Kletterinsel für Hechtschule

Gestern Vormittag wurde eine 500 Quadratmeter große Kletterinsel für die 30. Grundschule eingeweiht. Finanziert wurde die Anlage vom Förderverein der Schule, ersammelt aus Spenden und Aktionen.

Pünktlich um 10 Uhr eröffnete der Förderverein der 30. Grundschule „Am Hechtpark“ im Beisein geladener Gäste, unter anderem des Ortsamtsleiters André Barth, und natürlich der Schulkinder die neue Kletterinsel mit dem Namen „Kinder Reich“. Nach gut acht Monaten Bauzeit und rund zweieinhalb Jahren Planungszeit kann sich das Erreichte sehen lassen. Insgesamt über 40.000 Euro Eigenkapital – ersammelt aus Spenden und anderen Aktionen – investierte der Förderverein in die neue Anlage. Entstanden sind dabei unter anderem zwei große Holzdecks, die spielerisch durch ganz unterschiedliche Kletteranlagen und Klettertürme miteinander verbunden sind. Hier kann nun nach Herzenslust balanciert, gehangelt, geklettert, gerutscht und auch gefaulenzt werden.

Eltern, Schüler und Ortsamtsleiter beim feierlichen Band-Anschnitt

Eltern, Schüler und Ortsamtsleiter beim feierlichen Band-Anschnitt – Foto: Juliane Mostertz

Finanzielle Unterstützung erhielt der Förderverein durch die Dresdner Stiftung Jugend & Sport der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Die Stiftung übernahm mit 2.000 Euro einen großen Teil der Baukosten für einen Kletterturm.

Die Kletterinsel ist ein Vorzeigeprojekt in Sachen Ehrenamt. Als sich vor drei Jahren eine kleine Gruppe aus Eltern, Lehrern und Erziehern zusammensetzte, um zu überlegen, wie sie dem bis dahin tristen und unsanierten Schulhof mehr Pepp geben könnte, fand ihre Idee breite Unterstützung im gesamten Schulumfeld. Um die notwendigen Materialkosten finanziell zu stemmen, veranstaltete der Förderverein in der Zwischenzeit schon traditionelle Sponsorenläufe, Flohmärkte und andere Spendenaktionen. Im Frühjahr dieses Jahres war es dann soweit, die Bauarbeiten konnten beginnen. Ob Wochenende oder wochentags immer waren Erwachsene und Kinder bereit, sich für die Kletterinsel zu engagieren und viel Zeit, Geld, Werkzeug und Arbeitskraft zu investieren. „Dieses Engagement ist einfach umwerfend und hat uns alle immer wieder neu motiviert. Ich bin stolz, dies miterlebt zu haben“, beschreibt das Vorstandsmitglied Lutz-Wolfram Reiter die zurückliegenden Monate. Auch den umliegenden Geschäftsinhabern ist das Treiben auf dem Schulhof nicht verborgen geblieben und so trugen sie mit zahlreichen Sach- und Geldspenden wie bspw. Brötchen, Obst, Gemüse und Grillgut zur Verpflegung der vielen Helfer bei.

Neue Kletterinsel für die 30. Grundschule

Neue Kletterinsel für die 30. Grundschule – Foto: Juliane Mostertz

„So eine Kletteranlage gibt es kein zweites Mal in Dresden“, ist sich Reiter sicher. „Damit haben die Kinder für die kommenden Jahre eine tolle Spielfläche bekommen und die Schule nach über 50 Jahren endlich einen in Teilen zeitgemäßen Schulhof.“ Damit dies auch in Zukunft so bleibt, geht die Anlage in die Obhut des Hortes, betrieben durch den Kinderland Sachsen e. V., über.

In naher Zukunft stehen im Zuge des Hortneubaus weitere Umgestaltungen des Schulhofes an. Der Vereinsvorstand ist sich dieser Mammutaufgabe wohl bewusst. „Das wird für uns nochmals ein hartes Stück Arbeit, da der Bau unser Vereinskonto ziemlich belastet hat. Aber wir hoffen, auch weiterhin entsprechende Unterstützung zu erfahren. Und wer weiß, vielleicht findet sich ja noch ein entsprechend engagierter Sponsor, der uns dabei hilft, auch zukünftig solche hochwertige Angebote für die Kinder umzusetzen.“

Kletteranlage „Kinder Reich“

  • Planungsbeginn: Sommer 2013, Baubeginn: Februar 2016, reine Materialkosten: ca. 40.000 Euro netto (keine finanzielle Unterstützung durch die Stadt, komplett refinanziert durch Spendengelder), ehrenamtlich geleistete Arbeit: über 1.500 Stunden
  • Bauherr: Förderverein der 30. Grundschule „Am Hechtpark“, Planung: Barbara Kroll, Garten- und Landschaftsarchitektin
Mit einem dicken Plakat wird allen Spendern und Ehrenamtlichen gedankt.

Mit einem dicken Plakat wird allen Spendern und Ehrenamtlichen gedankt. – Foto: Juliane Mostertz

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