Über eine Chansonette mit Liebesbriefen

„Heute im Briefkasten neben der Tür: Rechnung, Werbung und Bonbonpapier.“

Wer kennt das nicht? – Diese kurze Aufregung am Briefkasten, wenn man den Schlüssel umdreht, hinter die kleine Klapptür schaut. Und sich dann eine kleine Enttäuschung breit macht: Mal wieder nur ein Versicherungsbrief oder die letzte Stromabrechnung. Wie schön wäre es doch mal wieder Freundschafts- oder gar Liebespost zu bekommen.

Enna Miau bringt ihr erstes Solo-Album raus: Liebesbrief
Enna Miau bringt ihr erstes Solo-Album raus: Liebesbrief

Die Neustädter Sängerin Enna Miau hat dazu nun ein ganzes Solo-Album veröffentlicht. „Liebesbrief“ heißt es und darin behandelt sie all die kleinen Freuden im Alltag, sei es das Begrüßungswinken der Tochter oder eben nette Post im Briefkasten.

Enna singt von Freundschaften, Mut und dem Familiendasein.

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„Schreib doch mal wieder `nen Brief. Und leg dein Herz hinein. Kann das denn so schwer sein. Wirf‘ einfach ’ne Karte ein. Schreib doch mal ’ne Mail oder eine SMS, statt einer Einkaufsliste – ganz ohne Stress“

Die Sängerin, die sich selbst als Chansonette bezeichnet, kommt ursprünglich aus Freiberg, lebt aber schon seit vielen Jahren in der Neustadt. Schon als Kind ist sie mit Musik in Kontakt gekommen und diese hat sie nie wieder losgelassen. Ihre Stimme ist das Instrument, mit dem sie schon mehrere Bands begleitet hat. Darunter auch sehr erfolgreiche. So hat sie mit der Band „LiHanabi“ bei der Echo-Aftershow-Party in Berlin gesungen.

MIAU – Ein Schnurren und Fauchen mit einer Stimme

Jetzt hat sich die Sängerin Enna Miau als Solistin selbstständig gemacht. Ihren Künstlernamen wollte sie aber von der vorherigen Band „Say Meow“ behalten – MIAU. Sie ist nämlich ganz vernarrt in die kleinen Raubtiere, hat aber eine Katzenhaarallergie entwickelt. „Deshalb trage ich sie wenigstens in meinem Namen weiter. Außerdem hat irgendwann mal jemand gesagt, dass ich mit meiner Stimme gleichzeitig fauchen und schnurren kann.“  

Anstatt nun aber das englische Meow der alten Band zu übernehmen, hat Enna nun die deutsche Bezeichnung gewählt. Der Grund: Enna schreibt, seitdem sie Solosängerin ist, all ihre Lieder auf Deutsch. „Das hätte ich früher nicht gemacht – ich war doch eine coole Rockfrau.“

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Dann habe sie jedoch den Bossa Nova entdeckt und diesen mit Pop und Jazz verknüpft. Herauskam eine Musik für Erwachsene (mit und ohne Kinder), die gute Laune macht und Urlaubsgrüße in den Alltag schickt. Denn Alltag spielt in den Liedern der jungen Mutter eine wichtige Rolle – in den Texten aber auch in der Inspiration. „Der Text und die Melodie für das Lied ‚Liebesbrief‘ kamen mir in den Sinn, als ich meine beiden Kinder in die Kita gefahren habe“.

„In mancher Routine steckt so viel Liebe. Aus ich und du wird wir… Ja, manche Routine ist Liebe.“

Doch wenn Enna von ihren vielen Ideen und Tätigkeiten erzählt, kann man sich gar nicht so richtig vorstellen, wie ihre Routine aussehen mag. Denn neben dem Singen, schreibt sie als Autorin Kinderbücher und einen musikalischen Blog, sie ist Mutter und verdient ihr Geld noch mit einem Brotjob.

Enna möchte ihren Fans liebe Post senden.
Enna möchte ihren Fans liebe Post senden.

„Der Künstler sagt: Ich bin Künstler, aber ich habe noch einen Brotjob.“

Auch dazu findet sich eine Zeile in ihren Liedern – Über all die vielen Rollen und Pläne und Ideen und Erwartungen an sich selbst: „Ich will dies und ich will das, so viele Pläne in meinem Kopf. Das ist kein Chaos ohne Trotz, ich will und ich mag es so.“

Vielleicht braucht es da ein wenig Routine, um das Chaos nicht überhand nehmen zu lassen. Wer nun also auch in seinem Alltagschaos ein wenig abschalten will, kann sich die musikalischen Geschichten der Chansonette Enna Miau bei Spotify und bei ihrem Release-Konzert am 19. Juli am Weißen Hirsch anhören. Dort gibt es dann auch das Album als Platte zu kaufen.

Aber wer kauft heutzutage eigentlich noch Platten?

Auch darüber hat sich Enna Gedanken gemacht. In Zeiten von Spotify finden sich immer mehr CDs in den Neustädter Verschenke-Kartons. In einer kleinen privaten Umfrage hat sie das gleiche Feedback erhalten: Fast 70 Prozent ihrer Bekannten kaufen sich keine Alben mehr – dank Online-Streamingdiensten wie zum Beispiel Spotify.

Also auf eine CD verzichten? Ennas Idee: ein außergewöhnliches Booklet, dass mit, aber auch ohne CD, einen Mehrwert durch dessen besonderen Inhalt bietet. „Die Leute heutzutage wollen gern etwas persönliches von ihren Künstlern“ – und da hat Enna natürlich etwas parat. Sie will ihren Fans neben einem Booklet-Kalender voller persönlicher Geschichten, viermal im Jahr schöne Post anbieten. Ein gebuchter Brief – klingt nach Kapitalismus? Ja, so ist das wohl in Zeiten von Streaming-Diensten, in denen sich Künstler*innen neue Möglichkeiten suchen müssen, mehr als Brot kaufen zu können.

Fazit aus dem Gespräch mit der Chansonette im blauen Kleid:

Einfach mal wieder einen kleinen netten Brief an jemanden schreiben – und dabei in die Musik von Enna hören, die übrigens auch schon einen Preis erhalten hat: 2019 gewann ihre Single „Sommerträume“ beim Deutschen Rock und Pop Preis in der Kategorie Latin-Pop.

Weitere Links:

  • Am 17.07.2020 erscheint ihr Album „Liebesbrief“ mit 13 Liedern: www.ennamiau.de/musik
  • Das Release-Konzert von Enna Miau findet am 19. Juli um 15 Uhr am Konzertplatz Weißer Hirsch Dresden statt. Der nächste Auftritt ist am 24.9. 2020 zum Scheune-Vorplatzkonzert
  • Weitere Infos über die Sängerin: www.ennamiau.de
  • Der musikalische Instragramblog von Enna: www.instagram.com/ennamiau
  • Das Kinderbuch von Enna: www.bienenabenteuer.de
  • Enna sucht außerdem noch Menschen, die sich bei ihrer Routine filmen: www.youtu.be/routine

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