Von wildem Geknutsche und einer einsamen Mutter

Anna Mateur
Dann springt sie wieder auf, wird dank Nutella-Schnurrbart zum Diktator und schreit die Söhne und das vor sich hin kichernde Publikum an: Sie suche einen Mann, zärtlich soll er sein und doch stark, humorvoll … nicht unbedingt, vor allem darf er nicht rauchen, denn der Vater der Buben habe sie verlassen mit den Worten, ich geh nur mal schnell Zigaretten holen.
Das Publikum tobt noch, doch Anna wird schon wieder trübselig, der Bart ist verschwunden. Plötzlich ist sie ganz sanft und zart und weich. Sie singt traurig in bester Marlene Dietrich Manier: „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre, ich bin doch zu schade für einen allein, wenn ich jetzt gerade dir Treue schwöre, wird wieder ein anderer ganz unglücklich sein.“ Dann ist es aus, eine Zugabe gibt es nicht, denn die nächsten warten schon draußen vor dem Zelt. Das Programm mit Mutter Blamage ist noch bis zum Ende der Schaubudenzeit am Sonnabend zu sehen.
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Anmerkung November 2004: Nachdem ich nun die Langfassung des Stückes gesehen habe, wird mir klar, dass die beiden Buben im Stück verschiedene Väter haben.






