Eine Zelle für den Hecht

Bücherzelle aus Lünen -  Foto: wikipedia/Tom Heine Photography
Bücherzelle aus Lünen – Foto: wikipedia/Tom Heine Photography
Nicht jeder Stadtteil kann sich eine eigene Bibliothek leisten. Doch die Bewohner im Hecht-Viertel nehmen den Mangel als Herausforderung und planen eine Bücherzelle.

Dafür soll eine der wunderbaren alten gelben Telefonzellen reanimiert werden. Die bekommt ein paar hübsche Bücherregale und jeder der mag, kann Bücher aus seinem Fundus in die Bücherzelle stellen. Und wenn dann welche drin stehen, kann die sich jeder der mag mitnehmen. Einfach so, ohne Ausleihgebühr, Anmeldung, etc.

Der HechtViertel e.V., der treibend hinter diesem Projekt steht, hat sich bereits eine der letzten alten, gelben Telefonzellen gesichert, um daraus auf dem Spielplatz am Königsbrücker Platz eine Freiluft-Bibliothek zu machen. Und auch das Grünflächenamt unterstützt die Bücherzellen-Idee toll. Nun kann es eigentlich sofort los gehen. Wenn da nicht die Sache mit dem Geld wäre, denn für den Erwerb, Transport, Umbau, Fundament und Aufbau braucht der Verein noch rund 1.000 Euro. Und das Geld soll ganz ohne modernes Crowdfunding zusammenkommen. Auf der Hechtviertel-Website gibt es einen Spendenbutton oder einfach per klassischer Überweisung an den HechtViertel e.V.:

    Kontonummer: 310 032 2559
    Bankleitzahl: 850 503 00 (Ostsächs. Sparkasse)
    Verwendungszweck: Spende Bücherzelle

Das Geld darf auch bar bei Maik oder Kristin im Spielzeugladen „Riesenklein & Klitzegross“ (Rudolf-Leonhard-Straße 12) abgegeben werden. Ein vergleichbares Projekt gibt es schon seit mehreren Jahren in Hellerau, direkt auf dem Markt steht dort die Helle(rauer) Zelle, sogar eine komplette Plünderung im Februar vergangenen Jahres hat die Zelle überstanden. Nach kurzer Zeit waren die Regale wieder gut gefüllt.


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14 Kommentare zu “Eine Zelle für den Hecht

  1. Wird die dann nachts abgeschlossen, oder ist die immer offen?
    Weil wenn die des nächtens immer offen ist, dann wäre das bestimmt auf Dauer nicht schön für die Bücher.
    Aber auf jeden Fall eine feine Sache!

  2. Verdammt, bin ich auch die Pressekampagne des Hecht-Viertel-Vereins reingefallen. ;-) Dann muss ich wohl den Text oben nochmal anpassen. Die Zelle gibt es schon seit ungefähr 3-4 Jahren und wurde vom Waldschänken-Förderverein gestiftet.

  3. an dem Bioladen auf der Kamenzer gibt es auch einen Bibostand— in 2 Glaskästen die an der Eingangstür hängen.

    Bis jetzt klappt es da auch ganz gut- es ist immer was Drinne.

    In England wird das auch schon gemacht- auch um die bekannten Telefonhäuschen vom Aussterben zu retten.

  4. Ich finde die Idee grundsätzlich hübsch, aber bin ehrlich gesagt der Meinung, dass es in Dresden ein ziemlich gutes Netz der öffentlichen Bibliotheken gibt. Die Zweigstelle in Neustadt ist doch auf der Bautzner Straße…

  5. Riesa war mal schneller als Dresden, unglaublich! Wir haben eine derartige Bücherzelle schon seit mehreren Jahren – in der Fußgängerzone direkt vor dem Kino in zentralster Lage – falls jemand der Neustädter tatsächlich Riesa kennt ;-)
    Funktioniert wunderbar. Einmal ne Scheibe eingeschlagen – mehr ist bisher nicht vorgefallen.

    Allerdings muss jemand immer wieder (täglich!) kontrollieren, was da reingestellt wird, es gibt ja sone und solche Literatur. Die Jungs der N-Partei haben eine Zeitlang versucht, ihre Werke dort zu präsentieren, zufällig ist das Regalbrett damals „am rechten Rand“ plötzlich abgesackt und die Bücher konnten dann „leider“ nicht mehr präsentiert werden.

    Gilt aber für alle politischen Richtungen, da muss man aufpassen, sonst verkehrt sich der gute Zweck ins Gegenteil.

  6. Im Trotzdem gibt es ebenfalls die Gelegenheit, Bücher abzustellen bzw. mitzunehmen… scheint mangels Nachfrage bissel eingeschlafen zu sein; ich hab da jedenfalls schon einiges an interessantem Lesegut mitgenommen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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