Aufräumen à la Babos

„Mach mal …!!!“ Mit seinem Daumen winkt der Mann, der das sagt, hinter seinen Rücken. „Verschwinde“, meint er, „verzieh Dich“. Er ist an diesem Abend Chef im Babos-Dönerladen an der Alaunstraße, vielleicht sogar Babos-Boss Hüseyin Öztunc selbst. So genau lässt sich das nicht herausbekommen, denn die Mitarbeiter sind eine eingeschworene Gemeinschaft und Kritik mögen sie gar nicht.

Es ist Donnerstagnacht. Nur wenige Menschen sind noch in der Neustadt unterwegs. Vor dem Babos stehen auch eine halbe Stunde nach Mitternacht Biertische und Bänke auf dem Fußweg und der Chef sitzt draußen. Ein junger Mitarbeiter balanciert einen großen Stapel Pappkisten aus dem Lokal zum Container gegenüber. Er muss ein zweites Mal gehen und stapelt die Kisten hintern dem Pappcointainer.  „Das sind Papiercontainer“, erklärt der Döner-Chef dem Kritiker, der darauf aufmerksam gemacht hat, dass die Kisten aus seinem Laden dort nichts zu suchen haben. „Man darf das“, ist er überzeugt.

Den Einwand, dass die Container nur für Privatleute gedacht sind, lässt er nicht gelten. Er winkt ab und fordert sein Gegenüber mit der unmissverständlichen Geste auf, das Weite zu suchen. Später sagt er zu, seinen Mitarbeiter die Kisten wieder in den Laden holen zu lassen. Das reicht dem Kritiker, er schwingt sich aufs Fahrrad und fährt davon. Kurz darauf dreht er sich noch einmal um. Wieder trägt das Babos-Personal Pappkisten über die Straße. Nicht zurück in den Laden – eine neue Ladung landet hinter dem Container!

Am Morgen danach sind die Kisten noch nicht ganz verschwunden. Sie stecken im Papiercontainer, der Behälter für Pappe ist fast leer.


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100 Kommentare zu “Aufräumen à la Babos

  1. hab zwar die „gute alte zeit“ nur noch als jungpionier mitbekommen… aber ich stell mir vor das es damals genau so war…

    […] du Hannes… gucke ma… de Hannelore hat wieder ArrrErDeee in der klotze lohfen… […]

  2. „de Hannelore hat wieder ArrrErDeee in der klotze lohfen“
    na ganz bestimmt im tal der ahnungslosen. ard – außer raum dresden.
    aber mit de aktivbürger haste wohl recht. die gab es und wird es geben.

  3. liest das ordungsamt hier mit? mein nachbar trennt seinen müll nicht! wollte ich nur gesagt haben…

  4. Also früher, haben wir als Schulkinder Pappe und Papier gesammelt und zum Altstoffhändler gebracht… Das gab’s ein paar Pfennige fürs Taschengeld oder wir „durften“ es für Nicaragua spenden… ;-)

    Ne, aber im Ernst es ist doch für Gewerbetreibende ein leichtes sich einen Papiercontainer anzufordern der jede Woche kostenlos abgeholt wird. Die im öffentlichen Raum sind schon mit den Privathaushalten überfordert. Und das gilt nicht nur für den vor dem Babos.

  5. es ist wirklich schade,das solche leute es nicht verstehen,das wir uns alle daran halten sollten,den müll ordentlich zu trennen,aber da der döner bei ihm so schmeckt,wie er sich verhält,wundert es mich kaum,sein verhalten.aber so lange die leute da essen gehen,wird sich kaum etwas ändern.

  6. Es geht dem Autor doch eher um das herrische Verhalten der babos-Bediensteten. Habe mit denen auch schon entsprechende Erfahrungen gemacht und mir folglich ein Babos-Embargo auferlegt. Kritik mag man dort nicht, da wird man lieber frech und unverschämt. Aber man ist halt wer mit 3 / 4 (?) Filialen in der Stadt und kann sich sowas leisten!

  7. Tja, der Journalist macht ne Story. Ein Bürger (ohne „Wut“ und ohne „Journalist“) zuckt die Schultern und ruft vielleicht das Ordnungsamt.
    Aber: Wenn man nie drüber redet, weiß auch keiner, was man machen könnte, wenn einen chronisch verstopfte Container nervt.

  8. Der Journalist ist wegen seiner Kritik bedroht worden, wenn ich das richtig lese und interpretiere. Das ist eine Straftat!

  9. bitte das ordnungsamt involvieren und weiter drüber berichten, lässt sich sicher auf nen daily-report ausweiten

  10. Dieses Müllrumgeschweinse geht mir auf s Schwein. Wir ham hier nun ma nich so viel Platz wie in der Türkei. Is denn das so schwer zu verstehn?

  11. Die ganze Zeit hab ich schon drauf gewartet… endlich ist es gekommen… ein Komentar a la „wir sind hier nicht in der Türkei“ (um 19:41 –> fürs Protokoll) damit ist dann auch der Tiefpunkt endlich ereicht!

    (nebenbei: dass hier irgendwer bedroht wurde lese ich aus dem Artikel im Übrigen nicht heraus! also mal schön langsam machen…)

  12. vielleicht kommt ja die stadt auch mal auf die idee, die container zweimal wöchentlich zu lehren oder je nach bedarf. es sind nicht nur die müllstationen vor dem babos chronisch überfüllt, sondern generell alle. irgendwas läuft doch da falsch, missbrauch hin oder her.

  13. Was soll das die Kritiker hier anzumotzen?
    Der Tiefpunkt ist nicht mit der Erwähnung von Türken erreicht und armseelig ist nur das Verhalten des Geschäftsinhabers, welcher sich offenbar mit boshafter Konstanz nicht an die hier geltenden Regeln halten will, sie bewusst ignoriert – und da kommt mir…

    naja, einfach seinen Laden ignorieren geht ja auch und fällt ganz leicht ;-)

  14. Ist doch völlig klar, wies kommt: Auch hier gilt, was am Alaunplatz allen schon bekannt ist: Die Baboschisten sind nicht in der Neustadt geboren, mithin KEINE RICHTIGEN NEUSTÄDTER (endlich sagt das mal einer, das wird man ja wohl noch sagen dürfen) und wie alle anderen NICHT-RICHTIGEN NEUSTÄDTER für den ganzen Dreck in der Neustadt zuständig. Ja, so isses.

  15. verbesserung der müllsituation naht! ab den 01.01.2012 kann man bei der stadt einen kostenlosen papiercontainer bestellen. die stadt möchte; seit es privatanbieter gibt; nun auch endlich kohle verdienen. mit einer klage gegen die privatanbieter sind sie ja grandios gescheitert. stand so zumindest neulich in der mopo.
    einige kommentatorenInnen sollten vielleicht wo anders hinziehen. da hin wo es urgemütlich deutsch ist…

  16. Es geht um Gewerbe-Pappe im Privatmüll-Container. Würde hier auch über political correctness diskutiert, wenn die lästigen Kartons nicht von Babos, sondern dem, sagen wir mal: hebedas stammten?

  17. durch diesen von mir sehr geschätzten blog zieht sich eine linie:

    1. alles in der neustadt ist supi, vor allem die alt eingesessenen bars, die brn, hier gibt es auch keine alkis etc., nene, alles super toll

    2. alle anderen, v.a. jugendliche, hiphopper, technohörer und jetzt anscheinend auch dönerverkäufer GEHÖREN HIER NICHT HIN. schade, diese einstellung

    einfach das ordnungamt anrufen, dann wäre das problem gelöst, oder?

  18. @Someone Else: In was sollen die Container denn unterrichtet werden?
    (Okay, der war schlecht, aber ich konnte nicht widerstehen)

  19. gewerblicher muell ist doch nicht kostenlos!
    das kostet auch geld, den abholen zu lassen und das nicht wenig! deswegen wird der herr babos das zeugs ja auch in die oeffentlichen schmeissen, weils geld spart..
    ich finds ne frechheit, weil wir anderen uns auch daran halten und unseren muell nicht in die oeffentlichen container hauen, sondern schoen brav bezahlen und das nicht wenig.
    aber am ende interessiert es ja auch keinen, gibt schlimmere probleme ;-)

  20. @Someone Else

    Gerade dieser Container wird fast täglich geleert. Und es nervt tierisch, wenn du mit deiner Pappe hingehst und es passt einfach nichts mehr rein, weil irgendwelche Idioten nicht mal Lust haben ihre Kartons klein zu machen, wenn sie sie schon illegal entsorgen. Ob sie aus der Türkei, aus Deutschland oder aus Papua New Guinea kommen ist mir auch herzlich egal.

  21. Der Döner-Türke läd sein Müll einfach in öffentlichen Abfallbehältern ab! Ruft den Blockwart!

    Leute, ihr habt doch ne Meise…

  22. „Icke geh eh zum Istanbul.“

    @klara himmel…dann schau doch mal da auf den hinterhof bzw. in deren lager im keller. wüsstest du,wie man da mit lebensmitteln umgeht würdest du dort nicht mehr hingehen.

  23. Jenn: Ich hätt’s nicht so krass ausgedrückt, aber im Grunde nimmst du mir die Worte aus dem Mund – zumindest, was einige betrifft ;)

    Was besagter Zeuge am Donnerstag beim Babos beobachtet hat, kann man im Grunde überall in der Neustadt und bei sehr vielen Kneipern beobachten. Beispiel: Metronom direkt nebenan. Die hauen eben Samstag- und Sonntagnachmittag zur stillsten Mittagsstunde ihre Flaschen von den Vorabenden mit einem Geräuschpegel in ihren im Hinterhof platzierten Glascontainer, dass man sämtliche Fenster und Türen schließen muss, wenn man noch sein eigenes Wort verstehen will. Dass an den Glascontainern für Private überall dransteht, dass am WE das Einwerfenverboten ist und dass das durchaus seinen Sinn hat, begreift man dort nicht. Es dürfte zudem fraglich sein, ob es überhaupt erlaubt ist, einen eigenen Glascontainer im Hinterhof zu deponieren. Wenn ja, möchte ich demnächst auch einen haben und mir den Weg zum nächsten öffentlichen sparen.

  24. Und was die „Story“ betrifft: Es ist doch völlig wurst, ob es ein Journalist oder irgendein anderer Bürger ist, der über solche Zustände in seinem Blog schreibt. Wichtig ist, dass mal Schluss ist mit dem ständigen in sich reinärgern und weggucken, um nicht spießig zu wirken. Es ist fakt, dass die Neustadt schrittweise zur Kloake verkommt, wenn hier nicht endlich mal Position gegen solche Dreckfinken bezogen wird. Jeder macht und tut doch hier langsam was und wie er will, und entsprechend sieht es überall aus. Da braucht man sich nur die einschlägigen Ecken wie den Alaunplatz, die „Grüne Ecke“ (man sollte sie stattdessen in abgefackte Ecke umbenennen) oder das berüchtigte „Asi-Eck“ ansehen. Bezeichnend ist, dass die Leute schon beinahe stolz auf den Titel „Asi-Eck“ sind und sich somit quasi noch auf die Brust schlagen, wenn man sie indirekt als Asoziale bezeichnet.

    Mir persönlich schmeckt’s beim Babos, aber wenn ich so was lese, sträuben sich mir die Haare und ich bin versucht, dort nicht mehr hinzugehen. Beim Marmaris um die Ecke funktioniert das doch auch irgendwie. Die haben ihren eigenen Pappe- und Restecontainer bei uns im Hof und wir haben nie Probleme damit.

  25. @ Jane

    ich wäre froh wenn es hier in meinem Gefiert ein wenig dreckiger zugehen würde…
    das würde solche Yuppies wie dich veranlassen nach Striesen zu ziehen und hier wäre es ein wenig schöner/ ruhiger und besser…

    btw. […]“Es ist fakt, dass die Neustadt schrittweise zur Kloake verkommt“[…] —> du wohnst noch nicht allzu lange hier… oder…? achja… früher und so… illegale Sperrmüllhalden… *seuftz*

  26. Man kann auch zu „Peters Döner“ nach Radeberg gehen, wenns einem in der Neustadt aufgrund von Papier- oder Glasüberschuss nicht mehr schmeckt. Da bleibt der Müll vor den Toren der Neustadt … Die Gewinne aus selbigen Containern gehen dann sogar in einen anderen Landkreis und keiner kann sich mehr beschweren wer sich woran bereichert oder auch nicht :-P

  27. Als der Kneipentheoretiker und Spätaufsteher Klaus Müller am Freitagmorgen gegen 5:00 seinem Domizil zustrebte, traute er seinen Augen kaum: Am Hintereingang der Commerzbank warf Sieglinde Eisenhart gerade 25 Kisten alte Kontoauszugsverpackungen in den öffentlichen Papierkorb an der Straßenbahnhaltestelle der Linie 13. Dieser quoll über und bot für die Kippe von Klaus Müllers letzter Gute-Nacht-Tüte keinerlei Platz zur Entsorgung mehr.
    „Ey Alda“, hauchte Klaus mit roten Augen Sieglinde an, dann hatte er vergessen, was er sagen wollte. Sieglinde, bis auf einen penetranten Geruch nach Maiglöckchen-Parfüm stocknüchtern, herrschte zurück, dass es doch seit mindestens 3 Jahren ‚O Holde‘ hiesse, ob er auf dem Mond lebe und er solle sich nicht so kleinlich haben, das bißchen Profitmaximierung tue doch keinem weh, die Welt sei teuer und so eine Bankfiliale gehöre nunmal in jeden Stadtteil. Ob er in Zukunft etwa am Külz-Ring seine paar Piepen abheben wolle, sie könne das nicht empfehlen, dort sei zum Beispiel kein Tabakladen daneben.
    Völlig verwirrt und in der Hoffnung, schon geträumt zu haben, schlich Klaus ohne weitere Worte nach Hause.

  28. @Rue Alma : Der lag mir auch auf der virtuellen Zunge.
    @Peter Macheli: Danke fuer den ersten sinnvollen Beitrag zu diesem Thema.

    Ich moechte noch mehr lesen ueber Zivildelikte, Verkehrsunfaelle und Strassenbauplaene! Und noch weniger Kulturhinweise! Ich wuensche mir einen Aktivbuerger-Chat in dem vor Graffiti-Terroristen und wandelnden Drogen-Toten gewarnt werden kann.

    Manchmal is‘ vielleicht besser, mal selbst ne Pappe (weg)zu werfen….

  29. Icke:
    Bist du schon mal auf die Idee gekommen, dass in einer Gemeinschaft ein Kompromiss oft zu mehr Langlebigkeit und höherer Akzeptanz führt, als das bornierte Hochhalten der eigenen Prinzipien? Jemals darüber nachgedacht, dass es eine nicht zu verachtende Zahl an Menschen in der Neustadt gibt, die weggeworfene Pappen und Pullen oder Hundekacke auf den Gehsteigen einfach mal unsäglich stört?
    Ich höre da immer nur das altbekannte: „Ey, macht euch mal locker!“ Wenn sich diejenigen, die das sagen, mal lockerer machen würden, kämen wir womöglich zu einer Lösung, bei der man sich in der Mitte trifft…

  30. Hey ihr ganzen möchte-gern-super-tolleranten. Hier mal ein paar Fakten:

    1. Die Stadtreinigung kommt da jeden abend und holt das ab, was neben den Containern steht. Das ist ziemlich hohl, denn das ist das, was viele da von weit zu Fuß hergetragen haben und nicht mehr mit nach Hause nehmen wollen. Ob sie es nun aus umwelttechnischen Gründen oder fürs Müllgebührensparen gesammelt haben ist dabei egal. Das ist für den einzelnen viel Arbeit und für alle kostest Geld weil das die SR macht!!!

    2. Normalerweise holt das Dr. Sickert REcycling ab. Ich hab mal vor ne Weile da angerufen. Aufgrund irgendwelcher Touren kann er das nur einmal die Woche abholen. Das verstehe ich nicht, denn er will ja mit dem Zeug Geld verdienen. Hier kommt soviel zusammen das er jeden Tag kommen könnte und müsste.

    3. Dass die Leute von Babos das da reinhaun und noch nicht mal kleinmachen ist einfach Scheisse, da könnt Ihr noch so tolerant tun und euch über die Meldung von Anton aufregen. Und wenn der Babos Chef noch nicht mal auf Hinweise reagiert oder auf die beschriebene Weise ist das noch Scheisserer! Was bildet der sich eigenlich ein, das ist als würde ich bei dem Essen und nicht bezahlen.

    Gruß

  31. Dann mach das doch einfach mal, um das Unrecht auf dieser Welt, respektive der alles entscheidenden Alaunstrasse in Dresden auszugleichen. Und erklaer ihm das dann bitte auch so!

  32. und ich dachte immer die „Bunte Ecke“ bekommt bald ein nagelneues Straßenschild mit Leuchtenden Lettern: „Sternburger Platz“

  33. Jane, sorry dich hatte ich ja straeflichst ueberlesen, entschuldige bitte.

    Dazu kann ich nur immer wieder sagen: Im Leben steht man eben ab und an vor Entscheidungen. Eine davon muesste in deinem Fall dwohl heissen: Moechte ich in einem Stadtteil leben, in dem alles sauber, ruhig und ordentlich zugeht – dann wuensche ich viel Spass in Trachau, aufm Weissen Hirsch oder sonst irgend’nem feinen Randbezirk – oder moechte ich zentral leben, dann aber mit gewissen „Einschraenkungen“ (das scheinen gewisse Dinge wie diese Pappenstory fuer dich ja zu sein). Die Neustadt wird hoffentlich nie den Status eines Vorzeigestadtteils in punkto Ordnung und Sauberkeit erreichen und das …. ist auch gut so!

    Meiner Meinung nach gibt es in Dresden weitaus groessere und weitaus wichtigere Probleme zu loesen, als jenes, das hier momentan viel zu Aufmerksamkeit bekommt.

  34. dass dieser container täglich ausgeLEERT(!) wird, wusste ich nicht. es kommt einem ja auch nicht so vor, wenn man da jeden abend dran vorbeigeht. es wird wahrscheinlich erst was passieren, wenn nachts die babos-pappen am container brennen…

  35. p.s.: wart ihr schonmal auf der sebnitzer? da scheint der rest der neustädter gastronomen seinen müll zu entLEEREN. dagegen ist das hier ein witz.

  36. Icke,

    das ist mal wieder der übliche Quatsch, der einem dann um die Ohren gehauen wird. Nicht ICH stehe vor einer Entscheidung, sondern wir alle. Nicht ICH beschwere mich als Einzige über Müll und Vandalismus, sondern viele. Und hey, falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte: Es gibt hier nicht bloß junges Feierfolk und Studenten bis maximal 35, sondern auch Familien mit Kindern und ältere Leute. Schon mal an die gedacht? Und seit wann heißt „zentrale Lage“ bitte schön zwangsläufig „Drecksloch“?? Da haut wohl irgendeine Verknüpfung nicht ganz hin… Die Neutstadt war noch nie ein „Vorzeigeviertel“ und wird es niemals sein, aber sie ist vor vielen Jahren mal von ein paar engagierten Leuten vor dem Abriss gerettet worden und mit Mühe hergerichtet worden. Da kann man viel dran kritisieren, aber wenn das ganze EINEN Vorteil hat, dann den, dass es heute mit ein wenig gesundem Menschenverstand kein vermülltes Drecksloch mehr sein muss, weil die äußeren Gegebenheiten anders als vor der Wende ein halbwegs sauberes Umfeld möglich machen.

    Und die Fahrkarte in ein anderes Viertel, die stell dir doch selbst aus, wenn du mit dem Sauberkeitsbedürfnis anderer Bewohner so überhaupt nicht klarkommst, so wenig gar, dass du nicht einmal zu Kompromissen bereit wärst. Es ist wie immer so was von arrogant, sich hier hinzustellen und das eigene Wohnrecht und die eigenen Ansichten ohne mit der Wimper zu zucken über das bzw. die aller anderen zu stellen.

  37. Ach wie gern ich doch zum Babos gehe.Ich werd dem das nächste mal auf die Schulter klopfen und ihm dann beim Pappe raus tragen helfen. Danach werd ich meinen halben Döner in ne Ecke schmeißen und das Papier anzünden und in einen Müllcontainer werfen.Warum ich das mache fragt ihr euch? Ganz einfach weil IHR mich ankotzt und ich hoffe ihr rastet dann so krass aus das ihr in eine nervenheilklinik kommt. dann ist mein tag gerettet.

    Komisch da kann man sagen was man will.Aber irgendwie kotzt mich diese deutsche leitkultur an.

    und das von jmd der seit 11 Jahren in der Neustadt wohnt.Einen festen Arbeitsplatz hat und auch gerne mal ein farbenfrohes Hemd trägt.

  38. @bla
    Fein, dann werd ich mich kümmern das die Ersatzcontainer für die abgebrannten neben deinen Hauseingang kommen und ähnliches dort veranstalten.

    Die Neustadt ist bunt, laut und es ist was los. Klar das dadurch Lebensqualität für diejenigen unter uns verloren geht die das so nicht wollen, aber auch wenn man hier wohnt, ob nun schon 11, 30 oder erst seid einem Jahr, man muss es nicht nach extra vermüllen nur weil es die Neustadt ist und das schon immer so war. In anderen Großstädten hat man mit Ratten und ähnlichem Ungeziefer zu kämpfen, weil diese sich in Dreckecken am wohlsten fühlen. Muss es erst wieder so weit kommen?
    Ich mus zugeben, es gab eine Zeit als ich nur Gast hier war und damals war es mir egal was ich hier alles fallen lasse uns wie es am Tage hier aussieht, aber als Bewohner dieses Viertels lernt man schnell das mit anderen Augen zu sehen. Es ist schöner wenns sauberer ist, ist numal so. Und gerade Babos, eine gewisse Größe der Neustadt, sollte mit einen Beitrag leisten.

  39. darf ich einige von uns mal daram erinnern, wie es hier früher ausgesehen hat? ist die müllecke gegenüber des heutigen „trotzdem“ noch im gedächtnis oder die nicht weit davon entfernte freifläche hinter der görlitzer straße?
    da war als halbwügsiger mein jagdgebiet und dort lag von alten grabsteinen, lumpen, halben autos, hausmüll bis hin zu infusionsbeutel und spritzen, alles rum.
    und wir regen uns über ein paar pappen am container auf…
    es hat sich hier schon sehr viel getan, was sauberkeit angeht, auch wenn das manche anders sehen mögen. ein paar schwarze schaafe, die nicht mitspielen und städtische planungsfehler wie die „bunte ecke“ wird es immer geben. finden wir uns damit ab, denn ändern werden nichts daran. mal ehrlich: es ist auch nicht so, dass es keine alternativen zu besagter müllstation gäbe.
    „sich (ab-)regen bringt segen.“ einen schönen und sonnigen tag noch!

  40. Gewinne privatisieren, Kosten der Allgemeinheit aufdrücken. Babos könnte auch Banker sein.
    Um den Dreck geht es dabei doch gar nicht.

  41. bissel sehr weiter hergeholt, meinste nicht auch? außerdem kommt jetzt wieder die politische grundsatzdiskussion, die keiner will und die zu absolut nichts führt.

  42. Dann gib Dich doch BITTE mit allem zufrieden und halte Dich BITTE raus. DANKE!

    Du bist ja kleinlich… *ggg*

  43. oh gott, was ist das denn für ein kindergarten hier..? du bekommst deinen willen und ich halte mich raus, mit oder ohne BITTE.

  44. Liebe Jane,

    Mit viel Freude habe ich deine Zeilen gelesen. Ich danke dir herzlich fuer die Rettung der kompletten Neustadt vor dem Abriss (oder warst du gar nicht selbst beteiligt?). Da kann man schon froh sein, dass das „Ding“ noch steht.

    Zu allem anderen: Viel Spass mit deinem Kompromiss. Vielleicht veranstaltest du mal ein gemeinsames oekologisch-moralisch-korrektes Fruehstueck zu dem alle Neustadtbewohner mit kleinen selbstgebastelten Handzetteln eingeladen werden. Und dann fragst du: „Auf einer Skala von 1 bis 10, wie sauber haettet ihr die denn Neustadt gern?“. Ihr werdet euch dann bei einer 8 treffen – das ist der Konsens, so ist das nun einmal – … ja und dann kommt der Abspann!

    Verbindlichst,
    Icke.

  45. das beste wäre wohl:
    die neustädter bleiben in ihren wohnungen und die „auswärtigen“ gehen bitte ab jetzt auf der weißen gasse feiern und setzen sich mit ihrem spätshop bier an die frauenkirche.

    und als hinweis: gastronomen ist es untersagt gewerbemüll sein es papier oder glas in öffentliche containger zu stecken, da diese ausschließlichen den privathaushalten vorbehalten sind!

    entweder man bringt sie um zu sparen an die sammelstellen, der edeka und die metro bieten kostenlose container an oder für die faulen, kann man diesen auch von der stadt oder privaten kostenpflichtig abholen lassen.

    wenn das alle machen, dann laufen die container nicht über, die müllecken verschwinden, alle sind glücklich und dürfen weiter vor die tür ;)

  46. @someone else

    Peter Macheli hat recht mit „Gewinne privatisieren, Kosten der Allgemeinheit aufdrücken.“ Genau darum gehts. Es geht gar nicht darum obs bissl schmutzig ist oder nicht. Es geht darum, dass er ganz genau weiß das er Gewerbemüll hat und den bezahlen muss. Er könnte sich auch ein paar blaue Tonnen anschaffen, also Mogel-Lösung. Mit dem Wissen, dass jeden Abend die Standreinigung kommt, stellt er trotzdem seinen Mist dahin. Der ist profitgierig und will seine Aufgaben als Gewerbetreibender nicht erfüllen. Und dagegen darf man etwas haben ohne sich gleich als Spießer beschimpfen lassen zu müssen.

    @bla

    Du bist ja echt furchtbar, schmeiß deinen Müll doch in deinen Hauseingang und mach Schild dran, dass alles dort am Besten Ihren Biomüll hinbringen, dann fühlst du Dich ja wohl. Nur weil ich in der Neustadt wohne muss ich Rücksichtslosigkeit und fehlendes Sozialverhalten noch lange nicht toll finden!!!

  47. so, jetzt klinke ich mich doch nochmal ein, auch wenn Peter Macheli mir das verboten hat.

    wir können jetzt hier noch wochen und monate die zustände betrauern, über die beweggründe für dem missbrauch von müllstationen spekulieren oder boykott-aktionen initiieren, ändern wird das jedenfalls nichts.

    es gibt zwei wege, den konflikt zu bereinigen: entweder einer von euch macht eine anzeige bei der zuständigen behörde oder wir schmeißen alle zusammen und spendieren eine blaue tonne, um die frevler für den legalen weg zu begeistern. punkt.

  48. Ich verbiete niemandem etwas.

    Um Anzeigen oder Legal geht es nicht, es geht manchmal nur um Erkenntnis, zB. dass „Eine bessere Welt ist machbar“ einfacher gesagt als getan ist und die größten Hindernisse auf dem Weg dorthin gar nicht DIE sind.

  49. Someone Else:
    Hallo? Ich bin auch in der Neustadt der DDR-Zeit aufgewachsen, ich kenne alle diese Ecken, ich kann mich sehr gut erinnern, wie wir in Müllhaufen und Unrat gespielt haben. Aber im Gegensatz zu dir ist das für mich heute Grund genug, das den Bewohnern hier NICHT MEHR zumuten zu wollen, statt mir das auch noch zum Vorbild zu nehmen. Und Pappen neben überfüllten Papierbehältern sind ja nur der Anfang, das geht weiter bei den vielen als „Abhol-“ und „für-Bastler“-Angebote getarnten Ablagerungen, die eigentlich nichts anderes sind, als billig mitten auf der Straße und in (fremden) Innenhöfen entsorgter Sperrmüll. Es gab Zeiten, da glich unser Hof einem Altgerätelager, als der frühere Döner seine alten Backöfen, Kühlschränke und sogar ganze Tiefkühltruhen dort abgestellt hatte, da war’s wirklich nicht mehr weit zu alten Ost-Verhältnissen.

    Vor allen Dingen gab es auch schon früher viele Leute, die diese Zumüllerei verabscheuten, und auch damals schon waren die definitiv in der Überzahl, zumindest, bis immer mehr vernünftige Leute die Flucht ergriffen hatten.

  50. @jane: was fühlst DU dich denn jetzt wieder persönlich angegriffen? habe doch gar nichts zu dir oder gar über dich gesagt!? egal…
    wo steht denn bitte, das ich die „zustände“ andern zumuten möchte? ich habe lediglich gesagt, das wir perfekt zustände niemals erreichen werden. die gibt es in keiner großstadt.
    ich muss sagen, einige von den „zum mitnehmen“-aktionen finde ich gar nicht so schlecht, von kühlschränken, waschmaschinen und monitoren oder fernsehern mal ganz abgesehen. das kann ich dann auch nicht nachvollziehen, warum diese dinge nicht für umme an den zuständigen orten entsorgt werden können. da spielt sicher bequemlichkeit die hauptrolle. in sämtliche hinterhöfe habe ich keinen einblick, also kann ich dazu nichts sagen.
    aber wie gesagt, sowas ist aufgabe des ordnungsamtes oder wer immer dafür verantwortlich ist. wir können hier appelieren wie wir wollen, ändern wird sich dadurch nichts. ist so!

  51. @Jane und Someone Else:

    Das „zu Mitnehmen“ finde ich schön. Erstens finde ich immer mal etwas interessantes und zweitens haben wir bei uns auch schon viel verschenkt, natürlich keine Elektrogeräte somdern eher Spiezeug, Sachen und sowas. Ich finde das besser als stundenlang aufm Trödelmarkt stehen und sowieso nix verdienen. So bekommen viele Dinge ganz ohne Geld einen neuen Besitzer. Was nach zwei Tagen keiner haben will kann immer noch in den Müll.

  52. Es kann wohl bereits jetzt, meinetwegen als „Zwischenergebnis“, eingeschätzt werden, dass sich die kommentierende Masse nicht wird darauf einigen können, ob die im Beitrag als „Kritiker“ bezeichnete Person denn nun ein besserwisserischer Denunziant ist, oder ob man ihn als in besonderem Maße zivil-couragiert und gemeinwohlorientiert loben sollte. Und die Moral von der Geschichte: Am Ende hat´s(zumindest in diesem Fall) nüscht gebracht, so oder so!

  53. Someone Else:

    Zwecklos. Wer sich gerade angegriffen fühlt, das bist du. Ich war lediglich nicht einverstanden, mit dem, was du gesagt hast, deshalb auch das „Hallo?“. Wenn dir das schon zu viel ist, dann sorry, aber so ist das einfach mal in einer Diskussion.

  54. @jane: nö, mir ist das ziemlich wurscht, ehrlich gesagt. wer aber einen post mit „Someone Else“ (ohne „@“) beginnt sollte davon ausgehen, dass sich dieser auch angesprochen fühlt.

  55. Also bei dir komm ich echt nicht mehr mit. Was ist eigentlich dein Problem?

    Also, wenn mein Posting „mit someone else beginnt“, richtig, dann darfst du dich angesprochen fühlen. Ich hab auch nie bestritten,d ich gemeint zu haben. Aber, merke: Wenn eines meiner Postings mit „Hallo?“ beginnt, heißt das NICHT zwangsläufig, dass ich mich „angegriffen“ fühle, wie du es ausdrücktest. Vielmehr drückt es aus, dass ich mit dem von dir gesagten ganz und gar nicht übereinstimme, es vielleicht sogar für ziemlich hanebüchen halte.
    Zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, nicht? Aber die hast du dir angezogen.

  56. Jonk:

    Ganz so einfach ist es leider nicht. Denn die Geräte, die oft in Hauseingängen oder Höfen abgestellt werden, werden irgendwann, wenn sich kein neuer Besitzer findet, vom Hauseigentümer auf Kosten der Hausgemeinschaften (!!) entsorgt. Wo wir wieder bei Peter Macheli wären. Hatte das wie gesagt selber alles durch, inklusive schriftlicher Aufforderungen durch den Vermieter, den Unrat zu entsorgen, anderenfalls ließe er alles kostenpflichtig abholen und lege die Kosten auf die Mieter um. Ganz davon abgesehen, dass die „Abholware“ in ziemlich vielen Fällen einfach nur noch Schrott ist und somit keinen Gebrauchswert mehr hat.

  57. zum thema – ich halte es mit jonks post um 14:22

    @jane
    das nervt hier schon wieder unglaublich, selbst wenn deine grundansichten gar nicht so verkehrt sein sollten, lass es doch BITTE endlich sein, dieses forum ständig für private fehden zu nutzen! du brauchst nicht allen deine welt geradezu eingeschnappt erklären, wenn du gegenwind bekommst

  58. @jane:
    also ich selbst nutze das „hallo?“ in gesprächen eher, wenn mich einer für doof hinstellt. könnte auch ein „geht’s noch?“ folgen, weißte? es scheint da auch andere ansätze zu geben. nunja. wahrscheinlich bin ich nicht neustädter genug (über 30 jahre nur!) und kenne die kleinen, feinen unterscheide bei rhetorischen fragen von straße zu straße noch nicht so genau, oder mir fehlt die notwendige rhetorische fertigkeit, wie man sie an fernuniversitäten beigebracht bekommt. ich werde versuchen, mich da weiterzubilden. verzeih‘ mir bitte. (war das jetzt „affrontativ“..?)

    ich würde ja ganz gerne wissen, was genau du für hanebüchen hältst, damit ich hier nicht so unwissend herausgehe. bist du so gut und verrätst es mir? muss doch was dazu sagen können, oder? beste grüße! <3

  59. @Jane:

    Bevor Du antwortest, ließ doch bitte ewrst mal genau: „natürlich keine Elektrogeräte somdern eher Spiezeug“ hatte ich geschrieben. Das was du zu vermüllen sagst mag ja stimmen, ich hatte das aber explizit ausgeschlossen, also keine Geräte OK?!?!?

  60. Jonk:

    Sorry, aber ich hatte das mit den Spielgeräten und keine Elektrogeräte auf das gemünzt, was DU SELBST so hin und wieder „verschenkt“ hast, wie du schriebst. Mir ging es aber um das Zeug, was einfach auf der Straße abgeladen wird. Da sehe ich schon noch einen Unterschied zum klassischen Verschenken. So hatte ich dein posting einfach verstanden. Und auch sonst war meine Antwort überhaupt nicht und in keinster Weise vorwurfsvoll gemeint.

  61. S. E.:

    Ich nutze das „Hallo?“ in Gesprächen, wenn ich etwas entdecke, das meiner Meinung nach vehementen Einspruch verlangt bzw. in mir Unverständnis auslöst. Und was das genau war, hatte ich in meinem Posting dem „Hallo?“ ja auch ziemlich deutlich folgen lassen.

  62. S.:

    Es ist nie „daneben“, über Alltagsprobleme zu diskutieren – auch, wenn rein zufällig fast parallel eine mögliche Lösung ins Spiel gebracht wird. Schön übrigens, dass du die DNN zitierst ;)
    Von „schwups, und das Problem ist gelöst“ dürften wir dennoch noch ein ganzes Stück entfernt sein. Diese Tonne muss sich erst mal rumsprechen, und auch dann muss die Bereitschaft da sein, Anträge auszufüllen und einen Stellplatz zur Verfügung zu stellen, statt wie bisher bequem über die Straße zum Sammelcontainer zu gehen.

    Was zudem wundert an dieser Geschichte: Was wird dann mit den öffentlichen Sammelstellen, die in den letzten Jahren teils ziemlich teuer (z.B. die Tiefanlagen) installiert wurden, wenn sich nun jeder eine eigene Tonne in den Hof stellen kann? In der Neustadt zumindest würde es sicher lohnen, sie zu zusätzlichen Flaschenbehältern umzuetikettieren, aber anderswo…

  63. Offensichtlich gibt es in der Neustadt weitaus dringendere Probleme zu lösen als illegale Müllentsorgung, wie ich heute dem Kommentar von Sarah K.(18) aus DD in der Print-Ausgabe der DNN, Rubrik “ In England tobt die Jugend-was nervt sie hier ?“ entnehmen konnte.
    Zitat: „Ich fühle mich in der Neustadt richtig unwohl. In jeder Ecke liegt ein Drogen-Junkie. Auch der Alaunpark ist nicht schön anzusehn. Ständig läuft man über betrunkene Menschen. Es wäre gut, wenn die Stadt einen Ort schaffen könnte, wo solche leute dann hingehen können.“

    Und jeder nimmt bitteschön seine Tonne mit, an diesen Ort…;-)

  64. n´bissel verzerrend, was sarah k. da von sich gibt, denn in england tob nur der mob, sonst niemand. wir dürfen froh sein in der neustadt nicht (mehr?) solche probleme diskutieren zu müssen. in unserer stadt gibt es übrigens stellen, wo man sich mit suchtproblemen hinwenden kann und das an jeder ecke hier ein junkie liegt ist meiner beobachtung nach eher ganz und gar nicht so. und bald kann man auch hoffentlich genügend papiertonnen für alle hier haben, dann wird dieses thema hier keines mehr sein

    übrigens – hat babos hier mitgelesen? seine an(ein)sicht würde mich sehr interessieren!

  65. „Ham se nich noch Altpapier, liebe Oma, lieber Opa? Klingelingeling, komm geben´s mir..“ Das waren noch Zeiten, als wir, brave Jungpioniere, singend durch die Straßen zogen, altes Papier, Flaschen, Gläser oder Schrott einsammelten und damit zu Emmy, dem SERO- Elefanten gingen, um erworbene Fundstücke freudestrahlend& gewinnbringend auf die Waage zu stellen!
    Mehr Nächstenliebe bitte, meine Damen und Herren! Hier entbrennt ein regelrechter Kampf um die Lösungsfindung im Fall „Babosgate“! In jedem Fall kann festgehalten werden, dass der Inhaber der Neustädter BABOS- Filiale nicht korrekt gehandelt hat. Es hätte aber noch schlimmer kommen können.. Was, wenn er die Pappe einfach vor seine Ladentür gestellt hätte??
    Vielleicht kann man mit ihm einen Kooperationsvertrag aushandeln und ihn darum bitten, sämtliche Pappe bis zur nächsten BRN zu sammeln, um diese dann den Kindern zum alternativen Schlösser- und Burgenbau zur Verfügung zu stellen!!

  66. Elli:

    Schlimmer kann es ja immer kommen, so gesehen würde Kritik also immer „sinnlos“ sein. Das kann man so natürlich auch nicht stehen lassen.
    Und die Altpapiersammelaktion (ich bin dabei als Jungpionier übrigens nie singend und klingelnd durch die Straßen gezogen) damals hatte auch nicht wirklich was mit Nächstenliebe, sondern mit dem geschickt instrumentalisierten Drang der Menschen nach Nutzenmaximierung zu tun. Wir konnten uns damit einfach das Taschengeld aufbessern: Kapitalismus unterm Feigenblättchen der Nächstenliebe mitten im tiefsten Sozialismus ;)

    Und was den Kooperationsvertrag betrifft: Ich glaube nicht, dass irgendein Kinderhaus täglich ein paar Dutzend Kilo Verpackungspappen braucht bzw. diese täglich dort abholen würde.

  67. Stefan:

    Ich als DNN-Schreiberling muss sagen, dass wir selbst ziemlich enttäuscht von der Jugendumfrage waren. Die Kids von heute reflektieren irgendwie überhaupt nicht mehr, was eigentlich so los ist um sie herum. Viele laufen einfach mit Tunnelblick durch die Welt und nehmen gerade so das wahr, was direkt in ihrem Blickfeld vor sich geht – Ausnahmen bestätigen die Regel. Ungefähr die Hälfte der befragten Kids wussten nicht einmal, dass in England gerade Krawalle herrschten. Stattdessen immer dieselben Reizthemen: Bildungssystem und Nazis. Ich glaube, gerade in diesen Punkten könnten wir hier in Dresden im Vergleich zu anderen Landesregionen oder gar im Weltvergleich noch ziemlich zufrieden sein. Die von ihnen wahrgenommenen „Probleme“ sind Luxusprobleme, oft hausgemacht und noch öfter nur Resultate weit tiefgreifenderer Fehlentwicklungen.

  68. Damit erklärst Du also den Kids, Jane, dass ihre Probleme keine sind. An Arroganz kaum zu überbieten. Als Teenager würde ich jetzt _mindestens_ verbal die Ärmel hochkrempeln und die Fäuste ballen.

  69. Peter:

    Wenn du das unbedingt so rauslesen willst, kann ich wohl nichts dagegen tun. Dann wäre das allerdings in Sachen Tunnelblick kaum zu überbieten. Ich schrieb nicht, dass die Probleme der Kids „keine wären“, sondern, dass die dahinterliegenden, eigentlichen nicht oder kaum wahrgenommen werden. Und wer hier „verbal die Fäuste ballt“, ist eigentlich unübersehbar ;)

  70. Dann stell Dich doch mal neben Dich und lies Deinen Kommentar aus der Sicht eines Jugendlichen. Diese Methode des Sich-aus der-Perspektive-eines-anderen-Sehens müsstest Du ja beherrschen, wenn Du einzuschätzen wagst „Die Kids von heute reflektieren irgendwie überhaupt nicht mehr […]“ ;-)

  71. was interessiert mich das, wenn in peking aus versehen ein sack reis umfällt

    was stört mich das, wenn jemand in dresden wissentlich unter beobachtung seinen gewerbemüll falsch entsorgt

    was juckt mich das, wenn in london ein haus aus purem vandalismus, oder verzweiflung angezündet wird

    mangelnde reflektion für sein umfeld fängt, wie meistens alles, ganz klein an
    und bevor das falsch rüber kommt, den kids unterstelle ich damit gar nichts, weil ich keine umfragewerte von ihnen kenne

    hey babosleute – hat jemand von euch hier mitgelesen?!

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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