Am Montagabend waren in vielen Teilen Deutschlands Polarlichter sichtbar. Auch über der Neustadt zeigte sich das seltene Naturschauspiel mit intensiven Farben und trotzte damit dem intensiven Lichtsmog der Großstadt.

Der Himmel leuchtete in Pink, Violett und Smaragdgrün. In den späten Abendstunden beobachteten zahlreiche Menschen das Geschehen unter einem klaren, sternenreichen Himmel. Eine Neustadt-Geflüster-Leserin hielt das Spektakel von ihrem Fenster an der Königsbrücker Straße fest.
Die Ursache ist ein geomagnetischer Sonnensturm. Die National Oceanic and Atmospheric Administration, die Wetter- und Ozeanografiebehörde der USA (www.noaa.gov), meldete, dass der Sturm die zweithöchste Stufe G4 erreichte. Diese Stärke kann auch Auswirkungen auf Satelliten und GPS-Systeme haben.
Außergewöhnlich schnell
Die Eruptionswolke der Sonne traf ungewöhnlich schnell auf die Erde. Nach Angaben der Plattform Spaceweather legte sie die Strecke in nur 25 Stunden zurück. Üblicherweise dauert dieser Weg drei bis vier Tage.
De Leserin berichtet, dass der koronale Ausbruch so überraschend und stark war, dass nicht mal die Polarlicht-Apps angeschlagen hatten. Aber der YouTube-Kanal LPIndie habe zuverlässig informiert.
Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen nach einer Sonneneruption auf die Erdatmosphäre treffen. Dort regen sie Luftmoleküle zum Leuchten an. Das Magnetfeld der Erde lenkt die Teilchen dabei in Richtung Pole.


















