Vom runden Ball und dem EM-Fieber

Seit dreieinhalb Wochen zieht nun dieser runde Ball die Massen in seinen Bann. Selbst spektakuläre Großereignisse wie die Bunte Republik Neustadt oder die Filmnächte am Elbufer werden ein bisschen blasser, wenn im Fernsehen die sportlichen Buben auf dem Rasen das Leder hin- und herschieben.

Nun hat der geneigte Fußballfan verschiedene Möglichkeiten, dem Sportgenuss zu frönen. Daheim gemütlich vor dem Fernseher mit klar verständlicher Akustik und guter Sicht auf das Bild und garantiert kühlem Bier oder aber er lässt sich auf das kleine Abenteuer Kneipenfussball ein. Nicht, dass etwa die Kneipiers jetzt Ball spielen würden, natürlich nicht. Doch in den meisten Lokalen hängt mindestens ein Fernseher und wer seinen sportlichen Ruf unterstreichen will, lockt mit einer Großleinwand, so zum Beispiel in den etablierten Sportbars wie Keepers und Jim Beam´s. Dort ist es dann auch garantiert immer voll. Im Gegensatz zum heimischen Fußballerlebnis hört man nicht nur einen Kommentator, sondern gleich ein ganzes Dutzend. Denn jeder Biertrinker hier ist auch ein heimlicher Nationaltrainer und weiß natürlich alles besser. Die Sicht ist in solchen Bars meist ganz anständig, zeitiges Kommen sichert die besten Plätze, aber das ist ja bekannt.

Für mich als vorrangig Neustadt-Fan, der sich nebenbei ein bisschen für Fußball interessiert, gibt es aber noch spannendere Alternativen. So kann es durchaus Laune machen, sich ein Spiel in einem Pizzaladen anzusehen. Ich habe noch solch ein kollektives Haare raufen gesehen, wie bei dem tragischen Ausscheiden des italienischen Teams. Vielleicht gehe ich am Donnerstag ja mal zu nem Griechen Fernsehen gucken.

Leider, leider gibt es ja kein portugiesisches Restaurant mehr in der Neustadt, doch für heute Abend gibt es einen kleinen Geheimtipp für ein bisschen südländisches Flair. Es gibt nämlich gleich um die Ecke in der Erna-Berger-Straße das Estadio da Luz. Zwar ist das hier kein richtiges Stadion, wie das in Lissabon, doch immerhin ein Treffpunkt für Fußballfans, mit Leinwand und Tribüne und für hinterher noch jede Menge Musik.


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Nachtrag 2005: Natürlich gibt es ein portugiesisches Restaurant in der Neustadt, das „Mãe Portugal“ an der Kamenzer/Ecke Sebnitzer Straße.

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