Mit dem Einkaufskorb über den Teich

Neugierige Blicke in die Kulinarik "Hinter dem Teich"
Neugierige Blicke in die Kulinarik „Hinter dem Teich“
Es gibt sie, die Menschen, die für ein Shoppingwochenende nach London oder New York fliegen. Objekt der Begierde sind da Designer-Fetzen mit Trend-Verfallsdatum, die im Bauch maximal Schmetterlinge hinterlassen. Günstiger und sättigender ist da eventuell ein Spaziergang auf die Rothenburger Straße. Hier hat vor vier Jahren Michele Williams-Schmid ihren Store „Beyond the Pond“ eröffnet. Auf wenigen Quadratmetern treffen hier englische und amerikanische Lebenskultur aufeinander und versetzen den Kunden in die Zeit des Schülerausflugs oder Austauschjahres zurück. Einheimische finden hier Muttersprachler-Beistand und füllen das Heimweh-Loch im Herzen mit Marshmallow-Creme oder Ginger-Beer.

Die Hüterin des Ladens ist fotoscheu, in echt aber sehr gesprächig
Die Hüterin des Ladens ist fotoscheu, in natura aber sehr gesprächig
„Ein bisschen bin ich auch Psychologin“, sagt Michele Williams-Schmid. Ihre damit verbundene Schweigepflicht nimmt sie ernst. Was hinter dem Ladentisch gesprochen wird, bleibt auch dort. Gerade verließ ein Kunde den Laden, der einige bissige Sprüche über die deutsche Striktheit fallen ließ. „Er kommt aus Wales. Den Humor muss man verstehen“, lächelt Michele. Mit den hüftlangen Haaren und dem silbernen Talisman um den Hals sieht sie ein bisschen keltisch aus. Geboren wurde sie jedoch in Amerika. Sie studierte an der Nordwest-Küste englische Literatur und Landeskunde und war der festen Überzeugung, von dort niemals wegzugehen. Bis die Liebe sie erst nach England und dann nach Deutschland führte. Ihr Interesse für die indianische Kultur lässt sich an der ornamentalen Gestaltung der Ladenfassade ablesen. Über keltisch-verschlungenen Mustern ruht eine Schildkröte im Stil der Indianderstämme des amerikanischen Nordwestens.

Beliebter Import: englischer Tee
Beliebter Import: englischer Tee
Mit ihrem deutschen Mann kam sie nach Tübingen und studierte dort Archäologie. Für eine Anstellung in diesem Beruf reichte jedoch selbst reichlich Vitamin B nicht aus. Als ihr Mann beruflich nach Dresden gerufen wurde, entschloss Michele sich, hier ihr Geschäft zu eröffnen. „Ich habe durch meine Großmutter eine Verbindung zu Deutschland. Sie kam von hier und so war mir die Kultur vertraut“, erklärt sie. Der Anfang wurde ihr nicht ganz leicht gemacht. „Die Deutschen brauchen etwas, um aufzutauen.“ Die deutsche Reserviertheit ist also kein Klischee? „Andere Kulturen sind offener“, relativiert Michele. „Aber ich selbst bin auch sehr introvertiert. Der Laden war eine gute Möglichkeit, mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen.“

Vor kurzem traf die Herbstlieferung im „Beyond the Pond“ ein. Über Bremen erreichten 1500 Kilo Süßigkeiten, Saucen, Bierspezialitäten und Weihnachtsleckereien die Dresdner Neustadt. Ein Sortiment, das in seiner Farbigkeit an die Zauber-Fabrik von Willy Wonka denken lässt. Ein Mädchen hat gerade das Geschäft betreten und hält fragend eine Konservendose hoch. Mit gutem Gewissen empfiehlt die Langzeit-Vegetariern Michele den Inhalt: Haggis, das schottische Nationalgericht aus Schafsinnereien.

Besonders schwärmt Michele von den amerikanischen Backzutaten. Fluffig-saftige Backmischungen und geschmacksneutrales Natron – in Deutschland gäbe es nichts vergleichbares. Ähnlich ist es mit englischem Tee, von dem bei ihr Zuhause unzählige Packungen im Regal stünden. „Die Engländer profitieren noch von ihren Bezugsorten während der Kolonialzeit“, erklärt Michele. „Deutsche Tees sind mir einfach zuviel“ – sie überlegt kurz – „Hagebutte!“ Auch Cheddar und Bier mag sie am liebsten von jenseits des Kanals. Den Kunden, die im Minutentakt in den Laden kommen, geht es wohl genauso.

Unwiderstehlich bunt: Süßigkeiten aus Großbritannien
Unwiderstehlich bunt: Süßigkeiten aus Großbritannien


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Beyond the Pond

  • Beyound the Pond, Rothenburger Straße 26, 01099 Dresden, Montag bis Freitag: 11 bis 19 Uhr, Sonnabend: 11 bis 16 Uhr

Nachtrag 2015

Im Juli hat Michele ihren Laden aufgegeben.

35 Kommentare zu “Mit dem Einkaufskorb über den Teich

  1. Da will ich schon seit längeren mal rein, aber habs leider noch nich geschafft. Was sagt denn das Käsesoße-/dip Angebot, Philine? :)

  2. Ui, ganz ehrlich: ganz so speziell hab ich nicht in die Regale geschnuppert. Schau doch einfach mal vorbei oder ruf an :) Und selbst wenn du deine Käsesoße nicht findest: mit leeren Händen gehst du bestimmt nicht raus ;)

  3. michi fetzt! die hat sich eeewich nach pabst blue ribbon gedreht, und irgendwann kam die nachricht :3
    sich als redneck sehend, und hipster überhaupt nicht mögend,
    ein beyond´ler

  4. „in Deutschland gäbe es nichts vergleichbares“

    Hahaha … aus gutem Grund! Amerikanische Backzutaten (?), um dann von Backmischungen reden? Marshmallow-Creme oder Ginger-Beer? Bähhhh, nicht einmal wenn man mir etwas bezahlen würde! Für Leute die unfähig sind ein paar Eier, Mehl, Quark, Backpulver bzw. Hefe und Zucker zu verrühren, um einen Kuchen zu backen, für die muss sicher kein Ami-Müll übern Ozean verfrachtet werden, noch dazu, wo kein Mensch weiß, wie viel davon genmanipulierter Sondermüll ist! ;)

  5. Wenn ich deren Lebensmittelstandards nicht traue, diese ablehne und meine persönliche Abscheu gegenüber „Marshmallow-Creme“ zum Ausdruck bringe, mit einer doch sehr leicht erkennbaren Kritik an dem Wahnsinn, „Backmischungen“ als Backzutaten zu bezeichen und diese um die halbe Welt zu karren, deshalb bin ICH also fremdenfeindlich? Hahaha … echt jetzt? Tja, dann frage ich einmal, kann es sein, dass dieser Vorwurf größt möglicher Unsinn ist? Selbst der Vorwurf Antiamerikanismus dürfte grober Unfug sein, doch den hätte ich, trotz ohne Substanz, noch nachvollziehen können, aber mir Fremdenfeindlichkeit zu unterstellen, ist geradezu UNVERSCHÄMT! Einen „Anton Launer“ sehe ich jedenfalls nie bei Demos gegen Rassismus & Fremdenfeindlichkeit!

  6. @Anton Launer
    Und noch etwas, wenn das von mir also ungerechtfertigte Vorurteile sind, dann wirft das doch die Frage nach TTIP auf, oder nicht? Das können wir also getrost durchwinken, denn die Kritik an deren Lebensmitteln sind ja demnach nur unbegründete Vorurteile, stimmt`s? Und die Kritiker an diesem Abkommen sind also, nach dieser Lesart zumindest, wohl auch alles nur fremdenfeindliche Subjekte?

  7. War mir klar, dass Du es nicht einsiehst. Sorry, dass ich gewagt habe, Deinen Ton zu kritisieren. Dein letzter Satz des Kommentars von 16:11 Uhr ist übrigens hochgradig entlarvend.

    Wenn ich deren Lebensmittelstandards nicht traue

    Wer sind denn die? Alle Amerikaner, alle US-Bürger, alle Backmischungshersteller? Genau so funktioniert Fremdenfeindlichkeit: von einigen Sachverhalten auf ein ganzes Volk schließen.

    Und Antiamerikanismus ist für Dich also keine Form der Fremdenfeindlichkeit? Warum?

    Deine Schlussfolgerungen im zweiten Kommentar sind derart abstrus, dass ich sie nicht kommentieren muss.

  8. @Anton Launer
    Waaaaas? ;D
    Gibt es bei den US-Amerikanern dafür eine US-Behörde die Lebensmittelstandards festlegt und genmanipulierte Getreidearten für unbedenklich hält, oder nicht? Was ist also an der sprachlichen Verkürzung „bei denen“ fremdenfeindlich, wenn doch klar hervorgeht, dass deren Administration gemeint ist, nämlich die, welche dafür verantwortlich ist????
    Doku-Tipps:
    McDonald’s erlaubt Genfutter
    https://www.youtube.com/watch?v=CIaoUB1fqQA&list=UU-hLgu2ytgxaRUI_XfkwW7A

    Gefährliche Geheimnisse – Wie USA und EU den Freihandel planen
    https://www.youtube.com/watch?list=UU-hLgu2ytgxaRUI_XfkwW7A&v=exrWO5WcTsY&feature=player_detailpage

    Die Wundermaislüge – Die EU, die Genlobby & die Ausbreitung Genmais resistenter Schädlinge
    https://www.youtube.com/watch?list=UU-hLgu2ytgxaRUI_XfkwW7A&v=fXCQvA1VksY&feature=player_detailpage

    Dummerweise, ist in den Staaten dieser Mais in vielen Lebensmitteln verarbeitet, auch in Dingen, wo man ersteinmal nicht damit rechnet! (Kann Sporen enthalten von …)

  9. @Anton Launer

    Ich kann mich erinnern, auch zu meinem Beitrag zu dem italienischen Feinkostlädchen gab es Probleme, doch im Gegensatz zu Dir, kenne ich einige Mitarbeiter des ehemaligen Geschäftsführers des „Venezia“ und nichts was ich damals geschrieben habe, war auf alle Italiener gemünzt, sondern explizit auf diesen Kreis! ;)

  10. @Anton Launer
    „Und Antiamerikanismus ist für Dich also keine Form der Fremdenfeindlichkeit?“

    Habe ich das irgendwo gesagt? Nein, sondern ich habe es doch wohl klar als Unterform des Rassismus behabndelt!!! Warum versuchst Du mir also krampfhaft solchen Blödsinn zu unterstellen?

  11. „Bei denen“ meint also die Administration? Für mich klingt das eher nach einer Pauschalverurteilung aller Amerikaner.

    Du solltest vielleicht präziser formulieren.

  12. @Anton Launer
    Jetzt wird`s aus meiner Sicht wirklich lächerlich! Ich glaube wir sollten uns ma irgendwo gemütlich auf ein Bierchen treffen, um in Ruhe mögliche Missverständnisse ad acta legen zu können! (Nur so ein Gedanke!) Mir ist zwar nicht ganz klar, wie Du zu dieser negativen Beurteilung meiner Person kommst, aber so verhärtet sich der Dialog nur, und bringt nichts.

  13. @Anton Launer
    „doch im Gegensatz zu Dir“
    Und ja, ich hätte es natürlich auch als Vermutung formuliern können!

  14. Zurück zum Laden…
    Wohne direkt gegenüber und gehe von zeit zu zeit auf ein schwätzchen zu Michele…
    sie hat mich übrigens süchtig gemacht… walker´s … salt und vinegar… ganz schrecklich… vermute, mir wächst auch bald wegen der ganzen bösen inhaltsstoffe ein horn;-)
    ach und m&m´s mandel…. oder kokos… bis morgen, michele!:-)))

  15. Na klar, HinzundKunz, du fällst in die typisch linke Falle, dass Rassismus böse ist, aber wenn’s um die USA geht, Feuer frei! Es gibt im Übrigen eine Lebensmittelbehörde namens FDA, schonmal gehört? Und wenn die „Genfood“ zulassen, dann liegt das vielleicht daran, dass sie zu anderen Schlüssen gekommen sind als du? Lustigerweise finden Amerikaner Sachen eklig, die wir als normal hinnehmen, z.b. Leber oder Camembert. Das wollen sie dann teilweise verbieten. Ihr seid euch also gar nicht so unähnlich!

    Fazit: Du bist nicht das Mass aller Dinge.

  16. @HinzundKunz:

    Nicht alles, was Du im BtP an amerikanischen Marken findest, wird auch in den USA produziert. Kraft’s Mac’n’Cheese könnte genau so gut aus Bremen kommen, wo das KRAFT-Zeichen weithin sichtbar prangt, wenn man die Weser entlang schippert. Und Vieles kommt aus GB. Tee kommt aus Indien – kommt Deiner aus der Lausitz?

    Wusstest Du übrigens, dass man bei Michele Williams-Schmid eine Reihe Bio-Produkte findet? „Organic food“ floriert auch in den US. Vielleicht fällt das in einem Land mit so unglaublich viel Land- und Bevölkerungsmasse weniger ins Gewicht, aber „den Amerikanern“ pauschal vorzuwerfen, dass ihre gesamte Lebensmittelproduktion Industriefraß sei, entspricht einfach nicht den Tatsachen.

    McDonalds als Teufel aus den USA zu brandmarken, ist auch sehr verkürzt gedacht. Solche Mega-Konzerne agieren doch inzwischen global. Wenn Du hierzulande Burgerfraß vorgesetzt bekommt, ist das zuallererst eine Konsumentenentscheidung (Nachfrage/Angebot, remember?) und zweitens unserer Bundesregierung zuzuschreiben, die das alles für rechtens erklärt. Also gerne mal vor der eigenen Haustüre kehren!

    Übrigens, die Wurzeln der Umweltbewegung reichen in den USA bis in die 1960er zurück! Und wenn ein Volk für sich in Anspruch nehmen darf, im Einklang mit der Natur gelebt zu haben, dann sind es wohl die „native Americans“.

  17. und dabei hatte ich noch bis zuletzt den leichten eindruck, dass doch ein sichtlich dominanter teil „der amerikaner“ ziemlich übergewichtig daherkommt und bekanntlich auch an den entsprechenden volkskrankheiten leidet. so gesehen stimmts mit der „unglaublich vielen bevölkerungsmasse“. übrigens betriffts die kindskohorte mit besonders starken steigenungsraten. da hat die FDA wohl nicht richtig aufgepasst – was wunder. bzw ist vor allem das mit nachfrage = freie entscheidung ??? doch nicht ganz so einfach. ist ja überall so (remembah!): der selbstverantwortliche konsument scheints doch nicht so ganz auf die reihe zu bekommen. aber „den konsumenten“ kann man natürlich auch nicht verallgemeinern. mahlzeit.

  18. wg.. Mac`n`cheese … ich musste mir ernsthaft das Lachen verkneifen, als ich diese Packung dort im Schaufenster gesehen habe… es muss wirklich Leute geben, die keine Käsereibe im Haushalt haben oder nicht in der Lage sind eine einfache Nudelsoße zusammenzukochen…

    @ hinzundkunz der Dokufilm beweist doch nur das die Probanden genau so gute Rassisten sind wie wir alle Oder? weder die Frau mit Kopftuch oder einer der maximaler pigmentierten hat irgendwas gegen das Verhalten des Projektleiters gesagt oder getan, haben alle schön mitgespielt…

  19. @Jule
    „mir wächst auch bald wegen der ganzen bösen inhaltsstoffe ein horn“
    Da bin ich fast versucht zu sagen: „Bitte, wenn es schön macht!“

    @Franzl Lang
    Soso! „typisch linke Falle, dass Rassismus böse ist, aber wenn’s um die USA geht, Feuer frei!“
    Die Kritik, die berechtigte Kritik an einem Land, den gesellschaftlichen Verhältnissen und der wirtschaftlichen Ausrichtung bis hin zur Nahrungsmittelindustrie, nochdazu wenn das betreffende Land die Welt so dominieren will, hat aber gar nichts mit Rassismus zu tun! Willst Du das etwa ernsthaft bestreiten? Rassistisch ist, wenn ganze Bevölkerungsteile in „prekären Verhältnissen“ leben, was oft eben Schwarze oder Mexikaner betrifft, diese bei geringsten Vergehen eingesperrt werden, um den Betroffenen dann, aufgrund der erhaltenen Haftstrafe, lebenslang das Wahlrecht zu entziehen!
    Wusstest Du, dass es bis heute kein US-Bundesgesetz gibt, das Lynchjustiz verbietet? Siehe: „Lynchmorde in den USA“
    https://www.youtube.com/watch?v=8B5BHoMKobA&list=UU-hLgu2ytgxaRUI_XfkwW7A

    Kritik daran wäre also für dich gleichbedeutend mit Rassismus??? Entschuldige, dass ich da lächeln muss!
    Diese Kritik besagt natürlich auch nicht, dass wir hier die Supernation oder frei von kranken Zuständen sind
    geschweige als Gesamtgesellschaft nicht auch selbst reichlichst Dreck am Stecken haben. Nur gestörte Leute würden sich selbst auf diese überhöhte Stufe stellen!

    @Muyserin
    Nur um eines noch klarzustellen, mir ist sehr wohl bewusst, dass es in den Staaten einige sehr angagierte Leute gibt, die teilweise auch hohe persönliche Risiken eingehen, um diesem Wahnsinn die Stirn zu bieten, sehr bewusst, und die haben natürlich auch meinen tief empfundenen Respekt.
    Doku-Tipp: „Earth Liberation Front“
    https://www.youtube.com/watch?list=UU-hLgu2ytgxaRUI_XfkwW7A&v=8-l-UG5-iyU&feature=player_detailpage

  20. Na entschuldige mal mein Guter, du hast dich ja mit Pauschalisierungen ganz schön aus dem Fenster gelehnt. Und jetzt von Essen auf Lynchmorde zu kommen ist ganz schön abgedreht. Was würdest du denn davon halten, wenn ich beim Yufka-Döner-Artikel plötzlich auf Ehrenmorden rumreite?

    Im Übrigen habe ich nicht gesagt, dass Kritik = Rassismus, aber deine Pauschalisierungen, die kaum auf Fakten, sondern auf Ressentiments basieren, rücken dich ganz schön in die Nähe davon. Aber wie gesagt, was bei anderen Rassismus ist, ist bei den USA berechtigte Kritik.

  21. Der Laden ist ganz großartig! Da gabs schon Fentimans bevor einige Hipster-Bars auf den Trichter kamen. Lecker Root-Beer, Dr. Pepper aus der Dose, Mountain Dew…
    Unsere Industrielebensmittel sind imho auch nich gesünder, man hat sie nur bereits über.

    BTW: Wieviel Dünnschiss-Offtopic ihr hier immer produzieren könnt ist schon Wahnsinn!

  22. Gescheites Geschäft – meines Wissens das einzige z.B., in dem man IRN-BRU kaufen kann! … und es gibt prima Tee, gescheites Ale – und sie war die erste in DD, die es verstanden hat (nach längerem Ringen mit den Behörden) QUORN anbieten zu können! Danke schon allein dafür!

  23. @nepumuk: „sichtlich dominanter teil ‚der amerikaner‘ ziemlich übergewichtig“ – Das ist so schlecht formuliert, dass es fast schon wieder gut ist.

    Bitte klinke Dich doch mal in aktuelle kritische Diskurse ein, ehe Du Menschen pauschal diffamierst, weil sie nicht Deinem Schönheits- bzw. Normalitätsbegriff entsprechen. Es gibt kein „Übergewicht“. Jeder Mensch hat ein Gewicht, Punkt. Alles andere ist Zeitschriften-Jargon, um ein Klima der Unzufriedenheit zu schüren. Mit deinem Kommentar unterstellst Du allen dicken Menschen, adipös (also krankhaft dick) zu sein.

    Dass es in den USA sichtbar (bist Du Google Earth?) oder besser gesagt nachweisbar mehr Dicke gibt, ist durch vielfältige Zusammenhänge bedingt. Da spielen unter anderem Veranlagung, gesellschaftliche Stellung, Bildung und Herkunft mit hinein. Es allein dem „Industriefraß“ anzukreiden, greift viel zu kurz.

    Ach ja, den von Dir aus meinem Kommentar zitierten „Konsumenten“ habe ich nicht verallgemeinert. Er steht in meiner Satzkonstruktion bereits im Plural, was explizit Pluralität bedeutet.

  24. @christoph: Warum immer gleich so unerbittlich und dogmatisch von oben herab?

    Mac’n’Cheese schmeckt genau so wenig wie Nudeln mit Käsesoße, wie Miracoli nach Nudeln mit Tomatensoße schmeckt. Das ist für viele eben ein spezifischer Geschmack z. B. aus Kindertagen. Das kann man als Industriefraß abtun oder eben mit etwas Nostalgie sich ab und zu als Seelentrösterpampe gönnen.

    Übrigens, wenn Du des Englischen mächtig bist, lege ich dir diesen faszinierenden Artikel ans Herz: Manufacturing Taste
    The (un)natural history of Kraft Dinner—a dish that has shaped not only what we eat, but also who we are
    .

  25. @muys wuff wuff: jetzt habe ich auch noch den leichten eindruck, vor lauter fixierung auf wortklauberei entschwindet der realitätsbezug.

    „klinke dich in diskurse ein“ – ähm, nö.
    „ich unterstelle was“ – och nö.
    der rest: genau.
    schön zu wissen: „übergewicht ist auch (nur?) ein gewicht“.

    wüsche gesegneten appetit

  26. @Franzl Lang
    Nun, mir wurde doch Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen, also untermauere ich meine Kritikpunkte.
    Mir ging es zuerst nur um die Nahrungsmittel bzw. explizit um „Marshmallow-Creme“ und „Backmischungen“. Und das, wenn die über den Ozean geschippert werden, neben der Unklarheit der Indigrenzien, man eben auch zu dem Schluss kommen kann, dass diejenigen, die bei mehr als 7 Zutaten den Überblick beim Backen verlieren, sich über einen Mangel an Backmischungen kaum beschweren können.

    @Muyserin
    Aus meiner Sicht, greift das Tee/Kaffee-Argument nur teilweise, denn wie Du selbst ja festgestellt hast, wächst Tee in Indien und Kaffee bestenfalls in Vietnam. Diese Güter sind natürlich Luxusgüter, deren Energiebilanz sicherlich auch bedenklich ist, aber dummerweise ist der Tee bzw. Kaffee, so wie auch die Banane, Ananas und der Tequila, eben klimatisch noch an die aktuellen Anbaugebiete gebunden. Dass es schwer ist, sich dem Irrsinn komplett zu entziehen, das würde ich doch nie bestreiten (siehe Textilindustrie), aber den Wahnsinn sollte man doch schon auch als Wahnsinn benennen!

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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