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Neubauten am Bischofsplatz

Am Bischofs­platz wer­den aktu­ell zwei große Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser errich­tet. Eines zwi­schen Rudolf-Leon­hard- und Hecht­straße, das andere zwi­schen Con­rad- und Fritz-Reuter-Straße.

Neubau an der Nordseite des Bischofsplatzes
Neu­bau an der Nord­seite des Bischofsplatzes
Auf dem Grund­stück nörd­lich des Bischofs­plat­zes sol­len die Bau­ar­bei­ten noch im Som­mer abge­schlos­sen sein. Ins­ge­samt ent­steht hier eine Nutz­flä­che von knapp 2.900 Qua­drat­me­tern, der größte Teil davon wer­den Woh­nun­gen, die beim Mak­ler schon im Ange­bot sind. Ins­ge­samt soll 34 Woh­nun­gen zwi­schen 47 und 130 Quda­tr­at­me­ter Größe ent­ste­hen. Im Kel­ler wer­den 24 Tief­ga­ra­gen­stell­plätze errich­tet. Die Preise für die Woh­nun­gen schwan­ken zwi­schen 10 und 12 Euro pro Qua­drat­me­ter, so kos­tet zum Bei­spiel eine 47-Qua­drat­me­ter-Zwei-Raum-Woh­nung 510 Euro kalt. 

Westseite noch nicht fertig – und schon beschmiert

Neubau an der Westseite des Bischofsplatzes
Neu­bau an der West­seite des Bischofsplatzes
In dem ande­ren Gebäude an der West­seite des Bischofs­plat­zes ent­ste­hen auf etwas mehr als 5.000 Qua­drat­me­tern ins­ge­samt 48 Miet­woh­nun­gen und eine Laden­zeile. Hier sind 26 PKW-Stell­plätze in der Tief­ga­rage vor­ge­se­hen. Hier schwan­ken die Miet­preise zwi­schen 11 und 13 Euro, eine 61-Qua­drat­me­ter-Zwei-Raum-Woh­nung kos­tet bei­spiels­weise 816 Euro kalt. Laut der Web­site des Anbie­ters sind die Woh­nun­gen schon bezugs­fer­tig. Wäh­rend rund um das Haus noch gebaut wird, wurde die Fas­sade inzwi­schen von Unbe­kann­ten besprüht.
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38 Ergänzungen

  1. Diese erbärm­li­che Unart Min­der­wer­tig­keits­kom­plexe aus­zu­le­ben, weil man selbst im Leben nichts erreicht hat, gehört viel stren­ger bestraft.
    Ein gan­zes Vier­tel so der­ma­ßen zu ver­schan­deln hat nichts mit „ Alter­na­tiv“ zu tun son­dern spie­gelt nur Sozi­al­neid unters­ter Schub­lade wieder.

  2. Ich find es eigent­lich logisch, dass es Leute gibt, die ihren Frust über die gerade über­all hoch­plop­pen­den Yup­pie-Beton-Con­tai­ner an eben die­sen aus­las­sen. Is ja jetzt nich so, dass das Sozi­al­bau wäre, son­dern die Aus­wir­kung von Gen­tri­fi­zie­rung und Immobilienblase.
    Weni­ger nach­voll­zieh­bar find ich eine rei­ße­ri­sche Über­schrift “West­seite noch nicht fer­tig – und schon beschmiert” à la Bildzeitung.

  3. Und ich meine damit die unsäg­li­chen Schmie­re­reien und nicht die städ­te­bau­li­che Ver­bes­se­rung von Bra­che zur Blockrandbebauung..

  4. Und an alle die sich über 10 – 12€ Miete echauf­fie­ren, es gibt Woh­nung in Gor­bitz die für euren Geld­beu­tel erschwing­lich sind!
    Es gibt kein Recht in bes­ter Stadt­lage zu Hartz4 Prei­sen zu wohnen!
    Der Kom­mu­nis­mus ist seit 30 Jah­ren passé, für alle die noch nicht kapiert haben…

  5. Also ich weiss ja nicht 11 – 13 Euro kalt und das genau am Bahn­damm, alle paar Minu­ten kommt ein Zug vorbei.

  6. Weni­ger nach­voll­zieh­bar find ich eine rei­ße­ri­sche Über­schrift „West­seite noch nicht fer­tig – und schon beschmiert“ à la Bildzeitung“

    Was hat die Benen­nung eines Übels mit der Bild­zei­tung zu tun???
    Das ist Sach­be­schä­di­gung der dümms­ten Art!!

  7. Peter! Erbärm­lich ist ledig­lich Deine Recht­schrei­bung. Zwei Feh­ler in nur einem Satz! Endun­gen und die per­sön­li­che Anrede in Schrift­form sind Deine Sache nicht. Peterle! Mit die­sem Defi­zit bist Du in Gor­bitz sicher sehr gut auf­ge­ho­ben. Zwi­schen all die­sen Kom­mu­nis­ten und Hartz 4 Emp­fän­gern. All die­sen dum­men Men­schen die es nicht wert sind an einem Bahn­damm zu woh­nen. Die kön­nen auch keine Recht­schrei­bung. Genauso, so wie Du. Armer Peter.

  8. Na hoi, wir haben hier heute aber einen Ton drauf. 

    Ich finds toll, dass in unse­rem Vier­tel Wohn­raum geschaf­fen wird. 

    Ich finde schlecht, dass die Poli­tik seit Jahr­zehn­ten das Pro­blem igno­riert und sich nicht jeder diese Woh­nun­gen leis­ten kann. 

    Pro­ble­ma­tisch finde ich, schlech­ter Ver­die­nende in Plat­ten­bau­be­zirke am Stadt­rand auszugliedern. 

    Ging doch so ganz ohne Belei­di­gun­gen. Fiel mir aber auch nicht leicht @Peterle

  9. Die bei­den Häu­ser an sich finde ich nicht schlimm, ein­zig die auch hier wie­der vor­han­dene Unsitte der Eta­gen­ma­xi­mie­rung nervt. Klar, wenn man eine Etage mehr ein­zieht, dann hat man ent­spre­chend mehr Woh­nun­gen zu ver­mie­ten, aber man stellt damit lei­der auch sicher, dass die Gebäude dau­er­haft nicht ins Stra­ßen­bild pas­sen und die Woh­nun­gen haben eher den Cha­rak­ter von Con­tai­nern als von Wohn­raum. Da bekommt der Begriff “die Decke fällt jemand auf den Kopf” die wort­wört­li­che Bedeutung.
    Auf die­sem Bild sieht man den lei­der mit der unter­schied­li­chen Eta­gen­an­zahl nach­hal­tig gestör­ten Straßenzug.

  10. Ich freue mich über die Neu­bau­ten, finde sie optisch auch sehr anspre­chend. Die natür­lich zu ver­schmie­ren ist unterste Schub­lade, viel­leicht tief sit­zen­der Neid, viel­leicht ein­fach eine welt­fremde Ideologie.
    Es ist ja nicht so, dass bestehen­der Wohn­raum dadurch ver­lo­ren geht. Ich meine, was erhof­fen sich die Leute, die das getan haben? Was wäre denn, wenn es bezahl­ba­rer Wohn­raum wäre? Was würde das bereits hier leben­den Leu­ten brin­gen? Hät­tet ihr lie­ber rich­tig güns­tige Buden, damit die letz­ten Assis ins Stadt­teil kom­men? Nein danke, dann lie­ber mit Yuppies.

  11. Die Häu­ser sind weder “Yup­pie-Beton-Con­tai­ner” noch “Sozi­al­bau­ten”, es sind ein­fach Häu­ser, die dem Kli­ma­schutz-Dämm­wahn unter­lie­gen (daher qua­dra­tisch, prak­tisch, häss­lich) und die von Leu­ten errich­tet wur­den, die auch gerne einen Euro mehr ver­die­nen wollen.
    Man kann nicht kra­kel­end durch die Neu­stadt zie­hen und Reich­tum für alle for­dern und dann erwar­ten, dass die neuen Häu­ser bil­lig von ost­eu­ro­päi­schen Wan­der­ar­bei­tern gebaut wer­den, damit die Ein­stiegs­mie­ten güns­tig sind.
    Sozi­al­bau­ten wer­den übri­gens von den ange­fein­de­ten Yup­pis mit ihren Steu­ern sub­ven­tio­niert, viel­leicht sollte sich bei denen eher bedankt werden…
    Und “Immo­bi­li­en­blase”?
    So schnell wie die Woh­nun­gen ver­mie­tet sind, ist nicht mal ein Bläs­chen zu sehen.
    Leer­stand wegen Über­an­ge­bot gibt es eher in Gor­bitz und Prohlis.

  12. Vie­len Dank auch an die ange­fein­de­ten Yup­pies dafür. Die beste Lage ist ent­spre­chend durch die “sub­ven­tio­niert”, die keine Yup­pies sind und “nach Gor­bitz und Proh­lis sollen”.

  13. Vor der Nase die laute, dre­ckige Straße und die Bahn und im Rücken der Bahn­damm – beste Lage.

  14. @ Timur:

    Ver­stehe ich nicht ganz. Die Häu­ser wer­den doch “bil­lig von ost­eu­ro­päi­schen Wan­der­ar­bei­tern” gebaut und sind trotz­dem nicht gerade günstig. 

    Und ange­sichts einer seit min­des­tens seit Novem­ber letz­ten Jah­res bestehen­den Home­page mit Ange­bo­ten würde ich den aktu­el­len Ver­mie­tungs­stand auch nicht als Indiz einer “schnel­len Ver­mie­tung” ansehen. 

    @ Typ: Genau. Kon­zen­triert die gan­zen Assis in Get­tos und bil­det hier eine abge­schlos­sene Wohl­stands­blase. So gehen wir dann auch sicher, dass es immer Assis geben wird, weil deren Kin­der “nor­ma­les Leben” bes­ser gar­nicht erst ken­nen­ler­nen. *Iro­nie off*

  15. Das ist keine Sach­be­schä­di­gung, son­dern die unver­wech­sel­bare Art im Sze­ne­vier­tel, neuen Nach­barn Hallo zu sagen. Woan­ders gibt’s Brot und Salz, hier gibt’s halt Farbe an die Hauswand.

    Kennt man schon aus Pieschen.

  16. Ich find’s gut, dass Bau­lü­cken geschlos­sen und Stadt­teile durch Neu­bau­ten auf­ge­wer­tet wer­den. Und diese Schmie­re­reien von irgend­wel­chen (ent­fernt, bitte unter­las­sen Sie Belei­di­gun­gen) sind wirk­lich das Letzte. @LukasV: wenn hier jemand etwas sub­ven­tio­niert, dann sind das die Mie­ter, die diese Neu­bau­mie­ten bezahlen.

  17. Kurze Bemer­kung zum ver­meind­li­chen Sozi­al­neid und den „Losern“.

    Der ein­zige Grund warum diese bei­den Bra­chen nach Jahr­zehn­ten nun bebaut wur­den lag in der gestie­gen Attrak­ti­vi­tät der Umgebung.

    Damit haben die Grund­stücks­ei­gen­tü­mer aber rein gar­nichts zu tun. Sie haben die Gegend weder mit Infra­struk­tur erschlos­sen, noch haben sie etwas zur urba­ni­tät und dem Lebens­ge­fühl beigesteuert.

    Das waren bei­des Leis­tun­gen der Stadt und der Anwohner.

    Pro­fit dar­aus zie­hen darf nun aber der Boden­be­sit­zer. Denn damit geht eine höhere Nach­frage, folg­lich höhere Miet­ein­nah­men und schluss­end­lich ein höhe­rer Grund­stücks­wert einher.

    Leis­tungs­lose Gewinne nennt der Volks­wirt das.

    Auch wenn hier am Ende wenigs­tens mal Wohn­raum geschaf­fen wur­den (meis­tens wer­den ein­fach nur die Miet­preise von Bestands­bau­ten ange­ho­ben) pro­fi­tie­ren die Besit­zer pri­mär von Din­gen mit denen sie rein gar­nichts zu tun haben.

    Schma­rot­zer würde der Volks­mund sagen.

  18. @ E‑Haller:
    Ach ja, es ist schon schwie­rig das Pro­ze­dere zu verstehen.
    Meis­tens beginnt die Ver­mark­tung (mit home­page) lange vor dem Baustart.
    Bei Ver­kauf von 30 – 50% der Woh­nun­gen beginnt der Bau und Rest­be­stände wer­den eben nach Fer­tig­stel­lung ange­bo­ten und verkauft.
    Ob der neue Woh­nungs­ei­gen­tü­mer dann selbst ein­zieht, ver­mie­tet oder leer ste­hen lässt, ist seine Sache.
    Bei Neu­ba­ten, wel­che aus einer Hand ver­mie­tet wer­den, beginnt die Ver­mie­tung auch lange vor Fer­tig­stel­lung, damit dann sofort Miete kas­siert wer­den kann.
    Das neue Hin­ter­haus Gör­lit­zer 16 wird der­zeit ange­bo­ten, mit Bau­fer­tig­stel­lung August 2021!
    @ Böse und Faul:
    Sehr hübsch.
    Die Stadt druckt sich Geld und erstellt damit eine Infa­struk­tur, damit Schma­rot­zer rich­tig Kohle machen.
    Ich hatte mal gedacht, die Stadt erbringt ihre Leis­tun­gen aus Steu­er­ein­nah­men (Grund­er­werbs­steuer, Gewer­be­steuer, Lohn­steuer usw.) und zusätz­lich zahlt der Bau­herr auch alle Anschluss­kos­ten, bekommt Auf­la­gen (Spiel­platz­er­stel­lung, Fahr­rad­park­plätze etc.).
    Aber viel­leicht ist in der Neu­stadt alles ganz anders.

  19. Men­schen, die sich Miet­preise in sol­chen Yup­pie-Lege­bat­te­rien nicht leis­ten kön­nen oder zu cle­ver sind, ihr größ­ten­teils hart erar­bei­te­tes Geld für sol­che „Klein­ode” zu ver­bren­nen, dür­fen jetzt als Aso­zial und Min­der­wer­tig bezeich­net wer­den und soll­ten nach der Mei­nung eini­ger an den Rand der Stadt ver­bannt werden?
    Stellt sich die Frage, wer hier der tat­säch­li­che Aso­ziale ist!

  20. @Morpheus: Nein, das wurde so nicht gesagt. Die Schmie­rer wur­den belei­digt, das habe ich jetzt ent­fernt. Vor­her über­se­hen. Ich bitte um Ent­schul­di­gung. Als min­der­wer­tig wurde nie­mand bezeich­net. Es ging um die “Unart Min­der­wer­tig­keits­kom­plexe auszuleben”.

  21. @ Timur ohne Trupp:

    Rich­tig, die Leis­tun­gen der Stadt sind Steuerfinanziert.

    Dafür kom­men alle Bür­ger auf. Wer über­pro­por­tio­nal stark davon pro­fi­tiert sollte auch über­pro­por­tio­nal dazu beitragen.

    Bei bereits erschlos­se­nen Gebie­ten geht es mei­nes Wis­sens nach nur noch um Erschlie­ßungs­bei­träge für die Instandhaltung.

    Außer­dem unter­schlägst du groß­zü­gig die erwähn­ten Anwohnerleistungen.

    Jede Kiez­kneipe, jeder Buch­la­den, jeder Kul­tur­ver­ein oder jeder hippe Stu­dent … all das sind Dinge die ein Vier­tel attrak­ti­ver machen.

    Die Immo­bi­li­en­un­ter­neh­men wis­sen das in saf­tige Miet­preise zu über­set­zen und lau­gen das ganze Gebiet zuneh­mend aus.

    Denn alter­na­tive Pro­jekte, kleine Geschäfte oder Künst­ler kön­nen sich keine 13 Euro Kalt­miete leisten.

    Was nach der Gen­tri­fi­zie­rung bleibt ist der Mief des gut situ­ier­ten Biedermeier.

    Bei­spiel­haft vor­ge­macht in Lon­don, Paris oder im Prenz­lauer Berg.

  22. Wer glaubt, dass die Mie­ten die­ser Neu­bau­ten (bzw. im Neu­stadt­vier­tel gene­rell) ange­mes­sen sind, den aktu­el­len Bau­prei­sen ent­spre­chen und ver­mei­den das ost­eu­ro­päi­sche Arbeits­kräfte zum Ein­satz kom­men dem sei nur ver­zie­hen, wenn er sich im Bau- und Immo­bi­li­en­ge­werbe nicht auskennt.

    Wenn durch den Mie­ten­de­ckel in der Hips­ter Haupt­stadt Ber­lin in bes­ter Wohn­lage max. 12,65€ pro Qua­drat­me­ter kalt für einen Neu­bau ver­langt wer­den dür­fen, wie ist es mög­lich das in einer Stadt mit gerin­ge­rem Ein­kom­mens­ni­veau Mie­ten von 13€/m² an einer gro­ßen Straße + Bahn­damm gerecht­fer­tigt sind?
    Es ist frag­lich ob die­je­ni­gen, die sich sol­che Mie­ten leis­ten kön­nen auch dort woh­nen wol­len!? Und wenn ja, ob die­je­ni­gen dann das Vier­tel auch so berei­chern das es wei­ter­hin ein Sze­ne­vier­tel bleibt… was wie­derum genau diese Yup­pies anzieht. Eine Endlosspirale…
    Wir wer­den sehen. Bekannt­lich bestimmt ja die Nach­frage den Preis.

  23. @ Böse und Faul:
    Lon­don, Ber­lin und Paris pro­fi­tie­ren aber genau von dem Wei­ter­zie­hen der krea­ti­ven Szene.
    In Not­ting Hill woh­nen jetzt die Neu­rei­chen, in Soho tum­meln sich die Tou­ris­ten und die Szene ist jetzt in Camden.
    Und was frü­her SO 36, Pren­zel­berg und Fried­richs­hain war, ist eben jetzt Neukölln.
    Dres­den ist zwar weit­aus klei­ner und pro­vin­zi­el­ler, aber auch hier gibt es Absetz­be­we­gun­gen Rich­tung Friedrichstadt.
    Nichts bleibt wie es war.
    @Steff:
    Eben, die Nach­frage bestimmt den Preis.
    Und die Nach­frage ist hoch.
    So lange in der Neu­stadt und im Hecht der Leer­stand unter 1,0% ist, wer­den die Miet­preise steigen.
    Auch die Gewer­be­mie­ten stei­gen wei­ter, was die alten Kiez­knei­pen verdrängt.
    Der Ber­lin­ver­gleich übri­gens hinkt nicht nur, er ist auch grundfalsch.
    Denn der Miet­de­ckel gilt gerade nicht für Neu­bau­ten bzw. Erst­ver­mie­tun­gen, da kann der Preis genom­men wer­den, da erziel­bar ist

  24. Kann gut sein, dass sich die “Erst­be­sit­zer” der Grund­stü­cke nach 1990 da schon eine gol­dene Nase ver­dient haben, also sie diese wei­ter­ver­kauft haben. Viel­leicht gab es dann noch Zwi­schen­be­sit­zer etc. Und selbst wenn nicht, mit wel­chem Recht will man dem heu­ti­gen Besit­zer das Recht abspre­chen, mit sei­nem Grund­stück gemäß der Markt­lage Geld zu verdienen?
    Mal ange­nom­men, die maxi­mal zuläs­sige Miete wäre gede­ckelt, dann wer­den es Eigen­tums­woh­nun­gen. OK, auch die wer­den gede­ckelt, dann wird es (abhän­gig von der Höhe des Deckels) irgend­wann nicht mehr lukra­tiv sein, dort zu bauen, d.h. es ent­ste­hen keine Woh­nun­gen. Hilft auch niemand.
    Und wenn es eine Decke­lung gibt, wer darf sich dann um eine sol­che güns­tige Woh­nung bewer­ben? Wie will man sau­ber kon­trol­lie­ren, dass da kein Miss­brauch betrie­ben wird? Je bes­ser die Wohn­lage ist, desto höher die Gefahr von Missbrauch.
    Wenn sich nie­mand in die Neu­bau­ten ein­mie­tet, dann wer­den die Mie­ten fal­len. Und sorry, nie­mand muss dort ein­zie­hen, es gibt aus­rei­chend freie güns­tige Woh­nun­gen in Dres­den. Nur viel­leicht sind die kein Neu­bau oder lie­gen in Stadt­vier­teln, wo man nicht bevor­zugt woh­nen möchte. Ist nicht schön, aber dies muss man dann akzep­tie­ren. Viele von uns haben ein finan­zi­el­les Limit, was bestimmte Wün­sche unmög­lich macht. Und dazu kann auch gehö­ren, dass eine Woh­nung in die­sen Häu­sern nicht rea­li­sier­bar ist. Was ist daran so schlimm?

  25. Absetz­be­we­gung – so nennt man das also in den fei­nen Krei­sen des Kapi­tals. Ich kenn das eher unter dem Wort Gen­tri­fi­zie­rung. Den Leu­ten, die das Vier­tel schick gemacht haben, der­art die Kohle aus der Tasche zie­hen, bis sies sich nich mehr leis­ten können.

  26. @Stefan E: Was das Pro­blem ist? Das kann Dir jeder Sozio­loge rela­tiv schnell beantworten.
    Wenn man Bevöl­ke­rungs­grup­pen mit unter­schied­li­chen mate­ri­el­len Grund­vor­aus­set­zun­gen von­ein­an­der trennt, fin­det kein Aus­tausch mehr statt und Chan­cen für beide Sei­ten ver­schwin­den. Wenn Du in einem Stadt­teil auf­wächst, in dem nur das “Pre­ka­riat” (Ich hasse den Aus­druck!) wohnt, wirst Du auch nur mit dem Pre­ka­riat und all den dazu­ge­hö­ri­gen Begleit­erschei­nun­gen, die sich aus feh­len­der gesell­schaft­li­cher Teil­habe erge­ben, in Berüh­rung kom­men und all die besag­ten Begleit­erschei­nun­gen absor­bierst Du irgend­wann. Anfäl­lig­keit für krude Ideo­lo­gien, Aggres­sio­nen, ille­gale Akti­vi­tä­ten usw. Wenig Geld zu haben, macht eben doch unglück­lich und führt zur Suche nach Schul­di­gen für die eigene Misere, für die man ganz sicher nicht selbst ver­ant­wort­lich ist, auch wenn “Jeder ist sei­nes Glü­ckes Schmied” gerade sehr popu­lär ist und wir des­halb aus lau­ter Ein­zel­kämp­fern bestehen.
    Es kann eine Chance sein, wenn ein so abge­häng­ter mit ande­ren Lebens­wel­ten in Berüh­rung kommt, die ihm ein bes­se­res Leben, das natür­lich nicht zwin­gend mit viel Geld zu tun haben muss, ermög­li­chen kön­nen. Wenn wir anfan­gen, Bevöl­ke­rungs­grup­pen nach Ein­kom­men in Stadt­ge­bie­ten zu bün­deln und damit von­ein­an­der zu sepa­rie­ren, hat das mas­sive Aus­wir­kun­gen, wie man über­all auf der Welt sehen kann. Der Reich­tum zieht sich in “gated com­mu­nities” zurück und in den armen Vor­or­ten wächst der Unmut, der irgend­wann in Gewalt umschlägt.
    Wol­len wir das?

  27. Geh doch in die Ober­stadt, spiel mit dei­nen Brüdern.

    Bedeu­tet Gen­tri­fi­zie­rung nicht das ver­trei­ben der Men­schen die durch den Zuzug der “besser”-verdienenden die stei­gen­den Mie­ten ohne Mög­lich­kei­ten einer Ein­fluss­nahme nicht bezah­len zu können.

    Kaum einer die­ser Men­schen hat sich die­sen Zustand aus­ge­sucht. Die deso­late Situa­tion am Arbeits­markt, ver­bun­den mit der “was gehen uns die Men­schen an” Poli­tik der bür­ger­li­chen Par­teien, lässt eine wirk­same Ver­än­de­rung der Lebens­ver­hält­nisse nicht zu. Chan­cen­gleich­heit besteht allen­falls auf dem Papier. Das Den­ken in Schub­la­den erspart uns die Aus­ein­an­der­set­zung mit den tat­säch­li­chen Ursa­chen sozia­ler Ungleich­heit. Warum ver­mes­sen wir nicht die Köpfe? Fin­den anhand der Ohr­läpp­chen her­aus wel­chen Cha­rak­ter mein Nach­bar hat. Hat ja schon mal nicht geklappt.

    Bei man­chen Kom­men­ta­ren denke ich nur: Und täg­lich grüßt Pegida.

  28. @Someone Else

    Danke für die Anmerkung! 

    Womit Herr Ste­phan Kühn als Bau­bür­ger­meis­ter für alle, die ihren Ver­stand noch halb­wegs bei­ein­an­der haben, nicht mehr ganz so abwe­gig erschei­nen sollte. Man sollte gerne auch mal über den Tel­ler­rand hin­weg­schauen können.…..

  29. @Timur ohne Trupp:

    Mag ja sein dass Krea­tive für eine Weile neue Nischen fin­den aber wer ver­gü­tet ihnen die bis­he­rige Arbeit für das alte Quartier?

    Es kann doch nicht sein dass in unse­rem Wirt­schafts­sys­tem ein klei­ner, pri­vi­le­gier­ter Kreis stän­dig Kos­ten externalisiert.

    — — — — —
    @Stefan E:
    Zitat
    „ Und selbst wenn nicht, mit wel­chem Recht will man dem heu­ti­gen Besit­zer das Recht abspre­chen, mit sei­nem Grund­stück gemäß der Markt­lage Geld zu verdienen?“

    Mit dem Grundgesetz:
    Eigen­tum ver­pflich­tet. Und für das Gemein­wohl darf auch ent­eig­net werden.

    Man darf auch nicht ver­ges­sen dass sich Grund und Boden weit­ge­hend dem Markt­me­cha­nis­mus ent­zieht, da er nur begrenzt erschlos­sen wer­den kann und das auf­grund von Distan­zen noch nicht­mal immer sinn­voll ist.

    Letzt­end­lich ist die Flä­che auf die­sem Pla­ne­ten fest vorgegeben.

    Ein funk­tio­nie­ren­der Markt­me­cha­nis­mus erfor­dert aber dass sich das Ange­bot der Nach­frage anpas­sen kann.

    Das geht aber bei limi­tier­ten Gütern nicht. Gleich­zei­tig kann sich auch die Nach­frage nicht dem Ange­bot belie­big anpas­sen, da Men­schen nun­mal irgendwo unter­kom­men müssen.

    Der Markt­me­cha­nis­mus greift im Immo­bi­li­en­ge­schäft also nicht vollständig.

    Das Eigen­tum an Grund­stü­cken läuft selbst der Markt­wirt­schaft zuwider.

  30. @Someone Else
    Die Sache mit der Durch­mi­schung ist bestimmt sinn­voll, aber ich frage mich eben, wie man es errei­chen will. Machen wir uns nichts vor, wenn irgendwo güns­tige Woh­nun­gen in guter Lage gebaut wer­den, wird es dar­auf immensen Ansturm geben und am Ende wird mit allen Knif­fen gekämpft (not­falls muss ein “armer” Ver­wand­ter her­hal­ten etc.). Und es wird kaum mög­lich sein, da über­all einen Rie­gel vor­zu­schie­ben, dass sich am Ende nicht doch die finan­zi­ell bes­ser Gestell­ten durch­set­zen. Auch soll­ten die Unter­schiede nicht zu groß sein. Weder wird sich ein “Armer” unter “Rei­chen” wohl füh­len noch umgekehrt.

    @Böse und Faul
    Ja, die Frage mit dem Eigen­tum an Grund­stü­cken ist berech­tigt, in der Tat wäre es sinn­voll, wenn dies nicht oder nur befris­tet mög­lich ist. Noch heute gehö­ren häu­fig Grund­stü­cke und große Län­de­reien nur des­halb Men­schen, weil deren Vor­fah­ren sich in frag­wür­di­ger Art und Weise die Rechte daran gesi­chert haben. Es gäbe sicher viel­fäl­tige Ansätze, wie man dies gesell­schafts­dien­li­cher regeln könnte. Aller­dings müss­ten dies häu­fig jene beschlie­ßen, die selbst ver­stärkt von der heu­tige Situa­tion pro­fi­tie­ren. Kaum jemand sägt den Ast ab, auf dem er selbst sitzt.

  31. Ich sehe ledig­lich einen „roten Faden…Herzrhythmuskurve oder gar den Dax­ver­lauf!? Das ist schlicht­weg Kunst und alle Bewoh­ner schauen schließ­lich von Innen nach Drau­ßen und mit noch mehr Farbe wirkt es bestimmt sogar NOCH bes­ser! Alles wird gut…oder bunt!

  32. Was pas­siert, wenn man in der Wüste den Sozia­lis­mus ein­führt? – Zehn Jahre nichts, dann wird der Sand knapp.

    Was pas­siert, wenn man in Dres­den den Kapi­ta­lis­mus ein­führt? Zwan­zig Jahre nichts, dann wird der Bau­grund knapp.

  33. @LukasV:
    Und wenn man es von der ande­ren Seite aus betrachtet:

    Was pas­siert, wenn man in der Wüste den Kapi­ta­lis­mus ein­führt? – Fünf Jahre nichts, dann kom­men ein paar unter­neh­me­risch ver­an­lagte, risi­ko­be­reite Leute auf die Idee, dass Sand in Ver­bin­dung mit Zement zu Beton und am Ende zu Häu­sern wer­den kann.

    Was pas­siert, wenn man in Dres­den den Sozia­lis­mus bei­be­hal­ten hätte? ‑Wei­tere Zwan­zig Jahre nichts, dann gibt es noch mehr unge­nutz­ten Bau­grund, da auch die letz­ten Alt­bau­ten in der Neu­stadt ver­fal­len sind und abge­räumt wurden.

  34. Hach Timur,
    abge­se­hen davon, dass Wüs­ten­sand für die Beton­her­stel­lung bis­her noch unge­eig­net ist, ist es doch eher so, dass Kapi­ta­lis­mus in Ver­bin­dung mit end­li­chen Res­sour­cen doch eher zer­stö­re­ri­sche wirkt: Regen­wald, sau­bere Luft und Was­ser, Zehn­tau­sende Tier- und Pflan­zen­ar­ten, Dau­er­frost­bo­den und die halbe Lau­sitz ver­schwin­den ganz ohne Hilfe sozia­lis­ti­scher Wirr­köpfe im und durch den real exis­tie­ren­den Kapitalismus.
    Dass im Real­Soz keine Woh­nun­gen gebaut wor­den seien, kann man mit Blick auf den Stadt­rand auch kaum ernst­haft behaupten.
    Is so’n Ding mit Meta­phern… Ich hätt auch eine:
    Ein Kirsch­baum am Ende eines Hin­der­nis-Par­cours: Kapi­ta­lis­mus läßt hun­dert Leute drauf­los ren­nen, jeder für sich und gegen alle, einige blei­ben ganz auf der Stre­cke, einige kom­men zu spät, wer zuerst ankommt plückt ihn leer oder viel­mehr, läßt die nach­fol­gen­den pflü­cken, erklärt die Kir­schen zu sei­nem Eigen­tum und ver­kauft sie an den Rest, oder hackt ihn noch bes­ser ganz ab und ver­scher­belt noch das Brennholz…Die Alter­na­tive: alle ren­nen los, jeder hilft dem ande­ren, alle kom­men an, spä­ter als der Erste im ers­ten Sze­na­rio, aber frü­her als der letzte, man macht Räu­ber­lei­ter und jeder pflückt sich die Kir­schen die er grade braucht und im nächs­ten Jahr gibt’s auch noch was…

  35. @Seldon – inzwi­schen komme ich mehr und mehr zu dem Schluss, dass Sie den “Real exis­tie­ren­den Sozia­lis­mus” nie bewußt ken­nen gelernt haben.
    Zitat “Kapi­ta­lis­mus wirkt zer­stö­re­risch” aha und der Umwelt­schutz in der DDR?
    Kei­ner muß im Kapi­ta­lis­mus wegen wegen Lebens­mit­teln los­ren­nen oder sich anstel­len. Im Sozia­lis­mus dagegen …
    Und der Woh­nungs­bau im Sozia­lis­mus … kau­fen sie sich ein­fach einen Bild­band der Äuße­ren Neu­stadt 1989 und ver­glei­chen mit heute.
    Die Platte als Traum­woh­nung … damals aber nicht heute.
    Lang­sam komme ich zu dem Schluß, dass eine sach­li­che Dis­kus­sion mit Ihnen kei­nen Sinn macht. Sie leben in einem Zau­ber­land das zum Glück unter­ge­gan­gen ist. Sein Sie mal ehr­lich, wie­viele Men­schen seh­nen sich in die DDR zurück. Haben Sie sich schon mal gefragt warum Mil­lio­nen Flicht­linge aus­ge­rech­net in das frem­den­feind­li­che, ras­sis­ti­sche Deutsch­land wol­len und nicht in einen sozia­lis­ti­schen Staat.

  36. Hallo Nik­ki­bude,
    was hab ich denn da Bei Ihnen angestochen?
    Tut mir leid jeden­falls… Viel­leicht hilft ein Kamil­len­tee, und wenn Sie sich beru­higt haben, gucken Sie noch­mal sach­lich auf meine Replik auf Timur…

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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