, dass auf kom­mu­na­ler Ebene, die Uhren etwas anders ticken, auch wenn Frau Ypsi­lanti in Hes­sen noch schmerz­haft das Gegen­teil erfah­ren musste. Aber das kann man wohl eher weni­ger mit den säch­si­schen Ver­hält­nis­sen vergleichen?
    Ich hatte es auch eher an die bun­des­wei­ten Ver­hält­nisse angelehnt.

  19. @ Jane: Ich glaub auf Lan­des­ebene sieht es auch in Sach­sen etwas anders aus. Auf kom­mu­na­ler Ebene gibt es auch CDU-Linke-Koali­tio­nen, auch wenn mir jetzt gerade nicht ein­fällt, wo?

  20. Inter­es­sante State­ments hin und wie­der, aber mit Ver­laub, 4 rela­tiv lapi­dare all­ge­mein Fra­gen zu stel­len nennt man noch lange kein Inter­view. Dazu sollte man schon den Kan­di­da­ten gegen­über­sit­zen und genau nach­fra­gen. So all­ge­mein lies sich das manch­mal wie ein unver­bind­li­ches Parteiprogramm.

  21. Das kommt ganz auf die Her­an­ge­hens­weise an. Mir ging es in ers­ter Linie darum, dass alle Kan­di­da­ten die glei­chen Fra­gen bekom­men, damit die Leser ver­glei­chen können.
    Wenn ich einen Inter­view­ter­min mache, spielt meine per­sön­li­che Sym­pa­thie wenigs­tens unter­be­wusst ein Rolle. Mög­li­cher­weise frage ich dann den einen Kan­di­da­ten kri­ti­scher nach als einen ande­ren. Dadurch ver­zerrt sich das Bild.
    Sicher sind die Ant­wor­ten hier alle ziem­lich ähn­lich, daher emp­fehle ich unbe­dingt, sich die Kan­di­da­ten am 2. Juni noch ein­mal live im Pro­jekt­thea­ter anzusehen.

  22. @ Jane: Ein Frei­bad würde mir wir­lich gut gefal­len. Ich fürchte nur, dass die­ser Vor­schlag die gerings­ten Chan­cen hat, da die ande­ren städ­ti­schen Frei­bä­der schon stän­dig ums Über­le­ben kämp­fen ( Es sind nun­mal Zuschuss­be­triebe) und man sicher eher ein bereits still­ge­leg­tes Bad (z.B. Wald­bad Klotz­sche oder Bühlau) wie­der öff­nen würde, als ein neues anzu­le­gen. Aber herr­lich wäre der Platz schon. Inso­fern würde wohl die Vari­ante “Frei­zeit­flä­che” die rea­lis­ti­schere sein. Viel­leicht reicht es wenigs­tens für ein Kin­der­plantsch­be­cken (natür­lich nicht direkt neben dem Grill ;-)).

  23. @Matthias Per­sön­lich befra­gen geht natür­lich auch (Frei­luft-Sprech­stunde):

    Don­ners­tag, 14.05.2009, 16:00 Uhr.
    Ort: Am Jägerpark

    Diens­tag, 19.05.2009, 16:00 Uhr.
    Ort: Am Caro­la­platz (Hal­te­stelle stadteinwärts)

    Mitt­woch, 27.05.2009, 16:00 Uhr.
    Ort: Haupt­straße /​Ecke Ritterstraße

    Sams­tag, 30.05.2009, 16:00 Uhr.
    Ort: Köp­cke­straße (Nar­ren­häusl)

    Diens­tag, 02.06.2009, 16:00 Uhr.
    Ort: Albertplatz

    Mitt­woch, 03.06.2009, 16:00 Uhr.
    Ort: Albertplatz

    Don­ners­tag, 04.06.2009, 16:00 Uhr.
    Ort: Albertplatz

    Sams­tag, 06.06.2009, 16:00 Uhr.
    Ort: Köp­cke­straße (Nar­ren­häusl)

    @Anton: CDU-Linke-Koali­tio­nen gibts in
    – Chemnitz
    – Zwickau
    – Dres­den (halbe Linke)
    – Cottbus
    – Magdeburg
    – Bran­den­burg /​Havel
    – Schwerin
    – Prignitz
    – Meißen
    – Bad Kösen
    – Hoyerswerda
    – …

  24. Na jetzt geht’s ja los hier ;D

    Wow, das mit den CDU-Links-Koali­tio­nen war mir bis­lang unbe­kannt. Naja, also ich halte nicht viel von einer pur-erfolgs­ori­en­tier­ten Mehr­heits­bil­dung, die fast aus­schließ­lich der Errin­gung von Macht­po­si­tio­nen dient, und spä­ter oft zu Blo­cka­den führt.
    Naja, in Ham­burg koaliert die CDU sogar mit den Grünen…jemand eine Idee, wie das dort so funktioniert?
    Eigent­lich mein Job, aber in jedes Län­der­par­la­ment oder ‑senat kann man seine Nase dann doch net ste­cken, zu viel um die Ohren ;)

  25. @ Anton und sein Interview/​Verzerrung etc.:

    Sozi­al­wis­sen­schaf­ten 3. Semes­ter (Mög­lich­kei­ten der Ver­hin­de­rung eines bias)
    Der Rea­der damals beschrieb es nicht besser ;))

  26. @Jane: für die Nicht-SoWis unter uns: erklär’ doch mal ein biß­chen aus­führ­li­cher, es klingt ja interessant.

    In der post­mo­der­nen Anthro­po­lo­gie gilt jeden­falls, daß es in der kul­tu­rel­len Ana­lyse keine Objek­ti­vi­tät geben könne. Und da Anton ja durch­aus als Neu­stadt-Eth­no­graph gel­ten darf, halte ich sein Argu­ment, wes­we­gen er sich für Fra­ge­bö­gen ent­schied, für eine weise Einsicht.

  27. @ elb­nym­phe:

    Hu? Dito, würd ich sagen. Schrieb ich doch auch… Der Rea­der hätte es nicht bes­ser beschrei­ben kön­nen, damit gab ich Anton völ­lig recht. Jetzt klarer?

  28. @Jane: n’A­bend, ja, jetzt ver­stehe ich, daß Du Anton Recht gabst, aber es klang für mich zunächst so, als woll­test Du sagen, daß er sich auch über seine Fra­ge­bö­gen hin­aus an tat­säch­li­che Inter­views – wie Mat­thias sie gerne gese­hen hätte – ohne die Gefahr eines bias hätte wagen kön­nen, wenn er sich an die Emp­feh­lun­gen in Dei­nem Rea­der gehal­ten hätte.

    Genug über uns und Anton, wen­den wir uns lie­ber wie­der den Kan­di­da­ten zu!

    Tja, so ist das im Netz, ganz ohne Miß­ver­ständ­nisse läuft es nicht ab.

  29. Hallo Wahl­volk!
    Da sich mir die Unter­schiede zwi­schen den demo­kra­ti­schen Par­teien nicht so deut­lich dar­stel­len, wie den schein­bar in die­sem Forum betei­lig­ten Fun­tio­nä­ren, würde mich fol­gen­des inter­es­sie­ren: Die Welt­erbe­be­we­gung hatte vor eini­ger Zeit auf­ge­ru­fen, dass sich die “Akti­vis­ten” ihrer Bewe­gung in Par­teien ein­brin­gen soll­ten und so den Stadt­rat unter­wan­dern soll­ten. Wollte man doch so den Ver­such star­ten, den Welt­erbe­ti­tel dann doch noch zu verteidigen.
    Hat jemand eine Ahnung, was dar­aus gewor­den ist. Wer ist in wel­cher Par­tei gelandet?
    Das würde mir meine Wahl dann doch erleich­tern, da ich keine Lust habe, mich mit den plat­ten Wahl­ver­spre­chun­gen diver­ser Pla­kat­wer­ber aus­ein­an­der zu set­zen. Ach ja, ich bin poli­tik­ver­dros­sen, will aber wäh­len und auf kei­nen Fall über irgend wel­che Umwege brau­nen Abfall unterstützen!
    Vie­len Dank, Mattze

  30. Mattze:

    Hab ich dich rich­tig ver­stan­den, du möch­test nun eine Par­tei des­halb wäh­len, weil sie von selbst­er­nann­ten Ret­ter des Welt­erbes unter­wan­dert ist?

  31. @ jens m. ist dir viel­leicht noch nicht auf­ge­fal­len, aber das wald­bad klotz­sche exis­tiert nich mehr…dort gibts jetzt so nen auf­ge­han­ge­nen waldkletterpark…also dem­zu­folge reaktivierung=neubau
    @ alle die­ses ewige rus­sen­sport­platz-frei­bad­bau rum­ge­jam­mere geht mir mitt­ler­weile sowas von auf die nerven…ist den wahr­schein­lich weni­gen alt­ein­ge­ses­se­nen der begriff STADTPFÜTZE noch geläu­fig??? irgend­wie werd ich die­ses bild nicht los und rie­che das chlor und zeit­ge­mässe ersatz­stoffe jetzt schon bis zu mir auf die kamenzer.…naja
    dann viel­leicht doch lie­ber ein geruchs­neu­tra­les großparkhaus.….
    @ alle 2. beim dia­go­nal­le­sen ist mir eigent­lich nur auf­ge­fal­len das die meis­ten kan­di­da­ten mehr oder weni­ger wort­ge­wandt um den glei­chen brei rum­schwa­feln königsbrücker…da muss im sinn der bür­ger ent­schie­den werden.…ach so, hätt ich gar nich gedacht
    ohh.…in der neu­stadt ist viel los, beson­ders am wochenende.…..du lie­ber himmel
    waaas es gibt zu wenig park­plätze???? neeiiin ich umkrei­sel den/​die Block/​e gerne immer­wie­der wenn ich ein zwei­mal die woche mit dem auto komme
    videoüberwachung.…..uuuuuuuuuuuh gaaaaaa­anz böse…aber für die kamera auf der kamen­zer gibts ne entschuldigung…da müs­sen sicher daten gesam­melt wer­den falls mal ein auto weg­kommt oder so kennt man ja aus ver­schie­de­nen krimis

    irgend­wie alles ganz schön wischi waschi oder???

  32. @Jane, genau so sieht es aus. Ich kann keine per­sön­li­chen Sym­pa­thie­punkte ver­ge­ben. Pro­gram­ma­tisch unter­schei­den die Par­teien sich nicht wirk­lich. Also warum nicht ein paar Opti­mis­ten und Welt­ver­bes­se­rer wäh­len. Ich mag die selbst­dar­stel­le­ri­sche Ader der Welt­erbe­ret­ter auch nicht, aber sind nicht alle Poli­ti­ker so ver­an­lagt? Ist wohl ein Gen ;-)
    @Christoph, mir ging es ähn­lich. Viel heiße Luft und wenn die Fra­gen kri­tisch wer­den, für die inner­par­tei­li­chen Stand­punkte, ging es ab auf Zick-Zack-Kurs. Was könnte mir denn im mei­nem Wahl­um­feld mehr Stim­men brin­gen. Jämmerlich!!!

  33. Liebe Leute, wenn Euch die Ant­wor­ten zu jäm­mer­lich sind, dann fragt doch ein­fach nach!

    Zur Königs­brü­cker Straße haben fast alle einen kla­ren Stand­punkt: SPD, Grüne und Linke (und ich glaube auch Bür­ger­bünd­nis) für zwei­spu­ri­gen Aus­bau, FDP und CDU für vier­spu­rige Variante.

    Da gibts hier mal als Wäh­ler/in­nen-Ser­vice die Mail­adres­sen zum Nachfragen …:

    Sabine Frie­del, post@sabine-friedel.de
    Jens Hoff­som­mer, j.hoffsommer@gmx.de
    Wal­ter Kaplan, info@kmsp.de
    Astrid Kaschube, ja@dresdnersozialeunion.de
    Johan­nes Loh­meyer, j.lohmeyer@macranderhotels.de
    Jens Mat­this, jens.matthis@web.de
    Patrick Schrei­ber, patrick-schreiber@t‑online.de
    Mar­tin Schulte-Wis­ser­mann, m.schulte-wissermann@physik.tu-dresden.de

  34. @ Mattze: Wenn man ganz genau hin­schaut, unter­schei­den sich die Pro­gramme der ein­zel­nen Par­teien für meine Begriffe schon. Ich mein, ist doch klar, dass sie sich alle um die bri­san­tes­ten The­men (Königs­brü­cker, Kita-Plätze, Frei­zeit­an­ge­bote usw.) her­um­grup­pie­ren – aber, wie ich finde, mit zum Teil doch recht unter­schied­li­chen Positionen.
    Ich sehe ja ein, dass es für poli­tisch wenig Inter­es­sierte schwie­rig ist, da durch­zu­bli­cken so kurz vor den Wah­len. Aber ein wenig befas­sen sollte man sich imho schon mit den Par­tei­pro­gram­men. Ansons­ten läuft es unwei­ger­lich auf Pro­test- oder Nicht­wäh­len hin­aus, was nun wirk­lich wenig bringt.

  35. @Jane, wie kommst Du denn dar­auf, dass ich mich nicht für Poli­tik inter­es­siere? Ich bin schon an Poli­tik inter­es­siert, nur lei­der etwas zer­knirscht. Meine Demo­kra­tie­ver­ständ­nis ist ein­fach anders, als es die Dresd­ner Poli­tik umsetzt. Diese pro­vin­zi­el­len Pein­lich­kei­ten im Stadt­rat zu Dres­den trei­ben mir in schö­ner Regel­mä­ßig­keit Zor­nes­röte ins Gesicht.
    Mei­nes Erach­tens müßte Poli­tik auf Stadt­ebene gene­rell par­tei­los statt­fin­den. Warum kann ein Bür­ger­meis­ter oder Stadt­an­ge­stell­ter nicht auf eine Aus­schrei­bung ein­ge­stellt wer­den? Begrün­det durch Qua­li­fi­ka­tion, Moti­va­tion und im Wett­be­werb mit ande­ren qua­li­fi­zier­ten Mit­be­wer­bern. Markt­wirt­schaft? Jetzt die­nen sich die Herr­schaf­ten in jah­re­lan­gen Gra­ben­kämp­fen in ihrer Par­tei nach oben, bis sie sich dann in eine ent­spre­chende Posi­tion manövrieren.
    Übri­gens jeh mehr ich mich mühe, Deine ver­meint­li­chen Unter­schiede zu ent­de­cken, desto mehr ver­schwim­men sie vor mei­nem geis­ti­gen Auge. Ver­klau­su­lie­run­gen, platte Grund­satz­äu­ße­run­gen und unrea­lis­ti­sche For­de­run­gen geben sich die Hand.
    Nenn mich bitte Pro­test­wäh­ler! Das kommt mei­ner Intui­tion am nächsten!

  36. @Mattze+Christoph:
    Ich ver­steh Euch nicht so ganz. Ich reka­pi­tu­liere jetzt noch­mal kurz:

    KÖNIGSBRÜCKER:
    vier­spu­rig: FDPDSU
    zwei­spu­rig: SPD, Grüne, Linke, Freie, Bürgerbündnis

    VIDEOÜBERWACHUNG:
    pro: DSU
    con­tra: SPD, Grüne, Linke, FDP, Freie, Bürgerbündnis

    PARKPLÄTZE:
    Alle haben das Park­platz­pro­blem erkannt und spre­chen sich (mehr oder weni­ger nach­drück­lich) für mehr Park­plät­ze/-häu­ser oder Tief­ga­ra­gen am Rand der Neu­stadt aus.

    RUSSENSPORTPLATZ:
    Außer von der DSU eben­falls von allen als Pro­blem erkannt; man will sich mehr oder weni­ger für eine Kita, Bolz­platz, Spiel­platz, Park­erwei­te­rung oder ähn­li­che Frei­zeit­an­ge­bote einsetzen.

    ALAUNPARK:
    Dito. Evtl. mehr Müll­ei­mer, Rei­ni­gun­gen und Appelle an die BesucherInnen.

    Ich finde, die meis­ten Fra­gen wur­den von den meis­ten Kan­di­da­tIn­nen durch­aus klar beant­wor­tet. Es fällt viel­leicht auf, dass ich bei den ers­ten bei­den Ant­wor­ten nicht das volle Spek­trum der Par­teien wie­der­ge­ge­ben habe. Das ist Absicht, weil die Kan­di­da­ten (es ist eigent­lich nur einer) bei die­sen Fra­gen in der Tat unkon­krete Ant­wor­ten gege­ben hat. Das find ich auch nicht so schön, lasse das jetzt aber mal so ste­hen und behaupte, dass das zumin­dest hier eine Aus­nahme ist.

    Wenn jetzt z.B. alle Par­teien einen sau­be­ren Alaun­park mit ähn­li­chen Mit­teln anstre­ben, dann ist das doch schön, oder? Was erwar­tet Ihr denn auf kom­mu­na­ler Ebene bei sol­chen Fra­gen für Unter­schiede zwi­schen den Par­teien? Wenn Unter­schiede ange­bracht sind, dann gibt es sie auch (z.B. Video­über­wa­chung). Und wenn bei jeder pope­li­gen Sach­frage bei acht Par­teien acht unter­schied­li­che Mei­nun­gen herr­schen wür­den, wür­det Ihr Euch dann nicht wie­der über die “ideo­lo­gi­schen Gra­ben­kämpfe” auf­re­gen und dar­über, dass noch viel weni­ger zustande kommt als im Moment?
    Und oft­mals ist ein Sach­ver­halt nun­mal zu kom­plex, um ganz sim­pel “schwarz” oder “weiß” zu sein. Das hat doch dann nichts mit “Wischi-Waschi” zu tun.
    Oder wollt Ihr lie­ber jeman­den, der mal rich­tig auf den Tisch haut und sagt, wo’s lang geht? (Das war jetzt mal kurz die Ironietaste.)
    Ich hab den Ein­druck, dass hier egal wer egal was sagen kann, ihr gebt nie­man­dem, der Poli­tik macht oder machen will, eine Chance richtigzuliegen.

    Kann man grö­ßere Unter­schiede zwi­schen den Par­teien for­dern und sich gleich­zei­tig über Gra­ben­kämpfe auf­re­gen? Man sollte sich seine Mei­nung auch nicht auf Grund­lage die­ses (im Umfang begrenz­ten) Fra­ge­bo­gens bil­den, son­dern viel­leicht wirk­lich mal in die Wahl­pro­gramme und die Poli­tik der jewei­li­gen Par­teien in den ver­gan­ge­nen Jah­ren schauen. Ist zeit­auf­wän­dig, klar. Aber wenn Ihr das nicht macht, dann könnt Ihr nie­man­dem anders die Schuld dafür geben.

    Zu der par­tei­lo­sen Poli­tik auf Stadt­ebene: Wer soll denn Dei­ner Mei­nung nach dann ent­schei­den, wel­che Bür­ger­meis­ter oder Stadt­räte kom­pe­tent und qua­li­fi­ziert ist? Wer hätte denn das Recht dazu, dar­über zu ent­schei­den und sie ein­zu­set­zen, wenn wir schon nicht wäh­len dür­fen? Übri­gens wählst Du de facto bei einer OB-Wahl schon eine Per­son – und wählst sie bestimmt nach Qua­li­fi­ka­tion und Kom­pe­tenz aus; Stadt­an­ge­stellte, also die Ver­wal­tung, wer­den in der Regel auch nicht gewählt, son­dern ver­ein­facht gesagt von der Stadt­spitze angestellt.

    Schon klar, ich bin auch manch­mal frus­triert. Es gibt auch und vor allem in Sach­sen ein­fach einige schlechte Poli­ti­ker. Eine Par­tei­en­de­mo­kra­tie hat auch sonst noch einige Nach­teile. Ich finde sie aber immer noch bes­ser als eine allzu per­so­na­li­sierte Wahl. Schau in die USA, dort geht’s fast nur um Per­so­nen – und wenn die dann eine starke Lobby und/​oder genug Geld um ihre Wahl­kämpfe zu füh­ren, dann ist das schon­mal die halbe Miete. Finde ich jetzt auch nicht erstrebenswert.

    So. Meine Mei­nung. Reicht erstmal.

  37. @Jens,

    die Ant­wor­ten der Poli­ti­ker hab ich schon ver­stan­den. Nur sind diese Wahl­kampf­aus­sa­gen doch echt ätzend. Wenn nur DSU und FDP für die unge­lieb­ten The­men ste­hen, warum sind sie dann über­haupt aktuell?
    Lt. Dei­ner Zusam­men­fas­sung müß­ten doch alle Pro­bleme längst gelöst sein. Vor den Wah­len sind doch alle total ent­setzt über die Video­über­wa­chung, alle wol­len einen sau­be­ren Alaun­park, Hun­de­kot stört doch auch alle und jawohl wir brau­chen Kita­plätze. Die vier­spu­rige Königs­brü­cker Str. ist mehr­heit­lich im Wahl­kampf auch ganz böses Teu­fels­zeugs. Nur warum ste­hen wir immer wie­der vor den sel­ben Problemen?
    Die Gra­ben­kämpfe bezie­hen sich ja wohl kaum auf zwi­schen­par­tei­li­che Dif­fe­ren­zen. Sie bezie­hen sich auf die Kar­rie­relauf­bah­nen der Poli­ti­ker im inner­par­tei­li­chen Aufstiegsprozess.
    Zur Qua­li­tät der Poli­ti­ker nur soviel. Ich kenne kei­nen Poli­ti­ker, der auf einen gut­be­zahl­ten Job in der Wirt­schaft ver­zich­tet hätte, nur weil er auf poli­ti­schem Weg Ände­run­gen bewir­ken wollte. Meist sind doch Funk­tio­näre in allen Berei­chen die selbst­dar­stel­le­ri­schen, meist weni­ger talen­tier­ten Teil­neh­mer, die sich Man­gels Per­spek­tive schon in jun­gen Jah­ren für den Kar­rie­re­weg iin einer Par­tei ent­schei­den. Klar sind sie auf einem Gebiet meist total Spitze, sich sel­ber zu vermarkten.
    Wer die Bür­ger­meis­ter aus­wäh­len soll? Das ist Dein Pro­blem? Meinst Du wirk­lich, dass jetzt der Groß­teil des Wahl­vol­kes seine Ent­schei­dung zur Wahl von der Kom­pe­tenz der Poli­ti­ker abhän­gig macht? Es wer­den die gewählt, die die tolls­ten Ver­spre­chun­gen machen, die sich am bes­ten ver­kau­fen kön­nen und die mal rich­tige Geld in ihren Wahl­kampf inves­tie­ren kön­nen. Was meinst Du, warum die Len­ker und Den­ker in der freien Wirt­schaft nicht gewählt werden.

  38. @ Mattze

    Ich kenne kei­nen Poli­ti­ker, der auf einen gut­be­zahl­ten Job in der Wirt­schaft ver­zich­tet hätte, nur weil er auf poli­ti­schem Weg Ände­run­gen bewir­ken wollte.”

    Wie viele Poli­ti­ker kennst Du?

  39. Und ich kenne schon mal einen Poli­ti­ker, der auf einen gut­be­zahl­ten Job in der Wirt­schaft ver­zich­tet hat, um in der Dresd­ner Stadt­po­li­tik mit­zu­mi­schen. (wobei gut­be­zahlt natür­lich rela­tiv ist)

  40. Nur ein Bei­spiel, was ich wirk­lich meine. Jan Mücke, FDP. Hab ihn mal in einer Ortsamt­ver­samm­lung in Pie­schen live erlebt. Danach war ich wirk­lich erschüttert.
    Schaut Euch doch mal unter den Poli­ti­kern um. War da nicht sogar der ehe­ma­lige Kanz­ler, der in diver­sen Fächern mas­sive Schul­pro­bleme hatte. Noch ein Bei­spiel, Joschka Fischer. Oder Ross­berg, Bie­den­kopf um regio­nale Poli­tik­grö­ßen zu wür­di­gen. Von Milb­rad brau­chen wir ja nun wirk­lich nicht reden oder der letzte Bau­bür­ger­meis­ter, große Kata­stro­phe. Will mich dar­über aber nicht wirk­lich wei­ter aus­las­sen. Sonst werde ich von Euch noch ver­lei­tet, mich mit die­sen Papp­na­sen zu befassen.
    Da ja die Grü­nen jetzt schon über diverse Koali­tio­nen nach­den­ken, wobei Jameika nur von gelb abge­lehnt wird, ist doch eigent­lich alles gesagt. Bei gro­ßen Koali­tio­nen kann man ja auch nicht wirk­lich von Dif­fe­ren­zier­bar­keit reden.
    Hey wählt mich, ich ver­spre­che Steu­er­sen­kun­gen, blauen Him­mel und die Arbeits­lo­sig­keit lass ich verbieten :-)

  41. @ Mattze:

    Kein Pro­blem, gründe eine Par­tei oder Bür­ger­ver­ei­ni­gung, denk dir eine sinn­volle Agenda aus und du hast (viel­leicht) meine Stimme.
    Sich beschwe­ren kann jeder, alle Poli­ti­ker über einen Kamm sche­ren und in den “Aas­geier-Topf” wer­fen zumin­dest kei­ner, der nicht wenigs­tens über Insi­der-Wis­sen verfügt.
    Wo ist das Pro­blem dabei, dass die Kom­mu­nal­po­li­ti­ker maß­geb­lich und bei­nahe geschlos­sen die ärgs­ten Bau­stel­len die­ser Stadt erkannt und Maß­nah­men beschlos­sen haben?
    Ich kann gerade auf kom­mu­na­ler Ebene nicht bestä­ti­gen, dass Wahl­ziele signi­fi­kant nach erfolg­ter Wahl ver­fehlt wor­den sind. Was man wirk­lich bemän­geln könnte, sind die Ver­zö­ge­run­gen, mit denen Dinge dann tat­säch­lich ver­wirk­licht wer­den, aber da spielt auch noch ein klein wenig mehr hin­ein, als der bloße poli­ti­sche Wille der Parteien.

    Was ich aber nun wirk­lich nicht nach­voll­zie­hen kann, ist, wie man eine Par­tei allein aus ideo­lo­gi­schen Grün­den und zudem auch noch basie­rend auf Fra­gen und The­men, die längst Schnee von ges­tern sind, wäh­len wol­len kann. Und dann auch noch eine solch abge­stan­dene, wie die Welt­erbe-Debatte. Das Thema ist doch ohne­hin durch – die Brü­cke ist im Bau, und wenn die UNESCO meint, den star­ken Mann mar­kie­ren zu müs­sen, dann soll und wird sie es tun. Fer­tig. Dahin­ge­hend wird also deine Stimme ohne­hin nichts bewir­ken oder gar ändern können.

  42. @Mattze: Schock! Albert Ein­stein war auch Sit­zen­blei­ber! Und damit wahr­schein­lich auch zu blöd für die Wirt­schaft, wes­we­gen er in die mies bezahlte Wis­sen­schaft ging. Ver­rat uns doch mal, in wel­cher Vor­stands­etage Du sitzt, wenn Du so viel intel­li­gen­ter bist als unsere Poli­ti­ker. – Das sind alles MENSCHEN, mit Jugend­sün­den, Feh­lern und unter­schied­li­chen Moti­va­tio­nen, in die Poli­tik zu gehen. Sicher sind man­che unter ihnen unan­ge­nehme Zeit­ge­nos­sen. Aber aus einem Jan Mücke einen Gene­ral­ver­dachts­ele­fan­ten zu bas­teln, ts! Bleib’ doch bitte sach­lich und pro­blem­be­zo­gen, damit die Dis­kus­sion hier auch etwas bringt.

  43. Hier haben mal 50000 Stim­men ver­sucht, ihren poli­ti­schen Wil­len zu Gehör zu brin­gen. Die CDU hat ein­fach die Demo­kra­tie abge­kürzt und sich in mei­nen Augen auf ein ganz schreck­li­chen Weg bege­ben. Orosz Mugabe :-)
    Was Du über den Stand beim Welt­erbe schreibst, macht mich wirk­lich total erstaunt. Du tust mir wirk­lich leid, weil ich mich bis jetzt noch in keins­ter Form zu die­sem Thema geäu­ßert habe. Aber Dein schlech­tes Gewis­sen hat Dich sicher­lich etwas betriebs­blind gemacht. Sicher­lich ist die Kata­stro­phe im Elb­tal der Deck­man­tel über all die ande­ren poli­ti­schen Ver­feh­lun­gen der Regio­nal­po­li­tik. Das Du Dich aber so blen­den läßt, hätte ich wirk­lich nicht erwar­tet. Was ich hier sonst so von Dir gele­sen hatte, fand ich eigent­lich total kon­trär zu die­ser Aussage.
    Eins noch, die Wald­sch­löß­chen­brü­cke ist mir letzt­lich ziem­lich egal. Letzt­lich ist der durch­schnitt­li­che geneigte Dresd­ner von die­sem Thema nur noch genervt und will eigent­lich ein­fach die Geld­ver­nich­tung been­det sehen. Was für ein Erfolg der Politik.

    Jedes Volk bekommt genau die Regie­rung ‚die es auch ver­dient hat.

  44. @ Mattze: Wenn Du Arbeits­lo­sig­keit ver­bie­ten tust, wähl ich Dich nicht. Es gibt immer­hin ein Recht auf Faul­heit.
    Aber mal ernst­haft: Sicher kann man die Poli­ti­ker kri­ti­sie­ren, man kann auch das demo­kra­ti­sche Sys­tem, das sol­che Poli­ti­ker her­vor­bringt, schel­ten, nur sollte man dann Alter­na­tive auf­zei­gen. Und, ganz ehr­lich momen­tan sehe ich keine ernst­hafte Alter­na­tive zur Demo­kra­tie. Denn die von mir bevor­zugte Dik­ta­tur der tota­len Ver­nunft bleibt ja lei­der eine Uto­pie, außer­dem wäre es dann wahr­schein­lich auch ziem­lich langweilig.
    Back to Stadt­rats­wahl: Ich denke, man kann aus den Ant­wor­ten ein biss­chen was raus­le­sen, ein bes­se­res Bild bekommt man viel­leicht am kom­men­den Diens­tag zur Ele­fan­ten-Runde im Pro­jekt­thea­ter. Ich kenn nun einige der Kan­di­da­ten in der Neu­stadt schon ein biss­chen bes­ser und möchte die­sen auf jeden Fall guten Wil­len und Enga­ge­ment für die Stadt und ihre Bür­ger unterstellen.

  45. Mattze:
    Hä? Jetzt komm ich nicht mehr ganz mit. Oben schriebst du noch, du willst eine Par­tei wäh­len, weil sie sich gegen die Brü­cke und für’s Welt­erbe enga­giert (hat) und jetzt ist es dir auf ein­mal “ziem­lich egal”?
    Eins geht nur, glaub ich.

    Oh, und bitte kein “Mit­leid”, das kommt näm­lich immer total unsach­lich. Lie­ber mal mit den Wor­ten des ande­ren genauer auseinandersetzen.
    Aber du darfst mich ja gerne über dei­nen “Stand beim Welt­erbe” auf­klä­ren – die Ent­schei­dung der UNESCO steht nicht dem­nächst an? Und sie hängt nicht nicht mehr davon ab, ob die Brü­cke gebaut wird oder nicht, wie etwa vor einem Jahr noch (denn sie ist ja längst im Bau), son­dern davon, ob man die Kom­mis­sion, die hier die Ent­schei­dung trifft, davon über­zeu­gen kann, dass sie sich völ­lig lächer­lich macht, wenn sie Dres­den den Titel wegen des Baus einer Brü­cke aberkennt?
    Na, ich bin mal gespannt.

  46. Übri­gens: Ich war und bin FÜR den Bau der Brü­cke. Den­noch habe ich bei der Bür­ger­meis­ter­wahl letz­tes Jahr für eine Par­tei gestimmt, die GEGEN die Brü­cke war. Denn letzt­lich gilt es hier, das Ver­hält­nis der Pro­gramm­punkte, die die eige­nen Vor­stel­lun­gen und Wün­sche kon­ter­ka­rie­ren, gegen die­je­ni­gen abzu­wä­gen, die mit sel­bi­gen auf einer Linie sind. Ich würde nie­mals einer Par­tei mein Ver­trauen abspre­chen, weil ich in einem Punkt nicht mit ihr kon­form gehe.

  47. @Mattze: eine Sache, für die Poli­ti­ker zu Recht immer wie­der Schelte bezie­hen, sind ihre niveau­lo­sen Ver­glei­che von poli­ti­schen Geg­nern mit Hit­ler etc. OB Orosz mit einem Ver­bre­cher wie Mugabe zu ver­glei­chen, dis­qua­li­fi­ziert Dich völ­lig, da kannst Du noch zehn Smi­leys dahin­ter­bas­teln. Du bist vom Niveau her kei­nen Deut bes­ser als jene, die Du hier per­ma­nent diffamierst.

  48. @Jane, nee Du, ich wollte eine Par­tei wäh­len, die von Welt­ver­bes­sern und Träü­mern unter­wan­dert wird. Ich finde die Kampf gegen die poli­ti­schen Wind­müh­len beein­dru­ckend. So etwas beein­druckt mich und könte meine Stimme bringen.
    Übri­gens wäre ich von der UNESCO wirk­lich sehr ent­täuscht, wenn sie Dres­den den Titel nicht aberken­nen würde. Ich kenne meh­rere Welt­erbe­stät­ten, wo nur mit dem Bau­be­ginn gewar­tet wird, wenn das rei­che Deutsch­land, in die­sem Fall Dres­den, den Titel behält.

  49. Und ich kenne Pläne eini­ger Par­teien, genau dies durch ein soge­nann­tes Welt­erbe­ge­setz künf­tig zu ver­hin­dern. Und ich weiß von unge­zähl­ten Bau­ak­tio­nen in Welt­erbe-Regio­nen, die tat­säch­lich Scha­den ange­rich­tet haben und wo der Welt­erbe­ti­tel NICHT aberkannt wurde. Die Unesco-Welt­erbe-Kom­mis­sion ist für meine Begriffe unglaubwürdig.

  50. @ Mattze:

    Und weil ich diese Behauptung:

    nee Du, ich wollte eine Par­tei wäh­len, die von Welt­ver­bes­sern und Träü­mern unter­wan­dert wird.”

    nicht wirk­lich nach­voll­zie­hen kann, zitier ich ein­fach mal dei­nen Ausgangspost:

    Da sich mir die Unter­schiede zwi­schen den demo­kra­ti­schen Par­teien nicht so deut­lich dar­stel­len, wie den schein­bar in die­sem Forum betei­lig­ten Fun­tio­nä­ren, würde mich fol­gen­des inter­es­sie­ren: Die Welt­erbe­be­we­gung hatte vor eini­ger Zeit auf­ge­ru­fen, dass sich die “Akti­vis­ten” ihrer Bewe­gung in Par­teien ein­brin­gen soll­ten und so den Stadt­rat unter­wan­dern soll­ten. Wollte man doch so den Ver­such star­ten, den Welt­erbe­ti­tel dann doch noch zu verteidigen.
    Hat jemand eine Ahnung, was dar­aus gewor­den ist. Wer ist in wel­cher Par­tei gelandet?
    Das würde mir meine Wahl dann doch erleich­tern, da ich keine Lust habe, mich mit den plat­ten Wahl­ver­spre­chun­gen diver­ser Pla­kat­wer­ber aus­ein­an­der zu setzen.”

    Fasse mal zusammen:
    Du woll­test wis­sen, wo die Welt­erbe­ver­tei­di­ger unter­ge­kom­men sind, weil dir das die Wahl einer Par­tei “erleich­tern” würde. Also gings dir doch doch ums Welt­erbe. Wieso schreibst du dann jetzt dazu “nee”?

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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