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Zu viele nehmen sich das Leben – reden wir darüber

Es gab in der Neu­stadt in den ver­gan­ge­nen Wo­chen zwei Sui­zide, die be­kannt ge­wor­den sind. Im On­line-Ma­ga­zin Kraut­re­por­ter ist ein sehr in­ter­es­san­ter Text zum Thema er­schie­nen, mit zahl­rei­chen Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, den wir mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung hier wiedergeben.

Zu viele nehmen sich das Leben – wir müssen drüber reden - Foto: Pixabay
Zu viele neh­men sich das Le­ben – wir müs­sen drü­ber re­den – Foto: Pixabay

Ich bin ein Über­le­ben­der. Denn ich habe meh­rere sui­zi­dale Kri­sen über­wun­den, in de­nen der Wunsch, mein Le­ben zu be­en­den, sehr stark war. Nein, ver­sucht habe ich es nicht – und auch nicht ge­plant. Je­doch kenne ich die­ses Ge­fühl, den Schmerz des Le­bens nicht mehr län­ger zu er­tra­gen und nach ei­nem Aus­weg zu su­chen. Ich habe ei­nen Aus­weg ge­fun­den. Es ist das Le­ben. Und nicht der Suizid.

Die­ses Thema be­glei­tet mich seit mei­ner Kind­heit; das erste Mal sui­zi­dal war ich im Al­ter von zwölf Jah­ren. Spä­ter habe ich den Be­griff in ver­staub­ten Psy­cho­lo­gie-Bü­chern mei­ner El­tern nach­ge­schla­gen. Als wir in der neun­ten Klasse im Deutsch­un­ter­richt von Dro­gen­ab­hän­gig­keit spra­chen, schnippte ich mit dem Fin­ger und fragte: Kann man da­von auch sui­zi­dal wer­den? Un­ser Klas­sen­leh­rer be­jahte leicht ir­ri­tiert meine Frage und wech­selte dann das Thema. Nie­mand sprach da­mals von Sui­zid. Oder Depressionen.

Die ge­hö­ren in mei­nem fa­mi­liä­ren Um­feld dazu. Nicht de­pres­siv zu sein, ist die Aus­nahme in mei­ner Fa­mi­lie. 2018 sui­zi­d­ierte sich meine Cou­sine, mit der ich in mei­ner Kind­heit je­des Jahr die Som­mer­fe­rien ver­brachte. Und es sticht heute noch, wenn ich diese Worte schreibe, denn sie fehlt mir.

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Wir können es uns nicht leisten, nicht über Suizid zu sprechen

Du siehst: Ich komme um die­ses Thema nicht herum. Für mich ge­hört es zum Le­ben, ge­nauso selbst­ver­ständ­lich wie für an­dere Tren­nun­gen zu ih­rem Lie­bes­le­ben. Es tut weh, und trotz­dem ist es un­ver­meid­bar, sich da­mit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Doch auch für an­dere ist Sui­zid all­ge­gen­wär­tig, auch, wenn du es ge­rade nicht siehst. Ein Bei­spiel? Ich habe drei.

    Ers­tens: 2018 sui­zi­d­ier­ten sich 9.396 Men­schen. Da­mit ster­ben in Deutsch­land mehr Men­schen durch Sui­zid als durch Ver­kehrs­un­fälle, Dro­gen, Mord und HIV zusammen.
    Zwei­tens: Je­den Tag neh­men sich in Deutsch­land durch­schnitt­lich mehr als 25 Men­schen das Leben.
    Drit­tens: Fach­leute schät­zen, dass alle fünf Mi­nu­ten je­mand ver­sucht, sich das Le­ben zu nehmen.

Ja Shit, oder? Wir müs­sen also über das Thema spre­chen. Und es ist zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen schwer, den An­fang zu ma­chen, also das erste Wort zu sa­gen. Ich glaube, dass Me­dien den ers­ten Schritt ma­chen müs­sen, denn sie ha­ben un­ter an­de­rem in­tel­lek­tu­elle Macht. Da­mit meine ich, dass sie selbst The­men set­zen kön­nen, über die ihre Leser*innenschaft nach­denkt und auch spricht.

Viele Me­dien scheuen da­vor zu­rück, über Sui­zid zu schrei­ben. Das hat gute Gründe, denn sie ha­ben Angst vor dem so­ge­nann­ten Wert­her-Ef­fekt, auf den ich spä­ter ein­ge­hen wer­den. Und ganz ehr­lich: Ich kann es ver­ste­hen, wenn Journalist*innen und ganze Re­dak­tio­nen Be­fürch­tun­gen ha­ben, die sie vor ei­ner Ver­öf­fent­li­chung zu­rück­schre­cken lassen.

Aber: Ich sehe das an­ders. Wir dür­fen die­ses Thema auf gar kei­nen Fall tot­schwei­gen und da­mit ta­bui­sie­ren. Ganz im Ge­gen­teil. Wir müs­sen dar­über schrei­ben, spre­chen, be­rich­ten. Vor al­lem geht es aber auch um das wie.

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Die Gründe für Suizid sind nicht sofort erkennbar

Aber eins nach dem an­de­ren. Warum neh­men sich Men­schen ei­gent­lich das Le­ben? Die na­he­lie­gende Ver­mu­tung ist, dass sie an her­aus­for­dern­den Le­bens­si­tua­tio­nen wie Job­ver­lust, Tren­nung oder dem Tod eine*r Ge­lieb­ten verzweifeln.

Nope.

Die wich­tige Bot­schaft lau­tet, dass Sui­zid in den meis­ten Fäl­len nicht Folge von schwie­ri­gen Le­bens­um­stän­den son­dern ei­ner psy­chi­schen Er­kran­kung ist, die zu ei­ner völ­lig ver­zerr­ten Rea­li­täts­sicht führt – am häu­figs­ten ist das die Depression.“

Das sagt nicht ir­gend­je­mand, son­dern Ul­rich He­gerl, Pro­fes­sor für Psych­ia­trie an der Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt am Main und Vor­sit­zen­der der Stif­tung Deut­sche De­pres­si­ons­hilfe. He­gerl spricht hier ei­nen wich­ti­gen Punkt an, denn bis zu 90 Pro­zent der Men­schen, die sich sui­zi­d­ie­ren, lei­den an ei­ner psych­ia­tri­schen Er­kran­kung: Sucht­pro­bleme, Ess­stö­run­gen, schi­zo­phrene und ma­nisch-de­pres­sive Er­kran­kun­gen, auch Angst­stö­run­gen. Doch den Groß­teil ma­chen mit bis zu 50 Pro­zent De­pres­sio­nen aus.

Wenn wir die­sen Punkt wirk­lich ernst neh­men wol­len, dann kön­nen wir nicht ein­fach wei­ter­le­sen. „Gut, ab­ge­hakt, ver­stan­den.“ Diese Er­kennt­nis hat Kon­se­quen­zen, die wir auf den ers­ten Blick über­se­hen könn­ten. Psy­chi­sche Er­kran­kun­gen ha­ben in al­ler­ers­ter Li­nie über­haupt gar nichts mit wid­ri­gen Le­bens­um­stän­den zu tun, die dem Sui­zid vorausgehen.

Aber 95 Pro­zent der Be­völ­ke­rung glau­ben, laut Deut­scher De­pres­si­ons­hilfe, dass die Ur­sa­chen für De­pres­sio­nen Über­for­de­run­gen, Schick­sals­schläge, Part­ner­schafts­kon­flikte und kör­per­li­che Er­kran­kun­gen sind. 95 Pro­zent? Nun, das sind fast alle. Wir ha­ben hier also Nachholbedarf.

Die Veranlagung spielt bei Depressionen eine entscheidende Rolle

Ul­rich He­gerl sagte mir am Te­le­fon, dass von den meis­ten Men­schen De­pres­sion für eine schlim­mere Stress­re­ak­tion ge­hal­ten wird. De­pres­sion sei aber eine ziem­lich ei­gen­stän­dige Er­kran­kung. Wenn man die Ver­an­la­gung da­für hat, rutscht man im­mer wie­der rein, auch, wenn es ei­nem von au­ßen be­trach­tet gut geht. Ohne diese Ver­an­la­gung wer­den Men­schen nicht de­pres­siv er­kran­ken, auch wenn ih­nen das Le­ben noch so bit­ter mitspielt.

Wow. Als mir Dr. He­gerl diese Worte am Te­le­fon sagte, hatte ich ein ech­tes Aha-Er­leb­nis. Ich bin zwar Re­por­ter für psy­chi­sche Ge­sund­heit und selbst Be­trof­fe­ner (ich habe chro­ni­sche De­pres­sio­nen), dachte also folg­lich, ich würde mich mit mei­ner Krank­heit ganz gut aus­ken­nen. Aber wenn ich ehr­lich bin, ver­stehe auch ich meine Krank­heit zum Teil noch als et­was schlim­mere Stress­re­ak­tion. Dass ich bei ei­ner Ver­an­la­gung da­für aber gar nichts kann, das ist für mich sehr entlastend.

    Es gibt je­doch auch Men­schen, die zur Ur­sa­che von De­pres­sio­nen eine an­dere Mei­nung ha­ben. In mei­nem letz­ten In­ter­view habe ich dar­über mit ei­ner dä­ni­schen Psy­cho­lo­gin ge­spro­chen, die sagt, dass Grü­beln die haut­p­säch­li­che Ur­sa­che für De­pres­sio­nen ist und diese aufrechterhält.

Doch He­gerl geht noch ei­nen Schritt wei­ter: „De­pres­sio­nen sind Er­kran­kun­gen wie an­dere auch, sie ver­än­dern die Hirn­funk­tio­nen”, sagt He­gerl. Die Be­trof­fe­nen emp­fin­den dann keine Freude mehr, ha­ben Pro­bleme beim Schla­fen und sind dau­er­haft an­ge­spannt. Sie spü­ren kei­nen Ap­pe­tit mehr und vie­les ge­rät aus dem Gleich­ge­wicht. Bei ei­ner ma­nisch-de­pres­si­ven Er­kran­kung kön­nen sich diese Hirn­funk­tio­nen ab­rupt än­dern und Men­schen kip­pen über Nacht von ei­ner De­pres­sion in eine Ma­nie – und sind plötz­lich über­trie­ben op­ti­mis­tisch und vol­ler Energie.

Und daran er­ken­nen wir, dass es bei psy­chi­schen Er­kran­kun­gen ei­nen Krank­heits­me­cha­nis­mus gibt, der nicht ir­gend­eine Re­ak­tion auf schwie­rige Le­bens­um­stände ist. Auch He­gerl habe viele Jahre ge­braucht, um zu ver­ste­hen, wie ei­gen­stän­dig diese Er­kran­kung ist. Und Sui­zi­da­li­tät sei eben ein Dia­gno­se­kri­te­rium der De­pres­sion. Er führt aus: „Man kann De­pres­sio­nen je­doch gut be­han­deln. Und wenn die De­pres­sio­nen ab­klin­gen, dann klin­gen auch die sui­zi­da­len Im­pulse ab.“

Ha! Weil es so schön ist, gleich noch­mal: De­pres­sio­nen kön­nen gut be­han­delt wer­den – und wenn sie ab­klin­gen, dann klin­gen sui­zi­dale Im­pulse ab. Ich weiß ja nicht, wie es dir, liebe*r Leser*in geht, aber ich finde die letz­ten bei­den Sätze sehr be­ru­hi­gend. Es ist in die­sem Text der erste Hoffnungsschimmer.

Wich­tig ist, sich als be­trof­fene Per­son in Be­hand­lung zu be­ge­ben. Doch wer ist da­für ei­gent­lich zu­stän­dig? Psy­cho­lo­gen? Neu­ro­lo­gen? Heil­prak­ti­ker oder gar der Coach?

Der An­sprech­part­ner sind hier Psychiater*innen, also Fachärzt*innen. Da­ne­ben gibt es die Psychotherapeut*innen. Die meis­ten Patient*innen wer­den je­doch von ih­ren Hausärzt*innen mit An­ti­de­pres­siva be­han­delt – das sind also die drei An­lauf­stel­len in der aku­ten Krisensituation.

Die Medien müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden

El­len von den Driesch ist So­zio­lo­gin und fin­det, dass die „For­schung auf dem Ge­biet der Sui­zi­da­li­tät durch­aus auch et­was sehr Po­si­ti­ves mit sich bringt.“ Wie bitte? Ja, und zwar „weil es mir die End­lich­keit des Le­bens vor Au­gen führt. Ab dem Zeit­punkt der Ge­burt ist für alle klar, dass das Le­ben auch ein Ende hat und wir ent­schei­den, was wir in der Zwi­schen­zeit tun“ , sagte sie mir, als ich sie anrief.

Sie be­schäf­tigt sich in ih­rer For­schung mit der Ent­ste­hung von Sui­zid­ra­ten. Sie schrieb ihre Dok­tor­ar­beit über Sui­zid­sta­tis­ti­ken in der DDR, die von Be­hör­den seit den 1970er Jah­ren ver­schärft un­ter Ver­schluss ge­hal­ten wur­den – und die sie wie­der ent­deckt hat. An­hand die­ser Da­ten konnte sie eine Ana­lyse über die Ge­schichte des Sui­zids in der DDR schrei­ben, die auch als Buch er­schei­nen wird.

    Die Ak­ten zu ver­schlie­ßen, hatte der Mi­nis­ter­rat der DDR be­schlos­sen, also das Or­gan, das die po­li­ti­schen Grund­satz­ent­schei­dun­gen in der DDR traf. Nach dem Be­schluss er­hiel­ten nur noch der Ge­sund­heits­mi­nis­ter und der Mi­nis­ter­prä­si­dent der DDR jähr­li­che Aus­wer­tungs­er­geb­nisse der ver­trau­li­chen Sui­zid­da­ten. Für die Aus­wer­tun­gen selbst wa­ren die so­ge­nann­ten Geheimnisträger*innen in der Staat­li­chen Zen­tral­ver­wal­tung für Sta­tis­tik (ähn­lich dem Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt heute) zuständig.

Von den Driesch be­schäf­tigte sich des­halb mit der DDR, weil es das Land in Eu­ropa war, das die höchs­ten Sui­zid­ra­ten hatte. Und das aus ei­nem ganz be­stimm­ten Grund: In Re­gio­nen, in de­nen Sui­zid­prä­ven­tion un­ter­bun­den wird, wie es un­ter an­de­rem auch in der DDR der Fall war, neh­men sich mehr Men­schen das Le­ben. Al­ler­dings war das nicht der ein­zige Grund für die ho­hen Sui­zid­ra­ten des Lan­des. Be­reits Ende des 19. Jahr­hun­derts fas­zi­nier­ten die ho­hen Sui­zid­ra­ten im heu­ti­gen Thü­rin­gen und Sach­sen die Sui­zid­for­scher. Und auch zum Zeit­punkt der Grenz­zie­hung zwi­schen BRD und DDR lag die Zahl der Sui­zide in den Re­gio­nen der spä­te­ren DDR über den Ra­ten der BRD.

So­lange das Thema ta­bui­siert werde, seien auch die Sui­zid­ra­ten hoch, sagte von den Driesch mir. Das liege auf der Hand. Auch heute noch. „Ge­rade die­ses Schwei­gen über be­stimmte The­men ist ein fast oh­ren­be­täu­ben­des Schwei­gen. Man spricht ein­fach nicht dar­über. Es wird auch des­halb in den Me­dien kaum an­ge­spro­chen, weil man vom Wert­her-Ef­fekt aus­geht. Das heißt: So­bald man dar­über spricht, stei­gen die Suizidraten.“

Der Werther-Effekt zeigt nur eine Seite der Medaille

Der Wert­her-Ef­fekt be­zieht sich auf Goe­thes Ro­man „Die Lei­den des jun­gen Wert­her“, in dem sich der Prot­ago­nist am Ende der Er­zäh­lung das Le­ben nimmt. Die Ver­öf­fent­li­chung im Jahr 1744 soll eine so­ge­nannte Sui­zid­welle aus­ge­löst ha­ben – über de­ren Exis­tenz sich Fach­leute bis heute streiten.

Die These da­hin­ter: So­bald man in der Öf­fent­lich­keit über Sui­zid spricht, pro­vo­ziert das neue Sui­zide. Mitt­ler­weile gut be­legt ist tat­säch­lich, dass sen­sa­ti­ons­träch­tige Dar­stel­lun­gen von Sui­zid in Me­dien zu so­ge­nann­ten Imi­ta­ti­ons­sui­zi­den füh­ren. So stieg nach der rei­ße­ri­schen Be­richt­erstat­tung über den Sui­zid des Schau­spie­lers Ro­bin Wil­liams 2014 die Sui­zid­rate in den USA um zehn Pro­zent an.

So­zio­lo­gin von den Driesch hat al­ler­dings ihre Zwei­fel an der Theo­rie. „Der Wert­her-Ef­fekt ist eine um­strit­tene These, denn es gibt auch ei­nen Pa­pa­geno-Ef­fekt. Hier geht man da­von aus, dass es eine Schutz­funk­tion ha­ben kann, wenn wir über Sui­zid in Ver­bin­dung mit Hin­wei­sen auf Hilfs­an­ge­bote sprechen.“

Pa­pa­what? Der Pa­pa­geno-Ef­fekt ist das ge­naue Ge­gen­teil des Wert­her-Ef­fek­tes. Pa­pa­geno ist ein Prot­ago­nist in Mo­zarts Oper „Die Zau­ber­flöte“, der eine sui­zi­dale Krise über­win­den kann und sich nicht das Le­ben nimmt. Man weiß heute, dass es ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen Be­rich­ten gibt, die sich auf die Be­wäl­ti­gung von sui­zi­da­len Kri­sen fo­kus­sie­ren, und ei­nem Rück­gang von Suizidraten.
Das be­deu­tet ganz kon­kret: Beim Schrei­ben über Sui­zid ist das wie entscheidend.

Hier möchte ich kurz eine Denk­pause ein­le­gen. Denn auch beim Schrei­ben die­ses Tex­tes musste ich im­mer wie­der durch­at­men, Pau­sen ein­le­gen und zwi­schen­durch eine Runde um den Block spa­zie­ren. Das Thema Sui­zid ist mir sehr wich­tig; ich habe lange ge­war­tet, bis ich dar­über schrei­ben konnte.

Wenn Men­schen so krank sind, dass sie die­ses Le­ben nicht wei­ter er­tra­gen – und ich dar­über schreibe – dann macht das auch et­was mit mir. Ich bin fast im­mer in­ner­lich be­wegt, wenn ich dar­über nach­denke. Mit die­sem Text möchte ich dazu bei­tra­gen, dass Men­schen­le­ben, die auf der Kippe ste­hen, ge­ret­tet wer­den kön­nen. Darum geht es hier. Darum geht es mir.

So. Noch ein­mal durch­at­men. Und jetzt zu­rück zur So­zio­lo­gin. Sie sagte mir, wann es wirk­lich ei­nen Wert­her-Ef­fekt ge­ben kann. Näm­lich dann, wenn Me­dien eine hohe Iden­ti­fi­ka­tion mit ei­ner Per­son schaf­fen, die Sui­zid be­gan­gen hat.

Detaillierte Szenen von Suizid können die Suizidraten in die Höhe treiben

Es gab eine Fern­seh­se­rie in den 80er Jah­ren, die hieß ‚Tod ei­nes Schü­lers‘, bei der in der ers­ten Szene ein Schü­ler ge­zeigt wurde, der ei­nen Bahn-Sui­zid be­gan­gen hat. Die Sui­zid­ra­ten un­ter Jun­gen im glei­chen Al­ter – die sich mit die­ser Per­son iden­ti­fi­ziert ha­ben – ist im Hin­blick auf Bahn­sui­zide an­ge­stie­gen“, meint von den Driesch.

Das heißt: Me­dien sol­len auf gar kei­nen Fall ein Ein­zel­schick­sal so stark be­schrei­ben, dass sich Men­schen mit dem Prot­ago­nis­ten iden­ti­fi­zie­ren. Da ha­ben wir ihn also wirk­lich, den Wert­her-Ef­fekt. Und den kön­nen wir um­dre­hen, wenn über eine Per­son be­rich­tet wird, die eine sui­zi­dale Krise ge­meis­tert hat. In die­sem Fall ist die Iden­ti­fi­ka­tion mit der Per­son also heilsam.

An die­ser Stelle möchte ich kurz die Me­dien de­fi­nie­ren. Ich meine da­mit nicht nur große Ver­lags­häu­ser, Ma­ga­zine und Zeit­schrif­ten. Ich meine auch uns, wenn wir twit­tern, face­boo­ken oder auf Insta Fo­tos tei­len. Wir alle tra­gen eine Ver­ant­wor­tung da­für, wie wir über die­ses sen­si­ble Thema schreiben.

Die Stif­tung Deut­sche De­pres­si­ons­hilfe hat hier­für ei­nen Me­di­en­guide (PDF) ver­öf­fent­licht. Darin fin­den sich Emp­feh­lun­gen für die Be­richt­erstat­tung über Sui­zid – eine Art An­lei­tung da­für, wie Journalist*innen Imi­ta­ti­ons­sui­zide ver­hin­dern können:

    Die Nach­ah­mungs­ge­fahr steigt, wenn die Sui­zid­me­thode de­tail­liert be­schrie­ben, der Sui­zid als nach­voll­zieh­bare Re­ak­tion oder als ein­zi­ger Aus­weg be­zeich­net wird oder ein leicht zu­gäng­li­cher Ort mys­ti­fi­ziert wird.

    Die Nach­ah­mungs­ge­fahr sinkt, wenn der Sui­zid als Folge ei­ner Er­kran­kung (wir er­in­nern uns, zum Bei­spiel die De­pres­sion) dar­ge­stellt wird, die er­folg­reich hätte be­han­delt wer­den kön­nen. Wei­ter sol­len Hel­pli­nes und Hil­fe­kon­takte an­ge­ge­ben, Ex­per­ten­mei­nun­gen ein­ge­holt und al­ter­na­tive Lö­sun­gen zur Be­wäl­ti­gung ei­ner Krise auf­ge­zeigt werden.

Hier der voll­stän­dige Überblick: 

Nach­ah­mung setzt Iden­ti­fi­ka­tion vor­aus. Diese Ge­fahr steigt, wenn:

  • durch Ti­tel­ge­schich­ten, Schlag­zei­len und Fo­tos Auf­merk­sam­keit er­regt wird
  • die Be­griffe Selbst­mord, Sui­zid und Frei­tod in der Über­schrift vorkommen
  • die Sui­zid­me­thode de­tail­liert be­schrie­ben wird
  • ein leicht zu­gäng­li­cher Ort be­schrie­ben oder gar mys­ti­fi­ziert wird
  • das so­ziale Um­feld, die Iden­ti­tät und die Mo­tive er­grei­fend be­schrie­ben werden
  • der Sui­zid po­si­tiv be­wer­tet, glo­ri­fi­ziert oder ro­man­ti­siert wird
  • der Sui­zid als nach­voll­zieh­bare Re­ak­tion oder als ein­zi­ger Aus­weg be­zeich­net wird
  • das Op­fer eine pro­mi­nente Per­son ist.

Die Nach­ah­mungs­ge­fahr sinkt, wenn:

  • der Sui­zid als Folge ei­ner Er­kran­kung (zum Bei­spiel De­pres­sion) dar­ge­stellt wird, die er­folg­reich hätte be­han­delt wer­den können
  • al­ter­na­tive Pro­blem­lö­sun­gen und Fälle von Kri­sen­be­wäl­ti­gung auf­ge­zeigt werden
  • Hel­pli­nes und Hil­fe­kon­takte an­ge­ge­ben werden
  • Ex­per­ten­mei­nun­gen ein­ge­holt werden
  • Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Krank­heits­bild De­pres­sion ge­ge­ben werden
  • über die Ar­beit pro­fes­sio­nel­ler Hel­fer be­rich­tet wird.

Die­sen Guide soll­ten mei­ner Mei­nung nach alle Journalist*innen aus­wen­dig kön­nen. In je­der noch so klei­nen Re­dak­tion soll­ten die Emp­feh­lun­gen an der Wand hän­gen. Denn ich er­in­nere mich an rei­ße­ri­sche Be­richte über den Sui­zid von Pro­mi­nen­ten, die ge­nau diese Kri­te­rien er­fül­len. Und ich finde die Form der Be­richt­erstat­tung tat­säch­lich ekel­haft, weil sie aus dem tra­gi­schen Tod ei­nes Men­schen eine voye­ris­ti­sche Soap-Opera macht, die nichts an­de­res im Sinne hat, als Klick- oder Ver­kaufs­zah­len in die Höhe zu treiben.

Wie du, liebe*r Leser*in, viel­leicht merkst, habe ich auch eine Por­tion Wut im Bauch. Denn wenn Me­dien und ein­zelne Per­so­nen auf So­cial Me­dia ihre in­tel­lek­tu­elle Macht rich­tig ein­set­zen, dann kön­nen Sui­zide ver­mie­den und da­mit Men­schen­le­ben ge­ret­tet wer­den. Wer das weiß und trotz­dem wei­ter­macht wie bis­her, han­delt in mei­nen Au­gen grob fahr­läs­sig und wird sei­nem Be­ruf nicht gerecht.

Weil ich es bes­ser ma­chen will, habe ich El­len von den Driesch ge­fragt, was in ei­nem Text über Sui­zid nicht feh­len darf. Sie sagt:

    „Es muss deut­lich wer­den, dass es Hilfs­an­ge­bote gibt und Sui­zid nicht die ein­zige Lö­sung ist. Dass es er­schre­ckend ist, wie viele Men­schen sich sui­zi­d­ie­ren. Es muss klar wer­den, dass Sui­zid keine na­tür­li­che To­des­ur­sa­che ist. Wenn ich eine Herz-Kreis­lauf-Er­kran­kung habe und daran sterbe, habe ich kei­nen gro­ßen Ein­fluss dar­auf. Aber man hat ei­nen Ein­fluss dar­auf, ob Sui­zid be­gan­gen wird oder nicht – und man kann es vermeiden.“

In akuten Momenten können wir Betroffene unterstützen

Puh. Viel Theo­rie, oder? Wer­den wir mal prak­tisch: Wie gehe ich vor, wenn ich bei ei­ner Freun­din den Ver­dacht habe, sie könnte sui­zi­dal sein? Sollte ich das an­spre­chen? Psych­ia­ter He­gerl sagt: „In je­dem Fall. Ein­fach von den ei­ge­nen Ge­füh­len aus­ge­hen. Ich ma­che mir Sor­gen um dich. Ich schaue da nicht zu und jetzt ho­len wir Hilfe.“

In sol­chen Mo­men­ten – das kenne ich von mei­nen al­ler­ers­ten Epi­so­den – ist zü­gige pro­fes­sio­nelle Hilfe am al­ler­wich­tigs­ten. De­pres­sive sind oft hoff­nungs­los, er­schöpft und ha­ben Schuld­ge­fühle. Dann kann es le­bens­ret­tend sein, wenn eine Freun­din das Te­le­fon in die Hand nimmt. Weil das so wich­tig ist, nenne ich un­ter die­sem Text noch ein­mal die drei An­lauf­stel­len für den Notfall.
Ein gro­ßes Pro­blem sieht So­zio­lo­gin von den Driesch bei der Gruppe der Äl­te­ren und Al­ten. In die­ser Al­ters­gruppe sei die Sui­zid­rate am höchs­ten. Und sie hat Recht. Ab 80 Jah­ren steigt diese bis um das Fünf­fa­che.

Sie ist über­rascht dar­über, dass es keine Kam­pa­gnen da­für gibt, die auf eine ver­stärkte Für­sorge für alte Men­schen hin­wei­sen. Dar­auf, wie wich­tig es ist, die Groß­el­tern öf­ter zu be­su­chen oder mal an­zu­ru­fen, spon­tan vor­bei­zu­fah­ren, falls mög­lich. Ge­rade weil die Äl­te­ren oft mit ih­rem Le­ben al­lein fer­tig wer­den müs­sen und sich ein­sam füh­len. „Ich bin ein­fach ge­schockt da­von, dass wir hin­neh­men, dass so viele sterben.“

Frauen nehmen Hilfsangebote öfter an als Männer

Wie kön­nen wir das ver­hin­dern? Es ist un­wahr­schein­lich, dass äl­tere Men­schen mit je­man­dem chat­ten oder te­le­fo­nie­ren wol­len, wenn sie über Sui­zid nach­den­ken. Lasst uns also daran den­ken: Es ist wich­tig, die Al­ten und Äl­te­ren nicht zu ver­ges­sen. In Co­rona-Zei­ten sind un­sere Mög­lich­kei­ten ein­ge­schränkt, wir kön­nen uns aber trotz­dem mel­den. Das geht immer.

Von den Driesch sagt, dass vor al­lem Frauen Hilfs­an­ge­bote in An­spruch neh­men. Sie klä­ren Pro­bleme auch eher mit ih­ren en­ge­ren so­zia­len Netz­wer­ken als Män­ner. Bei ih­nen sind diese Netz­werke zwar oft deut­lich grö­ßer, aber zum Teil auch viel zerbrechlicher.

Des­we­gen habe ich eine Bitte, und zwar an alle Freun­din­nen und Freunde von Män­nern, bei de­nen ihr be­merkt oder ver­mu­tet, dass es ih­nen schon län­ger nicht gut­geht, die das aber nicht aus­drü­cken kön­nen. Fragt ein­fach nach, schreibt eine Nach­richt: „Wie geht es dir ei­gent­lich?“ Denn wenn es An­ge­bote gibt, egal wel­che, dann sin­ken, laut der So­zio­lo­gin, auch die Suizidraten.

Für mich ist So­fort­hilfe wich­tig, wenn es mir zu­se­hends schlech­ter geht. Bei mir kommt eine De­pres­sion re­la­tiv schnell (in­ner­halb von Stun­den). Oft las­sen Sui­zid­ge­dan­ken dann nicht lange auf sich war­ten. Wenn ich das spü­ren kann, rufe ich mei­nen bes­ten Freund an, pa­cke wäh­rend­des­sen mei­nen Ruck­sack und laufe in die Kli­nik. Wenn ich an­ge­kom­men bin, sage ich mei­nem Freund: „Ich bin jetzt da.“ Ich gehe zur Ret­tungs­stelle und sage die­sen ei­nen Satz: „Ich habe eine de­pres­sive Epi­sode mit sui­zi­da­len Ge­dan­ken und ich bleibe heute hier.“

Al­ler­dings wohnt nicht je­der wie ich in Ber­lin. Auf dem Land sind Kli­ni­ken oft viel wei­ter weg und des­halb macht es Sinn, auch im Jahr 2021 die Te­le­fon­seel­sorge an­zu­ru­fen, wenn man sui­zi­dale Ge­dan­ken hat, er­klärt mir von den Driesch.

Es ist Zeit für eine Veränderung

Von den Driesch hat eine klare For­de­rung an die Politik:

    „Je­des Jahr neh­men sich Men­schen das Le­ben, letz­tes Jahr wa­ren es ‚nur‘ 9.000, aber das ist eine enorme Zahl, die ein­fach nicht the­ma­ti­siert wird. Es muss Geld in die Hand ge­nom­men wer­den für Prä­ven­ti­ons­kam­pa­gnen. Und auch für den Aus­bau von schnell er­reich­ba­ren und nied­rig­schwel­li­gen Hilfs­an­ge­bo­ten, bei­spiels­weise der Psy­cho­the­ra­pie. Es ist er­schre­ckend zu se­hen, wie we­nig Geld aus dem Bun­des­haus­halt da­für aus­ge­ge­ben wird. Das steht in kei­nem Ver­hält­nis zu der An­zahl der Suizidtoten.“

Für mich steht jetzt erst recht fest, was ich tun muss. Ich werde mich wei­ter mit dem Thema Sui­zid be­schäf­ti­gen und dar­über schrei­ben. Weil ich selbst Über­le­ben­der bin, sehe ich darin auch eine Ver­ant­wor­tung de­nen ge­gen­über, de­ren Le­ben ge­ret­tet wer­den kann. Auf gut deutsch: Ich werde nicht die Klappe hal­ten, son­dern das Thema hier bei Kraut­re­por­ter im­mer wie­der auf den Tisch brin­gen. Ich werde als Re­por­ter für psy­chi­sche Ge­sund­heit über De­pres­sio­nen schrei­ben und nicht hin­neh­men, dass je­des Jahr Tau­sende Men­schen sterben.

Und ob­wohl mir De­pres­sio­nen oft das Le­ben schwer ma­chen, bin ich ex­trem froh dar­über, dass ich meine sui­zi­da­len Kri­sen über­stan­den habe. Ich hätte so viel ver­passt, wäre es an­ders gekommen!
Heute kann ich la­chen, lie­ben, mu­si­zie­ren, ver­mis­sen, ge­nie­ßen, mich ver­söh­nen, trau­ern, fo­to­gra­fie­ren und schrei­ben. Ganz viel schrei­ben. Zum Bei­spiel über Suizidprävention.
Let’s do this.


Anlaufstellen für den Notfall

Psychiater*innen, Psychotherapeut*innen und Hausärzt*innen. Im Zwei­fel emp­fehle ich, den Not­dienst (in Deutsch­land die 112) anzurufen.
Wenn man selbst be­trof­fen ist, gibt es die Te­le­fon­seel­sorge un­ter den Num­mer 0800 1110111 und 0800 1110222. Der An­ruf ist kos­ten­los und er­scheint nicht auf der Te­le­fon­rech­nung. Für Kin­der und Ju­gend­li­che gibt es es die Youth-Life-Line und Mon­tag bis Sams­tag von 14 bis 20 Uhr die Num­mer ge­gen Kum­mer: 0800 1110333 und die 116111.

So­zio­lo­gin von den Driesch er­gänzt: „Man kann Hilfe von Freun­den und Fa­mi­lie an­neh­men, von Pro­fes­sio­nel­len oder der Te­le­fon­seel­sorge. Da kommt es auf die Ein­zel­per­son und de­ren Prä­fe­ren­zen an.“
In Dres­den kann ein per­sön­li­ches Ge­spräch kos­ten­frei un­ter an­de­rem beim psy­cho­so­zia­len Kri­sen­dienst auf der Ost­ra­al­lee 9, 01067 Dres­den, stattfinden. 


Ein Gast­bei­trag von Mar­tin Gom­mel. Der Ar­ti­kel ist zu­erst bei krautreporter.de erschienen.

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9 Ergänzungen

  1. Es ist so ein wich­ti­ges Thema. Danke für die­sen tol­len Gast­bei­trag! Es sollte im­mer mehr Ver­brei­tung fin­den! Die Be­trof­fe­nen sind nicht ir­gendwo. Sie sind ge­nau hier, un­ter uns.

  2. Ein wich­ti­ges Thema, ge­rade jetzt, wo viele we­gen des Lock­downs Exis­tenz­ängste haben.

  3. Es gibt im­mer ei­nen bes­se­ren Aus­weg – denkt an die Kin­der! Es geht im­mer weiter!

  4. Ein ganz tol­ler Bei­trag zu ei­nem Thema, wel­ches lei­der nach wie vor nicht ge­nü­gend Be­ach­tung er­fährt. Danke.

  5. Gibts n schö­nes Zi­tat: "In ei­ner schi­zo­phre­nen Ge­sell­schaft sind die psy­chisch Kran­ken die Normalen."

    Feh­lende Ver­ant­wor­tung (für sich selbst und an­dere), feh­lende Selbst­wirk­sam­keit, aso­ziale Me­dien, we­nig Wahrhaftiges…

    Da ist Sui­zid, so leid mir das im Ein­zel­fall tut, nur die Spitze des Eisbergs…

    Den Weg wer­den in Zu­kunft mit Si­cher­heit noch viel mehr Men­schen ge­hen und klar, diese ak­tu­elle Qua­si­iso­la­tion machts be­stimmt nicht besser.

    Im Bei­trag wun­dert mich das schön ges­tern­chend wurde aber die Freun­din, die zum Te­le­fon greift, weib­lich bleibt. Kon­se­quenz und so…

  6. In­ter­es­sant ist, daß seit 2020 keine Sta­tis­ti­ken zu Sui­zi­den in Deutsch­land mehr ver­öf­fent­licht wer­den. Ei­nen Zu­sam­men­hang mit Co­rona darf es na­tür­lich nicht geben.

  7. @knups: die Sta­tis­tik für 2019 wurde im De­zem­ber 2020 ver­öf­fent­licht. Quelle

    Es kann also noch et­was dau­ern, bis das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt die Zah­len für 2020 vorlegt.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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