Aus und vorbei: Das „Faß“ ist zu

Die ungarische Spezialitäten-Kneipe am Bischofsweg/Ecke Kamenzer Straße hat zu. Mit einem kleinen Schildchen im Schaufenster verabschiedet sich der Wirt. Das „Faß“ war früher wirklich mal ein Fass, ein großes hölzernes und auf dem Gelände des Parkhauses an der Kamenzer Straße beheimatet. Die Kneipe war sehr urig, das Essen preiswert und … Naja, preiswert eben.

„Faß“ geschlossen
„Faß“ geschlossen

Währenddessen wird gegenüber in den Räumen der Bäckerei Claudius heftig gewerkelt. Da wird wohl demnächst was Neues einziehen.

36 Kommentare zu “Aus und vorbei: Das „Faß“ ist zu

  1. schade. taleck, faß, u.a. alles gesichter der neustadt. wenn auch nicht so schick, wenn auch nicht so hipp. aber nette, freundliche leute. hatten aber leider keinen bubble tea im angebot und auch kein shisha.

  2. ach, falls ihrs noch nicht wisst: ick mach da jetzt bald meine neue a-park-kasse auf, na zwecks eintritt. deshalb lasse ich den zaun auch schön dort stehen. nächsten samstag gehts los.

  3. Mag ja solche Nachrufe wie, klasse Essen, Bedienungen immer nett und freundlich, guter Servcie etc. Wenn das dann alles so gut gewesen ist, warum macht die Kneipe oder der Laden dann zu?

  4. Komisch das immer alle den Läden hinterhertrauern wenn sie zu sind. Einfach mal raus ins Viertel!

    Was bringt es Bier im Garten oder auf der Couch zu trinken wenn es eine Kneipe an der Ecke gibt!

  5. @Dom: Das liegt doch auf der Hand – Kostenersparnis.

    Und die ist notwendig weil immer mehr Teurobars aufmachen, welche Teurokunden anziehen, die dann irgendwann in der Neustadt wohnen und weil dadurch die Mieten immer weiter steigen. Ein Teufelskreis.

  6. Hallo zusammen,

    was geschieht denn in der Bäckerei Claudius ?
    Gibt es die nicht mehr ?
    Wenn nein warum nicht ?
    Fragen über Fragen….

  7. @Aquii: wo hast du klasse essen und guter service gelesen? ich habe nur die netten wirtsleute gemeint.

  8. Ja, die Bäckerei Claudius hat am 31.05. zugemacht. Ich glaube, auf dem Schild an der Tür der Bäckerei „Geschäftsübergabe“ gelesen zu haben. Auf jeden Fall bin ich auch neugierig, wie es da weitergeht. Anton wird uns sicher bald berichten. :-)

  9. @postmann es bezog sich nicht unbedingt auf deinen Post, sondern eher so allgemein. Immer wenn etwas in der Neustadt schließt waren es gute Läden, wobei ich bezweifle, dass die meisten die es bedauern auch nur ansatzweise zur Stammkundschaft gezählt haben…

  10. „Das Essen preiswert und …“ Meine Erfahrung der drei Punkte: Einmal dagewesen und nie wieder. Wenn das Essen immer so war, dann wundert mich die Schließung nicht.

    Preiswert und gut können sehr gut harmonieren, aber dies war ja leider gar nicht der Fall. Wenn der Preis niedrig ist, erwarte ich grundsätzlich erstmal nicht viel, aber hier das wurde hier unterboten.

  11. wieso bedeutet eigentlich „preiswert“ gleich „niedriger preis“? semantisch ziemlich unsinnig… [klugscheiß-mod]

  12. @minka

    der teufelskreis ist wohl eher, das die billigangebote die kunden anziehen sollen, keinen spielraum für gewinn lassen. frag mich bei so manchem laden warum die sich als geschäft bezeichnen. irgendwann wird dann noch am personal gespart, dann an der qualität und und und. ich zahl lieber ne mark mehr und weiß was ich habe.

  13. @minka

    und ganz nebenbei wird damit dann auch sugeriert, das die anderen läden die geschäftsmännisch arbeiten, überteuert wären.

    hoffentlich geht da keiner rein und macht nen „all u can eat für 5,55 Eur“….

  14. Naja….war schon dünne , nicht so bezaubernd…
    @Anton , wad is mit Haf
    Haferflocke&Himbeere…auch zu? und der „supi“ Imbiss im Durchgang Rothenburger…?hat doch erst aufgemacht….

  15. Also ich habe im Faß mehrfach sehr lecker gegessen und lustig war es sowieso immer dort. Das fand offensichtlich auch Wolfgang Thierse, der das eine Mal am Tisch neben uns saß…Schade um das Faß.

  16. Gerüchteweise schließt die Boutique am Anfang der Alaunstraße demnächst.
    Wäre doch eine gute Lage für ne Bubbletea-Bude.

    In den völlig überteuerten ehemaligen Pfötchen-Store (knapp 24 € Kaltmiete) ist ja eeeendlich ein Telefonladen eingezogen.

    Und die Brache hinter der Passage Königsbrücker wird zum überteuerten Parkplatz, obwohl sich der Inhaber des Orientbasars seit Jahren um das Grundstück bemüht,um dort zunächst erstmal vor allem kostenlose Parkplätze zu schaffen.

  17. Someone Else_ Vielen Dank für deinen Exkurs in die Semantik. Ohne deinen schlauen Hinweis wäre mir die Bedeutung der Wörter nicht bewusst gewesen.#

    Allerdings stehen die Wörter nicht in dem Kontext, den du mir (vermeintlich) unterstellen willst. Preiswert= den Preis, den ich aufgrund meiner wirtschaftlichen Lage (Schüler auf dem zweiten Bildungsweg) fähig bin zu zahlen, ohne dabei den Rest der Woche von Wasser und Knäckebrot leben zu müssen. Und ja, in diesem Falle ist dies ein niedriger Preis. Und ja, wenn ich mehr zur Verfügung hätte, würde ich auch mehr ausgeben.

    Allerdings entscheiden letztlich immer noch die Qualität und die Freundlichkeit des Personals. Letzteres entscheidender, zumindest für mich. Kann aber jeder gern für sich selbst entscheiden.

  18. freut mich, wenn ich helfen konnte. ;)

    also doch. aus dem was du im zweiten post geschrieben hast, bestätigst du das von mir angenommene oder (vermeintlich) unterstellte.
    weniger gute finanzielle lage = preiswertes essen, ergo günstiges oder billiges essen. richtig?

    im grunde ist ein rolls royce auch „preiswert“, da der „wert“ durch die aufwendige herstellung und die hochwerigen materialien ergibt. das wollte ich eigentlich nur festhalten. im wortsinne bedeutet das wort schließlich „seinen preis wert sein“, also weder unter seinem preis, noch überteuert.

    so, und nu is gut.

    p.s.: beste grüße von einem ehemaligen abiturienten des „zweiten bildungsweges“. :)

  19. Also ich bin froh, dass der Laden weg ist. Jetzt riecht das Treppenhaus wenigstens nicht mehr nach vergammelten Öl, Schweiß, Alkohol und billigem After Shave.
    Hätte ein Besucher mitbekommen, wie/wo das Essen teilweise gekocht wurde, wär schon längst dichtgemacht worden. Vielleicht ist es für manche normal, im Hinterhof neben unseren stinkenden Mülltonnen in einem zum Kocher umfunktionierten Ölfass, in dem ein total verdreckter Topf hängt, zu kochen, für andere aber nicht. An den Essensrestspuren im Topf konnte man auch leicht erkennen, dass anscheinend äußerst selten abgewaschen wurde. Schade, dass ich die Fotos davon nicht mehr hab.
    Wir haben allerdings schon seit unserem Einzug vor über fünf Jahren damit gerechnet, dass sich der Schuppen nicht mehr lange hält, da so gut wie nie jemand zu Besuch war, höchstens zwei oder drei Kumpel vom Orban (Besitzer) und hin und wieder ein paar Auswärtige, die sich wahrscheinlich verirrt hatten.
    Hier in der Umgebung weiß auch jeder, dass er mit seinem Alkoholkonsum nicht mehr klar gekommen ist, es verging fast kein Tag / keine Nacht, an dem / in der er nicht besoffen rumgeschrien hat…

  20. @Anwohner: Gehts dir jetzt besser? Hättest ja auch mal mit den entsprechenden Personen reden können, statt dich hier auszulassen.

  21. @rudi: Woher willst du wissen, dass ich das nicht gemacht hab?? Erstmal was unterstellen, anstatt nachzufragen…

  22. Na aber. Das sind natürlich Zustände, die man im Urlaub in Ungarn total authentisch findet und dann eben nach dem Essen einen Unicum mehr trinkt.
    Nun, mal ehrlich: Im Haus möchte ich das auch nicht haben.
    Ganz freiwillig ist der Besitzer ja auch nicht dort sesshaft geworden…

    Ich war Stammgast im Faß. Etwa jedes zweite Jahr war ich mal dort. Das war wohl zu wenig…

  23. Gefunden bei google maps in den Bewertungen für’s Fass… Ich find’s herrlich… =)

    „Wir hatten die Gaststätte für unsere Hochzeitsfeier gemietet. Zwei Tage vor der Feier, wurde ich um eine Anzahlung gebeten, die ich auch sofort brachte. Bei der Geldübergabe habe ich mich noch einmal versichert, dass alles klar gehen wird. Meine Frage nach weißen Tischdecken wurde bejaht. Auf meine Frage nach Deko, wurde mir gesagt, diese wäre nicht vorhanden. Ich habe also noch schnell die Deko gekauft denn es sollte ja der schönste Tag in meinem Leben werden. Am 22.09. sollte die Feier 18 Uhr losgehen und ich bin schon vorher vor Ort gewesen um zu dekorieren. Als die Gäste ankamen, stellte sich heraus, dass die Plätze nicht reichten, für weniger Gäste, als bestellt, gedeckt war. Die weißen Tischdecken entpuppten sich als eine Rolle weiße Tapete und der schnell noch herbeigeholte Tisch versperrte den Eingang. Als ich mich mit meinem Mann am anderen Eingang der Gaststätte aufhielt, wurden wir ins Innere der Gaststätte verwiesen, mit der Begründung, wir hätten da vorn nichts zu suchen, der Platz wäre den Stammgästen vorbehalten. Auf unsere Frage, dass es sich doch um eine geschlossenen Veranstaltung handeln sollte, wurde uns in sehr rüdem Ton gesagt, dass er wegen der Paar Kröten, die wir dortlassen würden, seine Stammgäste nicht ausschließen würde. Der restliche abend war eine einzige Katastrophe. Serviert wurde von der Ehefrau des Besitzers, die total ungepflegt und schlampig war, es gab keine Arbeitskleidung für sie, auch keine Schürze. Mit dem Servieren kam die Frau nicht nach, so dass einer der anwesenden Stammgäste beim servieren helfen musste. Getränke wurden von mir und meinem Mann verteilt, damit die Gäste wenigstens etwas zu trinken hatten. Es wurden ausser Bier und dem original ungarischem Palinka (einem sehr starken, selbstgebrannten 52%igen Obstler) keine Liköre oder ähnliches für die Damen angebunden. Der Großteil der weiblichen Gäste saß bei Wasser un Cola. Die extreme Wirkung des ungarischen Schnapses, lies die meisten ziemlich schnell betrunken werden. Ein Gast musste sich erbrechen. Bereits 23 Uhr wurden wir aufgefordert, die Gaststätte zu verlassen weil der Wirt noch in der Nacht nach Ungarn fahren wollte und vorher noch schlafen wollte. Wir standen also kurz nach 23 Uhr mit unserer Hochzeitsgesellschaft auf der Straße. Eine rundum gelungene Feier, die wir sicherlich niemals vergessen werden. Wir hoffen nur, dass der Ablauf dieses Abends kein Omen für unsere Ehe ist und hoffen, dass wir mit diesem Bericht, künftigen Brautpaaren den gleichen Ärger ersparen.“

  24. hatte mich auch schon gewundert, wie ein Laden jahrelang ohne Gäste auskommen kann.
    …aber die Hochzeits-Geschichte ist super!

    nun wird wieder gewerkelt, jemand was gehört?

    auch im Zimmer der Ex Shisha Bar scheint was zu gehen, jedenfalls ist das Schild „netter Mieter gesucht“ weg….

  25. Laut Bericht eines (von zwei) am heutigen Feiertag an der Fassade Werkelnden (der für mich aussah, wie der Eigentümer), eröffnet „wenn alles klappt“ am 14. Dezember ein kubanisches Restaurant in den Räumen des ehemaligen Fasses.

  26. Das kubanische Restaurant heißt „La Cubana“ – naheliegend oder auch nicht. Das Schild hängt über dem Eingang an der Ecke.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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