Schauburg-Sanierung im Zeitplan

Vor der Schauburg wird ab heute ein großer Kran aufgebaut.

Vor der Schauburg wird ab heute ein großer Kran aufgebaut.

Eine riesige Grube mitten im Foyer. Wandverkleidungen abgerissen. Zwischendecken demontiert. Staub und Schutt überall. Im Filmtheater „Schauburg“ ist die erste Phase der Umgestaltung fast abgeschlossen.

„Wir haben schon Dutzende Container mit Bauschutt und Trockenbauresten gefüllt“, erzählt Kino-Chef Stefan Ostertag, der zurzeit zu einer Art Bauleiter mutiert ist. Draußen wird gerade ein riesiger Kran montiert. Mit dem beginnt dann der Ausbau des Dachgeschosses. Denn direkt über dem ehemaligen Tarkowski-Saal soll ein weiterer, ein neuer Saal entstehen. Insgesamt wird es, wenn im Herbst alles fertig ist, fünf Kinos geben.

Kino-Chef Stefan Ostertag auf seiner Baustelle

Kino-Chef Stefan Ostertag auf seiner Baustelle

Neue Stühle – neuer Sound

„Die alten Säle bleiben erhalten, werden nur leicht verändert“, berichtet Ostertag. So wird zum Beispiel die Leinwand im Fritz-Lang-Saal etwas größer, weil eine überflüssige Eck-Nische entfernt werden kann. Allerdings sind nahezu alle alten Stühle raus. „Wir haben rund 400 Mails von Interessenten bekommen“, berichtet Ostertag, der sich freut, dass es nun in der „Planwirtschaft“ Schauburg-Gestühl gibt. Die alten machen Platz für neue Stühle, in denen man sich dann künftig auch auf einen besseren Sound freuen kann. Der wird dann in „Dolby Surround 7.1“ ausgestrahlt.

Der Sergio-Leone-Saal wurde entkernt.

Der Sergio-Leone-Saal wurde entkernt.

Foyer bekommt große Fenster

Besonders gründlich wird das Foyer umgestaltet. „Wie man derzeit gut sehen kann, ist hier alles auf Sand gebaut“, schmunzelt Ostertag und zeigt auf die sandige Grube. Das ganze Foyer soll luftiger und heller werden, das liegt vor allem an der Öffnung der bislang zugemauerten Fenster. Damit öffnet sich die Schauburg künftig mehr zur Straße hin. An dieser Stelle wird die Schauburg dann auch um reichlich fünf Meter in die Höhe wachsen, um den neuen Saal aufzunehmen.

Wiedereröffnung im Oktober

Bislang läuft alles weitestgehend nach Plan. „Von einigen Kleinigkeiten abgesehen, haben wir bislang keine baulichen Überraschungen erlebt“, so Ostertag. Er ist optimistisch, dass das Kino im Herbst, spätestens zum 90. Geburtstag am 15. Oktober wieder eröffnet wird. „Dann wird vielleicht der Innenausbau noch nicht bei allen Sälen fertig sein, aber die Schauburg wird wieder geöffnet.“ Bis zum Jahresende soll dann der Betrieb ganz normal laufen.

linie

13 Kommentare zu “Schauburg-Sanierung im Zeitplan

  1. Zuckerschnute
    18. Juli 2017 at 14:59

    Bin ich der Einzige der diese Sanierung irgendwie als unnötig einstuft? Ging mir schon beim PK-Ost so. Ich habe bei meinen Kino-Besuchen nie gedacht, dass das jetzt aber mal schleunigst saniert gehört. Und die Kosten werden natürlich auf die Preis umgelegt werden.

  2. Andreas
    18. Juli 2017 at 20:07

    Nicht jeder ist so schmerzbefreit und sieht achselzuckend über Unmengen kaputte Sitze, einen lebenden Teppich und manchmal den Muff einer Hundehütte hinweg.

  3. Name
    19. Juli 2017 at 01:31

    Wie wird eigentlich die neue Wandgestaltung im großen Saal und die neuen Sitze aus? Gibt es dazu schon Infos?

  4. 19. Juli 2017 at 09:54

    Der Kinochef macht es spannend.

  5. Jakob
    19. Juli 2017 at 10:31

    Eine für manche Leute wichtige Frage: wird denn die Schauburg endlich rollstuhlgerecht? Oder bleibt es dabei, daß die Rollis weiter in den Ufa- Klotz oder ins Uci müssen?

  6. 19. Juli 2017 at 13:24

    Lift ins Obergeschoss. Vier von fünf Sälen werden behindertengerecht erreichbar sein.

  7. Jakob
    19. Juli 2017 at 13:55

    @Anton Launer
    Danke für die schnelle Recherche der Antwort!
    Na das kann ja was werden, wenn der favorisierte Film ausgerechnet in dem nicht- behindertengerechten Saal läuft… Allerdings betrifft dieses Thema ja nicht nur die Schauburg, sondern durchaus grob geschätzt etwa 2/3 der Neustadt- etliche Läden, Restaurants, Kneipen und Clubs sind mit dem Rolli (besonders mit dem E- Rolli) überhaupt nicht zu betreten – äh, befahren.

  8. Jörg
    19. Juli 2017 at 15:50

    „Bin ich der Einzige der diese Sanierung irgendwie als unnötig einstuft?“

    Unter denen, die in den letzten Jahren gelegentlich mal im großen Saal der Schauburg sitzen mussten, wahrscheinlich ja.

    „Und die Kosten werden natürlich auf die Preis umgelegt werden.“

    Jede andere Vorgehensweise wäre wirtschaftlich unsinnig.

  9. Dennis Krüger
    20. Juli 2017 at 19:33

    Vielen Dank für Euren Bericht und die Einblicke! Bin gespannt, wie es aussieht wenn es fertig ist.

    @Zuckerschnute: Ja, vermutlich bist Du der einzige, der eine Sanierung für überflüssig hält. Die alte Schauburg war echt nicht mehr feierlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

linie