Corona-Soforthilfe – Amtsleiter besucht die Neustadt

Wie die Stadtverwaltung heute mitteilt, wurden am Vormittag die ersten Zuwendungen der Sofort-Hilfe für Gewerbetreibende ausgeschüttet. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung sagt: „In kürzester Zeit sind viele Unternehmen in existentielle Nöte geraten. Jetzt kommt es auf unbürokratische und schnelle Hilfe an.“ Mit jeweils 1.000 Euro Soforthilfe könne in vielen Fällen ein erster finanzieller Engpass überbrückt werden.

Die ersten vier Bescheide übergab Franke persönlich und begab sich dabei auf eine kleine Tour durchs Hecht-Viertel und Äußere Neustadt. Fotos: Stadtverwaltung.

Robert Franke, Fabian und Theresa Münzer (v.l.)
Robert Franke, Fabian und Theresa Münzer (v.l.)
Theresa Münzner (42) und ihr Mann Fabian (40) betreiben den Blumenladen Hechtblume, der seit dem 17. März 2020 schließen muss: „Vorgefertigte Ware wurde nicht verkauft und musste entsorgt werden. Wir haben im Umfang von mehreren tausend Euro Osterware bekommen, auf der wir sitzenbleiben. Mit den Gehältern für unsere drei Mitarbeiter sind unsere Reserven aufgebraucht. Mit der Soforthilfe können wir jetzt erst einmal die die Mietkosten bestreiten.“

Im Gespräch mit Maßschuhmacher Alexander Preiß.
Im Gespräch mit Maßschuhmacher Alexander Preiß.
Auch Maßschuhmacher Alexander Preiß (50) spürt die Auswirkungen der Krise: „Durch die Ausgangsbeschränkungen ist keine Neukundenakquise möglich. Zum Vermessen der Füße ist persönlicher Kontakt notwendig. Anproben über Probeschuhe, um die gefertigten Leisten zu überprüfen, sind eingeschränkt bis gar nicht mehr möglich. Damit können die Schuhe nicht gefertigt und damit die Aufträge nicht weiterbearbeitet werden.“

Bei Schmuckgestalterin Dorit Schubert (Schönfelder/Ecke Prießnitzstraße)
Bei Schmuckgestalterin Dorit Schubert (Schönfelder/Ecke Prießnitzstraße)
Schmuckgestalterin Dorit Schubert (47) erleidet gerade maßgebliche Umsatzeinbußen wegen einer ausgefallenen Handwerksmesse in München: „Wie schon seit mehreren Jahren wäre ich auch in diesem Jahr dort Aussteller – es ist die wichtigste Messe für mich. Jetzt fehlen direkte Verkäufe, aber auch wichtige Kontakte und Verabredungen mit Galerien und Wiederverkäufern für die Zukunft.“

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Der Hygieneschutz fürs Geschäft - aus der Neustadt

Eduardo Palomba (32) hat vor vier Jahren das italienische Restaurant „la moka“ am Nordbad eröffnet. Er hat seinen Antrag am Freitag abgegeben, wartet aber noch auf seinen Bescheid: „Uns fehlen komplett die Umsätze, aber viele große Kostenblöcke laufen weiter. Wir bauen den jetzt Außerhausverkauf aus und entwickeln weiter kreative Alternativen, um unseren Mitarbeitern weiter die Gehälter zahlen zu können.“

Vorm La Moka am Friederike-Beyer Weg mit Eduardo Palomba.
Vorm La Moka am Friederike-Beyer Weg mit Eduardo Palomba.

Amtsleiter Franke verspricht: „Bis Ostern werden wir das Gros der Hilfen ausgezahlt haben. Wir haben unsere Teams aufgestockt und arbeiten sieben Tage die Woche in zwei Schichten die Anträge ab.“ Da inzwischen schon mehr als 5.000 Anträge eingegangen sind, soll der Finanzausschuss über weitere fünf Millionen Euro Soforthilfe entscheiden.

Informationen zum Antragsverfahren

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