Königsbrücker-Diskussion beim Hechtfest-Start

Die Nachbarn bereiten ein Fest vor und die Neustadtgrünen „stören“ mit Politik. Ausgerechnet am ersten Hechtfest-Abend (26. August) laden sie zu einer Diskussion ein, die nicht nur alle Hechtbewohner interessieren könnte. In der Schauburg wollen sie den Vorschlag des Ersten Bürgermeisters Dirk Hilbert (FDP) zur Sanierung der Königsbrücker Straße, die sogenannte Variante 6 (das Neustadt-Geflüster berichtete unter anderem am 27. Juni) erklären und sie mit der Variante vergleichen, die der Stadtrat bereits 2006 abgesegnet hat.

Dazu haben die Stadtratsfraktion und die Ortsbeiräte ein Positionspapier erarbeitet, das hier nachzulesen ist. Sechs Forderungen stehen auf den zwei A4-Seiten. Werden diese Forderungen erfüllt, ist die Stadtratsfraktion bereit, der sogenannten Hilbert-Variante zur Königsbrücker-Sanierung zuzustimmen. Das heißt aber nicht, dass dann gebaut werden kann. „Wir stellen fest, dass die Erfolgsaussichten der Variante 6 auch bei einer Zustimmung durch den Stadtrat völlig ungewiss bleiben, da die Umsetzung von der Zusage des Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr abhängt“, so die Bündnisgrünen. Bislang sei der Fortgang der Königsbrücker-Planungen schließlich an der „Fundamentalverweigerung des Ministers Morlok und seiner Partei, der FDP“ gescheitert.

7 Kommentare zu “Königsbrücker-Diskussion beim Hechtfest-Start

  1. Ich als Bewohner der Königsbrücker habe eine ganz klare Meinung zu diesem Thema… Jeden Tag kann ich aus meinem Fenster das geschehen auf der Straße beobachten und bewerten, was kein Politiker (dem nur irgendwelche Pläne und Statistiken vorgelegt werden) kann!

    Und das Problem liegt eindeutig an der schlechten Straße!
    Kaum ein Autofahrer traut sich die 2. Spur zu eröffnen, da die Straße zum einen zu eng ist um angstfrei 2-spurig zu fahren und zum anderen die meisten Autofahrer (wie auch ich) mittig fahren um dem schlechten Pflaster etwas aus dem Weg zu gehen!

    Durch eine minimal verbreiterte Straße mit einwandfreiem Belag würde hier ein wunderbares (schnelleres) fahren ermöglichen, eine kluge Ampelschaltung hilft zudem.
    Eine Extragleis für die Straßenbahn ist total überflüssig wenn die Ampelschaltung richtig funktioniert, auch durch die derzeit problematische Verkehrsituation kommt die Straßenbahn noch sehr gut zurecht von daher ist ein seperates Gleis total überflüssig (auch wenn sich die DVB etwas anderes wünscht…)
    Eine generelle (große) Verbreiterung der Königsbrücker ist im Endeffekt schädlich für ALLES was sich auf der Königsbrücker abspielt…
    der Gehweg muss eine gewisse breite haben, da hier doch viele Menschen unterwegs sind, zudem brauchen die Geschäfte eine Verkaufsfläche usw. sonst sieht es für Sie sehr schlecht aus! Auch ganz wichtig: Parkplätze erhalten! die Parkplatz in der Neustadt ist ohnehin mehr als schrecklich und jeder verlorene Platz (vorallem links und rechts der Königsbrücker) fördert nur das falschparken, das anhalten auf der Fahrbahn und den Unmut auf die Neustadt…

    Die beste Variante ist also meiner Meinung nach:
    – 4 spuriger Ausbau, OHNE seperatem Straßenbahngleis
    – die Spuren soweit vergrößern um eine gute Fahrt zu ermöglichen
    – Parkflächen erhalten
    – Gehwege erhalten / event. Fahrradstreifen auf dem Fußgängerweg
    – linksabbiegen ermöglichen! (eventuell Straßenverbreiterung im Kreuzungsbereich)

  2. mal wieder die eierlegende wollmilchsau, ja?

    vierspurig und fahrspur minimal verbreitern bedeutet:

    2 x 3,25 m fahrspur, damit lkw an der straba vorbeikommen = 6,50 m
    straßenbahnspuren = 6,50 m
    2 x 2 m fußweg = 4 m
    2 x 2 m parkfläche = 4 m

    unterm strich: 21 m (jetzt so 10 bis 12 m ?)

    dann fahren radfahrer immer noch auf der straße und 2 meter fußweg ist auch nicht viel, ach und dann noch linksabbiegerspuren an den kreuzungen, aber gern doch :)

    wer schnelleren verkehr will, muss damit leben, dass daraus ne autobahn wird, siehe löbtauer straße

    wer das bild und das lebensgefühl einer solchen straße erhalten will, muss eine sanierung im bestand unterstützen, aber dann läuft der verkehr auch weiterhin so schnell, wie er jetzt rollt

    schönen abend noch

  3. wenn du richtig gelesen haste dann hättest du gemerekt dass ich gegen eine extra straßenbahnspur bin, dh. nach deiner rechnung 21m-6,5m = 14,5m bedeutet für mich eine „minimale“ verbreiterung…
    und der kreuzungsbereich am bischofsweg ist jetzt schon sehr breit, also sehe ich auch hier kein problem eine dritte spur auslaufen zu lassen… mfg

  4. Tut uns leid, dass wir das Hechtfest „stören“. Aber die nächste Ortsbeiratssitzung findet schon am 30.8. statt. Da dürfte die Köni wieder auf der Tagesordnung stehen. Uns bleibt kaum ein Termin, weil davor Ferien sind und wir uns mit der Schauburg einigen mussten. Wichtiger als die „Störung“ ist uns, dass wir uns der öffentlichen Diskussion in der Neustadt stellen wollen.

  5. Lichdi, du bist voll n Guter. Aber dass ihr den ADFC nicht einladet, das war wohl wiedermal n bissel typisch (wir haben 2009 immerhin die Fahrraddemos organisiert). find ich nicht so richtig prickelnd und bin jetzt eingeschnappt.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.