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Palais-Sommer

Das Aus für den BRN-Lustgarten

Der An­fang vom Ende des BRN-Lust­gar­tens ist ein­ge­läu­tet. Das Bau­fo­rum Dres­den, ein Ver­ein, der Bau­ge­mein­schaf­ten be­rät, sucht nach In­ter­es­sen­ten für ein "in­mit­ten der Äu­ße­ren Neu­stadt ge­le­ge­nes Grund­stück". Rei­hen­häu­ser und Stadt­häu­ser könn­ten dort ent­ste­hen, heißt es in der An­kün­di­gung. Der Name des Pro­jekts "Stadt­häu­ser Bautz­ner Straße – Hof­quar­tier Dresd­ner Fuhr­we­sen" ver­rät: es geht um die Flä­che zwi­schen Bautz­ner- und Böh­mi­scher Straße, auf der der BRN-Lust­gar­ten zu­letzt zu Hause war. Da­mit droht dem Lust­gar­ten der zweite Platz­ver­weis, nach­dem er we­gen des Pro­jekts "b33" an der Böh­mi­schen Straße (zwi­schen "Ro­then­bur­ger" und Mar­tin-Lu­ther-Platz) be­reits auf die Flä­che hin­ter dem "Stil­bruch" (ehe­mals Os­car) um­zie­hen musste. Am Don­ners­tag ist beim Bau­fo­rum ein Be­ra­tungs­ter­min für po­ten­zi­elle Bau­her­ren ge­plant, bei dem es um das "Hof­quar­tier Dresd­ner Fuhr­we­sen" ge­hen soll.

  • Pläne mit Vor­schlä­gen für die Be­bau­ung der Flä­che hat das Bau­fo­rum auf sei­ner In­ter­net­seite ver­öf­fent­licht. Sie stam­men von Zan­der Ar­chi­tek­ten (plan­ten u.a. Bautz­ner Straße 98 und Bautz­ner Straße 100) und dem Ar­chi­tek­tur­büro heiz­haus (hat auch b33 entworfen).
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3 Ergänzungen

  1. Oh je, das sieht nach dem nächs­ten Volvo-Ghetto aus. An­de­rer­seits ist die Neu­stadt halt so schön und es gibt au­ßer WG-Zim­mern quasi keine freien Wohnmöglichkeiten.

    Wenn das bau­fo­rum dres­den In­ter­es­sen­ten sucht, heißt das al­ler­dings auch noch nicht, dass dort auch wirk­lich in ab­seh­ba­rer Zeit ge­baut wird. Üb­ri­gens: Dass das bau­fo­rum ein Ver­ein ist, hört sich so ge­mein­nüt­zig und eh­ren­amt­lich an – Letz­te­res ist es ganz und gar nicht. Die leis­ten gute Ver­mitt­lungs- und Vor­be­rei­tungs­ar­beit, las­sen sich aber ko­mi­scher­weise an­tei­lig an der Bau­summe be­zah­len und das kann mit­un­ter un­ver­hält­nis­mä­ßig teuer werden.

  2. Das war ja nur eine Frage der Zeit, bis sich je­mand fin­det, der dort die nächs­ten Kar­tons hin­set­zen kann. Bravo! Wie­viele von die­sen schlecht durch­lüf­te­ten und bil­lig ge­bau­ten Wohn­kom­ple­xen brau­chen wir ei­gent­lich noch?

  3. Es han­delt sich halt um pri­va­tes Ge­lände mit Bau­recht, dass zur Zeit zum Ver­kauf steht. Das heißt, ir­gend­wer baut dort so­wieso ir­gend­wann. Aus städ­te­bau­li­cher Sicht ist die in­ner­städ­ti­sche Ver­dich­tung der bes­sere Weg als die Zer­sie­de­lung des Umlandes.

    Wenn es also eine Bau­ge­mein­schaft wird, die hier die In­itia­tive er­greift, viel­leicht aus Men­schen, die so­wieso schon in der Neu­stadt woh­nen, dann ist das noch der bes­sere Fall. Die Chan­cen ste­hen dann viel bes­ser, dass die Häu­ser gut durch­lüf­tet sein wer­den und et­was Ar­chi­tek­tur­qua­li­tät mit­brin­gen, viel­leicht so­gar en­er­gie­spa­rend und nach­hal­tig er­rich­tet wer­den. Au­ßer­dem füh­len sich Bau­ge­mein­schaf­ten i. d. R. stär­ker für ihr Um­feld ver­ant­wort­lich als Mie­ter in In­ves­to­ren­pro­jek­ten, und fin­den viel­leicht so­gar eine Lö­sung für den Gar­ten des Kängurus.

    Das ist aber al­les noch gar nicht si­cher. Im Mo­ment kann noch je­der 0815-In­ves­tor schnel­ler sein!

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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