Erstes Planungstreffen für BRN 2021

BRN 2020: Keine Menschenmassen, keine Bierwagen, keine Polizeisperren. Corona hatte das diesjährige Fest auf etwas eingeschrumpft, was gestandene Karnickel als gute alte Zeit erschnupperten. Ein Wegweiser für 2021? Am Donnerstag findet das erste Vorbereitungstreffen statt.

Der 30. Geburtstag sollte ein großes Fest werden, doch wie so vieles  fiel die BRN 2020 trotz Jubiläum aus dem Rahmen.  An einschlägigen Orten wie der schiefen Ecke stapelten sich Menschen in einem für eine Pandemie unvernünftigen Maß – für BRN-Verhältnisse jedoch überschaubar. Kleine Konzerte und Aktionen, hier und da ein klingender Balkon. Liegt da ein Neustart einer nachbarschaftlichen Viertel-BRN in der Luft?

BRN TV im Theater Wanne im Stadtteilhaus
BRN TV im Theater Wanne im Stadtteilhaus

Es liegt an den Bürger*innen. Wer sich einbringen möchte, ist am Donnerstag um 18 Uhr zum Planungstreffen im Stadtteilhaus auf der Prießnitzstraße eingeladen.

BRN-Büro sucht Unterstützung

Aus aktuellem Anlass ist für die Teilnahme am Treffen eine Anmeldung unter koordination@brn-buero.de nötig. Die BRN 2021 wird vom 18. bis 20 Juni stattfinden. Gefeiert wird dann „30 plus 1“. Ebenso heißt der Tagesordnungspunkt Nummer 1. Weitere Themen sind die Verbesserung der Zusammenarbeit bei der Koordination, die Suche nach Unterstützung im BRN-Büro (Hilfe wird bei Programmheft, der Mikroförderung sowie der Betreuung des Büros gesucht) und das Nachhaltigkeits-Projekt „Spülpalast“ des Kunsthauses Dresden.

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Geschmücktes Schaufenster auf der Görlitzer Straße
Geschmücktes Schaufenster auf der Görlitzer Straße

Der Spülpalast bringt Wasser mit Sonnenenergie auf Temperatur, löst Schmutz und Fette mit reiner Naturseife und leitet das Wasser über Kaskaden, in denen es erst zum Klarspülen, dann zum Reinigen mit Seife und schließlich als Grauwasser zum Vorspülen genutzt wird. Eine Champagner-Pyramide der Reinlichkeit sozusagen, die dekorativer und praktischer Teil der nächsten BRN sein soll.

Bitte um Feedback

Ulla Wacker vom BRN-Büro: „Wie das Verfahren zur Vergabe der Stände 2021 sein wird, ist derzeit noch offen. Die Ausschreibung wird in der Regel im Januar online gestellt. Da mit dem Weggang des Baubürgermeisters ein Unterstützer des Inselverfahrens geht, bleibt zu hoffen, dass es trotzdem dabei bleibt.“

Um die BRN 2021 bürgernah, nachhaltig und bunt zu gestalten, bittet das BRN-Büro um Feedback:

  • Welche zusätzlichen Beratungsangebote wünscht Ihr Euch (z.B. GEMA, Versicherungen, Sicherheitsfragen, Standbau oder anderes)?
  • Nutzt Ihr das Angebot des Bunten Bretts? (derzeit genutzt vom Neustadt Art Festival: https://buntesbrett.g4rf.net/) Die Idee ist, dass sich Orte und künstlerische Angebote besser vernetzen können. Habt Ihr Verbesserungsvorschläge oder andere Anmerkungen?
  • Was wünscht Ihr Euch als Themen für unser Veranstalternetzwerk? Einige Beispiele: gemeinsame Kulturangebote (Mottos oder Umzüge z.B.), Toiletten, Pfandsystem oder Becher, und eben anderes.
  • Was wollt Ihr dem Büro noch an Anregungen oder Anmerkungen mitgeben?

 

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BRN 2021

  • vom 18. bis 20. Juni 2021
  • Ansprechpartner ist das BRN-Büro im Stadtteilhaus, Prießnitzstraße 18, 01099 Dresden
  • erstes Planungstreffen am 24. September um 18 Uhr im Stadtteilhaus, Theaterraum
  • Fragen und Hinweise via Mail an koordination@brn-buero.de

32 Kommentare zu “Erstes Planungstreffen für BRN 2021

  1. Ich wünsche mir, daß die BRN ganz abgeschafft wird.
    Kein Kommerz, Dreck, Gestank, Lärm,
    Wildpinkler, Sturzbetrunkene, Sauftouristen, Menschenmassen, etc. mehr.

  2. Zubine, die BRN kann man gar nicht abschaffen, maximal ihre Geburtstagsfeier. Und da es für dich als Anwohnerin (?) ja auch deine Geburtstagsfeier ist, wäre es da nicht möglich, die ganzen negativen Begleitumstände, die du zu recht anprangerst, zu überwinden, indem du dich selber in die Gestaltung einbringst? Weg gehen wird das nicht, dafür gibt’s das schon zu lange.

  3. Meine Geburtstagsfeier als Anwohnerin ist die BRN ganz gewiss nicht, sondern eine Verhöhnung, eine Verspottung als Anwohnerin – genau wie das „Assi-Eck”.
    Ganz deutlich: Ich hoffe, dass die BRN nach diesem Jahr irgendwann in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

  4. Aber wünschen kann Zubine es sich..!

    Ist die klare Folge der Fehler aus den letzten Jahren.

    Weiniger Sauftourismus können die Aktiven sich ja mal auf die Fahne schreiben…

  5. Die BRN kann ruhig für immer ausfallen.
    Das ist alles nur noch Kommerz.
    Und der Krach rags und nachts ist für Anwohner unzumutbar.
    Ich hasse dieses Fest und alle, die diesem Scheißdreck irgendetwas abgewinnen können.

  6. Bitte schafft die BRN ab. Es ist nicht zu ertragen. Ist ja jetzt schon jedes Wochenende BRN und Tauschschrank Randale am Lutherplatz. Achso und ich bin gern ein Neustadtbewohner, welcher einen lebendigen Stadtteil möchte. Nur so ist es nur noch Dreck, Gestank und Lärm.

  7. Ebenfalls dafür, die BRN so wie ich sie in den letzten Jahren erlebt habe abzuschaffen. Als Anwohner war sie so attraktiv, das man an dem Wochenende lieber verreist ist als daran teilzunehmen. Lieber mal ein paar Gänge zurückschalten und kleinere Feste veranstalten, als dieses Event wieder so zu veranstalten. Schon klar, das alle die damit gutes Geld verdienen sowas nicht hören wollen. Aber so ist meine Meinung.

  8. Um die Anfahrtskosten der Sauftouristen zu minimieren und dadurch auch was für die Umwelt zu tun, sollte die Veranstaltung in „Die BRN kommt zu Euch“ geändert werden.
    2021 Freital
    2022 Kamenz
    2023 Pirna
    2024 Bischofsweda
    …….

  9. @R.Mi… Nur wie kann das funktionieren? Die Stadt (Ordnungsamt) weigert sich bekanntlich, regulierend einzugreifen. Und einen Gesamtveranstalter, der festlegt, dass es kleiner wird, gibt es nicht. Die Interessen der Beteiligten sind sehr unterschiedlich.

  10. Mhm, das klingt jetzt wirklich hauptsächlich frustriert, schade und auch verständlich. Und doch habt ihr als Neustädter*innen es selbst in der Hand, wie das Fest gestaltet wird. Je mehr sich zurück ziehen und ausreißen, umso mehr Raum für (so genannten und gerügten) Kommerz, wilde Saufereien und Lärm bleibt übrig. Und trotzdem, das bunte Treiben hat auch noch Fans unter Neustädter*innen und viele machen mit. Und so lange es derer genug gibt, sprich Neustädter*innen die sich engagieren, solang wird es das Fest geben. Und das ist doch gut so, den Geburtstag feiert man eben.

    Vorweg und zum wiederholten Male: Es gibt keinen Alleinveranstalter! Dies macht die BRN doch gerade so einzigartig, denn tatsächlich kann sich jeder einbringen. Dazu reichen auch schon Sofas vor der Tür, wie seinerzeit die Schwafelrunde mit einem Video propagierte. Hauptdarsteller unter anderem der schmerzlich vermisste Lutz Fleischer: https://www.neustadt-ticker.de/29309/aktuell/nachrichten/fleischer-vs-hecht

    Also was machen? Fragt die Nachbar*innen und gestaltet den Platz vor eurem Haus oder (heimlich) im Hof. Feiert doch einfach mit und schenkt statt Bier Apfelsaft aus. Was ganz kleines und buntes zu machen ist wirklich einfacher als man denkt. Beratung gibt`s im BRN-Büro.

    Wer noch mehr zu den Hintergründen wissen möchte, kann auch mal im BRN-Museum (Prießnitzstraße 18, im Stadtteilhaus) vorbeischauen.

    Und jetzt Arsch hoch und raus aus der Meckerecke!
    Kunterbunte Grüße, Ulla

  11. Gab es nicht die interessante, wenn auch nicht wissenschaftliche Umfrage aus dem Umfeld des Brn-büros? Das Stimmungsbild war doch klar gegen ein „weiter so“ gewesen…

    Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es denn auf Seiten dieses Planungstreffens?

    (Hab leider diesen Do. Abend keine Zeit)

  12. @Lars: Welche Umfrage meinst Du? Die hier beschäftigt sich nur mit 2020. Andererseits gab es eine wissenschaftliches Gutachten, das ist recht umfangreich und hier nachzulesen – als PDF. Daraus resultierend gibt es den Vorschlag einer Satzung von Johannes Lichdi. Aber das ist alles Zukunftsmusik. Weiß nicht, ob sich das für 2021 schon durchsetzen lässt.

    Bis dahin ist der Gestaltungsrahmen relativ klein. Aber umso mehr Inselveranstalter zusammen kommen und sich engagieren, umso größer ist die Chance, das Fest aktiv zu gestalten.

  13. Toll, Frau Wacker,

    was für eine Aussage (und das ist nur ein Ausschnitt!):

    „ Je mehr sich zurück ziehen und ausreißen, umso mehr Raum für (so genannten und gerügten) Kommerz, wilde Saufereien und Lärm bleibt übrig „

    Bedeutet, es geht auf Teufel komm raus weiter, egal, ob der Großteil der Anwohner dagegen ist, nein, man/frau meckert ja rum, die sind es ja selber schuld, daß sie keinen Bock mehr auf BRN haben, selber schuld, wenn sie sich nicht beteiligen.

    Was sind denn das für Aussagen??
    Dreister gehts wohl nimmer!!

  14. @Zubine: Ich fürchte ja, es wird auf Teufel komm raus weiter gehen. Die BRN konnte in diesem Jahr aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen untersagt werden. Wenn wir im nächsten Jahr normale Zustände haben, wird das nicht so einfach gehen. Selbst, wenn es einen politischen Willen seitens des Stadtrates für ein Verbot des Festes gäbe, hätte ich dabei rechtliche Bedenken.

    Letzlich ist die BRN eine Ansammlung einzelner Anmeldungen.

    Und selbst wenn es gelänge, sämtliche zusätzlichen Aktivitäten einzudämmen, der Termin ist schon bekannt. Dann werden auch Besucher kommen, das war ja auch in diesem Jahr so, trotz Corona.

    Und wenn es jemanden gibt, der seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, gegen Müllflut und Alkoholtourismus zur BRN kämpft, dann wohl Ulla Wacker.

  15. @Matthias Korn: Ich finde es bedenklich, dass Sie Mitmenschen, vlt sogar Ihren Nachbar, dafür hassen, dass er eine andere Ansicht hat. Hier geht es „nur“ um die BRN, also etwa 2,5 Tage im Jahr.
    Ich persönlich kann den Menschenmassen und dem Urinieren in Hinterhöfe und zwischen Autos auch nix abgewinnen. Die Dixie-Klodichte ist auf jeden Festival wesentlich höher. Aber das muss auch erstmal bezahlt werden. Für mich ist die BRN erst am Sonntag am schönsten, wenn die Partygänger endlich schlafen und früh die Familien auf der Straße frühstücken. Tatsächlich ist der Sonntag meiner Meinung nach die Blaupause für 2,5 Tage BRN. Ein gemütliches Straßenfest für alle die Bock auf Entspannung haben und auf eine freie Bewegung auf der Straße ohne Autos und Verkehr. Besorgte und gestresste Bürger können sich dann gern von der Entspannung anstecken lassen.

  16. Lieber Herr Lauer,
    das letztere mag ja alles sein, doch ich denke, daß der Kommentar von Frau Wacker angesichts der Einwände von Anwohnern und ehemaligen BRN-Teilnehmern herabsetzend und kontraproduktiv ist und nicht zu einer besserem Verständnis für ein Stadtteilfest beiträgt.
    Ihnen trotzdem einen schönen und erholsamen Feierabend!

  17. @zubine
    So schnell entstehen Missverständnisse, denn ich bin mir sehr wohl bewusst dass es Nachbarn gibt die das Fest (und manchmal auch den Alltag in der Neustadt) nicht mehr ertragen. Und da das Fest nicht einfach abgesagt werden kann, wie Herr Frintert ergänzte, halte ich unser eigenes Engagement für das einzig vernünftige Mittel etwas zu gestalten und damit den Besucher*innen, die sich respektlos verhalten, keinen Raum zu geben.

    Am Ende bleibt vielen das Ausreißen und das bedauere ich, denn ich versteh BRN als ein Nachbarschaftsding.

    Wenn meine saloppe Formulierung verletzend war, so nicht gewollt. Entschuldigung Frau … Sprechen sie mich ruhig mal auf der Straße an und wir können uns vielleicht weiter unterhalten.

  18. @brn-büro

    Die Frage ist doch aber, wie nachbarschaftlich die BRN ist.

    Wie kann die Anmeldung von Bierwagen verhindert werden? (Kommen doch nicht von hier und haben keinen kulturellen Bezug)

    Wenn die brn ein paar mal wenig bis kaum zu trinken bietet, dafür mehr für Hirn und Humor ändert sich doch auch das Publikum.

    Habt Ihr Einfluss auf das Anmeldewesen?

  19. Hallo Lars, schau mal unter dresden.de/brn Punkt A. b)

    Der Einfluss des BRN-Büros ist immerhin so groß, dass die Stadtverwaltung inzwischen die Insellösungen bevorzugt. Aber an verschiedenen anderen Problemen beißen sich Ulla und Unterstützer die Zähne aus.

    Die Anzahl der Bierwagen ist in den vergangenen Jahren übrigens signifikant zurück gegangen, allerdings die kulturellen Angebote auch. Das hat aber weniger mit dem BRN-Büro zu tun als mit dem Sicherheitskonzept.

  20. @BRN-Büro: Sehe es ähnlich wie Andi R. Der Sonntag ist der einzig erträgliche Tag bisher gewesen. Man kann es doch darauf beschränken. Sonntag von 8 bis 20 Uhr ein schönes Straßenfest mit viel Kunst, Kultur und Musik.
    Wenn das keine Option ist muss man wirklich auf die möglichen Anmeldungen einwirken können um etwas zu verändern. Wie Lars Franke schon schrieb.

  21. @R.Mi … Wer ist denn „man“? Wer soll denn durchsetzen, dass die Leute nur am Sonntag kommen? Wer soll denn eine inhaltliche Einwirkung auf die Anmeldungen vornehmen? Die Stadtverwaltung grenzt doch schon ein. Nur Anwohner oder hiesige Gewerbetreibende. Inhaltlich kann sich die Behörde da gar nicht einmischen.

  22. @Anton: Ok, man hat also nicht ausreichend Einfluss auf die Geschehnisse. Es legt also einer den Termin fest, gibt diesen bekannt und der Rest findet sich… (wer legt denn den Termin fest?)

  23. Warum soll eine zeitliche oder andere Veränderungen nicht möglich sein? Wenn viele kommen aber nix (im Sinne von Saufen) los ist setzt ja erst der Lerneffekt ein.

    Gesundschrumpfen!

    Ich würde die Zeit jetzt nicht als erstes ändern, aber das Angebot.

    Für zwei Jahre würden dann viele Idioten orientierungslos hier nach Bierständen suchen, spätestens im dritten Jahr werden es weniger und die BRN eben wieder netter und nachbarschaftlicher.

    Weniger Bier (Sauf) ist vor allem auch weniger Müll und Urin…

  24. @R.Mi: Der Termin ist traditionell das dritte Wochenende im Juni.
    @Lars: Seit 2016 gibt es kontinuierlich weniger Angebot (kulturell und alkoholmäßig), die Besucherzahlen sind nicht nennenswert zurückgegangen, die Müllmenge auch nicht. Im Übrigen: Lies mal hier, als voriges Jahr die Idee mit der Satzung aufkam, regte sich auch sofort Widerstand.

    Es ist ne vertrackte Geschichte mit der BRN, das zeigt sich auch daran, dass jedes Jahr die gleichen Diskussionen geführt werden.

    Vielleicht, so meine Hoffnung, wird es aufgrund der diesjährigen Pause besser. Dafür wäre aber schonmal gut, wenn sich viele Leute finden, die sich einbringen. Meinetwegen auch mit konstruktiven Ideen zur Abwicklung des BRN-Festes.

  25. Was gern vergessen wird ist, dass die BRN mal mit dezidiert politischem Anspruch gestartet ist. Dieser wurde ab der dritten dann mehr und mehr geschliffen und übrig blieb die Bratwurstrepublik. Themen wie Gentrifizierung, Sozial-, Migrations-, Klima-, Verkehrspolitik könnten im Rahmen einer selbstverwalteten und organisierten Stadtteilpolitik, deren jährliches Aushängeschild die BRN sein könnte, gut aufgegriffen und diskutiert werden.
    Ein Volksfest, ob nun einwohnernah oder nicht, ist aus meiner Sicht maximal überflüssig. Vernetzung findet nicht an nem netten Wochenende statt, sondern ist permanente Arbeit!

  26. Ok, es gibt einen traditionellen Termin. Aber warum muss der den so bleiben? Das ist doch nicht in Stein gemeißelt. Es MÜSSEN doch keine Stände vergeben werden. Oder aber: Was spricht denn dagegen, Sondernutzungen im öffentlichen Raum nur von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr zu erlauben? Oder auch nur am Sonntag… Gut – bei letzterer Variante ist es vielleicht im Verhältnis gesehen zu aufwändig, „nur“ für einen Tag die autofreie Neustadt umzusetzen. Auch die Insellösung ist nicht die Antwort auf alle Fragen. Der häufig in diesem Zusammenhang gelobte Martin-Luther-Platz besteht zwar aus zwei Bühnen – diese jedoch subventioniert durch Bierstände und – als interkulturelle Begegnung verpackte – Fressstände und Verkaufsstände von Kram. Dort kam, ehrlich gesagt, zuerst der Eindruck eines „Stadtfests 2.0“ auf. Nichts anderes findet sich auf diesem und ähnlichen Ereignissen. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass die Tradition (nicht nur, aber zu einem großen Teil) von den Neustadt-Gastronomen genutzt wird, um DEN Umsatz des Jahres zu generieren. Tradition hin oder her – so bitter, wie es grad für die „alten Hasen“ klingt, kommt mir das Verweisen auf ein Geburtstagsfest einer bunten, unabhängigen Republik mittlerweile nur noch wie Folklore vor.

  27. Für eine BRN der Zukunft wünsche ich mir :
    Nur live-Musik,
    Ein Alkoholverkauf muß unmittelbar eine Bühne finanzieren,
    jegliche Essen- oder Getränkeverpackung muss Mehrweg oder kompostierbar sein

  28. Ihr lieben zugezogenen Spielverderber. Ich bin seit 30 Jahren BRN Besucher und ich muss euch leider mitteilen, dass es schon immer ein lustiges Fest mit vielen Getränken war (um es mal vorsichtig auszudrücken) 2,5 Tage im Jahr. Ich bitte euch! Was erwartet ihr denn von einem Stadtteilfest. Statt verkniffen mit einem Kräutertee auf dem Balkon zu schimpfen, holt euch nen leckeren Cocktail und schaut euch einfach um. Es gibt mehr als Bierwagen und Pullerpfützen. Ach ich wohne auf der Rothenburger und ärgere mich auch über die Doofen am Wochenende, die hier rumschreien und in die Ecken pissen. Aber deshalb die Wochenenden abschaffen? Nö!! So, jetzt in euren Antworten nicht so streng mit mir sein!

  29. Könnte man nicht jedes Jahr ein Motto finden, damit es vielleicht wieder einen politischen oder gesellschaftlichen Ansatz gibt?
    Und wie sieht es mit den Standgebühren aus. Wenn ich als Anwohnerin selbstgebackenen Kuchen verkaufen will, zum niedrigen Preis, damit es wieder nachbarschaftlich wird, ist es kontraproduktiv, wenn ich eine hohe Standgebühr zahlen muss.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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