Schlagwort: Memento

Luigi Bentivoglio: „Kunst ist mein ganzes Leben“

Luigi Bentivoglio brachte Dresden den Kaffee

Der Kaffeemaschinenservice Essebielle auf der Johann-Meyer-Straße ist legendär auch und gerade wegen seines Chefs: Luigi Bentivoglio. Die Geschichte einer langen Reise. Ich bin Industrietechniker … Über mich zu schreiben ist kompliziert. Ich habe alles, was ich gemacht habe in meinem…

Von mir können Sie Kurioses erfahren

Peter van der Leck: "Ich mache die Sachen gerne alleine. Ich sage immer: Selbst ist der Mann."

Peter van der Leck alias VdL ist Lebenskünstler, Poet, Freigeist, Stromer. Wenn ihm in seinem Apartment in der Heeresbäckerei die Decke auf den Kopf fällt, macht er sich auf in die Neustadt und rezitiert selbst geschriebene Gedichte. So lerne auch…

Gisela Schwanebeck: „Ich bin so geblieben“

Gisela Schwanebeck: "Die haben hier eine gute Küche!"

Gisela Schwanebeck ist gebürtige Thüringerin, kam als Kind nach Dresden und musste nach dem Bombenangriff aus der Neustadt wegziehen. Eine Erzählung voller schwerer Schicksalsschläge, die dennoch mit einem Lächeln beschlossen wird. Mit vier Jahren bin ich mit meinen Eltern in…

Siegfried Hellmuth: „Ich war Praktiker“

Siegfried Hellmuth steht am Fenster und gießt Wasser in eine Pflanzschale. „Was man einmal angefangen hat …“, sagt er. Das Fensterbrett bevölkern weitere Zöglinge. Ein Ventilator läuft und es scheint als fülle er dem Modell-Segelschiff auf dem Wandregal die Segel.…

Lothar Kempe: „Ich bin stark bewaffnet“

"Ich weiß nicht, was ich von mir selber halten soll"

Lothar Kempe sitzt in seinem Rollstuhl und versucht die Gedanken zu haschen. Sie schwirren umher wie Vögel, huschen durchs Dickicht, verstecken und verwandeln sich. Die Orte purzeln durcheinander, die Zeit verschwimmt. Er schaut ratlos aus dem Fenster, beschreibt Bilder, Versatzstücke…

Dieter Richter: „Ich muss raus“

„Der ist bestimmt unten“, sagt der Mitbewohner von Dieter Richter und vergewissert sich des Vornamens auf dem Türschild. Ich finde Dieter Richter auf halber Treppe. Er war gerade im Begriff, seinen Stammplatz zu beziehen: Den Vorsprung eines Schaufensters an der…

„Ich wollte auf’s Schiff“ – Margot Zäh

Margot Zäh

Margot Zäh arbeitete 40 Jahre lang auf einem Schiff und bekochte und versorgte die Gäste. Auf der Spree, der Moldau, der Elbe war sie unterwegs. Geboren in der Neustadt lebt sie nun wieder hier, beobachtet das Verkehrsgeschehen am Albertplatz, legt…

„Ich bin die vom Zirkus“ – Mary Belzing

"Es war lustig. Nur die ewig gleichen Fragen haben genervt."

Mary Belzing blickt zurück auf eine abenteuerliche und nicht selten beneidete Kindheit. Als Artistenkind reiste sie mit dem Varieté-Zirkus Schwandtner umher. Heute erinnert sie sich lachend an Eindrücke, Gerüche, Begegnungen, während der Stubentiger ihr um die Beine streicht. Wenn auch…

Anita Krüger: „Ich bereue nichts“

"Wir sind nur noch vier Alte hier auf der Straße"

Anita Krügers Wohnung ist gepflastert mit Bildern. Auf dem Sofa ruhen als bebilderte Kissen Pudel und Pinscher, von der Wand lächelt ein Dutzend Enkelkinder. Über die Schrankwand marschiert eine Elefantenkarawane. „Die sammel ich“, sagt Frau Krüger stolz. „Vergessen Sie auf…

Sylvia Fischer: „Das Viertel war verrufen“

"Ich bin immer wieder gern in der Neustadt. Ich besuche meine Tochter hier"

Sylvia Fischer sagt fröhlich am Telefon: „Ich habe rote Haare, wir werden uns schon finden.“ Nach einer kleinen unfreiwilligen Runde Verstecken im Kunsthof ist es dann so weit. Mädchenhaft wird ihr Gesicht, wenn sie von ihren Kindheitserinnerungen erzählt. Nach dem…

Rolf Töpfer: Von Mörderinnen und betrunkenen Pferden

Wie viele Erinnerungen passen in eine Kindheit und wie wenige auf ein Blatt Papier.

Rolf „Rolli“ Töpfer schlägt ein Treffen im Schwarzmarkt-Café auf der Hauptstraße vor. Zum Beschnuppern. In einem kleinen Büchlein stehen in geschwungener Schrift Notizen. „Sie müssen dann selbst entscheiden, zu was ich etwas erzählen soll“, sagt er und legt gleich los.…

Erhard Sünder „Sehnsucht nach Freiheit“

Im Hof der Kamenzer Straße 25 bei einem späteren Besuch.

Erhard Sünder wurde am 8. Juli 1956 in Guteborn zwischen Ruhland und Senftenberg geboren. 1958 zog die Familie nach Dresden, auf die Kamenzer Straße. Die Gassen der Neustadt wurden sein Abenteuerspielplatz. Später lernte er Schriftsetzer und besuchte Abendkurse der Kunsthochschule.…