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Die Tricks des Monsieur Matthieu

Mat­t­hieu Anat­rella ist Zau­ber­künst­ler. Sein der­zeit un­glaub­lichs­ter Trick: Aus­ver­kaufte Shows trotz Lockdown.

Ma­gie ist sys­tem­re­le­vant. Nicht nur für den Zau­ber­künst­ler Mat­t­hieu Anat­rella, son­dern be­son­ders für sein Pu­bli­kum. Seit ei­ni­gen Wo­chen zoomt sich der Be­rufs­ma­gier er­folg­reich in die Wohn­zim­mer sei­ner Zuschauer*innen. Eine Not­lö­sung, aber eine sehr char­mante mit ganz spe­zi­el­lem Reiz, wie er nach je­der Ver­an­stal­tung fest­stellt. Die Rück­mel­dun­gen der Ver­zau­ber­ten ge­ben ihm recht: "End­lich wie­der Kul­tur!", lau­tet ein gän­gi­ger Stoß­seuf­zer des Dankes.

Der Zauberrer Matthieu Anatrella zaubert sich auf die heimischen Bildschirme. Foto: Philine
Der Zau­ber­rer Mat­t­hieu Anat­rella zau­bert sich auf die hei­mi­schen Bild­schirme. Foto: Philine

Mikro an für den Applaus

"Die Leute ma­chen sich fein und sit­zen ge­spannt mit ei­nem Glas Wein vor dem Bild­schirm", teilt Mat­t­hieu seine Be­ob­ach­tun­gen. Ganz wie beim fei­nen Aus­geh-Sams­tag. Ver­gan­ge­nes Wo­chen­ende lief seine fünfte On­line-Show – zur Be­geis­te­rung al­ler Be­tei­lig­ten. Auch sie war ausverkauft.

"Am An­fang war es et­was un­ge­wöhn­lich", sagt Mat­t­hieu. Laute des Er­stau­nens, wis­pern, er­schre­cken, la­chen und tu­scheln, kurzum die Re­ak­tio­nen des Pu­bli­kums sind via Zoom-Kon­fe­renz nicht so deut­lich wahr­nehm­bar. Es be­darf der Pau­sen und der Rück­ver­si­che­rung. "Ich schaue dann auf den Bild­schirm, ob alle sich noch freuen", sagt Mat­t­hieu. Für den Ap­plaus muss das Mi­kro­fon erst an­ge­schal­tet wer­den. "Manch­mal ver­ges­sen die Leute das. Dann wun­dere ich mich."

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Close up trotz Distanz

Web­cam-Zau­be­rei ist an­ders, birgt aber ihre Qua­li­tä­ten. Zum Bei­spiel eine be­son­dere In­ti­mi­tät. "Ich bin ja bei den Leu­ten zu­hause und sie bei mir. Alle sit­zen in der ers­ten Reihe", er­zählt Mat­t­hieu be­geis­tert. Der Blick in die Ka­mera sei sehr in­di­vi­du­ell. "Ich sehe je­den per­sön­lich an, das ist toll!" Zahl­rei­che Mel­dun­gen er­rei­chen ihn im Nach­hin­ein per Mail. "Wenn mich die Krise run­ter zieht, kann ich mir im­mer ei­nen lie­ben Kom­men­tar durchlesen."

Nor­ma­ler­weise zau­bert Mat­t­hieu Anat­rella ge­mein­sam mit An­dré Kursch und Tors­ten Pahl die "Close up Night" im Feld­schlöss­chen-Stamm­haus an der Bu­da­pes­ter Straße. Ein Am­bi­ente wie in ei­ner Arena, denn die Zau­be­rer ste­hen sit­zen an ei­nem run­den Tisch mit zehn Zuschauer*innen zu­sam­men, um­ringt von wei­te­ren 20 auf er­höh­ten Stüh­len. "Man kann uns von al­len Sei­ten auf die Fin­ger schauen", sagt Mat­t­hieu. In­ter­ak­tion und di­rek­ter Kon­takt mit dem Pu­bli­kum – das be­deu­tet das Kon­zept "Close up", das Mat­t­hieu Anat­rella trotz räum­li­cher Di­stanz für seine Zoom-Shows über­nom­men hat.

Es hat Zoom gemacht: Die Close up Night online. Foto: Magicanatrella
Es hat Zoom ge­macht: Die Close up Night on­line. Foto: Magicanatrella

Zaubern für die Seele

Das Pu­bli­kum darf mit­ma­chen. Es wird Teil der Zau­ber­tricks, die sich nicht schlicht an­ein­an­der­rei­hen, son­dern kunst­voll in Ge­schich­ten ein­ge­bet­tet sind. Mat­t­hieu und seine Kol­le­gen be­wei­sen in ih­ren Pro­gram­men nicht nur hand­werk­li­ches, son­dern auch schau­spie­le­ri­sches und ko­mö­di­an­ti­sches Ge­schick. Licht, Mu­sik und Rah­men­hand­lung sind das wich­tigste bei der ge­schich­ten­er­zäh­len­den Zau­ber­kunst. Etwa ein­hun­dert Auf­tritte gibt das Trio im Jahr.

Seit acht Jah­ren ist Mat­t­hieu Anat­rella fest im En­sem­ble der Close up Night ver­or­tet. Par­al­lel dazu gibt er So­lo­auf­tritte bei Fa­mi­li­en­fei­ern und Fir­menevents. Sein zwei­tes Stand­bein ist ein Job beim Stu­den­ten­werk Dres­den. "Zau­bern brau­che ich nicht nur für den Ver­dienst, son­dern für meine Seele", sagt er.

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Ich habe die Banane!

"Ich habe mein Pu­bli­kum sehr ver­misst. Also hatte ich die Wahl – trau­rig sein oder et­was un­ter­neh­men. Warum soll ich war­ten, bis das Te­le­fon klin­gelt?" Ne­ben On­line-Kino und On­line-Thea­ter­vor­stel­lun­gen, füllt On­line-Zau­be­rei als in­ter­ak­tive Abend­be­schäf­ti­gung eine Lü­cke. Für Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Mo­bi­li­tät könn­ten die In­ter­net-Zau­ber­shows auch nach Co­rona eine Chance sein, fin­det Mat­t­hieu. Er für sei­nen Teil ge­nießt es, für eine Show kei­nen wei­ten Weg zu­rück­le­gen zu müs­sen. Die Auf­tritte fin­den vor ei­nem nacht­blauen Samt­vor­hang in sei­nem Ar­beits­zim­mer auf der Förs­te­rei­straße statt.

Die Auf­tritte sind auf zwölf Com­pu­ter be­grenzt. Wie viele Per­so­nen da­vor Platz neh­men, än­dert den Preis nicht. Pro PC kos­tet eine 40-mi­nü­tige Show 20 Euro. Im Vor­feld ver­sen­det Mat­t­hieu eine kleine Zoom-Ein­wei­sung, da­mit der tech­ni­sche Ab­lauf klappt. "Bis­lang gab es keine Probleme!"

Als Er­satz für reale Shows sieht er den Zoom-Zau­ber nicht, viel­mehr als Lö­sung für den Mo­ment. "Die Kunst ent­wi­ckelt sich mit den Er­eig­nis­sen der Welt. Also auch mit der Krise", ist Mat­t­hieu über­zeugt. Ihm ma­chen seine vir­tu­el­len Auf­tritte enorm Freude. "Ich habe die Ba­nane", sagt er. Das ist der fran­zö­si­sche Aus­druck für ein sehr brei­tes Grinsen.

Die größte Leidenschaft

Mat­t­hieu Anat­rella ent­deckte das Zau­bern mit 16 Jah­ren für sich. "Ei­gent­lich ziem­lich spät", re­sü­miert er. Da­mals lebte er noch in ei­nem Vor­ort von Pa­ris. Er er­stand sein ers­tes Kar­ten-Set in ei­nem Zau­ber­la­den und übte. Sein Cou­sin be­trieb ein Re­stau­rant, wo er erste Auf­tritte als Tisch­zau­be­rer gab. Für sein Stu­dium kam er 2003 nach Dres­den und baute sich ein Netz­werk auf. "Ich liebe so­ziale Kon­takte", sagt er. Er zau­berte für die Dampf­schiff­fahrt, in der Neu­stadt und in der Alt­stadt. Vom Stamm­gast wurde er bei der Close up Night zum Stamm­zau­be­rer. "Die Zau­be­rei ist mein Be­ruf und meine größte Leidenschaft."

Magicanatrella – Zauberkunst mit Matthieu Anatrella

  • www.magicanatrella.de
  • Nächste On­line-Close up Night: 20. Fe­bruar und 18. März je um 19 Uhr, Ti­ckets un­ter ticket@close-up-night.de, www.close-up-night.de
  • Nächste On­line-Solo-Shows: 26. Fe­bruar, 13. März und 26. März je um 19 Uhr, Ti­ckets un­ter matthieu@magicanatrella.de
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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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