Zimtschnecken und Sprachcafé

Am Montag, dem 1. Mai ist Tag der offenen Tür von 14 bis 17 Uhr.

Am Montag, dem 1. Mai ist Tag der offenen Tür von 14 bis 17 Uhr.

In die Kamenzer Straße 38 ist vor Kurzem skandinavisches Flair eingezogen: das „Nordische Zimmer“ ist neuer Anlaufpunkt für Exil-Skandinavier und Fans der nordischen Länder. Morgen, am 1. Mai, lädt Inhaberin Silvia Leder zu einem Tag der offenen Tür ein.

An diesem Tag kann man ab 14 Uhr einen Blick ins Nordische Zimmer werfen und bei Zimtschnecken und Preiselbeersirup ins Gespräch kommen. Außerdem wird es ein Skandinavien-Quiz geben, bei dem themenbezogene Preise winken. Wer möchte, kann sich ein Buch aus der gut bestückten nordischen Bibliothek ausleihen, die sich im hinteren Teil der Räumlichkeiten befindet. Dort stehen neben schwedischen, dänischen und norwegischen Büchern auch Werke in den exotischen Sprachen Isländisch und Färöisch. Zudem gibt es einen guten Bestand an niederländischen Büchern. Ab dem 5. Mai soll die Bibliothek jeden Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Mit einem schwedischen "Välkommen" begrüßt Silvia Leder die Besucher.

Mit einem schwedischen „Välkommen“ begrüßt Silvia Leder die Besucher.

Silvia Leder möchte im „Nordischen Zimmer“ eine Mischung aus Sprachkursen und kulturellen Veranstaltungen anbieten. So soll einmal monatlich ein Sprachcafé stattfinden, bei dem Muttersprachler und Skandinavien-Fans zum gemeinsamen Austausch zusammenkommen. Auch Ausstellungen, Lesungen und Literaturabende sind geplant. Bereits angeboten wird muttersprachlicher Unterricht für Kinder schwedischer Eltern. Hinzukommen soll Unterricht für norwegische und dänische Kinder. Unterstützung bekommt Silvia Leder von der Schwedin Maria Andersson. Die gelernte Krankenschwester arbeitet derzeit als Sprachlehrerin in Dresden und geht im Nordischen Zimmer zur Hand, wo sie gebraucht wird. Sie möchte dort auch bald eigene Schwedisch-Kurse für Erwachsene anbieten. Es sollen Sprachkurse für Dänisch und Norwegisch folgen.

Silvia Leders Faszination für die nordischen Länder begann schon als Kind. Die gebürtige Leipzigerin versuchte zunächst mit Hilfe von Wörterbüchern Norwegisch und Dänisch zu lernen. Um ihre Sprachkenntnisse zu testen, wählte die jugendliche Silvia selbst ausgedachte Telefonnummern mit norwegischer Vorwahl. Am anderen Ende der Leitung meldeten sich dann tatsächlich öfter Norweger zu Wort, daraus ergaben sich sogar langjährige Brieffreundschaften.

Nach der Wiedervereinigung setzte Silvia Leder ihre Sprachstudien zunächst autodidaktisch fort. Ein Auslandsaufenthalt während des Studiums führte sie dann nach Schweden, wo sie auch als Deutschlehrerin arbeitete. Seit 2003 wohnt die studierte Pädagogin in Dresden. Nach einer Tätigkeit als Lehrerin an einer Schule für Erziehungshilfe, wagte Silvia Leder vor fünf Jahren den Sprung in die Selbständigkeit und ist seitdem als Übersetzerin für nordische Sprachen tätig. Schon lange hatte sie den Traum eines Literaturcafés für nordische Sprachen, den sie sich nun mit dem Nordischen Zimmer erfüllt hat. Als „Hobby“ bezeichnet sie ihre inzwischen umfangreiche Tätigkeit dort.

Bei der Begeisterung mit der Silvia Leder von dieser Traumverwirklichung spricht, dürfen Skandinavien-Fans sich zukünftig sicher auf viele Angebote freuen.

Nordisches Zimmer

  • Kamenzer Straße 38, 01099 Dresden, weitere Infos auf Facebook
  • Tag der offenen Tür 1. Mai, 14-17 Uhr
Noch ist Platz in den Regalen – wer noch Bücher in skandinavischen Sprachen abzugeben hat, kann sie vorbeibringen.

Noch ist Platz in den Regalen – wer noch Bücher in skandinavischen Sprachen abzugeben hat, kann sie vorbeibringen.

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